Denn hier wird ein Generalverdacht impliziert. Das darf nicht geschehen.
Auf der anderen Seite muss aber auch die Beweislast verlagert werden. Denn wie kann man die "Kenntnis" über zivilrechtlich verfolgbare Daten nachweisen? Das ist sicher kein leichtes Unterfangen. Handlungsbedarf besteht, wie der Fall "Megaupload" und die schiere Dreistigkeit, welche dahinter steckt, aufziegt. Und dass Filehoster blauäugig ihren Dienst aufnehmen, darf zumindest angezweifelt werden. Hier den richtigen Ton zu finden, ist zumindest ien Drahtseilakt. Die Übernahme einer noch zu formulierenden Verantwortung ist aber unbestritten ... :)
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Its Time to think. More Different ...
die filehoster haben bisher jede datei, von deren unrechtmäßigkeitsie kenntnis bekommen haben, von den servern genommen und die entsprechenden accounts gesperrt(steht so in allen agb)...genauso ist auch megaupload verfahren(zumindest offiziell)...dies kann der anwalt aber nur beweisen, wenn die daten jetzt nicht gelöscht werden...und dies möchten die beteiligten ermittlungsbehörden und rechteverweser natürlich möglichst verhindern...hier soll ganz klar ein exempel statuiert werden...und das nur, weil den ermittlungsbehörden der aufwand die wirklichen kriminellen(uploader von illegalem content) zu ermitteln zu hoch erscheint...
ich muß aber ehrlich zugeben, daß es mit kim schmitz angesichts der vorgeschichte wohl keinen falschen erwischt hat...
Rulf schrieb:
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> die filehoster haben bisher jede datei, von deren unrechtmäßigkeitsie
> kenntnis bekommen haben, von den servern genommen und die entsprechenden
> accounts gesperrt(steht so in allen agb)...genauso ist auch megaupload
> verfahren(zumindest offiziell)...
Soviel ich weiss, hat Megaupload doppelte Uploads erkannt und nur einmal gespeichert, aber für jeden Upload eine separate URL generiert. Wenn Megaupload von der Unrechtmässigkeit einer URL Kenntnis erlangt hat, dann wurde diese eine URL gelöscht, aber alle anderen URLs, die auf haargenau die gleiche Datei gezeigt haben, nicht. D.h. hier hat Megaupload sehr wohl wissentlich illegalen Content auf seinen Servern belassen.
der generalverdacht ist logisch begründet. es gibt keine sinnvolle begründung dafür, warum die entsprechenden hoster in größerem umfang legal genutzt werden sollten.
wenn dies beweisbar ist, dann haben die sicher ein problem...
Otto d.O. schrieb:
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>
> Soviel ich weiss, hat Megaupload doppelte Uploads erkannt und nur einmal
> gespeichert, aber für jeden Upload eine separate URL generiert
Das nennt sich Data-Deduplication und wird überall eingesetzt, wo es um die Speicherung großer Dateimengen geht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Data-Deduplication
Und wenn sie Megauplod wirklich dafür verknacken, dass sie intelligente Speicher-Algorithmen einsetzen, dann speichern die Hoster in Zukunft eben doppelte Dateien wieder doppelt.
Pseudo-Problem gelöst.
BarryO schrieb:
------------------------------------------------------------------------
> Das nennt sich Data-Deduplication und wird überall eingesetzt, wo es um die
> Speicherung großer Dateimengen geht.
>
> de.wikipedia.org
>
> Und wenn sie Megauplod wirklich dafür verknacken, dass sie intelligente
> Speicher-Algorithmen einsetzen, dann speichern die Hoster in Zukunft eben
> doppelte Dateien wieder doppelt.
>
> Pseudo-Problem gelöst.
Du hast das Problem nicht verstanden.
In. Diesem Fall soll eben nicht der Link auf die Datei. Sondern die Datei selbst und alle darauf verweisende links geloescht werden. Das schließt darauf duplication nicht aus.
BarryO schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Und wenn sie Megauplod wirklich dafür verknacken, dass sie intelligente
> Speicher-Algorithmen einsetzen,....
nein, wohl eher weil sie absichtlich nur die links un nit die daten gelöscht haben. dadurch haben sie wissentlich illegalen content auf ihren servern gehostet.
das system zur belohnung von uploadern find ich auch relativ grenzwertig, aber ein generalverdacht deswegen? auf keinen fall!
fratze123 schrieb:
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> der generalverdacht ist logisch begründet. es gibt keine sinnvolle
> begründung dafür, warum die entsprechenden hoster in größerem umfang legal
> genutzt werden sollten.
Filehoster sind auch nur ne Art Cloud.
Was meinst du wieviele Mods, Programme, Patches und sonstige große Dateien usw. über Filehoster verteilt werden? Das sind dann eben Dinge die nicht nur für EINE Person bestimmt sind und die auch nicht nach 30 Tagen wieder gelöscht werden sollen.
Kann sich ja nicht jeder mal eben nen Server leisten, über den Gigabytes pro Tag gezogen werden können.
Und zurück in die P2P-Steinzeit will ich auch nicht unbedingt, wenn ich mal nen Mod ziehen will...
NadineMüller schrieb:
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> BarryO schrieb:
> ------------------------------------------------------------------------
> > Das nennt sich Data-Deduplication und wird überall eingesetzt, wo es um die
> > Speicherung großer Dateimengen geht.
> >
> > http://de.wikipedia.org/wiki/Data-Deduplication
> >
> > Und wenn sie Megauplod wirklich dafür verknacken, dass sie intelligente
> > Speicher-Algorithmen einsetzen, dann speichern die Hoster in Zukunft eben
> > doppelte Dateien wieder doppelt.
> >
> > Pseudo-Problem gelöst.
>
> Du hast das Problem nicht verstanden.
> In. Diesem Fall soll eben nicht der Link auf die Datei. Sondern die Datei
> selbst und alle darauf verweisende links geloescht werden. Das schließt
> darauf duplication nicht aus.
Ähm doch, das tut es. Bei Data-Deduplication wird bei Löschung einer Datei nämlich nur der Link entfernt und nicht die Nutzdaten an sich.
Denn es könnte sich bei den anderen Kopien zum Beispiel um legale Privatkopien handeln, deren URLs nicht veröffentlicht wurden. Deren Speicherung auf Sharehostern hat das OLG Düsseldorf bereits im Fall RapidShare erlaubt.
Abgesehen davon werden die Sharehoster im schlimmsten Fall dann wie gesagt einfach in Zukunft auf Data-Deduplication verzichten und ein wenig mehr in Speicherplatz investieren.
Der Effekt ist der gleiche: URL wird gemeldet, URL wird gesperrt, während andere Kopien unter anderer URL weiterhin abrufbar sind (falls man die URL kennt).
Aber die Rechteinhaber dürfen dann die Befriedigung erfahren, dass diesmal auch intern der "Löschen" Befehl auf die Nutzdaten angewendet wird (weil diese ja dann mehrfach gespeichert werden).
Dann kann auch nicht mehr gemeckert werden, dass eben "nicht wirklich der Lösch-Befehl ausgeführt wurde"...
4 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.12 13:37 durch BarryO.
cry88 schrieb:
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> BarryO schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Und wenn sie Megauplod wirklich dafür verknacken, dass sie intelligente
> > Speicher-Algorithmen einsetzen,....
>
> nein, wohl eher weil sie absichtlich nur die links un nit die daten
> gelöscht haben. dadurch haben sie wissentlich illegalen content auf ihren
> servern gehostet.
>
Solange die einzelnen Links nicht veröffentlicht werden, kann man ganz legal urheberrechtlich geschützte Inhalte auf Sharehostern speichern und zu privaten Zwecken verwenden. Das hat das OLG Düsseldorf bereits im Fall RapidShare bestätigt. Und nur weil irgendwer <seinen> Link illegal veröffentlicht, muss das mit den anderen Links noch lange nicht genauso passiert sein.
fratze123 schrieb:
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> der generalverdacht ist logisch begründet. es gibt keine sinnvolle
> begründung dafür, warum die entsprechenden hoster in größerem umfang legal
> genutzt werden sollten.
"Ich überblicke meinen Teller und jenseits des Tellerrands gibt es nichts und hat es nie etwas zu geben"...
Nur weil du keine legale Anwendung für Filehoster kennst/nutzt müssen es die anderen Milliarden Internetnutzer nicht auch.
Patches, Demos, Eigenproduktionen lassen sich doch geradezu ideal über solche Hoster vertreiben... nicht jeder kann sich eine eigene Infrastruktur mit entsprechende Bandbreite leisten, die dann 90% der Zeit (wenn es gerade nichts aktuelles gibt) auch noch ungenutzt vor sich hin dümpelt.
BarryO schrieb:
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> Denn es könnte sich bei den anderen Kopien zum Beispiel um legale
> Privatkopien handeln, deren URLs nicht veröffentlicht wurden. Deren
> Speicherung auf Sharehostern hat das OLG Düsseldorf bereits im Fall
> RapidShare erlaubt.
Nun, der Shareholder wird ja wohl wissen, wie die Zugriffsrechte für diese weiteren Kopien sind. Und wenn er ein Bonus-Programm betreibt, dann weiss er auch haargenau, wie oft die runtergeladen wurden. Da einfach die Augen zuzukneifen und zu sagen "geht mich nix an, dass jemand seine legale Privatkopie von Star Wars 6 innerhalb von 48 Stunden von 125000 Accounts legal runtergeladen hat" ist aus meiner Sicht nicht akzeptabel.
cry88 schrieb:
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> nein, wohl eher weil sie absichtlich nur die links un nit die daten
> gelöscht haben. dadurch haben sie wissentlich illegalen content auf ihren
> servern gehostet.
>
Kein Content ist illegal! Illegal kann höchstens die Verbreitung sein, aber auch nur unter bestimmten Bedingungen. Diesselbe Datei kann unter URL X ein legales und unter URL Y ein illegales Angebot sein. That's Urheberrecht, Baby.
> das system zur belohnung von uploadern find ich auch relativ grenzwertig,
> aber ein generalverdacht deswegen? auf keinen fall!
Wieso sollte man den ersten Uploader des neuesten Blender-Films nicht belohnen?
Wieso Generalverdacht?
Es wird ja nur bei Verstössen des Urheberrechts etwas unternommen.
Der Unterschied ist dann halt, dass sie sich selbst darum kümmern müssen ob die Sachen die auf deren Server liegen auch korrekt sind, sofern sie die Uploader finanziell unterstützen und nicht wie bisher einfach alles in Kauf nehmen können solange keiner was sagt.
Finde ich nicht verkehrt.
SoniX schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Wieso Generalverdacht?
>
> Es wird ja nur bei Verstössen des Urheberrechts etwas unternommen.
Oder bei vermeintlichen Verstößen.
> Der Unterschied ist dann halt, dass sie sich selbst darum kümmern müssen ob
> die Sachen die auf deren Server liegen auch korrekt sind, sofern sie die
> Uploader finanziell unterstützen und nicht wie bisher einfach alles in Kauf
> nehmen können solange keiner was sagt.
>
> Finde ich nicht verkehrt.
Es wäre für die Hoster aber ein unkalkulierbares Risiko, da sie *jeden* Upload daruafhin untersuchen müssten, ob dieser irgendwo irgendwie urheberrechtliches Zeug enthält. Wie der Hoster das z.B. bei verschlüsselten Dateien bewerkstelligen soll, ist auch völlig unklar.
Dem Missbrauch wäre damit auch Tür und Tor geöffnet.
Gruß
Tantalus
___________________________
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
Tantalus schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> SoniX schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> > Der Unterschied ist dann halt, dass sie sich selbst darum kümmern müssen ob
> > die Sachen die auf deren Server liegen auch korrekt sind, sofern sie die
> > Uploader finanziell unterstützen und nicht wie bisher einfach alles in Kauf
> > nehmen können solange keiner was sagt.
> >
> > Finde ich nicht verkehrt.
>
> Es wäre für die Hoster aber ein unkalkulierbares Risiko, da sie *jeden*
> Upload daruafhin untersuchen müssten, ob dieser irgendwo irgendwie
> urheberrechtliches Zeug enthält. Wie der Hoster das z.B. bei
> verschlüsselten Dateien bewerkstelligen soll, ist auch völlig unklar.
> Dem Missbrauch wäre damit auch Tür und Tor geöffnet.
Also ausgerechnet Sharehoster, die Uploader für das Beschaffen besonders beliebter Inhalte auch noch bezahlen, mit einem "dem Missbrauch wäre damit Tür und Tor geöffnet" in Schutz nehmen zu wollen, halte ich in diesem Kontext jetzt mal für... gewagt.
Hmm, auch das dürfte dünnes Eis sein. Es gibt keinen illegalen Content, nur illegale Verwendung. Wenn ein Rechteinhaber eine bestimmte URL meldet, muss nicht automatisch jeder Link davon "illegal" sein. Da gibts zum einen noch die Privatkopie, zum anderen könnte ja auch der Rechteinhaber selbst dort Sachen lagern, vielleicht gelten Urheberrechte nicht in jedem Land, oder zumindestens nicht gleich (z.B. 70 Jahre nach Ableben), usw..
Also kurz, Dededup unterlassen dürfte keine Strraftat sein, aber wenn Kim erstmal an den Freund USA ausgeliefert ist, machen die notfalls ein rückwirkendes Gesetz dafür.
Als sie die Sharehoster geholt haben, hab ich das befürwortet;
Ich war ja kein Sharehoster.
Als sie die User mit Massenabmahnungen in den Ruin trieben, hab ich nichts gesagt;
Ich hab ja nichts illegales runtergeladen.
Als sie zentrale Kontrolle der Inhalte wollten, hatte ich nichts dagegen;
Ich hab ja nichts zu verbergen.
Als sie Gesetze schufen um Internet-Anschlüsse zu sperren, hab ich mich gefreut;
Endlich ein paar Trolle weniger bei Golem.
Als es Internetzugang nur noch mit Führungszeugnis gab, hat mich das nicht gestört;
Meins war sauber.
Als auf einmal viele kritische/politische Blogs verschwanden, hab ich das gar nicht bemerkt;
Ich las ja nur IT-News für Profis.
Als Golem wegen sinkenden Werbeeinnahmen geschlossen hat, bin ich zu Heise gegangen;
Die Nachrichten sind eh alle gleich.
Als auf Facebook Kommentare durch Moderatoren freigeschaltet werden mussten, hab ich mich auch gefreut;
Endlich schützt mich jemand vor unbedachten Äuserungen.
Als auch Heise dicht machte, hab ich auf Spiegel die Techniknews gelesen;
Hauptsache irgendwo, mir doch wurscht.
Als auf allen Newsseiten Werbeartikel für ein neues staatliches Informationsorgan erschienen, hab ich meinen Werbefilter angepasst;
Bestimmt nur eine neue Spamwelle.
Als Spiegel, tagesschau und selbst Bild alle gleich aussahen, hab ich mich kurz gewundert;
Sicher nur eine Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit.
Als sie dann die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als ich mich informieren wollte, was da los ist, gabs nur noch Informationen vom neuen staatlichen Informationsorgan.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
Frei nach Martin Niemöller
Vollhorst schrieb:
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> Hmm, auch das dürfte dünnes Eis sein. Es gibt keinen illegalen Content, nur
> illegale Verwendung. Wenn ein Rechteinhaber eine bestimmte URL meldet, muss
> nicht automatisch jeder Link davon "illegal" sein. Da gibts zum einen noch
> die Privatkopie, zum anderen könnte ja auch der Rechteinhaber selbst dort
> Sachen lagern, vielleicht gelten Urheberrechte nicht in jedem Land, oder
> zumindestens nicht gleich (z.B. 70 Jahre nach Ableben), usw..
>
> Also kurz, Dededup unterlassen dürfte keine Strraftat sein, aber wenn Kim
> erstmal an den Freund USA ausgeliefert ist, machen die notfalls ein
> rückwirkendes Gesetz dafür.
es gibt durchaus auch illegalen content...ich meine hier den eher unappetitlichen bereich...und wenn jeder drauf zugreifen kann(weil zb die url verbreitet wurde) und sogar noch cracks oder serials dabei liegen, dann möchte ich den rechtsverdreher auf der erde sehen, der hier noch von sicherungskopien redet...
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