Mmh, bisher fand ich es ok, wenn Google das eigene Angebot nicht zensieren möchte. Das muss jede Firma für sich selbst bestimmen. Aber die Begründung "lokale Unternehmen werden bevorzugt" ist die schlechteste, die man bringen kann. Eigentlich ist doch jeder Mensch froh, wenn lokale Unternehmen Erfolg haben. Vielleicht ist das kein gutes Beispiel, aber für Deutschland war studiVZ und Konsorten ein großer Erfolg. Facebook hat sich dann immer mehr in den Markt "gedrängt" durch geschicktes Marketing (Wer redet in den Medien und in der Werbung schon über smartphoneintegrierte Studi-"Äpps"?). Mir wäre doch aber als Deutscher lieber gewesen, wenn StudiVZ einen ähnlichen Erfolg feiern könnte.
Was ich damit sagen will: im Ausland macht sich Google mit der Begründung sicher keine Freunde. Es gibt genügend andere Gründe, die man gegen die Zensur in China bringen kann.
mwi schrieb:
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> Es gibt genügend andere Gründe, die man gegen die
> Zensur in China bringen kann.
Warum glauben eigentlich alle, dass Google eine Wohltätigkeitsorganisation ist? Google ist ein profitorientiertes Unternehmen. Die Tatsache, dass die Dienste kostenlos zu nutzen sind (bzw. der Nutzer mit der Preisgabe seiner persönlichen Daten "bezahlt") scheint manche Leute irgendwie zu der Annahme zu verleiten, Google sei sowas wie eine soziale Einrichtung.
Zu dem anderen Punkt: Klar sieht man es gern, wenn lokale Unternehmen gestärkt werden, auch wenn sie manchmal nur 1:1-Kopien us-amerikanischer Angebote sind, wie im Falle StudiVZ. Trotzdem darf ein Staat ausländische Angebote nicht diskriminieren, sonst endet das nämlich wieder in Kleinstaaterei.
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