Vorallem die Argumentation. MySQL bleibt doch weiterhin OpenSource(& frei). Die Distribution ist weiterhin gegeben. Oracle hat wesentlich bessere Möglichkeiten, die Ware an den Mann zu bringen.
Wieso bezahlt man für eine Firma, die freie Software produziert? Entweder will man die Entwicklung steuern oder sich die Mitarbeiter einverleiben. Bei MySQL gabs noch eine proprietäre Lizenz dazu.
Warum soll man auf etwas verzichten, was man schon bezahlt hat?
Weil ehemalige Mitarbeiter das wollen?
Wieso springen diese Trolle erst jetzt auf den Zug, traute man SUN weniger zu?
Such mal nach "DBD" bei golem in den News. Die headlines reichen.
Wenn die der T-com gehören würden, würden die sich wohl auch nicht viel anders benehmen.
Sun hat keine eigenen Datenbanken. Oracle schon.
Oracle könnte ein Interesse haben, mysql verkümmern zu lassen.
Allerdings ist oracle kein echtes Substitut für mysql weil mysql viel schwächer und kleiner ist. Aber vielleicht änderte sich das ja. Wenn mysql aufgegeben wird, bleiben postgresql, express-versionen von DB2 und M$-SQL und Datenbanken die sonst kaum einer kennt und vielleicht Geld kosten (BTrieve).
Aber die Leute werden ein mysql wohl eher kaum gegen ein Oracle-System wechseln wo man noch einen Admin usw. braucht.
Es ist nicht damit getan, dass MySQL Open-Source bleibt. Aus Wettbewerbs-Sicht ist es sinnvoll, dass MySQL weiterentwickelt wird. Die Gefahr besteht aber, dass Oracle MySQL absterben lässt. Ein Fork ist technisch möglich, aber ohne eingearbeitete Mitarbeiter ein schwieriges/aufwändiges Unterfangen.
Und ursprünglich hatte man SUN zugetraut, MySQL weiterzuentwickeln und als Alternative zu Oracle zu positionieren. Das ist eine Weile auch gut gegangen, hat sich aber insgesamt als Fehleinschätzung entpuppt.
Davon abgesehen sind die Konsequenzen, dass Java an Oracle fällt (und BEA bereits an Oracle gefallen ist), von viel größerer Tragweite, aber das sieht die EU nicht, weil ihr dazu die Kompetenz fehlt.
Oracle hat nach dem Kauf von Sun weitergehende Rechte, als es ein Fork jemals haben kann. Dazu gehört sowohl das Trademark als auch die Berechtigung proprietäre Versionen von MySQL zu vertreiben, was ein Fork auf Grundlage der GPL niemals machen dürfte.
Dieses sin zwei wichtige Rechte, die den Wettbewerb stark einschränken können. Alleine die technische Möglichkeit die Software weiterzuentwickeln wird für einen ordentlichen Wettbewerb mit Oracle nicht ausreichen.
Grüße
Christian
Also geht es bei den Beschwerden nicht um OpenSource sondern um eine Konzentration von Marktmacht durch den Besitz zweier verbreiteter DB-Lösungen. Wobei MySQL seinen Erfolg durch hohe Verbreitung und günstigen Preis rechtfertigt.
BSD schrieb:
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> Wobei MySQL seinen Erfolg durch hohe Verbreitung und günstigen
> Preis rechtfertigt.
Yep, und das ist Oracle ein Dorn im Auge, deshalb finden sie wohl es gehört eingekauft und 'ausgehungert'. Reine Spekulation, ist aber durchaus realistisch.
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