Wer nicht wählt, trifft genauso eine demokratische Entscheidung wie jeder andere auch. Man schreibt ja auch nicht, wer CDU wählt, ist für Krieg oder wer Linke wählt, will die Mauer zurück.
Wer gegen Nichtwähler hetzt ist ein intoleranter demokratiefeindlicher Schwätzer.
Jede Wahlentscheidung - auch wenn sie "Nichtwaählen" lautet, steht gleichberechtigt neben allen anderen. Jeder darf und muss seine eigene Meinung haben und darf dafür nicht verunglimpft werden. DAS ist Demokratie!
Wenn man nichts wählen möchte dann gibt man nen leeren Stimmzettel ab. DAS wäre dann eine Meinungsäußerung. Wer nicht zum Wählen geht ist schlicht desinteressiert, das hat nichts mit einer Meinung zu tun.
monettenom schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Jede Wahlentscheidung - auch wenn sie "Nichtwaählen" lautet, steht
> gleichberechtigt neben allen anderen. Jeder darf und muss seine eigene
> Meinung haben und darf dafür nicht verunglimpft werden. DAS ist Demokratie!
Demokratie bedeutet doch sowas wie "Volksherrschaft"? Wer nicht wählen geht, will folglich also nicht herrschen, sondern beherrscht werden ;)
-------------------------------------------------------
"We're semi-trained quasi-professionals, at any rate."
Das ist ein nicht belegtes Vorurteil. Es mag sein, dass es viele NIchtwähler gibt, die nicht interessiert sind, es ist aber auch so, dass es eine ganze Reihe von Leuten gibt, die bewusst nicht wählen. Aber es scheint, dass es noch mehr Lemminge gibt, die erstens intolerant und zweitens vorurteilsbeladen hoch drei sind.
Nein, nicht wirklich.
Bei einem Nichtwähler verfällt die Stimme und wird gewertet als ob es sie nier gegeben hätte.
Wenn man sich enthalten will und es richtig machen will muss man hin gehen, seine Stimme registrieren lassen und den Wahlzettel ungültig machen.
Dann zählt die Stimme wenigstens als abgegeben und zählt zur Verteilungsgrundlage zu.
Gar nicht erst hingehen ist demokratiefeindlich.
Das ist ein legitimes Recht, sich so zu entscheiden.
monettenom schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Wer nicht wählt, trifft genauso eine demokratische Entscheidung wie jeder
> andere auch.
sich enthalten wäre nur dann eine meinung, wenn es insgesamt nur eine meinung gäbe - aber mit vielen verschiedenen meinungen repräsentiert sich enthalten überhaupt nichts, man sagt ja selbst nichts und es kann nichts hineininterpretiert werden. vollkommen nutzlos und unmündig also...
> Jeder darf und muss seine eigene
> Meinung haben und darf dafür nicht verunglimpft werden. DAS ist Demokratie!
unsinn, das ist grundgesetz, demokratie ist das aber nicht
Wenn du dir mal genau anguckst, wie sich der Bundestag zusammensetzt, wirst du feststellen, dass es keinen Unterschied macht, ob man nun nicht wählt, ungültig wählt oder eine Partei wählt, die die 5%-Hürde nicht schafft. Die Sitze werden unter denen verteilt, die über der 5%-Hürde liegen, der Rest wird einfach ignoriert.
Ganz genau, Hugo hat es auf den Punkt gebracht!
Hugo schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Nein, nicht wirklich.
> Bei einem Nichtwähler verfällt die Stimme und wird gewertet als ob es sie
> nier gegeben hätte.
>
> Wenn man sich enthalten will und es richtig machen will muss man hin gehen,
> seine Stimme registrieren lassen und den Wahlzettel ungültig machen.
> Dann zählt die Stimme wenigstens als abgegeben und zählt zur
> Verteilungsgrundlage zu.
>
> Gar nicht erst hingehen ist demokratiefeindlich.
Eine ungültiger Stimmzettel hat den gleichen Effekt, wie Nichtwählen. Denn, wenn du schon auf die Verteilungsgrundlage eingehst, es werden NUR die gültigen Stimmen ausgezählt. Wer nicht wählt ändert an der Verteilung im Bundestag gar nichts!
Hugo schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
>
> Gar nicht erst hingehen ist demokratiefeindlich.
demokratiefeindlich ist es, nicht wählen zu dürfen - siehe Lissaboner Vertrag.
Es macht kein unterschied, ob man nicht zur Wahl geht oder einen Zettel bewusst Falsch abgibt:
Siehe:
http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html
>>Eine Stimmenthaltung und die Abgabe einer ungültigen Stimme haben beide den gleichen Einfluss auf das Wahlergebnis – nämlich keinen.
es ist ein grundlegender unterschied nicht zur Wahl zu gehen oder ungültig zu wählen. ist die wahlbeteiligung gering dann heißt das schlicht und einfach, dass kein interesse da ist. gibt es allerdings viele ungültige stimmen heißt das, dass interesse da ist, allerdings die leute keiner der teilnehmenden parteien genug vertraut um ihnen eine stimme zu geben.
Demzufolge ist ungültig wählen ein wesentlich stärkeres statement als nicht zur wahl zu gehen und bewegt auch vlt. die "großen" dazu, ihre richtung und ihr verhalten zu überdenken.
... großbuchstaben möge sich jeder selber setzen.
Das Problem einer kompletten Verweigerung, also nicht mal hingehen und einen ungültigen Zettel abgeben, ist das 'Du' damit vollkommen ignoriert werden kannst.
Würden die vielen die einfach nicht gehen einen ungültigen Zettel abgeben -- das wäre wirklich was was sich nicht so leicht kleinreden liese.
So aber -- "Das schöne Wetter war schuld" oder "Das schlechte Wetter war schuld" oder "Die Wiesn war schuld" oder "Das Lindenstrasse Extra war schuld" und natürlich "Mehrheit ist Mehrheit und jetzt wird regiert".
Natürlich darf man nicht hetzen, denn wählen gehen ist ein Recht und keine Pflicht, nur wer einfach Zuhause bleibt dessen Stimme und Meinung auch nach der Wahl zu ignorieren nehme ich mir ohne Gewissensbisse heraus.
Quatsch, die Politiker interessieren sich einen Scheißdreck, wie sie gewählt werden, hauptsache, sie werden gewählt. Höchstens die Wahlverlierer heulen ein bißchen herum und versuchen, die Schuld abzuwälzen und die Nichtwähler sind da ein dankbares Klientel.
Btw. wird über Nichtwähler wesentlich mehr debattiert als über Ungültig-Wähler und daher ist das Statement auf jeden Fall schlagkräftiger, wenn man nicht wählt.
Implications on computer-based voting ist noch nicht mal angefangen. Aber ich fordere schon lange:
- Es hat immer ein Enthaltungs-Feld auf dem Zettel zu sein. Sonst erscheinen in CSU-Gebieten durch Wunder Jesus-Kreuze bei der Jesus-Partei. Ums mal freundlich auszudrücken.
Wer nicht wählen geht, frisst was er kriegt.
Man sollte zumidnest ein leeres Blatt abgeben. Wenn man das wegen Fälschung nicht macht, ist das momentan ok, aber mit einem Leer-Feld nicht mehr. Dann muss man aktiv leer abgeben.
Eine Erweiterung davon wäre: Ich will keinen der Kandidaten. Dann bleibt der Sitzplatz leer und man kommt ggf. nicht auf 77% Grundgesetzeänderung. Im prinzip müssten auch 50% der Bürger über den Bundestag einer grundgesetzänderung zustimmen . D.h. Wahlbeteiligung 50% dann müssten 100% der Bundestager für die änderung sein. Aber so demokratisch ist hier wieder keiner aussser mir.
Zurück zum thema: wenn ich einen bürgermeister wählen soll und keinen davon will, habe ich das recht, zu sagen "keinen von denen, einen zufällig gewählten und geeigneten Beamten aus einem nachbarkreis der das wahlperiode minus 1 Jahr macht. Dann neuwahl."
Man mus das Rehct haben, bei einer Bürgermeister-Stichwahl sagen zu können: keinen von den beiden.
In nrw ist stichwahl wohl abgeschafft. Also auch gleich bei der "wahl" sagen: "keinen von den hackfressen. ein anderer".
oder halt "enthalte mich, ist mir egal".
Aber sowas überschreitet hier einigen ihre geistigen Fähigkeiten.
Viele wollen wohl angeführt werden. Also zwei bundesländer-arten: republican und democracy. 80% bestimmen dann die orientierung bei jeder Abstimmung (mit übergangszeiträumen).
wer nicht dort leben will, kann in ein anderes bundesland wechseln (die bezahlen den umzug zu 90% wenn schwule aus bayern oder texas vertrieben werden, wenn dort die orientierung "republican" gewählt wird) wenn die einen nehmen(inzucht-südstaatler ohne brauchbare Bildung brauchen democracy-staaten eher nicht als Mitarbeiter) oder nehmen müssen (Schwule, Vertriebene, Republikaner die nicht in homo-ehe-Staaten leben wollen sondern lieber in inzucht-südstaaten,...).
Das Leute so unselbsständig sind, wertlosen Anführern zu folgen, ist armselig ohne ende. Hoffentlich ist das durch Erziehung/Konditionierung zu entfernen und nicht genetisch (denen würde/müsste man dann die sterilisation (das ist was anderes als kastrierung!) bezahlen wenn die in einem democracy-Staat leben).
So wie N.O.D. und die anderen bei Command&Conquer oder
Axies und Allies bei WW2-Simulationen.
Siga9876 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
>Man sollte zumidnest ein leeres Blatt abgeben. Wenn man das wegen Fälschung nicht >macht, ist das momentan ok, aber mit einem Leer-Feld nicht mehr. Dann muss man aktiv >leer abgeben.
Dann kreuzt man halt alle an. Das ist Fälschungssicher, es sei denn bei der Auszählung arbeiten Sehbehinderte, welche das Tippex nicht erkennen. ;o)
@siga9876:
Wenn Du den Stimmzettel leer läßt, ist das für jeden Auszähler einen Einladung da schnell noch ein Kreuzchen reinzumachen, wo Du keines haben wolltest.
Die Anzahl der Stimmen in der Urne muss ja mit der Wählerliste übereinstimmen.
Wahlbetrug gab es sicherlich schon durch Mitglieder aus den verschiedensten Parteien. Normalerweise sind deshalb auch Wahlbeobachter nicht nur von einer Partei vor Ort.
Geh wählen oder nicht - das ist Deine Entscheidung.
Wir haben keine Wahlpflicht und es muss auch keiner öffentlich vorzeigen, bei der SED sein Kreuzchen gemacht zu haben.
Wenn Du wählst, wähle eine der Parteien, mit der Du dich halbwegs identifizieren kannst und denk an die Konsequenzen.
Am peinlichsten wäre wohl, wenn eine Partei plötzlich in den Bundestag reinkäme, nur weil viele Protestwähler die gleiche Idee hatten und den "Etablierten" einen Denkzettel schicken wollten.
Denk auch daran, dass anhand des Wahlergebnisses die Parteien ca. 2-3€ pro Stimme bekommen.
OldFart schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Natürlich darf man nicht hetzen, denn wählen gehen ist ein Recht und keine
> Pflicht, nur wer einfach Zuhause bleibt dessen Stimme und Meinung auch nach
> der Wahl zu ignorieren nehme ich mir ohne Gewissensbisse heraus.
NACH der Wahl ist eh alles egal. Denn die Herren Politiker ignorieren dann sowohl Wähler wie Nichtwähler - bis kurz vor der nächsten Wahl. "DAS ist Demokratie" - zumindest unsere.
Im übrigen dient die "Wahl" doch nur der Postenverteilung. Was gemacht wird, das sagen ganz andere. Und _die_ bleiben auch durch eine Wahl immer die selben.
Wer nicht wählen geht verwirkt sich jedes Recht die Politik in diesem Land zu kritisieren.
Kommentare: 222 | letzter Beitrag 26.05. 23:51
Kommentare: 163 | letzter Beitrag 11:57 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 66 | letzter Beitrag 08:55 Uhr
Kommentare: 64 | letzter Beitrag 26.05. 17:51
E-Mail an news@golem.de

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

Nach der Urteilsverkündung im Rechtsstreit zwischen Youtube und Gema fühlten sich beide Seiten als Gewinner. In Wahrheit gibt es aber nur einen Verlierer, bloggt Medienrechtsexperte Thomas Hoeren: die Gema.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.

Am 26. Mai 2012 treten neue Datenschutzregeln der EU in Kraft. Websitebetreiber und Werbenetzwerke müssen Nutzer um Erlaubnis fragen, wenn sie Cookies setzen.