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Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

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  1. Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: DTF 04.03.13 - 15:47

    Diejenigen, die sich gegen das Verwenden kurzer Textausschnitte wehren, werden schnell merken, wie die Userzahl sinkt und die Werbeeinnahmen wegbrechen. Das ganze Prinzip basiert eben auf eine Hand wäscht die andere.

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  2. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: 7hyrael 04.03.13 - 16:22

    seh ich genauso.

    oder warum sollte ich mich zu informationen auf einer newsseite weiterleiten lassen ohne im ansatz zu wissen um was es geht?

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  3. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: Anonymouse 04.03.13 - 16:34

    Tjoah, so sieht es der normal denkende Mensch.
    Gibt aber eine bestimmte Gruppe die das anders sehen.
    Die sehen irgendwelche Zahlung und rechnen das dann 1zu1 in Euro um :)

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  4. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: Neratiel 04.03.13 - 17:57

    die Axel Springer AG hat es ja schon angekündigt... Einfach Google klagen, wenn sie nicht mehr gelistet werden... Dreistigkeit siegt..

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  5. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: Th3Dan 04.03.13 - 21:43

    Neratiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die Axel Springer AG hat es ja schon angekündigt... Einfach Google klagen,
    > wenn sie nicht mehr gelistet werden... Dreistigkeit siegt..

    Also das kann ich jetzt irgendwie nicht nachvollziehen.
    Die Verlage sind doch anscheinend vom Leistungsschutzrecht begeistert.
    Wenn Google jetzt keine Ausschnitte mehr aus deren News zeigt weil sie das nicht dürfen, ist das doch komplett legitim und entspricht nur der Umsetzung eines neuen Gesetzes?
    Ich gehe da jetzt mal davon aus, dass Google entsprechend mit einzelnen Verlagen gesprochen hat und dementsprechend nur noch solche News einblendet, bei denen Sie das dürfen.

    Und mal komplett davon abgesehen: Wer gibt irgendjemandem das Recht, in Google vertreten zu sein? Google gehört doch Google, wenn die sagen wir wollen die Axel Springer AG nicht in unseren Ergebnissen dann ist das Imagemäßig nach außen hin vielleicht nicht top, aber doch vollkommen legitim.

    Wenn ich ein Forum besitze habe ich dort schließlich auch eine Art Hausrecht und kann Leute die ich dort nicht haben will bannen. Also müsste das bei Google doch auch so sein.

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  6. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: Nephtys 04.03.13 - 23:59

    DTF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diejenigen, die sich gegen das Verwenden kurzer Textausschnitte wehren,
    > werden schnell merken, wie die Userzahl sinkt und die Werbeeinnahmen
    > wegbrechen. Das ganze Prinzip basiert eben auf eine Hand wäscht die andere.


    Naja, gleiches Prinzip wie bei Raubkopien und den Abmahnwellen. Man sollte auch da meinen, dass die Contentindustrie eher Verlust macht, weil Kunden flöten gehen... aber unterm Strich ist es trotzdem lohnender.

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  7. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: Garius 05.03.13 - 00:04

    Th3Dan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also das kann ich jetzt irgendwie nicht nachvollziehen.
    > Die Verlage sind doch anscheinend vom Leistungsschutzrecht begeistert.
    > Wenn Google jetzt keine Ausschnitte mehr aus deren News zeigt weil sie das
    > nicht dürfen, ist das doch komplett legitim und entspricht nur der
    > Umsetzung eines neuen Gesetzes?
    > Ich gehe da jetzt mal davon aus, dass Google entsprechend mit einzelnen
    > Verlagen gesprochen hat und dementsprechend nur noch solche News
    > einblendet, bei denen Sie das dürfen.
    Wie Anonymouse schon sagte: So sieht es der normal denkende Mensch.

    > Und mal komplett davon abgesehen: Wer gibt irgendjemandem das Recht, in
    > Google vertreten zu sein? Google gehört doch Google, wenn die sagen wir
    > wollen die Axel Springer AG nicht in unseren Ergebnissen dann ist das
    > Imagemäßig nach außen hin vielleicht nicht top, aber doch vollkommen
    > legitim.
    >
    > Wenn ich ein Forum besitze habe ich dort schließlich auch eine Art
    > Hausrecht und kann Leute die ich dort nicht haben will bannen. Also müsste
    > das bei Google doch auch so sein.
    Nun ist Google aber nicht irgendein Forum, sondern eine gewerbliche Firma die wirtschaftet. Somit nehmen sie am Markt teil und unterstehen hier ebenso Gesetzen. Bedenkt man dann noch die Monopolstellung die Google immer zugeschrieben wird, ist das gänzliche Ausblenden eine heikle Sache.

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  8. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: radnerd 05.03.13 - 06:23

    Es ging imho auch nie darum, das Verlinken mit Titel und Snippet zu verbieten, sondern eben das Übernehmen von ganzen oder fast ganzen Texten.

    Irgendwann wurde in der Diskussion mal so getan, als sollte genau das verboten werden und alle waren dagegen. Aber so war das imho nie geplant. Zumindest so weit ich den Text in der frühen Fassung richtig verstanden habe und so ist es ja auch nicht gekommen.

    Was ich sehr, sehr ärgerlich finde ist, dass man die Länge nur mit "einzelne Wörter und kleinste Textausschnitte" angegeben hat. Also eben nicht definiert hat. Wäre das so schwer gewesen sowas wie "bis 200 Zeichen, oder wenn der Anbieter mehr vorgibt auch mehr" anzugeben. Ich glaub wir wären alle dankbar gewesen.

    Wozu das LSR gut ist, ist mir kürzlich erst aufgefallen. Aus Bequemlichkeit hab ich mir auf Tablet und Handy einen Aggregator geholt. Wenn ich da dann Artikel lese, flimmert oben und unten Werbung. Aber eben nicht die vom Artikelersteller, sondern vom Appersteller. Es ist ja super dass es so einen Aggregator gibt und der Anbieter kann auch gerne Geld damit verdienen. Dass die eigentlichen Artikelersteller dabei dann aber völlig leer ausgehen, kann glaube ich nicht im Sinne des Erfinders sein. Immerhin muss Arbeit auch bezahlt werden - sonst wird sie keiner mehr machen (können).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.13 06:25 durch radnerd.

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  9. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: PhilSt 05.03.13 - 07:17

    Th3Dan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Also das kann ich jetzt irgendwie nicht nachvollziehen.
    > Die Verlage sind doch anscheinend vom Leistungsschutzrecht begeistert.
    > Wenn Google jetzt keine Ausschnitte mehr aus deren News zeigt weil sie das
    > nicht dürfen, ist das doch komplett legitim und entspricht nur der
    > Umsetzung eines neuen Gesetzes?
    > Ich gehe da jetzt mal davon aus, dass Google entsprechend mit einzelnen
    > Verlagen gesprochen hat und dementsprechend nur noch solche News
    > einblendet, bei denen Sie das dürfen.

    Das ist der Inhalt des Gesetzes, der SINN des Gesetzes aus Sicht der Verlage ist es aber nicht, die Verwendung zu unterlassen sondern dafür eine dicke Rechnung schreiben zu können, dass die Snippets trotzdem verwendet werden.

    > Und mal komplett davon abgesehen: Wer gibt irgendjemandem das Recht, in
    > Google vertreten zu sein? Google gehört doch Google, wenn die sagen wir
    > wollen die Axel Springer AG nicht in unseren Ergebnissen dann ist das
    > Imagemäßig nach außen hin vielleicht nicht top, aber doch vollkommen
    > legitim.

    Bei der teilweise etwas verkorksten REchtsprechung hier zu Lande was Internet angeht könnten sie im schlimmsten Falle sogar mit der Behauptung durchkommen, Google würde den Wettbewerb verzerren.

    > Wenn ich ein Forum besitze habe ich dort schließlich auch eine Art
    > Hausrecht und kann Leute die ich dort nicht haben will bannen. Also müsste
    > das bei Google doch auch so sein.

    Eigentlich müsste das so sein, ja. Ich finde ja, Google sollte einfach mal wegen einer "großen Systemumstellung" wg. LSR alle deutschen Verlagsseiten, die sich blöd anstellen quasi als interaktive Demo für die Auswirkungen auf Besucherzahlen nur eine Woche aus den Suchergebnissen tilgen.

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  10. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: brunobrotspecht 05.03.13 - 07:54

    radnerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ging imho auch nie darum, das Verlinken mit Titel und Snippet zu
    > verbieten, sondern eben das Übernehmen von ganzen oder fast ganzen Texten.
    >
    > Irgendwann wurde in der Diskussion mal so getan, als sollte genau das
    > verboten werden und alle waren dagegen. Aber so war das imho nie geplant.
    > Zumindest so weit ich den Text in der frühen Fassung richtig verstanden
    > habe und so ist es ja auch nicht gekommen.
    >

    Dann haben also alle alles ganz falsch verstanden? Ne sorry, aber so ein Quatsch: Das Übernehmen von ganzen Texten war schon vorher seit Ewigkeiten durch das Urhberrecht geregelgt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.13 07:55 durch brunobrotspecht.

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  11. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: commander1975 05.03.13 - 08:33

    Th3Dan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn Google jetzt keine Ausschnitte mehr aus deren News zeigt weil sie das
    > nicht dürfen, ist das doch komplett legitim und entspricht nur der
    > Umsetzung eines neuen Gesetzes?
    Sie dürfen ja, müssen dann aber dafür bezahlen.

    > Und mal komplett davon abgesehen: Wer gibt irgendjemandem das Recht, in
    > Google vertreten zu sein? Google gehört doch Google, wenn die sagen wir
    > wollen die Axel Springer AG nicht in unseren Ergebnissen dann ist das
    > Imagemäßig nach außen hin vielleicht nicht top, aber doch vollkommen
    > legitim.

    Google hat aber ein quasi-Monopol, daher wäre die Nichtlistung eines Verlages die Ausnutzung eines solchen Monopols, so "argumentiert" zumindest Springer.

    Die Quintessenz dieses Gesetzes lässt sich wiefolgt übersetzten :
    Suchmaschinen benutzen Textschnipsel aus den Artikeln der Verlage um damit Umsatz zu generieren.
    Die Verlage wollen von diesem Gewinn etwas abbekommen, da Sie ja den Inhalt dafür liefern das Suchmaschinen durch Werbung Geld einnehmen können.
    Die Verlage wollen in Suchmaschinen (kostenlos !) gelistet werden, da eine vernünfzige Listung aber ohne Verwendung ihrer (kostenpflichtigen !) kleinen Textausschnitte (=Zitate mit quellenangabe) nicht möglich ist, müssen die Suchmaschinen sie zwangsweise bezahlen.

    Wenn die Suchmaschinen (speziell Google als Weltmarktführer) aber sagen würde : "Das ist uns das Geld nicht wert, wir verzichten daher auf eure Inhalte"
    Dann sollen Sie verklagt werden.
    Das ist doch mal ne geile Logik oder ?

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  12. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: cry88 05.03.13 - 08:43

    radnerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ging imho auch nie darum, das Verlinken mit Titel und Snippet zu
    > verbieten, sondern eben das Übernehmen von ganzen oder fast ganzen Texten.
    >
    > Irgendwann wurde in der Diskussion mal so getan, als sollte genau das
    > verboten werden und alle waren dagegen. Aber so war das imho nie geplant.
    > Zumindest so weit ich den Text in der frühen Fassung richtig verstanden
    > habe und so ist es ja auch nicht gekommen.

    weil genau das der fall ist. es ging nie um das verbieten vom übernehmen ganzer texte oder textausschnitte. denn das ist schon lange gesetzlich verboten!

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  13. das wäre normal auch kein Thema

    Autor: Kaiser Ming 05.03.13 - 10:54

    wenn wir da nicht noch unsere Volksvertreter hätten

    Anonymouse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tjoah, so sieht es der normal denkende Mensch.
    > Gibt aber eine bestimmte Gruppe die das anders sehen.
    > Die sehen irgendwelche Zahlung und rechnen das dann 1zu1 in Euro um :)

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  14. Re: Warum sollte man sich Nachteile schaffen?

    Autor: Th3Dan 05.03.13 - 20:24

    PhilSt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist der Inhalt des Gesetzes, der SINN des Gesetzes aus Sicht der
    > Verlage ist es aber nicht, die Verwendung zu unterlassen sondern dafür eine
    > dicke Rechnung schreiben zu können, dass die Snippets trotzdem verwendet
    > werden.

    Ja klar, das verstehe ich schon.
    Ich sehe da nur keinen Sinn drin weil Google News keine Werbeanzeigen hat und Google somit auch kein Geld durch diese Inhalte verdient.
    Wäre da alles voller Werbung hätte ich vollstes Verständnis dafür, dass Google einen Teil seines Gewinns den rechtmäßigen Contentinhabern abgeben soll.

    Zumal werden eh nur kleine Ausschnitte kopiert, wenn man den ganzen Artikel lesen will wird man zur jeweiligen Newsseite verlinkt. Wenn, dann sollten die Verlage wohl eher Google für diese kostenlose Werbung bezahlen.

    Für mich sieht das irgendwie nach einer unrealistischen Forderung aus, ähnlich wie bei Youtube wo Google pro View mehr Geld an die GEMA zahlen soll als sie selbst verdienen.

    PhilSt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich müsste das so sein, ja. Ich finde ja, Google sollte einfach mal
    > wegen einer "großen Systemumstellung" wg. LSR alle deutschen Verlagsseiten,
    > die sich blöd anstellen quasi als interaktive Demo für die Auswirkungen auf
    > Besucherzahlen nur eine Woche aus den Suchergebnissen tilgen.

    Also das mit der Monopolstellung wie hier geschrieben wurde ist ein Stück weit schon nachvollziehbar. Ich verstehe nur nicht so ganz, wieso Google in dem Fall nichts am Ranking ändern darf.
    Ich meine wenn jetzt zb bing google bezahlen würde damit sie yahoo in den Ergebnisen rungerstufen wäre das absolut nicht legitim und zwar in keiner Branche, keine Frage.
    Aber in dem Fall ist das ja was komplett anderes und Google hat sogar nachvollziehbare Gründe.

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