Vllt. bin ich auch falsch informiert, aber sollte die GEMA nicht Geld einehmen, damit ein Teil davon an die Künstler geht, deren Musik gespielt wird, damit diese quasi nicht umsonst gearbeitet und geschaffen haben?
Wenn also Bruce Springsteen(o.ä.) PERSÖNLICH auftritt, was hat dann die GEMA da verloren?
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Ich zitiere mal aus einem Telepolis Artikel:
"Wenn ein Künstler auf einem von ihm selbst veranstalteten Konzert seine eigene Musik spielt, so muss er die Gebühren für seine eigene Musik an die GEMA abführen und bekommt - im besten Fall - seine Gebühren, abzüglich der Verwaltungskosten der GEMA, zurück. Dieser "beste Fall" tritt jedoch eher selten auf. Wenn der Künstler beispielsweise ein Konzert in einem angemieteten Raum veranstaltet, zahlt er im Voraus eine Abgabe, die sich nach der Größe des Raumes und dem Eintrittspreis richtet. Kommen zu wenig Besucher zu seinem Konzert, kann es sein, dass er mehr an die GEMA abführen muss, als er insgesamt einnimmt."
http://www.heise.de/tp/artikel/30/30586/1.html
Kranker Mist.
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Tja, als hätte ich es nicht gewusst...
Deutschland ist wirklich auf einem sehr, sehr interessanten Weg....
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AuchDabei schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Tja, als hätte ich es nicht gewusst...
>
> Deutschland ist wirklich auf einem sehr, sehr interessanten Weg....
Seit vielen Jahren sogar, solange es den meisten am Podex vorbei geht wird sich auch nicht viel ändern.
Aber um so mehr sich das Web2.0 ausbreitet umso öfters scheint es Kritik in solchen Bereichen zu hageln. Zum Glück.
Ich würde immer noch gerne wissen warum ein solches unternehmen so viel Freiheiten vom Staat zugesprochen bekommt aber gerade mal Einnahmen und Gehälter veröffentlichen braucht.
Mir fehlt leider zu oft eine kritische Berichtserstattung gegen über der GEMA in den öffentlichen Medien, da würden endlich mehr Bürger aufstehen und sehen was für Schwachsinnigkeiten sich dahinter verstecken.
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AdmiralAckbar schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> AuchDabei schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> Ich würde immer noch gerne wissen warum ein solches unternehmen so viel
> Freiheiten vom Staat zugesprochen bekommt aber gerade mal Einnahmen und
> Gehälter veröffentlichen braucht.
Tja, es ist wie immer in der deutschen Politik: gute, einflussreiche Lobby = viel Einfluss auf politische Entscheidungen, keine Lobby = du kannst bleiben, wo der Mond nicht hin scheint. Abgesehen davon haben wir hier ein engmaschiges Netz von "Korruption", die man nur deshalb nicht so nennen darf, weil die Protagonisten beider Seiten gelernt haben, haarscharf an der Grenze zur Illegalität zu operieren. Was dann wiederum dazu führt, dass keine Politik im Interesse der Menschen gemacht wird, sondern reine Klientel- und Konzernpolitik. Ob es sich um (schwarze) Parteispenden handelt oder um nette Pöstchen nach Ausscheiden aus dem Polittheater oder um gut honorierte "Beratertätigkeiten" im Amt oder um Finanzgeschäfte, die mal eben "unten durch geschoben" werden, dieses Land bzw. unsere Volksvertreter sind teilweise bis in die Haarspitzen korrupt. Man darf es offiziell eben nur nicht so nennen. Warum wohl hat Deutschland, neben Saudi Arabien und Syrien, das Anti-Korruptionsabkommen der UNO nicht ratifiziert?
Etwas weit her geholt, musste aber mal raus.
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Alte Hippe schrieb:
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> Ich zitiere mal aus einem Telepolis Artikel:
>
> "Wenn ein Künstler auf einem von ihm selbst veranstalteten Konzert seine
> eigene Musik spielt, so muss er die Gebühren für seine eigene Musik an die
> GEMA abführen und bekommt - im besten Fall - seine Gebühren, abzüglich der
> Verwaltungskosten der GEMA, zurück. Dieser "beste Fall" tritt jedoch eher
> selten auf. Wenn der Künstler beispielsweise ein Konzert in einem
> angemieteten Raum veranstaltet, zahlt er im Voraus eine Abgabe, die sich
> nach der Größe des Raumes und dem Eintrittspreis richtet. Kommen zu wenig
> Besucher zu seinem Konzert, kann es sein, dass er mehr an die GEMA abführen
> muss, als er insgesamt einnimmt."
>
> www.heise.de
>
> Kranker Mist.
Danke!
Ist schon ziemlich krank, dass der Künstler Geld an die GEMA überweisen muss, die GEMA dann Verwaltungskosten abzieht und den Rest dem Künstler im besten Falle zurück gibt. Das ist doch erstklassige deutsche Bürokratie. Der Künstler kosten für eine unnötige Geld-Rundreise zahlen. Wahrscheinlich mit einer Bearbeitungszeit von 3 Monaten.
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Es gilt die Gema-Vermutung, wann immer es im die öffentlich-Machung von Musik geht. Wurde eben erst wieder gerichtlich bestätigt:
http://www.golem.de/news/anonyme-veroeffentlichungen-gema-gewinnt-gegen-musikpiraten-1208-94117.html
Abgesehen davon haben die anderen Poster das schon erklärt, dass Springsteen - eventuell erst nach einem Jahr - einen Teil der Gema-Gebühren ausgezahlt bekommt, steht auch im verlinkten Originalinterview bei Oxmox.
Nico Ernst
Redaktion Golem.de
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JURISTEN
Überall stecken Juristen mit drin und kassieren ab.
Das Problem an diesem Berufsstand: Er musste sich niemals selbst rechtfertigen für seine Verbrechen, weil diese ja Gesetz waren. Und gedient hat dieses Dreckspack bvisher unter jedem Regime.
Man nenne mir eine Epoche wo die nicht daran beteiligt waren.
Wer genau hinschaut wird feststellen dass keine Gewaltenteilung gibt und wenn diese hauptsächlich von denen besetzt wird.
PS: Es mag Ausnahmen unter denen geben, aber das sind auch dort Minderheiten.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.08.12 22:17 durch firehorse.
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firehorse schrieb:
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> JURISTEN
>
> Überall stecken Juristen mit drin und kassieren ab.
Juristen? Ich bin mir nicht sicher, ob die nun das eigentliche Problem darstellen. Klar, wenn Juristen aus Konzernen und Großbanken an Gesetzen stricken, die sie selbst bzw. die Institute, für die sie arbeiten, betreffen, dann darf man sich über einige unserer Gesetze nicht wundern. Ist schon oft genug passiert. Oder wenn die Merkel den Tietmeyer als Chef der Finanzmarkt-Kommission vorschlägt (war 2008, glaube ich), dann kann man nur noch den Kopf schütteln. Hintergrund: die Finanzmarkt-Kommission soll, nach der Erfahrung, die wir mit dem Finanzcrash gemacht haben und immer noch machen, die internationalen Finanzmärkte reformieren und stabilisieren, um sie so krisensicherer zu machen. Tietmeyer war aber zu diesem Zeitpunkt Aufsichtsratsmitglied bei der Hypo Real Estate, also einer der Banken, der ein nicht unerhebliches Mitverschulden an der Krise angelastet wird. Ist das nur instinktlos oder einfach nur blöde? Oder, was ich für wahrscheinlicher halte, wurde hier nach dem Prinzip "eine Hand wäscht die andere" verfahren? Gut, nach Protesten hat Tietmeyer seine Bereitschaft, den Posten zu übernehmen, zurück genommen. Aber da kann man mal sehen, wie diese Pöstchenschieberei in der Politik funktioniert. Da steckt ein großes Netzwerk aus Politik und Wirtschaft hinter. Legalisierte Korruption eben.
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Naja, also, dass die GEMA Gebühren nur für den "Hauptact" anfallen stimmt ja auch nicht so ganz.
Zum einen läuft zwischen den Acts Musik die im Regelfall von keiner der Bands ist. Außerdem wie ist es denn auch bei Coverversionen die man spielt? Die GEMA Gebühren gehen doch an den Komponisten, und bei einem Cover ist man ja nicht selber der Komponist (oder ist das jetzt auch irgendwie total verwurstelt, damit kein Mensch mehr durchblickt).
Also, dass da GEMA Gebühren macht schon Sinn, egal erst ein mal was die GEMA damit veranstaltet. Über die Höhe und wie mit dem Geld dann umgegangen wird, ist natürlich eine komplett andere Frage...
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AuchDabei schrieb:
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> Vllt. bin ich auch falsch informiert, aber sollte die GEMA nicht Geld
> einehmen, damit ein Teil davon an die Künstler geht, deren Musik gespielt
> wird, damit diese quasi nicht umsonst gearbeitet und geschaffen haben?
>
> Wenn also Bruce Springsteen(o.ä.) PERSÖNLICH auftritt, was hat dann die
> GEMA da verloren?
Marek Lieberberg zahlt direkt (in Form von Gage) Bruce Sprinsgteen dafür, dass er dort auf der Bühne steht und spielt. Er bezahlt also den "Interpreten" Bruce Springsteen direkt. Völlig unabhägnig davon aber zahlt er an den "Komponisten und Textdichter" Bruce Springsteen ebenfalls aus, nur geht dieses Geld den Umweg über die Verwertungsgesellschaften.
Immer dann, wenn geschützte Musik öffentlich aufgeführt wird, muss der Verantwortlihe dieer AUfführung (Veranstalter) an die GEMA zahlen (die das dann hoffentlich an die Urherber weiterleiten). Es ist dabei völlig egal, von wem diese geschützten Werke beim Konzert gespielt werden. Hab es hier auch schon geschrieben:
http://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/marek-lieberberg-konzert-von-bruce-springsteen-bringt-gema-150.000-euro/wofuer/66322,3092956,3093212,read.html#msg-3093212
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Also ich habe nach den Kommentaren hier das Gefühl das wir immer mehr DDR Reloaded werden.
Da konnte auch jeder Politer und Öffentliches Amt machen was es wollte.
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