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Akzeptanzverlust gegenüber dem Urheberrecht

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  1. Akzeptanzverlust gegenüber dem Urheberrecht

    Autor Django79 13.03.10 - 15:20

    "Das Urheberrecht steckt in der Krise. Es gibt einen grundlegenden Akzeptanzverlust bei einer ganzen Generation. Darauf muss die Rechtspolitik reagieren ..."

    Das liegt ganz einfach daran, dass ein Großteil besagter Generation und vermutlich auch der Grünen das Urheberrecht offenbar nicht gelesen oder zumindest nicht verstanden haben.

    Im Kern sagt es nämlich nur Folgendes: Der Urheber hält alle Rechte an seiner Schöpfung und kann einzelne Rechte teilweise oder auch komplett veräußern. Das Urheberrecht selbst ist jedoch nicht veräußerlich, man bleibt immer der Urheber.

    Ein Akzeptanzproblem in der Bevölkerung hat allein das Vervielfältigungsrecht. Denn dieses tritt der Urheber normalerweise an einem Vertrieb ab, der dafür den Text, das Musikstück, den Film oder was auch immer vervielfältigt und darüber hinaus - in Kombination mit dem Vertriebsrechten - vermarkten kann, wofür der Urheber ein Honorar und/oder Gewinnbeteiligung erhält.

    Es kann doch nicht so schwer sein, das alles nicht ständig unzulässig in einen Topf zu werfen. Das deutsche Urheberrecht an sich ist eines der progressivsten und besten Werkzeuge, um die Rechte derer zu schützen, die Inhalte schaffen.

    Das Problem ist eine Branche, die lange Zeit sehr viel Geld damit verdient hat, den für lange Zeit einzig möglichen Vertriebsweg für diverse Medien zu vertreten. Jetzt, wo dieser Vertriebsweg durch den technischen und gesellschaftlichen Fortschritt obsolet ist, geht ihnen der Arsch auf Grundeis, weil sie im Prinzip überflüssig geworden sind. Das Produkt kann mittlerweile direkt vom Urheber zum Endnutzer gelangen, und das ist auch gut so!

    Es ändert aber nichts daran, dass die Urheber gesetzlichen Schutz brauchen. Und jeder, der ein wenig Grütze im Kopf hat und differenzieren kann, wird dies auch nicht anfechten wollen. Die Optionen sind Urheberrecht, ein Revival des Mäzenatentums oder gar nichts mehr.

  2. Re: Akzeptanzverlust gegenüber dem Urheberrecht

    Autor nalolinger 15.03.10 - 10:07

    Als Musiker kann ich dem nur voll und ganz zustimmen... nichtsdestotrotz sehe ich genauso die Notwendigkeit darin, die ganze Geschichte mit Privatkopie usw. zu überdenken und neu aufzuziehen... jemand, der sich z.B. MEINE Musik kopiert ist nicht zwangsläufig jemand, der sie ansonsten kaufen würde... aber vielleicht jemand, der sie in Zukunft dann kauft, weil er auf meine Musik aufmerksam wird - meine Meinung.

  3. Re: Akzeptanzverlust gegenüber dem Urheberrecht

    Autor ..............123.......... 15.03.10 - 11:28

    Man könnte auch zulassen, das miese Qualitäten (Mono, 64 kbit/s) legal sind und PAL viertel für Videos und als "Demos" bzw. "Proben" gelten. Wer dann den Film in ordentlich sehen oder die Musik in sauber hören will, bezahlt.

    Dafür müssen dann aber youtube usw. z.b. musikvideos usw. default in "klein" anbieten.

    Aber was interessiert sowas Dinosaurier (die Music.And.Films.Industry.Associations sind gemeint, nicht youtube).

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