Wie kann sie da diesen Daten-Amok-Terror in Form der Gesundheitskarte zulassen?
"Daten-Amok-Terror" ? Au backe
Daten-Amok-Terror? Was ist falsch daran, seine Krankheitsgeschichte auf einer Karte zu speichern? Ich bin jedenfalls sehr dafür. Ich habe leider eine recht komplizierte und lange Krankheits-Vorgeschichte und es nervt mich tierisch, dass ich bei jedem Arzt- oder Krankenhausbesuch alles von vorne erzählen muss. Das braucht Zeit, ist fehleranfällig und einfach völlig überflüssig. Die Daten vom Hausarzt etc. übermitteln zu lassen geht auch nicht immer so schnell wie gewünscht. Könnte ich dem Arzt einfach meine elektronische Gesundheitskarte in die Hand drücken, damit er sofort weiß, was ich hatte, was untersucht wurde, welche Befunde es gibt usw. würde ich das sehr begrüßen.
el3ktro schrieb:
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> Daten-Amok-Terror? Was ist falsch daran, seine Krankheitsgeschichte auf
> einer Karte zu speichern? Ich bin jedenfalls sehr dafür. Ich habe leider
> eine recht komplizierte und lange Krankheits-Vorgeschichte und es nervt
> mich tierisch, dass ich bei jedem Arzt- oder Krankenhausbesuch alles von
> vorne erzählen muss. Das braucht Zeit, ist fehleranfällig und einfach
> völlig überflüssig. Die Daten vom Hausarzt etc. übermitteln zu lassen geht
> auch nicht immer so schnell wie gewünscht. Könnte ich dem Arzt einfach
> meine elektronische Gesundheitskarte in die Hand drücken, damit er sofort
> weiß, was ich hatte, was untersucht wurde, welche Befunde es gibt usw.
> würde ich das sehr begrüßen.
Und wenn er dir aufgrund einer Diagnose eines Unerfahrenen Arztes eine falsche Therapie verpasst, nach dem Motto: Steht ja auf der Karte.
Das Problem ist aber, (bin leider mit meiner Krankheitsgeschichte auch immer wieder beim Arzt) dass selbst Ärzte die einen regelmäßig behandeln oft die eigenen Befunde sowieso nicht lesen. Egal wo sie sind (z. B. in ihren eigene Akten/Computersystemen). Ich habe auch immer alle Arztbriefe dabei. Oft kennen die Ärzte nicht den Inhalt der von ihnen selbst erstellen Briefe...
Es gibt natürlich auch andere.
el3ktro schrieb:
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> Daten-Amok-Terror? Was ist falsch daran, seine Krankheitsgeschichte auf
> einer Karte zu speichern? Ich bin jedenfalls sehr dafür.
Schön, dass wenigstens einer bescheid weiß. Alle anderen meinen nämlich, dass die Patientendaten auf irgendwelchen Serverfarmen abgelegt werden und die Karte nur der Zugriffsschlüssel dafür ist. Und wenn jemand das System nicht begreift oder sich keine PIN mehr merken kann, dann soll der Arzt diesen Part übernehmen.
Zum Glück gibt es dich und die S-FDP
Wie schon erwähnt, werden auf der Karte keine Diagnosen gespeichert. Dafür ist auch zuwenig Platz.
Die Karte ist der Schlüssel für irgendeinen Datensatz, der auf irgendeinem Server liegt.
Und irgendein Hacker freut sich dann sicher auch, wenn er die Server-Farm knackt und Deine lange Krankheitsgeschichte in allen Details an Versicherungskonzerne und Co. weiterverkaufen kann.
Schon komisch, jeder Arzt mit dem ich bis jetzt gesprochen habe, ist gegen die Karte. Erstens ist sie ein enormer Mehraufwand, zweitens entbindet sie nicht von einer erneuten, unabhängigen Diagnose und drittens ist es einfach unverantwortlich, enorm sensible Daten von zig Millionen Menschen zentral zu speichern.
Schöne neue Welt...mal ganz davon zu schweigen, dass die Kosten welches dieses unnötige System verursacht absolut indiskutabel sind. Das Geld könnte man im bestehenden Gesundheitssystem wesentlich effektiver einsetzen.
Mag ja sein, aber was hat das mit der Gesundheitskarte zu tun? Ob ein Arzt seine eigenen Befunde auf dem von dir mitgebrachten oder in seinen Akten verstauten Arztbrief nicht liest, oder ob er seinen eigenen auf der Gesundheitskarte gespeicherten Befund nicht liest, macht doch keinen Unterschied ...
Na und schon heute liegt meine gesamte Krankheitsgeschichte auf irgend einem Server der Uniklinik Köln und einiger anderer Kliniken.
Du kannst diese Daten natürlich auch alle löschen lassen und bewahrst dir deine Krankheitsgeschichte nur persönlich in deiner Wohnung auf. Du musst sie dann halt jedes mal mitnehmen wenn du wieder krank bist. Im Notfall hat dann nur der behandelnde Arzt keine Ahnung ob du evtl. irgendwelche Vorerkrankungen hast, die er beachten muss. Ich darf z.B. wegen meines Kreislaufs ein bestimmtes Medikament nicht bekommen. Das könnte tödlich sein. Wenn mir bei einem Unfall mal etwas passiert und der behandelnde Arzt kommt auf die Idee, mir genau dieses Medikament zu spritzen, dann wird das ziemlich kritisch für mich. Deswegen würde ich eine Karte, auf der dies und andere Gesundheitsdaten von mir gespeichert sind, doch sehr begrüßen.
Leute, wir leben in einer elektronischen, automatisierten, vernetzten Welt. Natürlich birgt das Risiken, aber es hat auch sehr viele Vorteile. Selbstverständlich muss alles technisch mögliche getan werden, um die Privatsphäre zu schützen, aber ganz darauf verzichten ist sicher nicht die zweitbeste Lösung.
el3ktro schrieb:
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> Du kannst diese Daten natürlich auch alle löschen lassen und bewahrst dir
> deine Krankheitsgeschichte nur persönlich in deiner Wohnung auf. Du musst
> sie dann halt jedes mal mitnehmen wenn du wieder krank bist.
Falsch. Zumindest bei Röntgenuntersuchungen *müssen* diese 10 Jahre, und bei Strahlentherapie 30 Jahre vom behandelnden Arzt(!) aufbewahrt werden und bei Aufforderung in angemessener Zeit verfügbar sein.
Und ich denke, das dieses auch bei anderen Ärzten in ähnlicher Form geschehen muss. Da kannst du zwar fordern das es gelöscht wird, und der Arzt sagt dir vielleicht sogar das er das macht, aber er *muss* es aufbewahren.
el3ktro schrieb:
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> Daten-Amok-Terror? Was ist falsch daran, seine Krankheitsgeschichte auf
> einer Karte zu speichern? Ich bin jedenfalls sehr dafür. Ich habe leider
> eine recht komplizierte und lange Krankheits-Vorgeschichte und es nervt
> mich tierisch, dass ich bei jedem Arzt- oder Krankenhausbesuch alles von
> vorne erzählen muss. Das braucht Zeit, ist fehleranfällig und einfach
> völlig überflüssig. Die Daten vom Hausarzt etc. übermitteln zu lassen geht
> auch nicht immer so schnell wie gewünscht. Könnte ich dem Arzt einfach
> meine elektronische Gesundheitskarte in die Hand drücken, damit er sofort
> weiß, was ich hatte, was untersucht wurde, welche Befunde es gibt usw.
> würde ich das sehr begrüßen.
Demnächst wird dein Arbeitgeber sich für deine ach-so-tolle "Gesundheitskarte"(was für ein Neusprechbeispiel) mehr als dein Hausarzt interessieren. Mal sehen was du dann uns hier singst.
Orwell schrieb:
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> Und irgendein Hacker freut sich dann sicher auch, wenn er die Server-Farm
> knackt und Deine lange Krankheitsgeschichte in allen Details an
> Versicherungskonzerne und Co. weiterverkaufen kann.
>
Für die, die es noch nicht verstanden haben - es geht hier dabei genau darum, dass die Kontrolle über diese Daten jederzeit in andere Hände geraten kann. Versicherer machen dann nur ihre tolle Lobbyarbeit, kaufen ein Paar Politiker und schon verfügen sie über alle Daten ganz ohne Gesetzesübertretung. Es ist schon jetzt nicht ausgeschlossen, dass hinter dieser "Reform" Pharmaindustrie und Versicherungen stecken.
ps: ich weiß das ganze kling wie Verschwörungstheorie. aber eh! wer hätte vor ein paar Jahren einem geglaubt, dass die Steuerzahler mit Milliarden die Banke retten werden müssen? oder, dass es in ganz Europa wieder Zensur geben wird?
die Wahlen sind gelaufen und die Karte ist außerdem ein Produkt der SPD Ulla. Also hat die FDP überhaupt nichts damit zu tun. Ist doch ganz einfach oder :)
Ich habe mir ja mal die Mühe gemacht, bei der Krankenkasse nachzufragen, was denn mit den Daten passiert, wenn meine Karte kaputt ist, denn dann sei ja auch der Schlüssel kaputt und die Daten (wie Röntgenbilder und andere Diagnosen) wären dann nicht mehr entschlüsselbar also auch kaputt.
Die Antwort:"Mit DIESER Karte, die jetzt kommt, wird es wohl nicht mit der zentralen elektornischen Speicherung von Krankheitsdaten, wenn dann vielleicht in 10 oder 15 Jahren. Das einzige, was noch zusätzlich in der nächsten Zeit (also auch jetzt noch nicht) hinzukommt, sind Rezepte, aber das wars dann auch schon!"
Also wozu die Aufregung?
KK
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