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Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

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  1. Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor ThommyHommy 21.07.10 - 18:06

    blablabla

    Ich seh es schon kommen dass wir in D dann irgendwann mal an die VG Wort Kopfpauschalen wie demnächst an die GEZ zahlen müssen um die Journalisten von Bild und Co. zu bezahlen.

    Vielleicht sollte ich als Softwerker auch langsam das jammern über das böse OpenSource anfangen damit ich irgendwann mal in 20 Jahren auch an einem Topf von Zwangsgeldern aus der Bevölkerung beteiligt werde weil ich mit Software selbst kein Geld mehr verdienen kann.

  2. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor puschteblume 21.07.10 - 18:15

    Im Grunde bezahlst du doch auch Google. Nur merkst du es nicht mal. Oder Golem hier. Warum bekomme ich für die Werbung, die hier geschaltet wird, die ich mir ansehen muss, kein Geld? Warum bekommt ein anderer, der weiss, dass ich mir die Werbung ansehe, Geld dafür? Ganz einfach: Weil der Journalismus hier so schlecht ist, dass man dafür kein Geld bezahlen würde. Oder anderst herum ausgedrückt, wer zahlt für guten Onlinejournalismus Geld? Auch wenn er noch so gut ist? Du?

    Übrigens, das was Du ansprichst, ist Bürgergeld. Und ich bin dafür.

  3. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor schumischumi 21.07.10 - 18:26

    1. ich muss sie mir nicht ansehen/laden lassen

    2. das geld das mit der Werbung verdient wird, zahle ich zwar auch durch den kaufpreis der produkte für die geworben wird, allerdings ist das bei zeitungen auch schon so(also machen auch werbung)

    3. es liegt nicht daran dass der journalismus hier so schlecht wäre dass ich (direkt) kein geld dafür bezahle. es gibt nur ein sehr grosses konkurrenzangebot das mir zumindest inhaltlich den selben wert bietet.
    zeitungen kassieren hier doppelt ab. erstens an der werbung die sie zeigen und zweitens am kaufpreis. ob das insgesamt gerechtfertigt ist ka, ich bin weder bwler noch zeitungsverleger.

    imho haben zeitungen einfach das problem, dass sie nicht aktuell genug sind(bzw. nicht so aktuell wie inet), der inhalt nicht individualisierbar und die qualität des journalismus sich nicht stark von den kostenlosen onlineangeboten abhebt.

  4. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor Jeve Stobs 21.07.10 - 18:43

    puschteblume schrieb:
    > Ganz einfach: Weil der
    > Journalismus hier so schlecht ist, dass man dafür kein Geld bezahlen würde.

    => Apple!
    > Übrigens, das was Du ansprichst, ist Bürgergeld. Und ich bin dafür.
    Hier gehts aber nicht um die Allgemeinheit oder um Bürger, sondern um ein kleines Grüppchen, das ganz simpel Geld sichern möchte.

  5. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor objektiver leser 21.07.10 - 18:50

    auf die deutsche linkslastige qualitätspresse verzichte ich gerne

  6. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor Baba 21.07.10 - 18:58

    ThommyHommy schrieb:
    ------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht sollte ich als Softwerker auch langsam das jammern >über das böse OpenSource anfangen

    Das lustige ist, das durch iPhones, Touchscreens, neue Services
    und Dienste OSS immer der tatsächlichen Welt hinterhinkt. Was
    läuft etwa groß OSS technisch auf dem iPad? Die nächsten 5 Jahre
    sicherlich gar nichts dass an die Apple Apps rankommt.

    Ich finde es etwa toll, dass Schulkinder KDE benutzen können,
    kostenlos Texte tippen, Malen, Präsentationen etc. Das ist
    wichtig und in Ordnung.

    Aber bis große Firmen keine einzige kommerziellen Software
    mehr fahren, gehe ich vorher in Rente :)

    Journalisten hatten häufig den Vorteil, durch Regionalzeitungen
    aufgesaugt zu werden. Irgendwo gab es immer arbeit. Wenn aber
    nur noch fünf Zeitungen die gesamten Nachrichten für ALLE
    liefern, braucht es für den Regionalteil nur 3-5 Mannschgerl,
    keine kompletten Zeitungsverlag. Die Rationalisierung ist
    auch ok, weil zum "Qualitätsjournalismus" ist nicht 300x eine
    komplette Druckstraße oder eine ganze Redaktion notwendig.

    Eher ist es so, dass sich das Bild des Journalisten gewandelt
    hat. Wo vorher noch Leute tief im Sumpf gewatet sind, will
    man heute lieber den sicheren Job haben und von der Fußball-
    Krake berichten. Dass dann Blogger plötzlich Themen aufreißen,
    und die anderen kommerzZeitungen folgen ist eben der Fakt
    das der Blogger eben vielleicht noch ein echter Journalist
    (ohne Verlagsanstellung) ist, während die Angestellten keinen Bock mehr auf echte Investigation haben. Oder sie nicht
    bezahlt wird. Was auch immer :-x

    Das Problem löst man aber nur durch bessere Qualität und
    weniger durch Pflichtzahlungen.

    Baba

  7. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor few 21.07.10 - 19:15

    Ja für dich gibt es ja "Sturmfront" und die Pressemitteilungen von Angela Merkel, sowies ihr Podcast.

  8. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor hahahahajakaiaja 21.07.10 - 21:04

    zieh ab krämpfer

  9. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor GodsBoss 21.07.10 - 22:24

    > Das lustige ist, das durch iPhones, Touchscreens, neue Services
    > und Dienste OSS immer der tatsächlichen Welt hinterhinkt. Was
    > läuft etwa groß OSS technisch auf dem iPad? Die nächsten 5 Jahre
    > sicherlich gar nichts dass an die Apple Apps rankommt.

    Sicherlich hinkt OSS in manchen Bereichen hinterher, aber nicht in allen. Nimm beispielsweise Browser – Firefox ist freie Software und mittels zahlloser Addons in Sachen Flexibilität und Anpassbarkeit der proprietären Konkurrenz weit voraus. Google Chrome hetzt hinterher, basiert aber selbst – o Wunder – ebenfalls auf einem Open-Source-Projekt, Chromium (was nun zuerst da war, Chrome oder Chromium, ist egal für die Betrachtung).

    Dass mit OSS auf iPhone und iPad nicht viel läuft, liegt unter anderem an Apples Lizenzbestimmungen, die verhindern, dass GPL-Software eingesetzt werden kann (es ist nicht explizit verboten, aber die Bestimmungen schränken Bearbeitung und Weitergabe von Software in einer Weise ein, die GPL-inkompatibel ist). Ein weiter Teil von Programmen und Bibliotheken kann daher gar nicht genutzt werden.

    Aber wie sieht es beispielsweise bei Android aus?

    > Ich finde es etwa toll, dass Schulkinder KDE benutzen können,
    > kostenlos Texte tippen, Malen, Präsentationen etc. Das ist
    > wichtig und in Ordnung.
    >
    > Aber bis große Firmen keine einzige kommerziellen Software
    > mehr fahren, gehe ich vorher in Rente :)

    Da hast du allerdings recht, das wird noch lange dauern. Derweilen werden Firmen immer wieder Opfer proprietärer Insellösungen und Vendor-Lockin. :-)

    > Eher ist es so, dass sich das Bild des Journalisten gewandelt
    > hat. Wo vorher noch Leute tief im Sumpf gewatet sind, will
    > man heute lieber den sicheren Job haben und von der Fußball-
    > Krake berichten. Dass dann Blogger plötzlich Themen aufreißen,
    > und die anderen kommerzZeitungen folgen ist eben der Fakt
    > das der Blogger eben vielleicht noch ein echter Journalist
    > (ohne Verlagsanstellung) ist, während die Angestellten keinen Bock mehr auf
    > echte Investigation haben. Oder sie nicht
    > bezahlt wird. Was auch immer :-x
    >
    > Das Problem löst man aber nur durch bessere Qualität und
    > weniger durch Pflichtzahlungen.

    Ich denke eher, es ist grundsätzlich Platz für (anteilmäßig) weniger Journalisten als vorher. Vor dem Zeitalter des WWW war es für Privatperson de facto unmöglich, ohne große Ausgaben selbst recherchierte Informationen zu verbreiten. Wieviel kostet heutzutage ein eigener Internetzugang und das Betreiben einer Website (von kostenlosen Angeboten ganz abgesehen)? Einen Appel und ein Ei!

    Mit kostenfreien Informationsangeboten kann man aber nur sehr schwer konkurrieren. Wenn diese dann allerdings tatsächlich auch noch bessere Qualität liefern als bloß abgeschriebene dpa-Meldungen, ist sowieso alles gelaufen.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  10. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor DerGenosse 21.07.10 - 22:46

    Ja, Qualitätsjournalismus muss tatsächlich bezahlt werden. Und ich bezahle auch dafür. Mir graut es vor dem Tag, an dem Möchtegern-Journalisten mit ihren Blogs für den Großteil der Berichterstattung verantwortlich sind.

  11. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor OSSler 21.07.10 - 22:57

    Der Kernel von iOS / OSX kommt aus der OSS Welt (stickwor BSD) genauso wie Webkit was auf JEDEM iphone läuft, genauso wie CUPS bei den Mäcs, ein teil vom restlichen userland ect pp.

    Android steht dem iOS in nix nach und vom Kernel über die javaVM bis zum Browser OSS.

    just 2cents

  12. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor Jeem 22.07.10 - 02:09

    DerGenosse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, Qualitätsjournalismus muss tatsächlich bezahlt werden. Und ich bezahle
    > auch dafür. Mir graut es vor dem Tag, an dem Möchtegern-Journalisten mit
    > ihren Blogs für den Großteil der Berichterstattung verantwortlich sind.


    Von welchem Qualitätsjournalismus sprichst Du? Die paar Reporter, die in Deutschland noch etwas vernünftiges schreiben, hätten vor 10 Jahren nicht mal ausgereicht, um eine Zeitung damit zu betreiben. Der Rest macht copy und paste bei dpa oder kopiert die Pressemeldungen irgendwelcher Firmen. Das es noch sowas wie Qualitätsjournalismus gibt, wäre mir neu.

  13. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor schumischumi 22.07.10 - 08:14

    Die Definition von Qualitätsjournalismus würde mich auch interessieren.
    Wenns nach Auflage geht hat die Bild natürlich gewonnnen. Und allgemein der Begriff "etwas Vernünftigese schreiben" find ich sehr subjektiv. Für manche in diesem Land ist ja auch das Parteiblatt der NPD "etwas Vernünftiges".

  14. Re: Aber der Qualitätsjournalismus muss doch bezahlt werden!

    Autor schumischumi 22.07.10 - 08:16

    haha was ich gerade dazu gefunden habe:

    > qualtitätsjournalismus = agenturmeldungen + arroganz

    Quelle: http://wirres.net/article/articleview/5209/1/6

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