An diesem Beispiel sieht man mal wieder, wie teuer die GPL ist.
Und man sieht gleichzeitig, dass der Microsoft-Programmierer sich entweder nicht um Urheberrechte geschert hat (die GPL muss man schließlich wie jede andere Lizenz auch beachten) oder offenbar nicht wusste, dass die Gängel-GPL viel zu restriktiv ist, um sie wirklich frei verwenden zu können.
Hier im Forum habe ich deshalb auch schon von VIELEN GPL-Fürsprechern Ansichten gelesen, die von einem ganz klar falschen Verständnis ihrer vermeintlichen "Lieblingslizenz" zeugen.
Ich fordere Programmierer dazu auf, ihre Kollegen (denn sie trifft es vor allem) nicht weiter künstlich Steine in den Weg zu legen, indem sie sich nicht dieser Gängel-Praxis zu unterwerfen, sondern Lizenzen zu wählen, die viel freier sind als es die GPL je sein kann und damit den Programmierern zu ermöglichen, die Software freier verwenden zu können.
Ein Blick auf die Liste der Lizenzen ohne Copyleft genügt. Daraus ergibt sich gleichzeitig der Vorteil, dass diese Lizenzen viel einfacher zu lesen (da kürzer) sind und somit auch mehr Rechtssicherheit schaffen.
Liste der Lizenzen:
http://www.ifross.de/ifross_html/lizenzcenter.html
Beispiel für eine sehr kurze und verständliche Lizenz, die deutlich freier als die GPL ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/BSD-Lizenz
Das ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen, die GPL hat definitiv ihre Daseinsberechtigung. Es wird verhindert, dass irgendein BWLer unmodifizierten Sourcecode im Internet findet, darum sein schickes Firmenlogo schmückt und es dann verkauft - ohne, dass der ursprüngliche Programmierer je Geld gesehen hat.
> die Gängel-GPL viel zu restriktiv ist, um sie wirklich frei verwenden zu können.
GPL sorgt dafür, dass freier Quellcode auch frei bleibt. Wenn man mit GPL-Code Geld verdienen will - und das ist eines der Hauptunterschiede ggü. den meisten anderen Lizenzen - muss man das auf andere Art und Weise machen, als seinen proprietären Kram zu verkaufen. Frag mal z.B. Red Hat, die verdienen ihr Geld großteils durch Supportverträge...
Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass es jetzt klar wäre, wie Microsoft es geschafft hat Windows 7 in so "kurzer" Zeit so gut hinzukriegen... :)
Zum Thema GPL: Wenn ich meinen Code unter der GPL veröffentliche, dann möchte ich damit in erster Linie sicherstellen, dass die Allgemeinheit eventuell von meinem Code profitiert. In zweiter Linie möchte ich damit aber auch verhindern, dass Hunz und Kunz eine Kopie mit leicht angepasstem UI als neues Produkt verkauft und damit womöglich Geld auf Basis der Arbeit anderer verdient.
Ich entscheide mich deshalb bewusst für die GPL und nicht etwa BSD-Lizenz - so frei soll der Code dann noch nicht sein.
0o9i8u7z schrieb:
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> Das ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen, die GPL hat definitiv ihre
> Daseinsberechtigung. Es wird verhindert, dass irgendein BWLer
> unmodifizierten Sourcecode im Internet findet, darum sein schickes
> Firmenlogo schmückt und es dann verkauft - ohne, dass der ursprüngliche
> Programmierer je Geld gesehen hat.
Die GPL verhindert viel, aber davor schützt es nicht. Der Herr BWLer muss nur sagen, dass es ein GPL Werk ist und den Quellcode bei Bedarf rausrücken (als CD, Download o.ä.).
0o9i8u7z schrieb:
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> Das ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen, die GPL hat definitiv ihre
> Daseinsberechtigung. Es wird verhindert, dass irgendein BWLer
> unmodifizierten Sourcecode im Internet findet, darum sein schickes
> Firmenlogo schmückt und es dann verkauft - ohne, dass der ursprüngliche
> Programmierer je Geld gesehen hat.
Das ist Quark. Solange der BWLer die GPL einhält, kann sein Firmenlogo dranklatschen und das Zeug auch verkaufen so oft er denn will.
GPL-Hasser Nr. 908710913427 schrieb:
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> Und man sieht gleichzeitig, dass der Microsoft-Programmierer sich entweder
> nicht um Urheberrechte geschert hat (die GPL muss man schließlich wie jede
> andere Lizenz auch beachten) oder offenbar nicht wusste, dass die
> Gängel-GPL viel zu restriktiv ist, um sie wirklich frei verwenden zu
> können.
Klar, schönes Beispiel ist UltraEdit. Die verwenden wxWidget, zahlen vermutlich keinen Cent dafür, verlangen aber die dicke Kohle. Ein echter Gewinn für OpenSource.
Ritter von NI schrieb:
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> GPL-Hasser Nr. 908710913427 schrieb:
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> -----
> > Und man sieht gleichzeitig, dass der Microsoft-Programmierer sich
> entweder
> > nicht um Urheberrechte geschert hat (die GPL muss man schließlich wie
> jede
> > andere Lizenz auch beachten) oder offenbar nicht wusste, dass die
> > Gängel-GPL viel zu restriktiv ist, um sie wirklich frei verwenden zu
> > können.
>
> Klar, schönes Beispiel ist UltraEdit. Die verwenden wxWidget, zahlen
> vermutlich keinen Cent dafür, verlangen aber die dicke Kohle. Ein echter
> Gewinn für OpenSource.
WxWidgets steht unter einer leicht geänderten LGPL also ist schon ok was sie tun.
GPL-Hasser Nr. 908710913427 schrieb:
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> [das Übliche]
Welche Steine legen dir deine GPL verwendenden "Kollegen" denn in den Weg?
Wenn dich jemand zur Freibierparty einlädt, dafür aber verlangt, daß du saubere Klamotten anhast und dich anständig benimmst, jammerst du dann auch das der böse Veranstalter dir Steine in den Weg legt?
Murks_ schrieb:
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> GPL-Hasser Nr. 908710913427 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> >
>
> Welche Steine legen dir deine GPL verwendenden "Kollegen" denn in den Weg?
>
> Wenn dich jemand zur Freibierparty einlädt, dafür aber verlangt, daß du
> saubere Klamotten anhast und dich anständig benimmst, jammerst du dann auch
> das der böse Veranstalter dir Steine in den Weg legt?
LOL das ist mal der schlechteste und unpassendste vergleich den ich in meinem gelesen habe.
Der passt ja an überhaupt keine stelle. Oder schreibt mir die GPL auch vor welche IDE is zu benutzen habe, damit ich einen bestimmten GPL Text für mich nutzen darf?
Versuch das bitte nochmal mit einem echten vergleich.
Murks_ schrieb:
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> Das ist Quark. Solange der BWLer die GPL einhält, kann sein Firmenlogo
> dranklatschen und das Zeug auch verkaufen so oft er denn will.
OK, ich habs nicht genauer ausgeführt: Wenn man GPL-Software noch mit zusätzlicher prop. Software "verheiratet", kann das für den BWLer schön blöde Folgen haben... Stichwort Linksys und iptables...
nille02 schrieb:
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> WxWidgets steht unter einer leicht geänderten LGPL also ist schon ok was
> sie tun.
Ich weiß. Wer seine Arbeit freiwillig verschenkt muss das selber wissen. Aber generell zu fordern, dass das alle machen sollen, finde ich zum kotzen.
Die GPL legt dir keine Steine in den Weg. Wenn du die Vereinbarungen/Steine nicht ein gehen möchtest, dann reicht es aus den GPL-Code nicht zu verwenden. Du legst dir den Stein höchstens selbst in den Weg, indem du den Code verwenden willst, aber die Vereinbarungen nicht akzeptieren möchtest.
Kredo schrieb:
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> Die GPL legt dir keine Steine in den Weg. Wenn du die Vereinbarungen/Steine
> nicht ein gehen möchtest, dann reicht es aus den GPL-Code nicht zu
> verwenden. Du legst dir den Stein höchstens selbst in den Weg, indem du den
> Code verwenden willst, aber die Vereinbarungen nicht akzeptieren möchtest.
Genau so ist es. Die meiste Software steht unter einer Lizenz, nach der Du den Quellcode weder einsehen noch verwenden darfst. Die GPL erlaubt freie Veränderungen, freie Weitergabe und kommerzielle Nutzung. Die einzige Bedingung ist, das der weitergegeben Code wieder unter der GPL stehen muß, damit auch andere von diesesn Freiheiten profitieren können. Wenn Dir das nicht past, schreib Dir deine Software selbst, oder nimm halt code, der unter einer anderen Lizenz steht. Aber schreib niemanden vor, dir seine Code zu schenken.
In dem Beispiel hier sieht man doch auch grade den Vorteil der GPL. Stände der Code unter einer BSD Lizenz, wäre alle Änderungen nur für das MS tool verfübar gewesen, so profitieren alle davon. Ganz davon abgesehen, das es unfair erscheint, wenn MS die Lorbeeren alleine einstreicht, dafür das sie zu 99% bestehendem Code noch 1% neuen hinzugefügt haben.
Naja, ihr müsst das verstehen. Es gibt halt Menschen, die zu faul sind, selbst etwas zu leisten, aber Geld verdienen wollen. Denen wäre es am liebsten, alles stünde unter der BSD
> Das ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen, die GPL hat definitiv ihre Daseinsberechtigung. Es wird verhindert, dass irgendein BWLer unmodifizierten Sourcecode im Internet findet, darum sein schickes Firmenlogo schmückt und es dann verkauft - ohne, dass der ursprüngliche Programmierer je Geld gesehen hat.
>> die Gängel-GPL viel zu restriktiv ist, um sie wirklich frei verwenden zu können.
> GPL sorgt dafür, dass freier Quellcode auch frei bleibt. Wenn man mit GPL-Code Geld verdienen will - und das ist eines der Hauptunterschiede ggü. den meisten anderen Lizenzen - muss man das auf andere Art und Weise machen, als seinen proprietären Kram zu verkaufen. Frag mal z.B. Red Hat, die verdienen ihr Geld großteils durch Supportverträge...
Wenn ich damit nix verdienen kann, soll auch kein anderer damit was verdienen! Passiert oft genug das irgendein Arsch mit deiner Idee Mörderkohle macht und du siehst nicht einen einzigen Cent davon!
___
Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
Die LMA Lizens (Leck mich am A*** Lizens) denn nur so ist gewährleistet das ich weiterhin Code klauen kann ohne dafür belangt zu werden. Deshalb hasse ich auch die GPL, die lässt mich nichts klauen und das macht mich traurig. Ausserdem habe ich eine traumatige erfahrung mit der GPL gemacht, so ein Linuxer hat mit mal seinen GPL Code auf Papier in meinen Hintern geschoben danach konnte ich nicht mehr sitzen.
Fakes erkennt man oft schon an ihrer Rechtschreibung.
Der Kaiser! schrieb:
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> Wenn ich damit nix verdienen kann, soll auch kein anderer damit was
> verdienen! Passiert oft genug das irgendein Arsch mit deiner Idee
> Mörderkohle macht und du siehst nicht einen einzigen Cent davon!
Der Vergleich ist so nicht richtig. Du darfst gerne irgendeine schon existente Software nachbauen, du solltest dir halt vorher nicht den Quellcode der existenten Software ansehen^^.
@GPL-Hasser: Es gibt tatsächlich eine sog. "do what the f*** you want license":
http://sam.zoy.org/wtfpl/
@GPL-Hasser: schreibt doch selbst Code und stellt ihn unter die WTFPL, dann macht ihr die Welt halt wieder ein Stück besser
GPL-Hasser Nr. 908710913427 schrieb:
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> An diesem Beispiel sieht man mal wieder, wie teuer die GPL ist.
Und was hindert dich daran auf den "Urheber" des Quellcodes zuzugehen und ihm Geld für seine Leistung anzubieten?
Nein, das will man natürlich auch nicht. Ihr wollt einfach nur von der Leistung anderer Schmarotzen und nichts zurückgeben. So sieht es nämlich aus. Deswegen ist die GPL, wie sie ist, und das ist auch gut so.
Elendes ****!!!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.11.09 15:11 durch sh (golem.de).
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