Entweder ich will, dass jemand meinen Quellcode weiterverwendet, weil ich damit meiner Meinung nach gute Arbeit getan hab, von der andere auch was haben sollten, dann soll er das tun. Ich erwarte dafür keine Gegenleistung oder das Bundesverdienstkreuz *hust*
Wenn ich das nicht will, behalte ich meinen Scheiß für mich und riskiere, dass ich mir damit keine Freunde mache und mehr Arbeit aufhalse als Notwendig.
Aber diese Scheinheiligkeit, etwas "anderen zur Verfügung zu stellen" und dann 100 Bedinungen dran zu knüpfen, das wäre mir zu dumm. Wenn ich jemandem eine Flasche Wein schenke, erwarte ich auch nicht, dass er sie mit mir zusammen trinkt oder jedem erzählt, dass er sie von mir hat.
GPL ist keinen Scheiß besser, als jede Closed Source Lizenz.
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> GPL ist keinen Scheiß besser, als jede Closed Source Lizenz.
Himmerlarschundzwirn ist keinen Scheiß besser, als jeder andere Troll.
Da dir zu den Argumenten an sich scheinbar nichts einfällt, sollte es ja okay für dich sein, wenn ich dich ignoriere, oder?
Zitat: "Entweder ich will, dass jemand meinen Quellcode weiterverwendet, weil ich damit meiner Meinung nach gute Arbeit getan hab, von der andere auch was haben sollten, dann soll er das tun. Ich erwarte dafür keine Gegenleistung oder das Bundesverdienstkreuz *hust*"
Das ist schön für dich. Andere sehen das etwas weniger freizügig. Was würdest du sagen, wenn ich mir dein Auto ausleihe, nur um damit des Nachbars Hund zu überfahren? Vielleicht fändest du das in Ordnung. Andere möglicherweise nicht: Sie werden vielleicht eine entsprechende Bedingung an die großzügige Weitergabe ihres Autos knüpfen. Das ist absolut legitim. Und genau so verhält es sich auch mit Source-Code, der unter der GPL steht. Hier lautet die Bedinung: "Verwende meine Arbeit NICHT um das Ergebnis dieser Arbeit egoistischerweise als eigene Leistung zu verkaufen." Sowie: "Mein veröffentlicher Code soll der Allgemeinheit gehören - und das soll auch so bleiben, selbst dann, wenn du ein paar Änderungen machst." Eine solche Auffassung ist nicht nur legitim, sondern auch notwendig.
Gerne darfst du deinen persönlichen Quelltext als Public Domain herausgeben. Dann wirst du aber damit leben müssen, daß andere eine Schachtel drum herum machen und es als eigene Arbeit gegen Geld verkaufen - und den Quelltext deiner Arbeit (und ihre Modifikation) NICHT der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Wenn du so großzügig bist ist das schön. Andere betrachten ein solches Verhalten aber als nicht erwünscht. Und genau daher gibt es die GPL.
Zitat: "Wenn ich das nicht will, behalte ich meinen Scheiß für mich und riskiere, dass ich mir damit keine Freunde mache und mehr Arbeit aufhalse als Notwendig."
Mach das.
Zitat: "Aber diese Scheinheiligkeit, etwas "anderen zur Verfügung zu stellen" und dann 100 Bedinungen dran zu knüpfen, das wäre mir zu dumm. Wenn ich jemandem eine Flasche Wein schenke, erwarte ich auch nicht, dass er sie mit mir zusammen trinkt oder jedem erzählt, dass er sie von mir hat."
Was für ein Unsinn. Du hast den Sinn hinter der GPL nicht verstanden und unterstellst daher "Scheinheiligkeit". Das ist unsinnig und dumm.
Zitat: "GPL ist keinen Scheiß besser, als jede Closed Source Lizenz."
Oh Mann.
Wenn denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein noch dümmerer Satz daher ...
So schlimm ist die GPL nun auch wieder nicht. Es sind in der Regel zwei Punkte, die verletzt werden.
1. Die GPL will die Verbreitung des Codes, deswegen müssen Quelltexte veröffentlicht werden, wenn sie unter GPL stehen oder der GPL Code erweitert wird.
Das ist wichtig, damit nicht einfach jemand einen unter der GPL Code stehen Quelltext nimmt, eine Zeile ändert und das ganze dann plötzlich unter eine andere Lizens stellt. Aber genau so agieren die Leute, die dagegen verstoßen. Es wird einfach nur dafür gesorgt, dass Allgemeingut auch Allgemeingut bleibt. (Vergleiche es einfach mit der Luft, die du atmest. Jeder kann sie frei nutzen, aber niemand darf sie für sich allein beanspruchen oder unter "Verschluss" stellen.)
2. Die dreistere Variante ist ein Unternehmen, dass GPL Code nimmt und ihn als ihren eigenen Mist ausgibt. Das ist die häufigste Form des Verstoßes. Jede andere kommerzielle Lizens zieht hier ein Mordstheater nach sich, was teilweise bis zum Bankrottklagen des verstoßenden Unternehmens führt. Da ist die GPL noch recht human. (Ganz wichtig: Bei der GPL geht es nicht um kommerzielle Interessen, daher auch Copyleft und nicht Copyright)
Wo ich dir aber recht geben muss, sind die Linkklauseln ab GPLv2. Wer gegen die GPLv2+ linkt muss seinen Code auch unter die GPLv2+ stellen. Das ist meiner Meinung nach auch zu krass.
Sind darum nicht inzwischen die meisten Libraries, gegen die man so linken könnte unter der LGPL, die da weniger restriktiv ist?
Auch wenn ich kein großer Freund der GPL bin, verstehe ich das Problem nicht.
Es gibt da keine Scheinheiligkeit. Die Bedingungen unter denen der Code verwendet werden darf, sind doch wohl festgelegt und klar definiert. Wenn dir die GPL nicht gefällt zwingt dich niemand denCode zu verwenden und niemand hält dich davon ab deinen eigenen Code unter BSD zu stellen.
Prädikat: Troll dich.
Meine Zustimmung hast du. Auch wenn nun all die GNUschisten, die keinen Deut mehr besser sind, als ihr selbstausgesuchter Feind Microsoft, natürlich in die übliche Abwehrhaltung verfallen und dich ohne Ende anflamen. Kritik an der GPL, an der GNU-Software und am heilen Linuxkernel ist einfach nicht gewünscht, sei sie auch noch so berechtigt.
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Da dir zu den Argumenten an sich scheinbar nichts einfällt, sollte es ja
> okay für dich sein, wenn ich dich ignoriere, oder?
Ich bitte darum.
Eisenhoden schrieb:
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> Meine Zustimmung hast du. Auch wenn nun all die GNUschisten, die keinen
> Deut mehr besser sind, als ihr selbstausgesuchter Feind Microsoft,
> natürlich in die übliche Abwehrhaltung verfallen und dich ohne Ende
> anflamen. Kritik an der GPL, an der GNU-Software und am heilen Linuxkernel
> ist einfach nicht gewünscht, sei sie auch noch so berechtigt.
Ich stimme Dir schon zu, in diesem Falls müsstest Du aber "zurückflamen" schreiben. Der Text vom Themenstarter war nunmal "Anti-GNUschistisch". Kein Wunder, das da die Molotovs fliegen. ;)
Eisenhoden schrieb:
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> Meine Zustimmung hast du. Auch wenn nun all die GNUschisten, die keinen
> Deut mehr besser sind, als ihr selbstausgesuchter Feind Microsoft,
> natürlich in die übliche Abwehrhaltung verfallen und dich ohne Ende
> anflamen. Kritik an der GPL, an der GNU-Software und am heilen Linuxkernel
> ist einfach nicht gewünscht, sei sie auch noch so berechtigt.
Nunja... ich glaub du hast den Zug nicht mehr gekriegt, ist grad abgefahren.
Natürlich gibt es auch bei den Opensourcelern Kritik an der GPL...daher gibt es ja auch Lizenzen wie die LGPL, BSD oder die Apache License.
Worum es aber hier geht: Jemand stellt seine Arbeit unter die Lizenz die ihm passt. Welche Gründe er dafür hat ist unerheblich. Jetzt aber zu sagen: der ist doof, ich mag seine Lizenz nicht und ignoriere sie/verstosse dagegen ist klar eine Urheberrechtsverletzung. Und als solche muss sie geahndet werden.
Deine Gleichsetzung der Opensource-Ideologie mit faschistischer Ideologie ignoriere ich mal zu deinen Gunsten...
Hier scheint mir der Spruch zu gelten: "Wie soll ich wissen was ich denke bevor ich höre was ich sage..."
Es gibt ja Lizenzen, z.B. BSD, die sagen: Hier ist mein Code, Du kannst damit kostenlos machen, was Du willst! Die verschenkt den Code bedingungslos, wenn Du sowas willst, benutze halt nur solchen Code.
Dann gibt es Lizenzen wie GPL, die sagen: hier ist mein Code, Du kannst ihn unter dieser und jener Bedingung kostenlos nutzen und abändern. Wenn Du solchen Code nutzt musst Du eben die Bedingungen einhalten.
Weiters gibt es proprietären Code, die sagen: ich haben hier einen Code, wenn Du den sehen und nutzen willst, schibe erstmal Kohle rüber, aber wehe Du änderst was dran!
Du hast ja die Wahl...
___________
"Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"
- Autor unbekannt -
Den alle diese Lizenzen beruhen auf dem Prinzip des geistigen Eigentums.
Eisenhoden schrieb:
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> Kritik an der GPL, an der GNU-Software und am heilen Linuxkernel
> ist einfach nicht gewünscht, sei sie auch noch so berechtigt.
Wäre die Kritik berechtigt könnte ich Dir ja zustimmen. Meist ist die Kritik jedoch nur ein zeichen dafür, dass jemand die GPL
1. nicht verstanden hat, warum auch immer
2. nicht verstehen will, meist aus reiner Bösartigkeit
Der zweite Punkt fordert dann natürlich Flames geradezu heraus!
___________
"Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"
- Autor unbekannt -
wand schrieb:
> Hier lautet die Bedinung: "Verwende meine Arbeit NICHT um das Ergebnis
> dieser Arbeit egoistischerweise als eigene Leistung zu verkaufen."
Dafür würde ein Hinweis im Code bzw. in der Programm-GUI reichen. Nein, die Bedingung der GPL geht noch viel weiter. Du willst Dich mal darüber informieren, was für eine Gängelei das sog. "Copyleft" ist.
> Sowie:
> "Mein veröffentlicher Code soll der Allgemeinheit gehören - und das soll
> auch so bleiben, selbst dann, wenn du ein paar Änderungen machst." Eine
> solche Auffassung ist nicht nur legitim, sondern auch notwendig.
Du hast die GPL nicht verstanden. DAFÜR sorgt bereits das Urheberrecht. Wenn Du ein Programm schreibst, das unter der GPL ist, dann ist das schon Open Source. Die GPL geht aber noch weiter: Sie fordert, dass darauf basierende Erweiterungen (von denen Du KEINE EINZIGE ZEILE programmiert hast), auch unter derselben Lizenz stehen müssen. Das ist die eigentliche Gängelei, weil sie sich (bzw. Du Dich) damit in fremde Belange einmischst.
> Gerne darfst du deinen persönlichen Quelltext als Public Domain
> herausgeben.
Nicht in Deutschland. Du willst Dich wirklich mal informieren. Aber es gibt wirklich viel freiere Lizenzen als die GPL, die nahe herankommen.
> Dann wirst du aber damit leben müssen, daß andere eine
> Schachtel drum herum machen und es als eigene Arbeit gegen Geld verkaufen -
Noch mal: Du willst Dich informieren! Bei GPL-Programmen darf auch jeder eine Schachtel herum machen und das Programm verkaufen. Wenn Du das also willst, bist Du bei der GPL eh falsch.
> und den Quelltext deiner Arbeit (und ihre Modifikation) NICHT der
> Allgemeinheit zur Verfügung stellen.
Das ist insofern Nonsens als Dein Programm eh schon für jedermann frei verfügbar ist. Die Modifikation hingegen geht Dich nichts an, weil sie nicht Deine Arbeit ist.
> Was für ein Unsinn. Du hast den Sinn hinter der GPL nicht verstanden und
> unterstellst daher "Scheinheiligkeit". Das ist unsinnig und dumm.
Muahahahahahrharhar! Sagt jemand, der die GPL selbst nicht verstanden hat. ;)
Akiko schrieb:
> Es wird einfach nur dafür gesorgt, dass Allgemeingut auch
> Allgemeingut bleibt.
Dafür ist kein Copyleft nötig. Das Programm, das jemand (warum auch immer) unter die GPL stellt, bleibt auch dann noch Allgemeingut, wenn jemand es erweitert und für Geld verkauft.
> Wo ich dir aber recht geben muss, sind die Linkklauseln ab GPLv2. Wer gegen
> die GPLv2+ linkt muss seinen Code auch unter die GPLv2+ stellen. Das ist
> meiner Meinung nach auch zu krass.
Murks_ schrieb:
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> Auch wenn ich kein großer Freund der GPL bin, verstehe ich das Problem
> nicht.
Das sage ich Dir gleich weiter unten.
> Es gibt da keine Scheinheiligkeit.
Doch, die gibt es.
> Die Bedingungen unter denen der Code
> verwendet werden darf, sind doch wohl festgelegt und klar definiert.
Richtig.
> Wenn
> dir die GPL nicht gefällt zwingt dich niemand denCode zu verwenden und
> niemand hält dich davon ab deinen eigenen Code unter BSD zu stellen.
Auch richtig.
Das Problem dabei ist aber, dass Stallman sein ganzes Ideologiegerüst auf der Lüge von der angeblichen "Freiheit" aufbaut. Zugegeben: Es war nicht dumm, dass er genau diesen Begriff verwendet hat. Genau genommen handelt es sich bei Stallmans "Freiheit" aber nicht um Freiheit. Das sieht man schon daran, dass man diesen Begriff bei diesem Thema so oft erklären muss, damit auch wirklich alle verstehen, was damit eigentlich gemeint ist.
Prädikat: Augenwischerei für OS-Jünger, die sich gerne verscheissern lassen.
Es gibt Leute, die wollen die GPL einfach nicht verstehen: Die Freiheit bezieht sich bei der GPL auf den Programm-Code. Egal wer den Code anpasst oder erweitert, der Code bleibt frei.
Es ist doch ganz einfach.
Ainer v. Fielen schrieb:
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> Eisenhoden schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Kritik an der GPL, an der GNU-Software und am heilen Linuxkernel
> > ist einfach nicht gewünscht, sei sie auch noch so berechtigt.
>
> Wäre die Kritik berechtigt könnte ich Dir ja zustimmen. Meist ist die
> Kritik jedoch nur ein zeichen dafür, dass jemand die GPL
>
> 1. nicht verstanden hat, warum auch immer
> 2. nicht verstehen will, meist aus reiner Bösartigkeit
"Meist" ist es gerade andersrum: Der Kritiker bekommt zu hören, dass er die GPL angeblich nicht verstanden haben soll, weil die GPL-Jünger die GPL selbst nicht richtig verstanden haben.
User "wand" ist dafür ein gutes Beispiel.
So sieht's nämlich aus!
chaos_abl schrieb:
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> Es gibt Leute, die wollen die GPL einfach nicht verstehen:
Es gibt auch Leute, die können sie einfach nicht verstehen.
> Die Freiheit
> bezieht sich bei der GPL auf den Programm-Code.
Der Programmcode ist mit einer beliebigen anderen OS-Lizenz auch frei. Dafür ist kein Copyleft nötig.
> Der Egal wer den Code anpasst
> oder erweitert, der Code bleibt frei.
Der Programmcode bleibt auch mit einer beliebigen anderen OS-Lizenz frei.
> Es ist doch ganz einfach.
Richtig.
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