hier freuen sich die satten Wohlstandsbürger naiv & rührselig, wenn dem bösen Paypal eins ausgewischt wird, in Kuba hingegen nagt man weiterhin am Hungertuch und muß erneut jede Hoffnung auf internationale Solidarität aufgegeben, welche das unmenschliche Castro-Regime endlich zur Aufgabe zwingen könnte.
Manchmal könnte man schon fast glauben, dass einige einschlägige Ideologen und Feierabend-Feinde unserer freiheitlichen Grundordnung sich daran ergötzen, wenn das schon im Koma liegende Sozialismus-Experiment immer wieder zu kurzem Aufleben stimuliert wird, indem man die leidenden Kubaner mit feistem Grinsen hinter dem Schauglas betrachten kann – bequem aus der Perspektive des gesättigten und gelangweilten Wohlstandsbürgers mit "sozialer" Ader.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.09.11 23:32 durch Platanas.
In Kuba sind die Zustände vielleicht schlecht, aber es gibt Länder mit weitaus schlimmeren Systemen, gegen die es keine Embargos gibt. Siehe etwa Nordkorea. Und in wie fern ist dem einfachen Kubaner geholfen, wenn man Produkte seiner Heimat nicht mehr kauft? Dem wird es somit nur noch schlechter gehen.
> in Kuba hingegen nagt man weiterhin am Hungertuch
und gegen Hunger sind Seeblockaden die beste Hilfe?
Gegen Despoten wie Castro, Gaddafi etc. kann man mit Wirtschaftsblockaden eh nicht wirklich viel erreichen, weil sie einfach uneinsichtig sind. Jeder ausgeübte Druck wird direkt an den "kleinen Mann" weiter geleitet.
Ich behaupte einfach mal, wenn die USA das kleine Kuba wirklich hätten "stürzen" wollen, dann wäre das schon längst passiert. Ist ja immerhin vor deren Haustür.
Maturion schrieb:
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> In Kuba sind die Zustände vielleicht schlecht, aber es gibt Länder mit
> weitaus schlimmeren Systemen, gegen die es keine Embargos gibt. Siehe etwa
> Nordkorea. Und in wie fern ist dem einfachen Kubaner geholfen, wenn man
> Produkte seiner Heimat nicht mehr kauft? Dem wird es somit nur noch
> schlechter gehen.
Ein kurzer, schmerzhafter chirurgischer Eingriff wäre ganz sicher die bessere Lösung als das langsame dahinsiechen. Übrigens gibt es auch Embargos gegen Nordkorea, sowie es auch Embargoausnahmen gegen Kuba gibt, wie z.B. bei Lebensmitteln und Medizin.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.09.11 00:05 durch Platanas.
azeu schrieb:
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> > in Kuba hingegen nagt man weiterhin am Hungertuch
>
> und gegen Hunger sind Seeblockaden die beste Hilfe?
>
> Gegen Despoten wie Castro, Gaddafi etc. kann man mit Wirtschaftsblockaden
> eh nicht wirklich viel erreichen, weil sie einfach uneinsichtig sind. Jeder
> ausgeübte Druck wird direkt an den "kleinen Mann" weiter geleitet.
Das ist ein Fehlschluß, den fast jede Blockade, jedes Embargo wurde immer wieder von auf Eigennutz bedachten Ländern unterlaufen. Gerade bei Kuba wäre durch die Insellage ein wirklich strikt durchgehaltnes und damit wirksames Embargo problemlos möglich. Nach kurzem Schmerz wären die armen Kubaner endlich befreit.
>
> Ich behaupte einfach mal, wenn die USA das kleine Kuba wirklich hätten
> "stürzen" wollen, dann wäre das schon längst passiert. Ist ja immerhin vor
> deren Haustür.
> Das ist ein Fehlschluß, den fast jede Blockade, jedes Embargo wurde immer wieder von auf Eigennutz bedachten Ländern unterlaufen.
Unterstellst Du jetzt nicht etwas viel?
azeu schrieb:
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> > Das ist ein Fehlschluß, den fast jede Blockade, jedes Embargo wurde immer
> wieder von auf Eigennutz bedachten Ländern unterlaufen.
>
> Unterstellst Du jetzt nicht etwas viel?
Die Kuba-Blockade selbst wurde z.B. von der Sowjetunion massiv unterlaufen – mit der unseligen Folge dass die ursprünglich überhaupt nicht sozialistisch ausgerichte kubanische Revolution in einem nicht geplanten Sozialismus mündete. Es blieb nichts anderes übrig, als die Bedingungen des eigennützigen Helfers Sowjetunion anzunehmen, um den Machterhalt zu sichern.
Hat wer von euch schonmal mit nem Kubaner gesprochen?
Wahrscheinlich nicht, sonst würden hier einige nicht son Stuss reden.
Nicht 'WIR' müssen den Castro wegbekommen, das entscheiden die Kubaner.
Und von dem riesen elend wovon ihr sprecht, ja wie groß ist es denn.
Nebenbei trägt das embargo massiv zu Misständen bei, ohne gings denen um längen besser. Und die Gesundheitsversorgung ist wahrscheinlich besser als in den USA, wo sie da ist, aber sich keiner die leisten kann...
"Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker." - Che Guevara
Ich hab sehr gelacht :) . Aber warum hast du die Ironie-Tags vergessen?
*lach* wieviele Jahrzehnte dauert dieser "kurze" chirurgische Eingriff gleich nochmal an?
Haha.
Dass Platanas, der olle Apple-Troll, sich hier für das lächerliche Embargo unserer massenmordenden U.S.-"Verbündeten" einsetzt, passt mal wieder wie die Faust aufs Auge.
Vielleicht solltest du dich drüben für die Army freiwillig melden. Hab gehört, die verteilen gratis iPods an ihr Kanonenfutter.
NobodzZ schrieb:
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> Hat wer von euch schonmal mit nem Kubaner gesprochen?
>
> Wahrscheinlich nicht, sonst würden hier einige nicht son Stuss reden.
Und wie sieht es bei dir aus?
>
> Nicht 'WIR' müssen den Castro wegbekommen, das entscheiden die Kubaner.
Eine an Zynismus kaum zu übertreffende Aussage, wenn allerseits bekannt ist, dass die Kubaner so ziemlich garnichts selbst entscheiden können. Wahrscheinlich bist du auch der Meinung, die Opfer der vorangehenden europäischen Diktaturen haben selbst über ihr Schicksal entscheiden und "es so gewollt"?
> Und von dem riesen elend wovon ihr sprecht, ja wie groß ist es denn.
Der Durchschnittskubaner hatte in den 50er Jahren das 4fache pro Kopf-Einkommen eines Spaniers, heute hat er nichteinmal ein Zehntel davon. Ab wann föngst du denn an, etwas Elend zu nennen?
> Nebenbei trägt das embargo massiv zu Misständen bei, ohne gings denen um
> längen besser.
Richtig, es dient dem Regime als Pauschalentschuldigung für jegliche eigenverschuldete Mißstände. In der Tat wurde das Embargo von Anfang an unterhöhlt, Kuba konnte & kann jederzeit jegliche Güter auf dem Weltmarkt problemlos besorgen, sofern der selbstverschuldete Kassenstand aufgrund der Wirtschaftslage das natürlich zulässt.
> Und die Gesundheitsversorgung ist wahrscheinlich besser als
Dich sollte man mal zur Strafe in ein kubanisches Krankenhaus stecken – auch ohne einen Cent bezahlen zu müssen, würdest du dich freiwillig auf schnellstem Wege verabschieden. Neben mangelnder Hygiene fehlt es auch material & mediakemnten, die wenigen verbleibenden Ärzte & Krankenschwestern, die nicht nach Venezuela und Afrika verleast wurden, sind ziemlich schlecht ausgebildet.
> in den USA, wo sie da ist, aber sich keiner die leisten kann...
in Kuba auch, z.B. in diesem Krankenhaus
http://www.cirag.cu/
wirst du mit einem kubanischem Monatslohn nichtmal ein Heftpflaster aufgelegt bekommen.
> "Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker." - Che Guevara
Er war anerkanntermaßen ein kaltblütiger Killer, hat aus politischen Motiven bürgerliche Familienväter auch eigenhändig hingerichtet 6 hinrichten lassen – zu hunderten.
Glückwunsch zu deinem naiven Weltbild, in Kuba würdest du abseits der Propagandaveranstaltungen eine Trachtprügel für dein Statement bekommen.
Freiheit statt Apple schrieb:
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> Haha.
> Dass Platanas, der olle Apple-Troll, sich hier für das lächerliche Embargo
> unserer massenmordenden U.S.-"Verbündeten"
ich stelle mir gerade bildlich vor, wie du den schrägen Jungs in der Bronx oder den erzreligiösen im Bible-Belt von Angesicht zu Angesicht klarmachst, dass Sie Massenmörder sind – und Freiheit statt Apple …
>…einsetzt, passt mal wieder wie
> die Faust aufs Auge.
> Vielleicht solltest du dich drüben für die Army freiwillig melden. Hab
> gehört, die verteilen gratis iPods an ihr Kanonenfutter.
Ich nehme an, du hast dich schon freiwillig bei der Piratenpartei angemeldet, träumst davon grundversorgt nicht mehr beim ISO-Image-saugen durch ABM-Laubrechenarbeiten behelligt zu werden. Wir wissen was Leute wie ihr unter Freiheit versteht – meistens nicht viel mehr als Straffreiheit oder frei von Pflichten.
Ihr schiebt nur deshalb so einen Hass auf Apple, weil diese Firma bewiesen hat, dass der Vertrieb von bezahltem Content funktioniert und eure Ausreden wie ein Schaffner entwertet hat.
Wie gut seid ihr eigentlich informiert?
Keine Sau muss in Kuba Hunger leiden.
Im Nachbarsstaat Haiiti - US-amerikanischer Lieblingsstaat - schaut es anders aus. In den USA zum Teil aus nicht viel anders, wenn man nicht im Knast landet und dort dann bei Brot und Wasser für deren Industrie zum Hungerlohn schuften darf.
Die Menschen in Kuba krisieren sogar öffentlich ihre Regierung, wissen aber dass das amerikanische Dauerembargo dafür Hauptverantwortlich ist, aber auch seine Vorteile hat -> Obst und Gemüse oder Lebensmittel überhaupt gesünder ohne Zulieferung der US-Pharma-Industrie ;)
Dafür machen die Ami's aber Geschäfte mit nachweislich menschenverachtenden Regimen wie das in China, wo 6000 bis 8000 Hinrichtungen jährilich die Regel sind und politische Kritik nicht erwünscht ist. Ach ja... unsere geliebten Computer kommen ja auch von den Menschen aus China, die Freude und nach dem Motto "Arbeit macht Frei" aus den Fenstern springen ;)
Habt ihr immer noch nicht verstanden wo die eigentlichen Arschlöcher der Weltgemeinschaft ihren Stammsitz haben? Dort wo Kriegspolitik, Einschüchterungen und Unterdrückung völlig "independent" nach deren "freedom" wirken dürfen.
Platanas schrieb:
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> hier freuen sich die satten Wohlstandsbürger naiv & rührselig, wenn dem
> bösen Paypal eins ausgewischt wird, in Kuba hingegen nagt man weiterhin am
> Hungertuch und muß erneut jede Hoffnung auf internationale Solidarität
> aufgegeben, welche das unmenschliche Castro-Regime endlich zur Aufgabe
> zwingen könnte.
>
> Manchmal könnte man schon fast glauben, dass einige einschlägige Ideologen
> und Feierabend-Feinde unserer freiheitlichen Grundordnung sich daran
> ergötzen, wenn das schon im Koma liegende Sozialismus-Experiment immer
> wieder zu kurzem Aufleben stimuliert wird, indem man die leidenden Kubaner
> mit feistem Grinsen hinter dem Schauglas betrachten kann – bequem aus
> der Perspektive des gesättigten und gelangweilten Wohlstandsbürgers mit
> "sozialer" Ader.
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In Anbetracht dieses kranken Spinners aus Norwegen habe ich meinem Hasen die Schrotflinte wieder weggenommen.
die verhungern auch ohne Embaro ;)
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In Anbetracht dieses kranken Spinners aus Norwegen habe ich meinem Hasen die Schrotflinte wieder weggenommen.
Platanas schrieb:
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>
> Das ist ein Fehlschluß, den fast jede Blockade, jedes Embargo wurde immer
> wieder von auf Eigennutz bedachten Ländern unterlaufen. Gerade bei Kuba
> wäre durch die Insellage ein wirklich strikt durchgehaltnes und damit
> wirksames Embargo problemlos möglich.
> Nach kurzem Schmerz wären die armen Kubaner endlich befreit.
Entschuldige bitte meine blöde Frage: aber wer hat dir ins Hirn geschissen?
Dir geht es sicherlich nicht um die Menschen dort und deine Lebensweisheiten kannste gerne für Dich behalten.
Ich kenne Unternehmer die schon dort waren und dort keinerlei Widerstand oder unmenschlichkeit gespürt haben. Einzig aber von der Tatsache berichten mussten dass es den Menschen aufgrund der Haltung der US-Regierung - sind ja in erster Linie dort die konservativen schon mehrehe rechts einzuordnenten Republikaner - ann allem Fehl was bei uns selbst verständlich ist.
Würde es nicht Staaten geben denen dieses rechtsradikale Verhalten der US-Regierung am Arsch vorbei geht, dann würden die Menschen dort so leiden wie in Staaten wie Haiiti, die übrigens nicht unter einem Embargo leiden und trotzdem nichts haben, abgesehen von ca. 2% der Bevölkerung.
China ist übrigens auch ein Regime und dort werden nachweislich - von Kuba ist nämlich nichts davon wirklich bekannt und ich habe auch nichts in der Art davon erfahren - Menschen aufgrund ihrer politischen Haltung hingerichtet. Das scheint den SCheinheiligen USA aber nicht so wichtig zu sein. Auch nicht als der Ostblock sich als Feind verabschiedete und diese dort anfingen Geschäfte mit dem Regime zu machen.
Selbiges trifft im Übrigen auch auf die Haltung unserer Regierung und Gaddafi zu. Deshalb auch deren Zurückhaltung.
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In Anbetracht dieses kranken Spinners aus Norwegen habe ich meinem Hasen die Schrotflinte wieder weggenommen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.09.11 06:21 durch firehorse.
Platanas schrieb:
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> Wahrscheinlich bist du auch der Meinung, die Opfer der vorangehenden
> europäischen Diktaturen haben selbst über ihr Schicksal entscheiden und "es
> so gewollt"?
Welche "Diktaturen" meinst du denn?
irata schrieb:
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> Welche "Diktaturen" meinst du denn?
Hast wohl in der "Schule" nicht richtig aufgepasst. Geschichtsunterricht 9./10. Klasse? Klingelt da was?
Auch aus Sicht der Kubaner dürfte es deutlich schlimmere "Diktaturen" geben, als Kuba.
Das Schlimmste unter dem Kuba leidet, ist das Embargo und nicht die Staatsform oder Castro (1+2). Und ohne Nuklearwaffen ist Kuba, im Gegensatz zu ehemals Westeuropa>Ostblock auch keine Gefahr für die USA.
Bildung, Medizinische Versorgung sind sogar heute, trotz Embargo, noch vorbildlich. Nicht nur im Vergleich mit dem fast nicht mehr exisiterenden Ostblock, auch im Vergleich zu totalitären Staaten und sogar (oder erst recht) den westlichen "freien" und demokratischen Ländern. Auch was Meinungsfreiheit etc. angeht wurde von Raoul Castro in vielen Punkten für Cubanische Verhältnlisse mehr Toleranz ermöglicht. Für Cuba besteht tatsächlich die Change eines friedlichen Wandels. Und wenn dies langsamer von Statten ginge, aber nicht wie in der ehemaligen Sovjetunion oder aber auch dem Irak und anderen Staaten auf Kosten des Volkes ginge, wäre dies ein akzeptabler Preis. Das heutige Russland und auch der heutige Irak sind auf jeden Fall keine Beispiele für Länder in denen es heute besser ist als frühr unter Saddam oder der Vorgorbatscho-Ära. Ok, es herrscht in beiden Staaten relative Meinungsfreiheit. Aber das ist auch schon alles. Und wenn es bei uns mit 1Eurojobber, Altersarmut, Bildungsnotstand, den Einschnitten im Gesundheitssystem, Zeitarbeitsfirmen, Vollbeschäftigung ohne adäquate Entlohnung, der Versorgung von Alten, Dementen und Behinderten so weitergeht, dann dürfte auch für uns absehbar sein, bis wann wir einen Regierungschef a la Castro oder Saddam als das geringere Übel ansehen würden. Meinungsfreiheit kann einen vollen Bauch, Gesundheitsversorgung die man sich nicht mit Verzicht auch nur niedrigster Wohlstandskriterien, Altersversorgung die ohne Selbsaufgabe stattfindet, einen kleinen Wohlstand auch für Menschen in Berufen mit "niedrigen" Ansprüchen, nicht kompensieren.
Und mit welchem Recht mischen sich andere Länder in die Angelegenheiten eine Landes ein? Müssen wir unsere "Demokratie" jedem aufs Auge drücken?
Schlecht geht es denen in erster Linie wegen des Embargos.
---
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