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1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

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  1. 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor Gegen Internetabzocke 11.03.10 - 06:23

    Anwälte und Richter... eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, schon klar!

  2. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor ABE 11.03.10 - 07:56

    Wenn man nur 1000 Beschwerden bräuchte um jemanden einsperren zu lassen würde Dieter Bohlen und Detlef Soest wohl nie wieder länger als 5 Minuten in Freiheit verbringen. Auch wenn es in diesem Fall im ersten Moment seltsam aussieht bin ich doch froh das wir eben nicht in einer Bananenrepublik leben wo Weimar wütender Mob sich in Lynchjustiz übt.

  3. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor M 11.03.10 - 07:57

    Du sagst es! Aber woran es liegt ist ja wohl klar. Das Internet wird momentan in alle Schranken verwiesen. Sei es nun Filesharing oder sonst was. Das kennt ja auch kein Richter, geschweige denn würde er den Wert eines solchen Produkts erkennen, wenn es aber darum geht eine Abmahnung ausstellen zu lassen kennt das jeder Richter. Gibt es ja überall. Nur hat sich die Frau Günther nicht gerade Freunde gemacht. Wer kann es denen verübeln die sich bedroht gefühlt haben von so manchem Abmahnungsschreiben? Ich habe auch schon mal so ein nettes Inkassobüro im Rücken sitzen gehabt. Angefangen von Telefonanrufen zu den unmöglichsten Uhrzeiten (keine Ahnung wie die meine Nummer bekommen haben) bis zu Briefen wo mir schärfstens gedroht wird. Sogar bei meinem Arbeitgeber sind die aufgetaucht und wollten eine Taschenpfändung vollziehen. (Durften die eigentlich gar nicht, hab mich auch erfolgreich geweigert) Ich ging auch zu einem Anwalt, und was war? Alles normal, ich kann nicht mal wegen Nötigung klagen, da die Forderung vom Inkassobüro angeblich berechtigt war. War sie eben nicht! Hat sich nach 1 Jahr als Irrtum des Auftraggebers des Inkassobüros herausgestellt. Konnte ich jetzt klagen? Nein, auch nicht, da es ja nichts mehr zu verhandeln gab.

    Man sieht also, Gerechtigkeit ist NUR ein Wort, das hat meistens nichts mit der Realität verloren. Gerechtigkeit kann sich ein normaler Mensch einfach nicht mehr leisten. Schade das das Wort "leisten" nun wirklich nur mit Geld zu tun hat und nicht mit Anstand und Moral wie es früher einmal war.

    Geld regiert die Welt. Und wer das Geld regiert hat die Macht.

    Salam, M

  4. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor Youssarian 11.03.10 - 08:26

    Gegen Internetabzocke schrieb:

    > 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Es ist sicher nicht "alles okay", wenn so lange gegen diese Frau ermittelt wird und selbige Objekt einer (IMO zu Recht) sehr negativen Berichterstattung wird. Juristen bemühen sich jedoch darum, ähnlich zu einer Wissenschaft mittels objektiver Kriterien die "Wahrheit" zu erforschen. In dieser Hinsicht reicht es halt nicht aus, sie zu "verknacken". Das ist auch nicht unbedingt so überraschend, schließlich ist die Frau selbst Juristin und somit fachlich kompetent, um eine Reihe von Fehlern zu vermeiden.

    > Anwälte und Richter... eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus,
    > schon klar!

    Über die Berechtigung der von dieser Winkeladvokatin eingetriebenen Forderungen hatte die Staatsanwaltschaft nicht zu befinden. Das wird in anderen (zivilrechtlichen) Prozessen geklärt werden.

  5. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor JAJA DElNE MUDDA 11.03.10 - 08:31

    M schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Schade das das Wort "leisten" nun wirklich nur mit Geld
    > zu tun hat und nicht mit Anstand und Moral wie es früher einmal war.

    Nenn mir bitte einen Zeitabschnitt, wo es überall Anstand und Moral gab.

    Außerdem sollte man das immer von zwei Seiten betrachten. Was wäre, wenn jemand dir berechtigt Geld schuldet, sich dann darüber beschwert, daß du das Geld eintreiben willst und du dann in den Knast gehst? Moralisch? Anständig?

    ----------------------------------------------------------------
    Diejenigen, die grundlegende Freiheiten aufgeben würden, um geringe vorübergehende Sicherheit zu erkaufen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. - Benjamin Franklin

  6. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor El Marko 11.03.10 - 09:36

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Das ist auch nicht unbedingt so überraschend, schließlich ist
    > die Frau selbst Juristin und somit fachlich kompetent, um eine Reihe von
    > Fehlern zu vermeiden.

    "Um sicher Recht zu tun muss man nichts wissen, nur um sicher UNRECHT zu tun muss man die Juristerei studiert haben" (ist mir jetzt entfallen von wem es war)

    Was ich von manchen Bekannten, die Jura studiert haben, so höre, wie man sich aus den übelsten Sachen rauswinden oder zumindest das Strafmaß auf ein Minimum reduzieren kann - da schwindet bei mir der Glaube an einen _gerechten_ Staat ...

  7. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor Flying Circus 11.03.10 - 09:55

    El Marko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da schwindet bei mir der Glaube an einen gerechten Staat ...

    Juristen haben mit dem Wort "Gerechtigkeit" nicht viel am Hut. Sie klären Rechtsfragen, nicht Gerechtigkeitsfragen.

    Und nein, das ist kein Juristenbashing. Wenn Du drei Leute fragst, was sie unter "Gerechtigkeit" verstehen (und wir mal triviale Fälle wie "A überfällt B, schlägt ihm sämtliche Zähne aus und raubt ihm sein gesamtes Hab und Gut - gerecht oder nicht?" mal außen vor lassen ...), wirst Du wohl vier Meinungen bekommen. Ein schönes Beispiel: ist es gerecht, daß Leute mit mehr Einkommen mehr Steuern zahlen, als Leute mit weniger Einkommen? ;-) Ich kenne sowohl Leute, die die eine, als auch Leute, die die andere Meinung vertreten. Die beiden Ansichten schließen sich aber gegenseitig aus!

  8. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor Trollplonk 11.03.10 - 10:20

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Juristen bemühen sich jedoch darum, ähnlich zu
    > einer Wissenschaft mittels objektiver Kriterien die "Wahrheit" zu
    > erforschen. In dieser Hinsicht reicht es halt nicht aus, sie zu
    > "verknacken".
    Hahaha. Und du glaubst wahrscheinlich auch, dass Politiker ausschließlich zum Wohle des Volkes und Vorstände ausschließlich für den Erfolg ihrer Firma arbeiten?

    In der Theorie ist deine Aussage natürlich vollkommen korrekt, aber jeder mit etwas Lebenserfahrung weiss, dass das Unsinn ist.
    Warum wohl in bestimmten Rechtsfragen (Internet, Presse) z.B. bevorzugt vor dem Landgericht Hamburg geklagt wird?
    Bei "strikt wissenschaftlichem Vorgehen" müsste ja vollkommen egal sein, wo geklagt wrid, da ja jeder "wissenschafltiche" Richter wohl zwingend zur selben Conclusio kommen müsste. Und warum gibt es dann eigentlich Revisionen?

  9. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor Youssarian 11.03.10 - 11:25

    El Marko schrieb:

    [Juristen sind die "besseren" Verbrecher]
    > Was ich von manchen Bekannten, die Jura studiert haben, so höre,
    > wie man sich aus den übelsten Sachen rauswinden oder zumindest
    > das Strafmaß auf ein Minimum reduzieren kann - da schwindet bei
    > mir der Glaube an einen _gerechten_ Staat ...

    Für Gerechtigkeit fühlen sich Juristen nicht zuständig, das ist ein moralische Kategorie. Wer Moralist ist und ein Jura-Studium beginnt, legt entweder seine Skrupel ab oder er schließt das Studium nicht ab. ;-)

  10. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor Youssarian 11.03.10 - 11:33

    Trollplonk schrieb:

    >> Juristen bemühen sich jedoch darum, ähnlich zu einer
    >> Wissenschaft mittels objektiver Kriterien die "Wahrheit" zu
    >> erforschen. In dieser Hinsicht reicht es halt nicht aus, sie
    >> zu "verknacken".

    > Hahaha. Und du glaubst wahrscheinlich auch, dass Politiker ausschließlich
    > zum Wohle des Volkes und Vorstände ausschließlich für den Erfolg ihrer
    > Firma arbeiten?

    Ich glaube vielmehr, dass Du ein typischer Forenheld bist, der zwar seine Schutzrechte in deutlichen Worten verteidigt, alles in Frage stellt und verneint, aber nicht einmal im Traum jemals dran gedacht hätte, wie er's selbst besser machen könnte. Du gibst Dich schon damit zufrieden, wenn einer von "denen da oben" zurücktritt, geschasst wird, eine Strafe aufgebrummt bekomt, sich selbst entleibt oder Ähnliches. Du glaubst daran, dass die Lenkung der Gesellschaft ausschließlich moralisch verkommenen Eliten obliegt und würdest nie akzeptieren, wenn man Dir Vorwürfe, dass Du schlicht zu faul seist, Deine aktiven Rechte wahrzunehmen.

    Können wir die Diskussion darüber, was ich glaube, abschließen? :-)

  11. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor admin 11.03.10 - 12:26

    schöne demokratie

    es bleibt ein rechtsstaat und der hat nunmal nix mit mehrheitseintscheidungen zu tun.

  12. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor Sepps Rache 11.03.10 - 12:33

    Demokratie ist nach eingängiger Definition der Diskussionsteilnehmer hier nur das, was auch gefällt.

  13. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor d3wd 11.03.10 - 15:57

    "Gewaschen ist was Wasser trifft."

    Natürlich können viele Menschen auch in einem Rechtsstaat was bewirken; Sie müssen bloß in ihrem Auftreten überzeugen.
    Demonstrationen sind da ein guter Spiegel zu Gesellschaft, auch wenn man sich bei dem begutachten der Menschen die dann tatsächlich demonstrieren (auf der Strasse(!?)*bah*) vorkommt wie ein Junger "Che Guevara".

    ... Wenn man mit solch einer "Begeisterung" Demonstrieren geht (laut,ungewaschen,besoffen,bekifft, etc.) wird sich ein Rechtsstaat wie unserer niemals ändern können.
    Gut, von Glatzköpfigen Faschos braucht man auchnicht zu sprechen, mehr als Haare schneiden ist bei denen scheinbar auch nicht drin.

    Ich denke ja das Politische Veranstaltungen genauso gut vom Volk organisiert werden könnten wie auch von der Politik selbst, wenn alle etwas bewirken möchten und nicht bloß verklemmte undercover Gewaltkrawallos sind- ja - dann geht auch was.

    Also: lasst die Kastor's doch besser rollen und arbeitet euch vernünftig hoch. Mit einem gepflegtem auftreten geht alles viel besser.

    Achso- vieles aus dem Rechtsstaatlichem kommt auch aufgrund von Materiellen Mängeln daher.
    Früher gab es kein TED, etc. was die Ressourcen tatsächlich arg verschwendet hätte.
    Heutzutage dürfte Daß doch wirklich kein Problem mehr sein.

    Und wenn es nichts digitales gibt weil sich z.B. Cybergangster damit brüsten könnten?!; dann nimmt man eben Recyclingpapier.

    Aber dass alles sind dinge die uns die letzte Revolution gekostet haben könnte. Unseren Fortschritt.

    -- -

    Die Menschen müssen einfach mehr zusammenhalten, dann gibt es auch solche Marktlücken nicht. Solange es allerdings Einzelfälle bleiben finde ich es aber einigermaßen okay, es wirkt sogar ein bisschen wie gesellschaftliches Kendo- ein Kampfsport bei dem man lernen kann.

    Ginge es bei der Gestaltung unserer Zukunft, und vieleicht auch der unserer Kinder, -noch- etwas mehr um einen Zeitnahen Umsetzungswillen - wie er auch beim "Kampf gegen" Filesharing zu existieren scheint - dann blicke ich doch einer sehr guten Zukunft entgegen. Und ihr womöglich auch.

    Ich lass mich dochnicht von den Hartz4 Nörglern runterkriegen, sehe ich in euch doch potentielle Geldsäcke. :D -. -
    Ist nunmal nichts schlechtes dabei.

    d3wd

  14. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor ProInternet 11.03.10 - 20:51

    Wohl wahr, aber die Steuerfrage hat eine dritte Antwort / Frage:

    Ist es gerecht, wenn A doppelt soviel verdient, wie B, aber 4 mal soviel Steuern zahlen soll (Progression).

  15. Re: 1000 Menschen beschweren sich, aber alles ist okay?

    Autor Youssarian 13.03.10 - 09:04

    ProInternet schrieb:

    > Ist es gerecht, wenn A doppelt soviel verdient, wie B, aber 4 mal soviel
    > Steuern zahlen soll (Progression).

    Die Frage lässt sich vielleicht einfacher beantworten, wenn man die Herkunft des Wortes "verdienen" näher betrachtet und sich fragt, wieviel kann man eigentlich verdienen, dass man es noch verdient hätte? ;-)

  16. Re: 1000 Menschen = 0,00122%

    Autor firehorse 16.03.10 - 14:34

    Da kann man ruhig abwiegeln :)


    Trollplonk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Youssarian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Juristen bemühen sich jedoch darum, ähnlich zu
    > > einer Wissenschaft mittels objektiver Kriterien die "Wahrheit" zu
    > > erforschen. In dieser Hinsicht reicht es halt nicht aus, sie zu
    > > "verknacken".
    > Hahaha. Und du glaubst wahrscheinlich auch, dass Politiker ausschließlich
    > zum Wohle des Volkes und Vorstände ausschließlich für den Erfolg ihrer
    > Firma arbeiten?
    >

    Wahrscheinlich wird eher gegen die Kläger ermittelt werden, als gegen die Beklagte.

    Dies würde mich auch nicht verwundern. Nicht wenn man weißt dass die Justiz selbst nicht in der Lage ist zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden oder wie Youssarian es beschrieb: nicht ihrer Auffassunggabe entspricht.
    Als Beispiel nehme man nur die Zeit als der Advokat noch zum Aristokrat zählte oder wurde, deren aktive Tätigkeit zur SS-Zeit oder - zeitlich Relevanter - Verurteilungen unschuldiger Menschen! Hier werden die Betroffenen, deren komplettes Leben im Eimer ist mit ein paar "Pinatz" abgefunden und eigentlich nie kommt ein Wort des bedauerns rüber. Verantwortung für das eigene Versagen fehlanzeige. Vielleicht weil es in der Politik auch so schön klappt...:/

    Zudem hängen diese Advokaten überall mit drin. In politischen Sekten (Parteien), in zweifelhaften Organisation wie SCHUFA, GEMA oder GEZ usw... Überall dort wo jene für "ihre Auffassung" Kohle kasieren können.


    >
    > In der Theorie ist deine Aussage natürlich vollkommen korrekt, aber jeder
    > mit etwas Lebenserfahrung weiss, dass das Unsinn ist.
    >

    Theorie heißt, etwas mal gesehen zu haben aber nicht zu Wissen wie es geht :D

    >
    > Warum wohl in bestimmten Rechtsfragen (Internet, Presse) z.B. bevorzugt vor
    > dem Landgericht Hamburg geklagt wird?
    >

    Weil jene mit dem dicksten Säckle dort die besten Chancen haben. Wahrscheinlich aber nur wenn diese für Ole's "Meisterwerk", der Philharmonie, spenden. Aber das mit der steuerlichen Abschreibe war jetzt Theorie :D

    >
    > Bei "strikt wissenschaftlichem Vorgehen" müsste ja vollkommen egal sein, wo
    > geklagt wrid, da ja jeder "wissenschafltiche" Richter wohl zwingend zur
    > selben Conclusio kommen müsste. Und warum gibt es dann eigentlich
    > Revisionen?
    >

    Revisionen sind ein Überbleibsel aus der Zeit wo Juristen für kurze Zeit ihr Gewissen wiederentdeckt hatten. Allerdings gleich so gestaltet dass es später auch wieder missbraucht werden kann :O

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