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  1. Frage

    Autor blablub 20.12.10 - 13:17

    Also das man Kinder vor Gewaltspielen/-videos schützen will, das sehe ich noch ein (Nachahmumg, etc).

    Aber wieso sollten Kinder keine nackten Menschen beim ausüben ihrer körperlichen Liebe sehen? Das habe ich noch nie verstanden, wieso Sex auf eine (teils gar höhere) Stufe als Gewalt gestellt wird.

    Sex haben die meisten Jugendlichen heute eh schon spätestens mit 15. Die wissen, wie das geht und was man da so machen kann. Also werden die auch keine Probleme damit haben, andere dabei zu sehen.

    Da sollte man lieber mehr und früher aufklären (Krankheiten, Verhütung) statt irgndwas zu zensieren.

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  2. Re: Frage

    Autor Bobo 20.12.10 - 13:31

    Pornographie ist sehr facettenreich und manche Aspekte davon können Kinder sicherlich nicht richtig einschätzen. Es geht ja teilweise in Richtung Gewalt, Erniedrigung, Folter.

    Wie sollen Kinder verstehen warum sich Erwachsene das antun?

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  3. Re: Frage

    Autor narf 20.12.10 - 13:33

    >Also werden die auch keine Probleme damit haben, andere dabei zu sehen.

    aja, du bist psychologe und weisst daher wie sich pornographie auf kinder auswirkt? abgesehen mal davon, wenn du dein kind erst in der 9. klasse ans internet lassen willst, muss ich dir leider sagen das du fern ab der realität lebst. hier gehts um kinder und nicht um jugendliche. aber korrekt ist: die zensur muss client seitig erfolgen, und nicht netzseitig. es wäre als regierung verantwortungsvoll, die provider anzuweisen, die "zensur" auf den ausgelieferten routerboxen möglich zu machen, wie das ja heute auch schon geht mit einem filter den man selbst konfiguriert, nur das dieser filter schon vom provider konfiguriert und ständig geupdated wird. DAS wäre ein echter gewinn für eltern, die nicht in der lage sind solche filter selbst zu verwalten, und das sind nun mal geschätzte 95%.

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  4. Re: Frage

    Autor blablub 20.12.10 - 13:42

    Wie sollen Kindern verstehen, dass sich Menschen im Krieg erschießen? Bitte zensiert die Nachrichten! Oder wie?
    Wenn ein Kind auf Gewaltpornos stößt, dann sollte man ihm erklären, was es da gerade gesehen. Zudem ist es auch heute immer noch so, dass man schon explizit nach sowas suchen muss. Einfach so stößt niemand auf Pornos im Internet. Schon gar nicht auf Gewaltpornos. Und wenn ein Kind danach SUCHT, dann WILL das Kind das ja sehen.

    Ein Kind KANN verstehen, woher die Babys kommen.
    Ein Kind KANN verstehen, warum man kuschelt (das tun Kinder selber gern).
    Also KANN ein Kind auch verstehen, das man beides kombinieren kann (beim Kuscheln Babys machen).

    Deswegen sage ich: lieber aufklären; die Eltern unterstützen; die Kinder erziehen

    Aber bitte nicht zensieren!

    Aber ich versteh schon: zensieren ist einfacher (Knopfdruck), als sich Mühe zu geben (nachdenken, aktiv handeln).

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  5. Re: Frage

    Autor narf 20.12.10 - 14:14

    >Wie sollen Kindern verstehen, dass sich Menschen im Krieg erschießen? Bitte zensiert die Nachrichten! Oder wie?
    allerdings zensiere ich für mein sagen wir 5 jähriges kind nachrichten, in denen zu sehen ist wie jemand erschossen wird!

    >Wenn ein Kind auf Gewaltpornos stößt, dann sollte man ihm erklären, was es da gerade gesehen.

    sofern es bereits in der lage ist, dies zu verstehen. ein 5 jähriges kind ist das mmn. eher nicht und diese meinung wird offensichtlich von sehr vielen menschen geteilt.

    >Einfach so stößt niemand auf Pornos im Internet.

    aja! na dann gib doch mal bitte bei google "cock" ein (weil hier gehts ja um grossbritannien), was bekanntermassen die wortwörtliche übersetzung von "hahn" ist. in wie vielen kinderbüchern kommt ein hahn vor? dein kind gibt das bei google ein und klickt auf images... stell mal bei dir safe search bei google aus (was ja nix anderes als eine zensur ist) und dann klick da mal drauf.

    >Und wenn ein Kind danach SUCHT, dann WILL das Kind das ja sehen.

    klar, nur wenn sich mein 10 jähriges kind "frontiers" ansehen will (für mich beispiellose psychologische gewalt die kinder in dem altern nicht erfahren sollten) heisst das nicht das ICH der meinung bin das es sowas in dem alter sehen sollte... und darum VERBIETE ich das meinem kind. wovon wir hier sprechen nennt sich übrigens VERANTWORTUNG FÜR JEMANDEN ÜBERNEHMEN.

    >Aber ich versteh schon: zensieren ist einfacher (Knopfdruck), als sich Mühe zu geben (nachdenken, aktiv handeln).

    du verstehst offensichtlich nicht sehr viel, und hast hoffentlich noch keine kinder... zensur von medialen inhalten für minderjährige ist gleichbedeutend mit nachdenken und aktiv handeln. das dies nur so lange stattfinden darf bis eine person volljährig ist und deshalb eine staatlich angeordnete zensur für volljährige in jeder hinsicht abzulehnen ist hat damit nichts zu tun.

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  6. Re: Frage

    Autor samsoni 20.12.10 - 14:42

    narf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Wie sollen Kindern verstehen, dass sich Menschen im Krieg erschießen?
    > Bitte zensiert die Nachrichten! Oder wie?
    > allerdings zensiere ich für mein sagen wir 5 jähriges kind nachrichten, in
    > denen zu sehen ist wie jemand erschossen wird!

    du hast ein kind in die welt gesetzt und bist dafür verantwortlich. sowas nennt sich erziehung.

    > >Wenn ein Kind auf Gewaltpornos stößt, dann sollte man ihm erklären, was es
    > da gerade gesehen.
    >
    > sofern es bereits in der lage ist, dies zu verstehen. ein 5 jähriges kind
    > ist das mmn. eher nicht und diese meinung wird offensichtlich von sehr
    > vielen menschen geteilt.

    warum sollte ein fünfjähriges kind unbeaufsichtigt (!) medien konsumieren können? DU hast die verantwortung, nicht der staat!

    > >Einfach so stößt niemand auf Pornos im Internet.
    >
    > aja! na dann gib doch mal bitte bei google "cock" ein (weil hier gehts ja
    > um grossbritannien), was bekanntermassen die wortwörtliche übersetzung von
    > "hahn" ist. in wie vielen kinderbüchern kommt ein hahn vor? dein kind gibt
    > das bei google ein und klickt auf images... stell mal bei dir safe search
    > bei google aus (was ja nix anderes als eine zensur ist) und dann klick da
    > mal drauf.

    nochmal: erzieh dein kind, und wenn es deiner auffassung nach zu jung für bestimmte dinge ist, dann setz dich gefälligst daneben, um ggf. eingreifen zu können.

    > >Und wenn ein Kind danach SUCHT, dann WILL das Kind das ja sehen.
    >
    > klar, nur wenn sich mein 10 jähriges kind "frontiers" ansehen will (für
    > mich beispiellose psychologische gewalt die kinder in dem altern nicht
    > erfahren sollten) heisst das nicht das ICH der meinung bin das es sowas in
    > dem alter sehen sollte... und darum VERBIETE ich das meinem kind. wovon wir
    > hier sprechen nennt sich übrigens VERANTWORTUNG FÜR JEMANDEN ÜBERNEHMEN.

    korrekt. das ist was komplett anderes als zensur.

    > >Aber ich versteh schon: zensieren ist einfacher (Knopfdruck), als sich
    > Mühe zu geben (nachdenken, aktiv handeln).
    >
    > du verstehst offensichtlich nicht sehr viel, und hast hoffentlich noch
    > keine kinder... zensur von medialen inhalten für minderjährige ist
    > gleichbedeutend mit nachdenken und aktiv handeln. das dies nur so lange
    > stattfinden darf bis eine person volljährig ist und deshalb eine staatlich
    > angeordnete zensur für volljährige in jeder hinsicht abzulehnen ist hat
    > damit nichts zu tun.

    wie wahr.

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  7. Re: Frage

    Autor narf 20.12.10 - 15:13

    >warum sollte ein fünfjähriges kind unbeaufsichtigt (!) medien konsumieren können? DU hast die verantwortung, nicht der staat!

    allerdings! 100% zustimmung. aber wenn ich aus technischen gründen nicht in der lage bin, diese verantwortung zu übernehmen, und wie gesagt, ich bin mir sicher 95% der lieben eltern SIND NICHT QUALIFIZIERT dazu in der lage, halte ich es für gut wenn mir wie in dem fall ein ISP diese verantwortung teilweise! abnehmen kann, bzw. der verantwortung viel besser gerecht werden kann (durch relgelmässige updates der filter z.b.). das ändert nichts daran das ich dies kontrolliere so gut es geht.

    was ich geliefert habe war ein beispiel, das gleiche könnte ich auch mit einem suchbegriff für 10 jährige kinder machen, bzw hab ich ja getan mit "frontiers" - und auch du lügst wenn du mir erzählen willst das du immer neben deinem 10 jährigen kind sitzt (also 4. schulklasse...) wenn dieses im internet surft. zumal ich das nebenbei nicht für richtig erachten würde, genauso wie du deinem 10 jährigen kind nicht beim spielen in der stadt oder im wald hinterher rennst, auch wenn es dort evtl. im garagenhof nebenan fixernadeln finden oder im wald vom baum fallen könnte.

    >nochmal: erzieh dein kind, und wenn es deiner auffassung nach zu jung für bestimmte dinge ist, dann setz dich gefälligst daneben, um ggf. eingreifen zu können.

    das ist, und das muss ich dir kaum erklären, ab einem gewissen alter nicht mehr möglich, oder willst du deine sagen wir 13 jährige tochter und ihre 2 freundinnen beim surfen im internet 2 stunden lang beaufsichtigen? wohl kaum. das willst du nicht und das kannst du auch nicht wenn du einen 8h job hast, von anderen arbeitszeiten mal ganz zu schweigen, und deine tochter mit ihren 2 freundinnen nachmittags allein zu hause schulaufgaben erledigt und dazu "das internet" benutzt.

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  8. Re: Frage

    Autor BenLiet 20.12.10 - 15:25

    Google ist dein Freund.
    Da wirst du genug Informationen finden, warum Kinder sich keine Pornos anschauen sollten. Pornos sind keine Aufklärung.

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  9. Re: Frage

    Autor Gumbachachmal 20.12.10 - 15:46

    Ich glaube mit unbeaufsichtigt war persönlich danebensitzen gemeint.

    "...deine sagen wir 13 jährige tochter und ihre 2 freundinnen beim surfen im internet 2 stunden lang beaufsichtigen..."
    Antwort: Ja

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  10. Re: Frage

    Autor samsoni 20.12.10 - 15:56

    narf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >warum sollte ein fünfjähriges kind unbeaufsichtigt (!) medien konsumieren
    > können? DU hast die verantwortung, nicht der staat!
    >
    > allerdings! 100% zustimmung. aber wenn ich aus technischen gründen nicht in
    > der lage bin, diese verantwortung zu übernehmen, und wie gesagt, ich bin
    > mir sicher 95% der lieben eltern SIND NICHT QUALIFIZIERT dazu in der lage,
    > halte ich es für gut wenn mir wie in dem fall ein ISP diese verantwortung
    > teilweise! abnehmen kann, bzw. der verantwortung viel besser gerecht werden
    > kann (durch relgelmässige updates der filter z.b.). das ändert nichts daran
    > das ich dies kontrolliere so gut es geht.

    unterm strich ist die frage, wer die kontrolle über die filter hat. wenn ich auf clientseite zur unterstützung freiwillig einen filter einsetze, dann ist das meine entscheidung, und sowas ist in ordnung. wenn mir (und allen anderen, die nichtmal kinder haben) aber der staat vorschreiben will, an welche informationen ich herankomme und was mir besser verschwiegen wird, dann ist mir eine freiheitliche gesellschaft WESENTLICH wichtiger als temporäre erziehungprobleme in bestimmten altersstufen.

    > was ich geliefert habe war ein beispiel, das gleiche könnte ich auch mit
    > einem suchbegriff für 10 jährige kinder machen, bzw hab ich ja getan mit
    > "frontiers" - und auch du lügst wenn du mir erzählen willst das du immer
    > neben deinem 10 jährigen kind sitzt (also 4. schulklasse...) wenn dieses im
    > internet surft. zumal ich das nebenbei nicht für richtig erachten würde,
    > genauso wie du deinem 10 jährigen kind nicht beim spielen in der stadt oder
    > im wald hinterher rennst, auch wenn es dort evtl. im garagenhof nebenan
    > fixernadeln finden oder im wald vom baum fallen könnte.

    bis zu einem gewissen alter bin ich der einzige, der die chance hat, schaden von meinem kind fernzuhalten. in dieser zeit muss ich es schaffen, medienkompetenz anzuerziehen. ich möchte mein kind später nicht als stumpfen empfänger vorgekauter (und dann auch manipulativer) meinungen sehen sondern sondern als selbst-denkendes wesen, das sich aus kontroversen informationen selbst ein bild machen kann. am anfang sitze ich _immer_ neben meinem kind, wenn es im internet surft. im laufe der zeit wird das mit zunehmender erfahrung meines kindes immer weniger.

    zugegeben: die zeit wird immer knapper.

    > >nochmal: erzieh dein kind, und wenn es deiner auffassung nach zu jung für
    > bestimmte dinge ist, dann setz dich gefälligst daneben, um ggf. eingreifen
    > zu können.
    >
    > das ist, und das muss ich dir kaum erklären, ab einem gewissen alter nicht
    > mehr möglich, oder willst du deine sagen wir 13 jährige tochter und ihre 2
    > freundinnen beim surfen im internet 2 stunden lang beaufsichtigen? wohl
    > kaum. das willst du nicht und das kannst du auch nicht wenn du einen 8h job
    > hast, von anderen arbeitszeiten mal ganz zu schweigen, und deine tochter
    > mit ihren 2 freundinnen nachmittags allein zu hause schulaufgaben erledigt
    > und dazu "das internet" benutzt.

    ist-zustand. bissel bissig: warum müssen 13-jährige unbeaufsichtigt im internet surfen? weil sie "schon" 13 sind? ich würde das nicht vom alter sondern von der reife abhängig machen. medienkompetenz. meine aufgabe bleibt, ihr das anzuerziehen.

    irgendwann (wie das halt so ist beim erwachsenwerden) kommt sie dann mit kontroversen dingen in berührung - nicht nur im internet. die frage ist, wie sie damit umgeht. gebe ich ihr die mittel an die hand, das zu hinterfragen, oder sperre ich die böse, böse welt lieber weg?

    gegen ein client-filtersystem hab ich nichts, aber das muss komplett in meiner verantwortung bleiben.

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