>Beworben wurden bei Kino.to beispielsweise Abofallen, Adware zum Unterschieben >von Trojanern[...]
Solche Malware gibt es es schon seitdem das Internet massentauglich wurde, also etwa 15 Jahre. Mal sind es Dialer, dann wieder Abofallen, und alles zieht eine Horde von Abmahnanwälten nach sich, die sich eine goldene Nase damit verdienen.
Was haben Politik und Justiz dagegen getan? Nichts bis wenig, und wenn, dann hat es Jahre gedauert. Es trifft ja auch nur "den kleinen Mann", der sich irren Forderungen gegenübersieht und abgezockt werden soll.
Ein Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Katja_G%C3%BCnther
"Da kein hinreichendes Verdachtsmoment bestehe, stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen im März 2010 ein. Die Staatsanwaltschaft stellte dabei fest, dass die Forderungen aus zivilrechtlicher Sicht zweifelhaft und die Mahnpraxis sozialethisch fragwürdig erscheinen mögen, eine zivilrechtliche Auseinandersetzung jedem Bürger aber ohne weiteres zugemutet werden könne."
Der normale Bürger darf also selber sehen wo er bleibt und erhält keine Unterstützung vom Staat, der durch die Gesetzgebung erst die Rahmenbedingen geschaffen hat um eine solche Abmahnpraxis möglich zu machen.
Kaum sieht aber die Content Industrie ihre Umsätze bedroht, werden plötzlich auch die Strafverfolgungsbehörden wach. Kommt es mir nur so vor oder riecht das nach Zwei-Klassen-Justiz?
Interessant auch, dass im Forum die kino.to-Betreiber immer noch zu "Helden" stilisiert werden, sieht man doch wo ihre Einnahmen herkamen: der arglose User sieht sich "kostenlos" einen Film an, fängt sich eine Pseudo-Abo ein und soll anschließend durch Dritte zur Kasse gebeten werden. Die Einnahmen daraus fließen wieder in Form der Bezahlung an kino.to zurück.
Tolles Geschäftsmodell.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.04.12 13:10 durch E-Sheep.
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E-Sheep schrieb:
> Mal sind es Dialer, dann wieder Abofallen, und alles
> zieht eine Horde von Abmahnanwälten nach sich, die sich eine goldene Nase
> damit verdienen.
> Was haben Politik und Justiz dagegen getan? Nichts bis wenig, und wenn,
> dann hat es Jahre gedauert.
Letzteres stimmt zwar - so schnell ist der Gesetzgebungsprozess nun einmal nicht - ansonsten st Dein Urteil unzutreffend, denn sie haben schon eine ganze Menge getan. Dialler sind doch längst aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden und "Abofallen"-Betreiber sind überwiegend ausländischen Breifkastenfirmen, die bedeutungslose Spam-Mails versenden.
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Youssarian schrieb:
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> E-Sheep schrieb:
> Dialler sind doch längst aus der öffentlichen
> Wahrnehmung verschwunden
die sind deshalb verschwunden, weil sich die technik geändert hat.
man geht heutzutage nicht mehr per analog modem und isdn ins internet, sondern via dsl.
zwar nich alle in der republik, aber immerhin soviel das sich der einsatz von dialern nicht mehr lohnt.
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Youssarian schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Letzteres stimmt zwar - so schnell ist der Gesetzgebungsprozess nun einmal
> nicht - ansonsten st Dein Urteil unzutreffend, denn sie haben schon eine
> ganze Menge getan. Dialler sind doch längst aus der öffentlichen
> Wahrnehmung verschwunden und "Abofallen"-Betreiber sind überwiegend
> ausländischen Breifkastenfirmen, die bedeutungslose Spam-Mails versenden.
Was haben sie denn getan? Die Abmahngebühr sollte auf 100 Euro begrenzt werden - das wäre wenigstens ein Anfang gewesen. Diskutiert wird das seit...ich weiß nicht mehr wie lange. Was hat sich bisher getan? Nichts. Dabei wäre das ein einziger lumpiger Satz im Gesetzestext. Warum sollte das lange dauern, den zu ergänzen?
Es fehlt schlicht am politischen Willen es zu tun.
Dialer gibt es nicht mehr, weil sich keiner mehr damit einwählt und Abofallentreiber sind wesentlich hartnäckiger, die verschicken nicht nur Spam-Mails, das geht bis hin zu gerichtlichen Mahnbescheiden. S. Beispiel Katja G von oben.
Und "ausländische Briefkastenfirmen" sind das schon gar nicht (höchstens um die wahren Drahtzieher zu verschleiern). Einfach mal nach "Schmidtlein abofalle" googlen, wie lange diese Leute ungestraft ihr Unwesen treiben durften.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.04.12 20:37 durch E-Sheep.
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E-Sheep schrieb:
> [...] sie haben schon eine ganze Menge getan. Dialler sind doch
> längst aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden und "Abo-
> fallen"-Betreiber sind überwiegend ausländischen Briefkasten-
> firmen, die bedeutungslose Spam-Mails versenden.
> Was haben sie denn getan? Die Abmahngebühr sollte auf 100 Euro
> begrenzt werden
Das Thema waren Dialler und Abofallen. Den Verbrechern in der Anwaltsrobe wurde vom Gesetzgeber die Möglichkeit genommen, das Geld einzutreiben.
> Dialer gibt es nicht mehr, weil sich keiner mehr damit einwählt
Genau. Die Bundesnetzagentur musste deshalb auch keine einzige Rufnummer sperren. Sie wurden ja ohnehin nicht benutzt.
Witzbold.
> und Abofallentreiber sind wesentlich hartnäckiger, die verschicken nicht nur
> Spam-Mails,
Doch, doch, denn sie haben keine Chance mehr, an das Geld heranzukommen
> das geht bis hin zu gerichtlichen Mahnbescheiden. S. Beispiel
> Katja G von oben.
Das ist lange her. Siehe aber auch "Schicksal der Katja G. ganz unten".
> Und "ausländische Briefkastenfirmen" sind das schon gar nicht (höchstens um
> die wahren Drahtzieher zu verschleiern). Einfach mal nach "Schmidtlein
> abofalle" googlen, wie lange diese Leute ungestraft ihr Unwesen treiben
> durften.
Du musst mir nicht die alten Schinken vorkauen. Die Schmidtleins leben von den Doofen. Wenn Du das verhindern willst, musst Du die Doofheit beseitigen.
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