Mag ja sein, dass die dienstlich zur Verfügung gestellte Computerausstattung unserer Polizei nicht immer up-to-date ist - aber hier wird ja der Eindruck erweckt, dass die Polizisten auch privat keinen Internetzugang haben. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.....
"Fit für's Internet" kann man sich auch außerhalb der Arbeitsstelle machen, das tut der Rest der Bevölkerung auch (sofern Internetnutzung am Arbeitsplatz nicht erlaubt/möglich ist).
IMHO würde keiner auf die Idee kommen, sich als "ungeeignet zum Autofahren" zu bezeichnen, nur weil er einen Bürojob hat bei dem er nicht den ganzen Tag in der Gegend herumfahren kann.
"Haben wirklich 99% der Polizisten keinen Computer? "
was hat das mit Ahnung vom Computer zu tun ?
Natürlich ist inzwischen auch der letzte Assi und Rentner online, aber wie viele haben Plan ?
ct425cz4g schrieb:
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> "Haben wirklich 99% der Polizisten keinen Computer? "
>
> was hat das mit Ahnung vom Computer zu tun ?
Na ganz einfach: OHNE Computer bekommt man bestimmt keine Ahnung davon, MIT Computer hat man zumindest schon mal eine Chance bzw. Möglichkeit.
> Natürlich ist inzwischen auch der letzte Assi und Rentner online, aber wie
> viele haben Plan ?
Vielleicht bin ich ja zu optimistisch, aber ich halte es durchaus für möglich, dass jemand der sich beruflich mit der Aufklärung und Verhinderung von Straftaten beschäftigt auch "mit offenen Augen" online geht und eben gerade nicht wie jeder Assi wahllos auf jeden Knopf klickt, der sich ihm anbietet.
Ich glaube an das Gute im Menschen: "Plan" hat bestimmt nicht jeder, aber mit der Nutzung des Computers kann man sich zumindest mal ein Basiswissen aneignen und bei Bedarf vertiefen. Letzteres setzt aber immer auch ein gewisses eigenes Interesse und Eigeninitiative voraus - und genau daran könnte es auch bei den Polizisten hapern.....
Und nix gegen die Rentner, die beschäftigen sich oft wesentlich intensiver mit der Materie als andere (haben ja auch mehr Zeit und Respekt)
Damit die These "Die Polizei solle mehr im Internet machen" überhaupt ansatzweise diskutabel wird, müssen sich die Polizisten, die dafür in Frage kommen, auch nahezu _perfekt_ auskennen.
Die für den Polizeidienst wichtigen Gesetze (BGB und co.) kennen sie ja auch nahezu auswändig und wurden jahrelang in deren Durchsetzung geschult. Nicht auszudenken wenn Polizisten mit gefährlichem Halbwissen (wie das der erwähnten "privat damit beschäftiger" oder Rentner) im Internet Hoheitsrechte durchsetzten wollen.
Ich würde daher zumindest das Qualifikationsniveau eines Fachinformatikers (3 Jahre Ausbildung) voraussetzen bzw. die IT-Ausbildung mit etlichen Wochenstunden in die Polizeiausbildung integrieren. Und nur Polizisten, die eine solche Qualifikation haben, sollten überhaupt im Internet "ermitteln" dürfen.
Full ACK!
Das Halbwissen ist der springende Punkt. Es genügt einfach nicht, dass ein Polizist weiß wo der Knopf zum Ein/Ausschalten vom Rechner ist.
Der Polizist müsste schon die technischen Grundlagen kennen. Er müsste wissen wieso Phishing funktioniert, wieso es DNS gibt, warum Exploits nix mit Explosionen zu tun haben und ettliches mehr. Das ist nicht mal eben so zu lernen.
Jemand der ne Email schreiben kann, kann eben noch lange nicht eine Phishing seite auffliegen lassen.
Sieh dir doch die Lehrer an. Da besitzen 99% auch keine Medienkompetenz.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.07.10 20:01 durch Yoschi.
So, da muss ich mal eine Lanze für die Polizei brechen.
Es ist ja unglaublich mit was für einer Sebstherrlichkeit ihr andere Berufsgruppen herzieht.
Sicherlich hat ein Großteil der Beamten, nur das normale Maß an Basiswissen über Computer/Internet, aber mal ganz ehrlich glaubt ihr wirklich, dass nun demnächst jeder Polizist auf Spurensuche im Internet unterwegs ist???
Es gibt Fachbereiche wie z.B. Verkehrsdienst, Mordkommission, Hundestaffeln oder SEK. Genauso gibt es einen Fachbereich, der sich mit Internetkriminalität beschäftigt und da kommt keiner ohne sehr gutes Fachwissen rein.
Wenn ma nun das mal auf die Berufsgruppe bezieht, die sich hier dermaßen auslässt, kann man auch sagen, Ihr könnt keine Firmenjahresbilanz aufstellen (habt also kein Fachwissen BWL/Wirtschaft), dürft aber hingegen einkaufen gehen/bzw online bestellen (habt also Grundwissen der Marktwirtschaft).
Zurück zum Artikel:
Was wollte der gute Mann uns meitteilen? Dass die Experten im Fachbereich Internetkriminalität mehr Befugnisse wünschen, der Wunsch ist doch ganz legitim, andere Berufsgruppen wünschen sich mehr Budget. Der Vergleich mit dem Ausmaß einer Bedrohung im Internet und der Atombombe hätte er anders darstellen müssen. Der wirtschaftliche Schaden ist genauso hoch, dass dabei kein Massensterben verursacht wird, sollte jedem klar sein.
Zum Schluss: Bin kein Polizist!
Beste Grüße
Polizeikenner schrieb:
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> Der Vergleich mit
> dem Ausmaß einer Bedrohung im Internet und der Atombombe hätte er anders
> darstellen müssen. Der wirtschaftliche Schaden ist genauso hoch, dass dabei
> kein Massensterben verursacht wird, sollte jedem klar sein.
Also weil ein Angriff aufs Netz gewaltigen Schaden verursachen würde will man es selbst abschalten können - was noch mehr Schaden verursachen würde.
Logik.
Polizeikenner schrieb:
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> So, da muss ich mal eine Lanze für die Polizei brechen.
>
> Es ist ja unglaublich mit was für einer Sebstherrlichkeit ihr andere
> Berufsgruppen herzieht.
>
> Sicherlich hat ein Großteil der Beamten, nur das normale Maß an Basiswissen
> über Computer/Internet, aber mal ganz ehrlich glaubt ihr wirklich, dass nun
> demnächst jeder Polizist auf Spurensuche im Internet unterwegs ist???
>
> Es gibt Fachbereiche wie z.B. Verkehrsdienst, Mordkommission, Hundestaffeln
> oder SEK. Genauso gibt es einen Fachbereich, der sich mit
> Internetkriminalität beschäftigt und da kommt keiner ohne sehr gutes
> Fachwissen rein.
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> Wenn ma nun das mal auf die Berufsgruppe bezieht, die sich hier dermaßen
> auslässt, kann man auch sagen, Ihr könnt keine Firmenjahresbilanz
> aufstellen (habt also kein Fachwissen BWL/Wirtschaft), dürft aber hingegen
> einkaufen gehen/bzw online bestellen (habt also Grundwissen der
> Marktwirtschaft).
>
> Zurück zum Artikel:
> Was wollte der gute Mann uns meitteilen? Dass die Experten im Fachbereich
> Internetkriminalität mehr Befugnisse wünschen, der Wunsch ist doch ganz
> legitim, andere Berufsgruppen wünschen sich mehr Budget. Der Vergleich mit
> dem Ausmaß einer Bedrohung im Internet und der Atombombe hätte er anders
> darstellen müssen. Der wirtschaftliche Schaden ist genauso hoch, dass dabei
> kein Massensterben verursacht wird, sollte jedem klar sein.
>
> Zum Schluss: Bin kein Polizist!
>
> Beste Grüße
Also du kleines Scherzkeks. Wie du richtig schreibst hat jeder sein Fachgebiet. Aber man sollte die Nase nicht in Zeug reinstecken und Schwachfug behaupten, obwohl man keine Ahnung von dem Fachbereich hat. Das dieser Vorschlag mehr als lächerlich und völlig realitätsfern von einem begründeten Vorschlag oder Erfordernisses ist, is mehr als klar. Also soll er sich zum Teufel scheren und seiner Arbeit nachgehen, die er kann und nicht diese Propaganda herumgrölen. (ja ich würde es schon Propaganda nennen)
> demnächst jeder Polizist auf Spurensuche im Internet unterwegs ist???
Nö, aber vielleicht ein paar speziell dafür ausgebildete mehr als im aktuellen Zustand.
>
> Es gibt Fachbereiche wie z.B. Verkehrsdienst, Mordkommission, Hundestaffeln
> oder SEK. Genauso gibt es einen Fachbereich, der sich mit
> Internetkriminalität beschäftigt und da kommt keiner ohne sehr gutes
> Fachwissen rein.
>
Und deshalb bemängelt man es auch, da hier zu wenige Polizisten eine vernünftige Ausbildung bekommen. Dies verhindert wie du selbst beschrieben hast, die Aufstockung der Fachabteilung für Internetkrimianlität. Hier wurde einfach von Politik und Polizei die vergangene Entwicklung völlig verschlafen und es herrscht nachhol Bedarf beim Personal.
> Wenn ma nun das mal auf die Berufsgruppe bezieht, die sich hier dermaßen
> auslässt, kann man auch sagen, Ihr könnt keine Firmenjahresbilanz
> aufstellen (habt also kein Fachwissen BWL/Wirtschaft), dürft aber hingegen
> einkaufen gehen/bzw online bestellen (habt also Grundwissen der
> Marktwirtschaft).
>
Hier hat doch niemand verlangt, das demnächst der Verkehrspolizist auf Streife im Internet geht, sondern nur die schwache Besetzung der Fachabteilung.
> Zurück zum Artikel:
> Was wollte der gute Mann uns meitteilen? Dass die Experten im Fachbereich
> Internetkriminalität mehr Befugnisse wünschen, der Wunsch ist doch ganz
> legitim, andere Berufsgruppen wünschen sich mehr Budget. Der Vergleich mit
Der Wunsch ist aber von der Exekutive ausgegangen, und hier ist schon nicht umsonst eine Trennung der Gewalten vorgenommen worden. Und die geforderten Kompetenzen gehen m.M. weit über das Maß des nötigen Hinaus. Zudem eine allgemeine Unterstütze Maßnahme, wie die bessere Ausbildung und mehr Personal, seit Jahren von der Politik unterlaufen wird. Somit würde ich sagen, bevor jemand solch utopischen Forderungen aufstellt, sollte er doch mal erst die Basis in Ordnung bringen und prüfen wie sich in ein zwei Jahren dann die Situation darstellt.
> dem Ausmaß einer Bedrohung im Internet und der Atombombe hätte er anders
> darstellen müssen. Der wirtschaftliche Schaden ist genauso hoch, dass dabei
> kein Massensterben verursacht wird, sollte jedem klar sein.
Boah, soll ich das jetzt so verstehen, das das Massensterben in der Bewertung der Aussage vernachlässigbar ist, weil die allseits intelligenten Bürger das eh verstehen? Sorry, aber der Vergleich ist SCH...! Und woher nimmst du die Abschätzung des wirtschaftlichen Schadens? Wenn eine Atombombe Frankfurt und Umgebung platt macht, würde ich mal Wissen, welches Internetszenario vergleichbaren wirtschaftlichen Schaden hervorruft?
Ich würde sagen, die Polizei sollte mal anfangen die Personaldecke wieder aufzustocken, und die Ausbildung für technische Bereiche zu verbessern.
Gruß
Kiff
Polizeikenner schrieb:
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> Zurück zum Artikel:
> Was wollte der gute Mann uns meitteilen? Dass die Experten im Fachbereich
> Internetkriminalität mehr Befugnisse wünschen, der Wunsch ist doch ganz
> legitim,
Das wäre möglich, dann soll er aber nicht rumjammern und so tun als ob das Internet für die meisten Polizisten ein Buch mit sieben Siegeln (und für den Rest der Bevölkerung die Quelle des Bösen) ist. Hätte man doch auch einfach sagen können: "Wir haben zwar gut ausgebildete Leute, brauchen aber davon mehr und außerdem bessere Ausrüstung."
Ob es (nur) an den fehlenden Befugnissen liegt wage ich ja mal zu bezweifeln....
Aber wenigstens hat er jetzt eine Menge Publicity bekommen, vielleicht hilft das ja auch schon weiter.
> Zum Schluss: Bin kein Polizist!
>
> Beste Grüße
ich auch nicht, dito
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