Klingt ja alles schön und gut. Jeder ist frei, niemand tut aus sich heraus etwas Schlechtes, alle leben friedlich miteinander. Ja, schön wäre es. Aber zeigt mir mal bitte jemand die biologische Spezies, die tatsächlich so lebt?
Sobald es in so einer Gesellschaft auch nur einen gibt, der eben doch Schlechtes tut, ist es ganz schnell vorbei mit dieser Utopie. Daher ist es ja auch eine Utopie.
Es würde eben doch zu genau dem führen, was Herr Semken nicht aussprechen will: Anarchie. Und das kann ja wohl niemand ernsthaft wollen.
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Solange jeder fair behandelt wird, werden unmoralische Handlungen sowieso stark zurückgehen und irgendwann ganz weg sein. Ist ein einfaches Prinzip. In der Tierwelt wird man nicht fair behandelt. Da wird man entweder unterworfen oder man führt, deswegen ist dein Vergleich sinnlos.
Ich halte es nicht für utopisch. Utopischer ist da eher Menschen durch Gesetze in solch einer Gesellschaft wie wir haben unter Kontrolle zu halten. Tausende Jahre an Geschichte haben schon lange bestätigt, dass dies nicht funktioniert und nur schlimmere Auswüchse bringt.
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So ein Schmarn
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Sicher, sowas kann Straftaten eindämmen. Aber eben nicht verhindern. Es ist einfach völlig illusorisch zu glauben das so lange alle nur "fair" behandelt werden, niemand Straftaten begeht. Oder Macht ausüben will. Glaubst du wirklich wenn jeder "fair" behandelt wird gibt es plötzlich keine Vergewaltigungen mehr, oder Morde aus Eifersucht? Was ist, wenn eine bestimmte, evtl. lebenswichtige Ressource knapp wird? Glaubst du jeder stellt sich dann brav an und wartet bis er was abbekommt, oder lässt sogar den jeweils anderen freiwillig vortreten?
Das Gesetze nicht funktionieren ist ebenfalls Blödsinn. In allen Staaten mit ausgeglichenem, gut funktionierendem Rechtssystem und einer nicht korrupten Polizei können die Menschen doch weitestgehend friedlich zusammenleben. Oder siehst du das anders?
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Altgriechische Philosophieansätze sind ganz schön, interessant und sehr wichtig. Aber im alltäglichen Politgeschäfft vielleicht etwas viel auf einmal...
Gruß
Sonny
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Es gibt genug Studien die dies belegen, und sehr viele Soziologen und Psychologen die dies genauso sehen. Nur wird das eben als Schwachsinn in unserer Gesellschaft abgetan, weil die Mächtigen mächtig bleiben wollen und die Reichen reich bleiben wollen.
Kommentare wie deiner sind leider der Beweis dafür. Dabei sollte schon reichen den Wikipediaartikel über Anarchie zu lesen um zu kapieren, dass es nicht das ist was uns weis gemacht wird - und das weiß der Herr hier auch.
Selbst denken und informieren.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.12 11:54 durch beaver.
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beaver schrieb:
> Ich halte es nicht für utopisch.
Ich schon.
Es sei denn, die Zeugen Jehovas haben recht :-)
############################################
1000-jähriges Reich: Nach der Schlacht bei Harmagedon beginne das Tausendjährige Reich, in dem Christus und 144.000 Auserwählte vom Himmel aus regieren würden (Offenbarung 7,2-8). Die übrigen Menschen hätten dann die Möglichkeit, für immer in Frieden auf der Erde zu leben. Die Verstorbenen würden dazu auferstehen, da sie mit dem Tod für ihre Sünden bezahlt hätten (Römer 6,7). Damit wäre das verloren gegangene Paradies wieder hergestellt.
############################################
http://www.jesus.ch/information/christentum_und_andere_religionen/sekten/122184-die_zeugen_jehovas.html
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Utopisch... genau als das hat Sempken das auch selbst bezeichnet. Als Utopie. Das zeigt, dass ihm klar ist, dass diese Wunschvorstellung nicht erreichbar ist. So wird das natürlich nicht in den Medien dargestellt. Er schrieb:
>In so einer utopischen Nicht-Herrschaft übt also niemand Macht über einen anderen Menschen aus.
>[...]
>Die Tatsache, dass mit realen Menschen diese Idealvorstellung wohl nicht zu erreichen ist, erkenne ich gern an.
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el3ktro schrieb:
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> Klingt ja alles schön und gut. Jeder ist frei, niemand tut aus sich heraus
> etwas Schlechtes, alle leben friedlich miteinander. Ja, schön wäre es. Aber
> zeigt mir mal bitte jemand die biologische Spezies, die tatsächlich so
> lebt?
Abschaffung von Menschenrechten, Gleichberechtigung, Demokratie, Gesetzen, Kapital?
> Es würde eben doch zu genau dem führen, was Herr Semken nicht aussprechen
> will: Anarchie. Und das kann ja wohl niemand ernsthaft wollen.
Doch.
Anarchie ist die Abwesenheit von Herrschaft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie
Was anderes ist Anomie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anomie
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> Abschaffung von Menschenrechten, Gleichberechtigung, Demokratie, Gesetzen,
> Kapital?
Hä?
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el3ktro schrieb:
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> Sicher, sowas kann Straftaten eindämmen. Aber eben nicht verhindern.
(...)
> Das Gesetze nicht funktionieren ist ebenfalls Blödsinn. In allen Staaten
> mit ausgeglichenem, gut funktionierendem Rechtssystem und einer nicht
> korrupten Polizei können die Menschen doch weitestgehend friedlich
> zusammenleben. Oder siehst du das anders?
Verhindern können wir heute auch keine Straftaten. In Berlin hat man das Gefühl es würde schlimmer werden. Die Lösung scheint mir aber nicht zu sein, alle wegzusperren, die aggressiv sind - jetzt und in Zukunft.
Vielleicht muss das noch eine Weile und vielleicht für ewig auch(!) passieren, aber eine Eindämmung der Gewalt schafft man doch nur, wenn man die Gesellschaft verändert.
Und wer verändert die Gesellschaft? Hoffentlich ja die Menschen, die in dieser Gesellschaft / Gemeinschaft leben.
Die Anarchie - so wie sie im 19. Jhd verstanden wurde - gibt den Menschen einerseits alle Freiheit, andererseits aber auch alle Verantwortung. Das eine funktioniert nämlich nicht ohne das andere.
Eine Herrschaftslose Gesellschaft ist natürlich eine Utopie. Aber das ist unsere jetzige Demokratie auch. Trotzdem versuchen wir so demokratisch wie es eben für uns möglich ist zu leben. Insofern kann ich mir auch vorstellen so an-archistisch wie es eben für uns möglich ist zu leben.
Unternehmen und Sportvereine machen es teilweise schon vor. Stichwort: Flache Hierarchie, fraktale Struktur im Unternehmen, eigenverantwortliche ArbeiterInnen usw usf.
edit: Ganz richtig, Irata: Nicht Anarchie mit Anomie zu verwechseln! Wichtiger Beitrag!
Und in Amerika ist Anarchie unter anderem Namen auch alles andere als verpönt. Der "Markt" und unser Kapitalismus funktioniert ja - soweit sich der Staat nicht einmischt - anarchistisch. Leider haben viele Unternehmen aber noch nicht erkannt, dass Freiheit mit Verantwortung einher geht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.12 12:24 durch jelissei.
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yeti schrieb:
> Es sei denn, die Zeugen Jehovas haben recht :-)
> ############################################
> 1000-jähriges Reich: Nach der Schlacht bei Harmagedon beginne das
> Tausendjährige Reich, in dem Christus und 144.000 Auserwählte vom Himmel
> aus regieren würden (Offenbarung 7,2-8). Die übrigen Menschen hätten dann
> die Möglichkeit, für immer in Frieden auf der Erde zu leben. Die
> Verstorbenen würden dazu auferstehen, da sie mit dem Tod für ihre Sünden
> bezahlt hätten (Römer 6,7). Damit wäre das verloren gegangene Paradies
> wieder hergestellt.
> ############################################
Wobei man sagen muss, dass die keinesfalls anarchisch leben wollen. Dass Menschen andere Menschen nicht regieren können, steht schon in der Bibel (Pred. 8,9). Zeugen Jehovas wollen aber Theokratie und nicht Anarchie. Macht zumindest für Menschen, die an einen Schöpfer glauben Sinn: wer weiß über ein Gerät besser Bescheid als der Konstrukteur und Erbauer? So das Selbstverständnis der Zeugen Jehovas.
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Hmm wäre es dir lieber wir würden noch in Holzhütten leben und an Fieber sterben?
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Unsere lokale Anarchofaschistengruppe, die in einem seit Jahren besetzten Haus wohnt, zeigt das Gegenteil. Die schlagen Fensterscheiben von neuen Gebäuden ein und sprayen kommunistische Slogans an die Fassaden. Sie wollen die Macht, sie lassen nur ihre Meinung gelten - d.h. sie haben keine, aber Hauptsache gegen Volksentscheide, und überhaupt alles und jeden der nicht Linksextremist ist, rebellieren.
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Llame schrieb:
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> Hmm wäre es dir lieber wir würden noch in Holzhütten leben und an Fieber
> sterben?
Mit wem redest du? Auf welchen Beitrag antwortest du?
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beaver schrieb:
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> Solange jeder fair behandelt wird, werden unmoralische Handlungen sowieso
> stark zurückgehen und irgendwann ganz weg sein.
Und Menschen mit Behinderungen geistig sowie körperlich auch-
Stichwort Schizophrenie
Ich halte Breivik auch nur für ein Menschen mit verschwindend kleiner Hemmschwelle,
als ob eine falsche Erziehung einen Menschen allein so agieren lässt,
solange er ein ausgeglichenes soziales Umfeld hat wird man nicht ohne weiteres "alles was anders ist" totschießen, da gehört mehr dazu...
> Ist ein einfaches Prinzip.
> In der Tierwelt wird man nicht fair behandelt. Da wird man entweder
> unterworfen oder man führt, deswegen ist dein Vergleich sinnlos.
>
> Ich halte es nicht für utopisch. Utopischer ist da eher Menschen durch
> Gesetze in solch einer Gesellschaft wie wir haben unter Kontrolle zu
> halten. Tausende Jahre an Geschichte haben schon lange bestätigt, dass dies
> nicht funktioniert und nur schlimmere Auswüchse bringt.
Also ist es ok für dich auf deine Rechte zu verzichten und zu glauben das alle lieb zu dir sein werden. Solange es Individuen gibt gibt es auch immer wieder welche die anders denken, wie z.B. Selbstmordattentäter
zum teil ist es was man ihnen erzählt, zum anderen an was sie selbst glauben. Ideen kann man noch nicht mal mit guter Erziehung auslöschen, weder gute noch schlechte. Und es gibt immer wieder Menschen denn Gewisse Hormone fehlen und daher nicht in der Lage sind sozial normal zu agieren, die nicht wissen was gut und was schlecht ist!
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warum denn auf Rechte verzichten? Anarchie ist eine andere Form der gemeinschaftlichen Organisation. Nicht mehr und nicht weniger.
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beaver schrieb:
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> Es gibt genug Studien die dies belegen, und sehr viele Soziologen und
> Psychologen die dies genauso sehen. Nur wird das eben als Schwachsinn in
> unserer Gesellschaft abgetan, weil die Mächtigen mächtig bleiben wollen und
> die Reichen reich bleiben wollen.
> Kommentare wie deiner sind leider der Beweis dafür. Dabei sollte schon
> reichen den Wikipediaartikel über Anarchie zu lesen um zu kapieren, dass es
> nicht das ist was uns weis gemacht wird - und das weiß der Herr hier auch.
> Selbst denken und informieren.
Wenn ich mit deiner Freundinn schlafe weil ich mich in sie verliebt habe ist das fair für uns beide? Ist es nicht unfair wenn sie nur einer von uns beiden hat? Ist es unfair sie zu Teilen? Deine utopische Gesellschaft scheitert schon an einfachen Dingen wie der Liebe. Tiere haben von Geburt an "Fressneid" beim Menschen ist das auch nicht anders und nicht jeder kann ewig seine Eifersucht unterdrücken, dann passiert was dummes...
Der Mensch ist ein Individuum, daher ist es unmöglich das sich jemals alle gleich gut behandeln werden.
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Ich ralls ehrlich gesagt auch nicht.
Anarchie kann (!) nicht funktionieren, deshalb auch Utopie. Also, sie „funktioniert“ im Prinzip schon aber jetzt müsste man fragen, was man unter „funktionieren“ versteht. Das Ermorden unschuldigen Lebens wird 100% passieren. Wenn man das als funktionierend betrachtet, dann funktioniert auch Anarchie. Damit beziehe ich mich nur nur auf Menschen. Der Mensch muss sich selbst kontrollieren, denn unsere Vernunft ist es, die uns von den Tieren unterscheidet. Gesetze sind nur ein Werkzeug dazu. Der Mensch ist auch von Natur aus neugierig und bricht allzugern aus dem Schema, da kann die Erziehung, das soziale Umfeld noch so toll sein. Irgendwann wird er etwas tun, was er nicht tun sollte, denn ein Mensch ist nicht kalkulierbar. Nur zu einem gewissen oberflächlichen Grad.
Aber naja, man könnte über das Thema noch Stunden reden, Anarchie bleibt eine Utopie für Menschen.
Deshalb find ich das von dem Oberpiraten gesagte auch nicht schlimm, er erkennt es an. Mich wurmen er die Ignoranten, die daran festhalten, dass es „funktioniert“ …
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schaffst du auch sinnvollere beiträge als inhaltslose zwischenrufe, ohne jeglichen bezug zum diskussionsgegenstand?
ich glaube dass eine gesetzlose gesellschaft durchaus funktionieren kann. gesetzlos heiß noch lange nicht dass jeder tun und lassen kann was er will.
Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass in solch einer gesellschaft, in der man nicht gezwungen ist, sich bei einer bestrafung an regelwerke zu halten, die angst vor dem was einen erwarten kann dazu führen kann dass weniger straftaten vor allem aus korruptionshintergrund passieren. in dem moment gäbe keine politische narrenfreiheit mehr, keine gerichte die einen betrüger, der anderen menschen ihr leben ruiniert hat, schützen vor einer gerechten strafe, keine kinderschänder die nach einigen jahren wieder auf freien fuß kommen...
willkür entsteht NICHT dadurch dass viele keine macht über andere haben,
sondern wenn ein einzelner zu viel macht über viele hat.
Und wer die bedeutung des wortes UTOPISCH nicht kennt, sollte sich entweder zuerst informieren und dann dumm daherreden, oder es einfach direkt sein lassen.
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