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man darf mein Kampf lesen!

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  1. man darf mein Kampf lesen!

    Autor damnit.exe 17.04.12 - 14:18

    der Handel mit dem Buch ist verboten (und soweit ich weiß das vortragen an einem stück)!

    Lesen und besitzen ist erlaubt.

    Anscheinend sind die rechten, oder die, die mit ihnen sympathisieren, alle ein bisschen hohl in der Birne.

    Außerdem, selbst wenn es verboten wäre, kann man es (wie fast alles andere auch) im internet lesen, und dass ein pirat es nicht schafft, nach mein kampf zu googlen, das wage ich durchaus zu bezweifeln.

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  2. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor Mingfu 17.04.12 - 14:31

    damnit.exe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der Handel mit dem Buch ist verboten (und soweit ich weiß das vortragen an
    > einem stück)!

    Und auch das nur noch bis 2016. Denn 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers (2015) läuft auch dieser Urheberrechtsschutz, wie alle anderen, aus. Und damit entfällt für die Bayerische Staatsregierung, die sich momentan in Deutschland als Inhaber dieses Urheberrechts ansieht, das Vehikel mit dem sie die Verbreitung innerhalb Deutschlands unterbinden kann.

    Es ist meinen Augen ohnehin absolut kontraproduktiv, was Bayern hier zum "Schutz der Bevölkerung" leistet. Kein Schwein hätte an diesem schlecht geschriebenen, dumpfen, gar dummen Werk Interesse - würde ihm nicht das Siegel des Verbotenen anhängen. Wer Rechtsradikalismus von sich aus noch mit einer Mystik und einem Schleier des Unerlaubten, des Untergrundes und des Widerstandes gegen den Staat versieht, braucht sich nicht wundern, warum Rechtsradikale zumindest beim Dummenfang immer mal wieder erfolgreich sind. Würde man diesen Schwachsinn einfach die Aufmerksamkeit widmen, die er verdient - nämlich totale Ignoranz - wäre es sehr schnell mit der Publicity der Rechtsradikalen vorbei.

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  3. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor M.P. 17.04.12 - 14:32

    Und daß nun bald das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod von A.H. erlöschen wird, wird man diese Fristen bald verlängern, damit die "schärfste Waffe" gegen dieses Buch nicht stumpf wird.

    Bayern als derzeitiger Rechteinhaber geht häufig mit dem Urheberrecht gegen Zitierer aus "Mein Kampf" vor.

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  4. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor bstea 17.04.12 - 14:41

    Wie soll das gehen? Extra wegen diesen Dreck das Gesetz ändern?
    Was ich mir am ehesten vorstellen kann wäre mit den üblichen Keulen, jugendgefährdend/gewaltverherr. BLABLA und den Zoll anweisen das Buch auf die Liste zu setzen.

    --
    http://www.heise.de/open/meldung/Linux-auf-dem-Desktop-Europa-fuehrt-1243708.html
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Immer-mehr-Linux-auf-dem-Desktop-1404775.html

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  5. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor kmork 17.04.12 - 14:44

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist meinen Augen ohnehin absolut kontraproduktiv, was Bayern hier zum
    > "Schutz der Bevölkerung" leistet. Kein Schwein hätte an diesem schlecht
    > geschriebenen, dumpfen, gar dummen Werk Interesse - würde ihm nicht das
    > Siegel des Verbotenen anhängen.

    Seh ich genaso. Zensur kann nie ein Weg sein, damit umzgehen. Was Bayern da macht, ist einfach nur peinlich und bewirkt das genaue Gegenteil von dem, was es angeblich bewirken soll. Die Nazis können verdammt nochmal glücklich sein, dass ihnen bestimmte Symboliken und Hitlerverehrungen verboten sind, sonst würden sie sich noch viel mehr zum Affen machen.

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  6. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor samy 17.04.12 - 14:58

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und daß nun bald das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod von A.H. erlöschen
    > wird, wird man diese Fristen bald verlängern, damit die "schärfste Waffe"
    > gegen dieses Buch nicht stumpf wird.

    Glaubst das echt?? Ich glaube nicht, dass wegen dem Buch das Urheberrecht geändert wird.

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
    -------------------------------------------------

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  7. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor the_spacewürm 17.04.12 - 14:58

    Wurde meines Wissens in der Vergangenheit so gemacht. Andere Urheber waren natürlich auch Nutznießer davon.

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  8. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor samy 17.04.12 - 15:02

    the_spacewürm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wurde meines Wissens in der Vergangenheit so gemacht. Andere Urheber waren
    > natürlich auch Nutznießer davon.

    Wäre mir neu. Das Urheberrechtsgesetz stammt aus dem Jahre 1966. Und seit dem wurden meines Wissen keine Fristen geändert....

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
    -------------------------------------------------

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  9. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor the_spacewürm 17.04.12 - 15:08

    Auch damit handeln etc. ist erlaubt, wie bei anderen schon gedruckten Büchern auch, ist halt nur schwer zu finden, weil die noch existierenden Exemplare sicher meist bei irgendwelchen Neonazis im Schrank stehen.

    Was aber nicht erlaubt ist, da dies der Rechteinhaber nicht erlaubt, ist der Neudruck. Warum man den jetzt unbedingt erlauben sollte erschließt sich mir allerdings nicht. Nur weil irgendwelche Idioten den Kack lesen wollen ist der Rechteinhaber ja nicht verpflichtet ihnen zu frisch gedruckten Exemplaren zu verhelfen...

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  10. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor kendon 17.04.12 - 15:10

    klar, und so denken (neo)nazis und wie sich das ganze pack heutzutage so schimpft auch? schaut euch doch die thesen hinter der ideologie mal an, und fragt euch ob da "das siegel des verbotenen" noch eine rolle spielt...

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  11. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor the_spacewürm 17.04.12 - 15:12

    Ist auch möglich, dass das ne Urban Legend ist...

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  12. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor the_spacewürm 17.04.12 - 15:15

    kmork schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mingfu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ist meinen Augen ohnehin absolut kontraproduktiv, was Bayern hier zum
    > > "Schutz der Bevölkerung" leistet. Kein Schwein hätte an diesem schlecht
    > > geschriebenen, dumpfen, gar dummen Werk Interesse - würde ihm nicht das
    > > Siegel des Verbotenen anhängen.
    >
    > Seh ich genaso. Zensur kann nie ein Weg sein, damit umzgehen.

    Warum ist das nicht neu Auflegen eines schlechten Buches Zensur? Nur weil es eine Nachfrage aus irgendwelchen zwielichtigen Kreisen Gibt muss Bayern das doch nicht nachdrucken lassen. Wird mit tausenden anderen Büchern ja auch nicht gemacht.

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  13. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor kmork 17.04.12 - 15:32

    the_spacewürm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum ist das nicht neu Auflegen eines schlechten Buches Zensur?

    Naja, also weißte... ich glaub nicht, dass es Hitlers Wille war und so, also ist das mit dem Uhrheberrecht doch offensichtlich vorgeschoben, tu doch bitte nicht so, als fändest du das nicht auch etwas merkwürdig ;)

    Und überhaupt empfinde ich es kritikwürdig, dass der Uhrheberrechtsschutz 70 Jahre gilt, mal ganz egal um was es geht.

    Es gibt außerdem wirksamere Mittel, um gegen Nazis vorzugehen, z.B. durch den Kampf gegen Kürzungen im Bildungssystem etc. Aber das ist wirklich kontraproduktiv.

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  14. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor Mingfu 17.04.12 - 15:44

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schaut euch doch die thesen hinter der ideologie mal an, und
    > fragt euch ob da "das siegel des verbotenen" noch eine rolle spielt...

    In meinen Augen ja - sogar eine ganz entscheidende, gerade bei der Nachwuchsgewinnung. Die Rechtsradikalen nutzen die ihnen von der Gesellschaft momentan zugeteilte Rolle dort perfekt aus. Man muss doch sehen, dass die Hauptzielgruppe dort Jugendliche mit mangelnder Bildung und labilem sozialen Umfeld sind. Wenn man denen jetzt irgendeine CD zusteckt zusammen mit "Eigentlich ist es ja verboten, aber weil du es bist - wir halten dich für reif genug dafür.", erzeugt man ganz nebenbei ein Zusammengehörigkeitsgefühl, was sonst gar nicht gehen würde.

    Vor ein paar Monaten lief ein Film, wie die Stasi Jugendliche rekrutiert hat. Auch wenn es ein völlig anderer Kontext ist - die Mechanismen waren sehr ähnlich: Gezielt Verbote ausnutzen, damit die Jugendlichen sich wichtig, ernst genommen und zugehörig fühlen. Die Stasi hat ihnen halt Alkohol, Zigaretten und Diskobesuche verschafft, damit sie sich erwachsen und als wichtiger Teil vorkommen. Damit könnte man heute kaum noch punkten - die Rechtsradikalen nutzen deshalb die ihnen durch die Gesellschaft verschafften Exklusivtabus aus, denn die kann wirklich sonst keiner bieten.

    Aber auch bei Erwachsenen nützt den Nazis dieses Spiel mit den Verboten. Ein nicht unerheblicher Teil der Wähler rechtsradikaler Parteien sind Protestwähler. Die wählen rechte Parteien nicht nur wegen ihrer Ideologie (wobei das sicher zum Teil auch ausschlaggebend ist), sondern vor allem gerade auch weil bei den rechten Parteien immer so ein halber Nimbus der Illegalität mitschwingt und man es deshalb dem Staat mal richtig zeigen kann...

    Und auch bei Demonstrationen macht man die Nazis durch die Tabuisierung nur unnötig stark und stärkt deren Zusammenhalt. Sobald die Nazis irgendwo eine Demo anmelden, muss natürlich sofort eine Gegendemonstration organisiert werden - nicht selten begleitet durch entsprechende Antifa-Aktionen. Dass aber gerade Angriffe auf die Nazidemo und Einschüchterungen dazu führen, dass dort schon aus Schutzgründen ein Kameradschafts- und Gemeinschaftsgefühl entsteht, was sonst überhaupt nicht zu realisieren wäre, wird vollkommen vergessen. Mit diesem Unfug stärkt man also letztlich den inneren Zusammenhalt der Nazis und hilft ihnen dabei, inneren Streit, den es ganz gewiss gäbe, mit der gemeinsamen Schutzaktion nach außen zu überdecken.

    Also ja: Das "Siegel des Verbotenen" spielt eine große Rolle und nützt den Nazis in erheblichem Maße. Die Gesellschaft erweist sich damit einen Bärendienst - einen viel größeren als die Nazis allein jemals zu leisten im Stande wären.

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  15. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor MontyDe 17.04.12 - 15:55

    Ich finde das Druckverbot sowieso schwachsinnig. Es sollte kostenlos als PDF jedem zur Verfügung stehen.

    Grund: Was da drinsteht sollte jeden halbwegs denkenden Menschen dazu bringen Adolf Hitler nicht mehr für voll nehmen zu können. Soviel Bullshit auf einem Haufen der noch nicht einmal rhetorisch gut ist.
    Ich habe Auszüge daraus gelesen und wußte nicht, ob ich Lachen oder mir die Hände vors Gesicht schlagen soll vor lauter fremdschämen.
    Die Entmystifizierung dieses Machwerks durch freie Zugänglichkeit wäre auch mal angebracht.

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  16. der große witz ist halt:

    Autor fratze123 17.04.12 - 16:11

    bayern nimmt sich das recht heraus, als eigentümer der nutzungsrechte aufzutreten.
    und das urheberrecht kann der freistaat schonmal gar nicht haben (das wird an anderer stelle auch behauptet). das urheberrecht hat der urheber. wir sind hier nicht im wilden westen.

    vermutlich soll hier gezielt der rechtsradikalismus durch mystifizierung unterstützt werden. eine andere logische erklärung kann es für den affenzirkus um dieses machwerk gar nicht geben.

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  17. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor Mingfu 17.04.12 - 16:23

    the_spacewürm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum ist das nicht neu Auflegen eines schlechten Buches Zensur? Nur weil
    > es eine Nachfrage aus irgendwelchen zwielichtigen Kreisen Gibt muss Bayern
    > das doch nicht nachdrucken lassen. Wird mit tausenden anderen Büchern ja
    > auch nicht gemacht.

    Wieso Bayern sich überhaupt berufen fühlen kann, die Urheberrechte von Hitler zu verwalten, ist eigentlich schon Skandal genug. Es ist nämlich hochinteressant, dass Bayern sich für die angenehmen Hinterlassenschaften von Hitlers Diktatur zuständig fühlt (es sind ja nicht nur die Urheberrechte, es läuft ja z. B. völlig analog mit den Immobilien am Obersalzberg) - die unangenehmen Seiten des Erbes aber nicht unter bayerische Zuständigkeit fallen. Ein Zwangsarbeiter oder Holocaustüberlebender braucht sich also bezüglich einer Entschädigung nicht an den Freistaat Bayern zu wenden, dieser steckt nur ein, teilt aber nicht aus.

    Und was Nachfrage aus zwielichtigen Kreisen angeht: Wenn um dieses Buch nicht ein derartiger Eiertanz gemacht werden würde, wäre die Nachfrage aus zwielichtigen Kreisen nahezu bei Null. Dieses Buch tut sich von denen dann keiner mehr freiwillig an, weil es völlig uninteressant und schlecht geschrieben ist. Aber zu Bildungszwecken könnte dieses Buch entlarvend sein. Gerade aber dabei mauert die bayerische Staatsregierung im Moment ebenfalls - es ist nicht erlaubt dieses Buch zu Bildungszwecken (selbst in einer kommentierten Version) aufzulegen. Eigentlich ist das skandalös, wie Bayern hier selbst Forschung und Bildung zu diesem Thema gezielt boykottiert.

    Im Ausland ist das deutlich besser gelöst. In Großbritannien wurden z. B. im Rahmen des Kriegs sämtlichen deutschen Urheber- und Patentrechte als verfallen erklärt. Damit kann dort niemand Rechte an Hitler geltend machen, sondern das Werk steht insbesondere auch Forschung und Bildung als gemeinfrei zur Verfügung.

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  18. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor ralf.wenzel 17.04.12 - 18:16

    MontyDe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde das Druckverbot sowieso schwachsinnig. Es sollte kostenlos als
    > PDF jedem zur Verfügung stehen.

    Verbote sind eh Kappes. Man sagt dem deutschen Volk, dass es nicht damit umgehen kann und man ihm daher das Buch vorenthält. Schönen Dank auch. Ich würde mir gern selbst eine Meinung bilden.

    Noch abstruser wird es, wenn man das Horst-Wessel-Lied betrachtet: Textvorlage ist das sog. Königsberg-Lied. Die Melodie zu spielen, öffentlich aufzuführen oder sonstwie zu verbreiten, ist verboten. Sie ist aber schon sehr alt und Bestandteil anderer Kunstwerke, die älter sind als das Horst-Wessel-Lied - die aber allesamt verboten sind, weil man die Melodie nicht spielen oder verbreiten darf.

    Man kann nichtmal jemandem ERKLÄREN, was denn da verboten ist, weil ich ihm dafür Noten zeigen müsste oder es ihm vorspielen oder vorsummen, was man alles nicht darf. Somit ist etwas verboten, das ich nicht kenne und nicht kennenlernen kann - kann ich mich also strafbar machen, wenn ich einem Rechtsirrtum unterliege? (Für die Juristen: ignorantia facti, §17 StGB). Das sollte ich mal einen befreundeten Anwalt fragen....

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  19. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor M.P. 18.04.12 - 09:56

    In den USA wurde kurz vor Ablauf der Frist für Mickey Mouse die entsprechende Frist verlängert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Copyright_Term_Extension_Act

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  20. Re: man darf mein Kampf lesen!

    Autor M.P. 18.04.12 - 10:01

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie soll das gehen? Extra wegen diesen Dreck das Gesetz ändern?
    > Was ich mir am ehesten vorstellen kann wäre mit den üblichen Keulen,
    > jugendgefährdend/gewaltverherr. BLABLA und den Zoll anweisen das Buch auf
    > die Liste zu setzen.

    Ich stelle mir das als ähnliches Alibi wie die Kinderpornografie vor.

    Wenn man für Internet - Überwachung ist, stellt man die Kinderpornografie als Grund dafür hin, und hat damit alle Gegner der Überwachung in eine Schmuddelecke gedrängt.

    Hier könnte man die Urheberrechtsfristen verlängern, und als Anlass das Auslaufen der Schutzfrist für das Buch "Mein Kampf" nutzen, um alle Gegner in die rechte Ecke zu schieben ...
    Das die Motive für die Fristverlängerung ganz andere sind fällt gar nicht mehr auf ;-)

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