>> Die Vergütung der Künstler soll dabei über eine so genannte Kulturflatrate, eine Pauschalabgabe auf Internetzugänge und Abspielhardware, organisiert werden.
Genial! Sozusagen eine MP3-Steuer, umgelegt auf die Allgemeinheit. Hoch lebe der Kommunismus! Alles ist gratis, und alle zahlen gleich viel. Ich hätte gern meine Wohnung, Auto, Urlaub usw. nach diesem Prinzip finanziert! Flatraten für alles!
Wer wird den Kulturflatraten-Topf verwalten? Wäre sicher toll, sich daraus bezahlen zu lassen. Vielleicht werde ich Künstler. Ich werde schon einen Weg finden, MP3s zu generieren, die irgendwelche Abnehmer finden. (Es lässt sich nichts so leicht zu Geld machen wie schlechter Geschmack.) Wer will sich schon ein Urteil über meine Werke anmassen?
Nichts gegen ehrliche Künstler. Aber ob dieses Modell zu mehr Schöpfertum oder eher zu Parasitismus führen wird? Wie soll der Ertrag der Flatrate gerecht verteilt werden? Durch den Staat? Eine Institution? D.h. durch Beamte? Bestechliche womöglich? Solange wir den Kommunismus noch nicht haben, ist (leider) die direkte Bezahlung durch den Konsumenten, der einen Song oder was auch immer kauft oder eben nicht kauft, immer noch die funktionierendste Art, den Beitrag des einzelnen zum gesellschaftlichen Reichtum zu honorieren.
Und ich habe auch, nebenbei bemerkt, nicht die geringste Lust, im Rahmen einer Kulturflatrate die Produktion von Werken zu finanzieren, die ich für, äh, entbehrlich halte! Und dazu würde es garantiert kommen.
> Ich hätte gern meine Wohnung, Auto, Urlaub usw. nach diesem
> Prinzip finanziert! Flatraten für alles!
ein Markt kommt zustande durch Knappheit an Gütern. du beschreibst gerade sehr knappe güter und je knapper ein gut, desto teurer.
mit dem medium internet und der digitalkopie sind Multimediaformate aber nicht mehr knapp, sondern in unendlichen mengen verfügbar. was nun?
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