Auch wenn es nichts direkt mit dem Thema zu tun hat (ich will hier wirklich keinen Trollartikel starten) muss ich es doch mal loswerden: das allgemeine Medienecho (finde ich) steht nicht wirklich in Relation zu dem eigentlichen Geschehen.
Soviel Trubel, um ein bisschen Tablet-PC? Da rieche ich "leichte" Viralitäten. In Anbetracht neuerlicher Meldungen über u.a. Lobbyismus, denke ich das Beste ist wohl sich impfen zu lassen; genügend Wirkstoff dürfte da sein.
Der Trubel ist so groß, weil das Produkt eben kein Tablet PC ist. Deswegen ist die eine hälfte der Welt enttäuscht von den Vorhersagen. Und die andere Hälfte glaubt immer noch ein großes iPhone ist ein Tablet PC. Apple hat durch sein Schweigen nicht unerheblich dazu beigetragen. Selbst die zu frühe Veröffentlichung durch den MediaMarkt getwitter wurde erfolgreich abgeschmettert. Und die nach Infos gierige Masse hat dann ihren Rest getan.
Das ist ja das abgefeimte an den Apple-Kampagnen. Sie brauchen gar keine viralitäten oder Lobby-Aktionen starten, sie packen die Journalisten einfach bei ihrer größten Schwäche: Der Neugierde. Hier und da ein paar dürftige Informationen fallen lassen, der ein oder andere Insider, dem "aus Versehen" mal ein Halbsatz rausrutscht - und schon wird die Spekulationstrommel angeworfen, die Blogger bloggen bis der Arzt kommt und alle, von Golem bis Spiegel Online übertreffen sich täglich mit neuen Spekulationen...
ITunes ist ein großer Player.
Wenn ich Journalist wäre, würde ich zwar diesen Gossip auch berichten, aber gnadenlos auf Alternativen hinweisen.
>Wenn ich Journalist wäre, würde ich zwar diesen Gossip auch berichten, aber gnadenlos auf Alternativen hinweisen.
Meinst Du? Die Story zählt, und ich denke nach dem Studium nutzen sich solche Idealismen ziemlich schnell ab - alle berichten über das Neue Apple-"Ding", die Leser wollen alles darüber wissen, also bringt man es und nur das. Auf die Alternativen weisst man dann bei den ersten Praxistests im Produktvergleich hin - und das wird ja auch wirklich getan, wei man an den zahlreichen iPhone 3GS Artikeln im letzten Sommer gesehen hat, egal ob heise, golem oder Spiegel, sie haben alle Produktvergleiche gebracht.
Und im Übrigen geht das ja nicht nur mit Apple-Ankündigungen so. Als Windows 7 angekündigt wurde, fehlten auch die Hinweise, dass es auch zahlreiche Linux Distributionen und OSX als Alternativen gibt.
Linux oder MacOS als Alternative zu Windows zu bezeichnen, ist in etwa so sinnvoll wie das iPad als Computerersatz. Klar gibt es Anwendungen für 0815 Angelegenheiten, aber Computer sind doch ein wenig mehr als Multimedia und Internet. An einen Rechner will ich Hardware (Drucker, Scanner, Kameras, usw) und Software (Office, Exchange) betreiben. Da ist der Unterbau dann nicht mehr so einfach austauschbar.
>Linux oder MacOS als Alternative zu Windows zu bezeichnen, ist in etwa so sinnvoll wie das iPad als Computerersatz. Klar gibt es Anwendungen für 0815 Angelegenheiten, aber Computer sind doch ein wenig mehr als Multimedia und Internet.
Ich denke, da werden dir die Benutzer der genannten Systeme (zu Recht) wehement widersprechen, aber das ünberlasse ich denen...
>An einen Rechner will ich Hardware (Drucker, Scanner, Kameras, usw) und Software (Office, Exchange) betreiben. Da ist der Unterbau dann nicht mehr so einfach austauschbar.
Aha, und das geht bei Linux und OSX nicht? Wäre mir neu... (mal von Exchange abgesehen - aber selbst das iPhone kann sich mit einem Exchange Server synchronisieren...)
Es geht nicht darum ob du dein iPhone mit einem Exchange-Server syncen kannst, sondern ob du deinen Windows Server 2003 gegen einen MacMini-Server (ein iPhone ist an der Stelle nicht dein Ernst?) austauschen kannst. Viele Software gibt es nicht für das andere System und genauso verhält es sich bei Treibern. Und zeig mir wo du bei deinem iPhone ein USB-Gerät anstöpseln willst!
>Es geht nicht darum ob du dein iPhone mit einem Exchange-Server syncen kannst, sondern ob du deinen Windows Server 2003 gegen einen MacMini-Server (ein iPhone ist an der Stelle nicht dein Ernst?) austauschen kannst. Viele Software gibt es nicht für das andere System und genauso verhält es sich bei Treibern. Und zeig mir wo du bei deinem iPhone ein USB-Gerät anstöpseln willst!
Du schweifst ab. Es ging ursprünglich um das Desktop System "Windows 7" und den Hype um die Vorankündigung, weder um Server Systeme, noch um das iPhone.
Trollversteher schrieb:
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> Du schweifst ab. Es ging ursprünglich um das Desktop System "Windows 7" und
> den Hype um die Vorankündigung, weder um Server Systeme, noch um das
> iPhone.
Richtig Alternativen für Windows 7. Du kannst aber auch eine beliebige Desktop-Anwendung nehmen, wie zum Beispiel Visual Studio. Oder den neuen Drucker von Medion. Das Prinzip und worauf ich hinaus will dürfte klar sein. Das iPhone hast übrigens du ins Spiel gebracht. iTunes ist übrigens auch so eine tolle Software die nicht unter Linux läuft.
Aber was hat das bitte alles damit zu tun, dass bei gehypten Neuankündigungen von neuen Produkten im IT-Bereich in den Berichten nie alle Konkurrenzprodukte heruntergeleihert werden? Das geschieht dann immer erst erst später, wenn die Redakteure das Probeexemplar in den Händen halten, und nur darauf wollte ich hinaus - ob nun Apple das iPad ankündigt oder Microsoft die neue Windows Version, das ist kein Apple-spezifisches Phänomen.
Wenn du Hochzeit feierst, willst du doch auch nicht, dass die Hochzeit von Brad Pitt und Angelina Jolie verkündet wird. Das ist halt die Stunde, die dem einem Gerät gehört. Und da muss man nicht sagen aber die anderen können das doch besser. Aber was ausführliche Tests und Vergleiche angeht so war man früher mal fleißiger. Da hat man die Produkte noch richtig unter die Lupe genommen und miteinander verglichen. Heute kannst du nur noch die Eckdaten und den Preis vergleichen, aber nicht ob das Ding etwas taugt. Und so ist es auch mit den Probeexemplaren, früher hat man getestet bis die Dinger auseinander gefallen sind und heute darf ja nix passieren, weil das Ding noch in eine andere Redaktion muss.
Naja, aber dann sind wir uns ja einig ;)
Ich hatte ja auch lediglich auf folgenden Beitrag von "baumstruktur" geantwortet:
>Wenn ich Journalist wäre, würde ich zwar diesen Gossip auch berichten, aber gnadenlos auf Alternativen hinweisen.
Diese Produktpräsentation ist halt heute modern. Gehe doch zum Beispiel mal bei Kaisers heutzutage einkaufen. Da ist eine Orange auch nicht mehr nur eine Orange, weil Marketingstrategen sich dadurch höhere Gewinne versprechen.
Das Problem bei den meisten Journalisten ist aber, dass sie nicht kritisch hinterfragen. Es wird geschluckt was Steve ihnen vorsetzt und kräftig gejubelt. Es wird nicht auf das geachtet, was NICHT gesagt wird (das ist ja meist das Interessanteste bei Pressekonferenzen) sondern es wird sich ganz dem Hype hingegeben.
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