Ein Feldtest an der Uni zeigte jedoch, dass die Masse zur direkten Demokratie unfähig und viel zu labil ist!
Es kommen recht abstruse und radikale Mehrheits-Entscheidungen heraus!
Die derzeitige Politik ist zwar auch handlungsunfähig, aber die breite Masse ist merkwürdigerweise nicht in der Lage, mit dieser ihr gegebenen Freiheit sinnvoll umzugehen.
Eine Partei muss abstimmen.
Und wenn man die Basis fragt, wäre eine Kreis-Chefin nicht aus ihrer Partei heraus... worden, nur weil sie fragte, ob man den Landesfürsten nicht demokratischer bestimmen könnte, als im Hinterzimmer beim xxxx-Bier und xxxx-Wurst.
Diskussionen und "Umfragen" sind sinnig. Man muss es halt ordentlich organisieren. Und Populismus wird man immer haben.
Aber vielleicht möchten die meisten Piraten ja, das Musiker und Urheber entlohnt werden und "nur" die Verwerter kleinere Brötchen backen müssen.
Bei etablierten Parteien muss man die Hand heben, wie es einem vorgegeben wird. Heiner Geisler: "Mir wurde gesagt: Wenn Du noch mal Dein Gewissen entscheiden lässt, kannst Du Dich bei der nächsten Wahl von Deinem Gewissen (auf die sichere Landesliste ist wohl gemeint [Anm.]) aufstellen lassen.".
Man muss verfassungsfeindliche Forderungen auch gleich gar nicht erst zur Wahl stellen.
Man darf Rowdies usw. keine Plattform bieten. Dazu könnten ermüdende Langtext-Diskussionen usw. möglichst entfallen sondern diffuser z.b. point-based diskutiert werden.
Das beste Beispiel liefert der letzte OpenStreetMap-Golem-News-Artikel wo Leute durch Diskussionen mit "Trollen" weichgekocht werden, bis sie keine Lust mehr haben und das Projekt verlassen oder z.B. Features nicht einbauen wollen. (Weitgedehnte Interpretation des News-Textes).
Die Leute müssen konditioniert werden, KONSTRUKTIV Probleme zu lösen. Und mit anständigen Leuten geht das. Der Rest kann Hooligan werden oder sonstwo pöbeln gehen.
Wenn einer behauptet, die Regenmenge hätte sich verdoppelt oder die Straßentoten oder Diebstähle oder sonstwas, muss er Belege liefern. Sonst muss das als "unbewiesen" !glasklar! markiert werden.
usw.
Das interessante ist ja, ob die Piraten das erste (größere oder überhaupt) Forum liefern, wo Konstruktivität sich auszahlt und man nicht von den Klassen-Idioten als Streber verkloppt wird oder halt im Forum Gewalt angedroht bekommt.
Die Ideen für Konstruktivität sind da. Werden die Piraten sie etablieren oder sich dem klassischen Machthaber-Forentum, Diskussions-Kontrolle anschliessen... wo man nur verbietet und deleted ?
Wir werden sehen... .
Die anderen Foren müssen dann hoffentlich nachziehen oder aufgeben... . Obwohl sie schon seit dem Usenet Konstruktivität besser mal hätten fördern sollen, anstatt den Machthabern in die Hände zu spielen.
Das ist auch normal. In unserem Land werden die Mensche mit ****-TV und hohen Steuern nach dem Motto "Zuckerbrot und Peitsche" auf Sparflamme gehalten. Kein Geld für private Weiterbildung und so landen viele vor der Glotze um dort populitisch und dummdoof "umerzogen" zu werden.
Natürlich wird eine derart degenerierte Gesellschaft erst lernen müssen was es heißt, wirklich mitzubestimmen. Ich kann mir vorstellen, dass z.B. eine Diskussion "Todesstrafe für Kinderschänder" ein recht klares Ergebnis bringt. Die Frage ist dann eben die Umsetzung. Man kann nicht jeden Verdächtigen hinrichten, aber wenn das Volk diese entscheidung trifft, dann muss über die Umsetzung zumindest mal ernsthaft nachgedacht werden.
Es gibt in Deutschland viel zu wenig direkte Demokratie. Es muss ja nicht schwarz und weiß sein - eine passende Graustufe wäre mir aber schon ganz lieb.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.10 16:34 durch sh (golem.de).
> Es gibt in Deutschland viel zu wenig direkte Demokratie. Es muss ja nicht schwarz und weiß sein - eine passende Graustufe wäre mir aber schon ganz lieb.
> 1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.10 16:34 durch sh (golem.de).
Was wurde denn daran editiert? o.O
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