...läuft denn das Verfahren?
Immerhin gehts hier um Dinge die nun schon mehr als 15 Jahre auf dem Buckel haben.
Dass Microsoft seinen Konkurrenten damals Stolpersteine in den Weg gelegt hattte, wissen eigentlich so ziemlich alle die sich ein wenig mit dem Thema befassen.
Ich frage mich nur warum es da erst jetzt ein Verfahren gibt.
Und egal was Microsoft nun bezahlt, damalige Verhältnisse werden dadurch nichtmehr wieder hergestellt.
Habs gefunden. Seit 2004 läuft das Verfahren.
Man merkt wiedermal, solche unfairen Praktiken machen sich bezahlt gerade bei so schnelllebigen Sachen wie der IT.
Bis da mal ein Urteil gesprochen ist, sind soviele Jahre rum, dass es keinem mehr interessiert.
Das MS-Kartell hat ja Erfahrung mit Korruption, sonst wäre es schon längst zerschlagen worden. Immerwieder krass, wie dreist sie ihr Monopol gegen die Konkurrenz einsetzen und damit auch noch durchkommen.
Klar, allerdings hätte MS auch von vornherein zu Novell sagen können: Ihr kriegt von uns überhaupt keine Unterstützung und könnt uns mal sonstwo. Wäre Novell damit dann zufrieden gewesen? Welche rechtliche Grundlage gibt es denn, dass MS sein System für andere öffnen müsste? Entwickle ich ein System, interessiert es mich einen scheiss, ob andere darauf oder dafür entwickeln können. Deshalb kann man mich nicht verklagen. Ganz so war es bei dem Fall hier zwar nicht, aber idiotisch ist es dennoch.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.11 15:17 durch Der schwarze Ritter.
Naja müssen/mussten sie eben doch.
Frag mich nicht lt. welchem Gesetz. Vll einfach nur das Monopolgesetz, vll was anderes.
Aber sie müssen/mussten die Schnittstellen offenlegen, eben damit auch Konkurrenten Software für das System entwickeln können. Die haben sie aber absichtlich zurückgehalten um in Zwischenzeit Ihr eigenes Office gut positionieren zu können. Und als sie die Spezifikationen dann endlich offengelegt hatten wars schon zu spät.
Ich denke es war das Monopolgesetz. Lt dem darf man nicht einen Markt den man beherrscht (Betriebssysteme) dazu verwenden um auf einem anderen Markt (Office) Fuss zu fassen.
Ich denke dass sie Wettbewerb einfach nicht verhindern dürfen. Siehe Samba. Auch hier mußte Microsoft wegen Monopolstellung die Spezifikationen offen legen, dass andere ihre Produkte darauf aufbauen können.
Soweit ich mich erinnere* verstieß Microsoft insofern gegen US-Kartellrecht, da ein Unternehmen sein Monopol in einem Markt nicht ausnutzen darf, um ein weiteres Monopol in einem anderen Markt aufzubauen. Und genau das hat das Unternehmen in vielen Märkten gemacht - und so wie ich es sehe, versucht es Microsoft auch heute noch immer wieder gerne.
* Das Kartellverfahren der USA und einiger US-Bundesstaaten gegen Microsoft endete 1999 oder 2000 und lief eigentlich auf die Zerschlagung des Konzerns in zwei oder drei unabhängige Unternehmen hinaus, siehe auch Standard Oil und AT&T. In dem Gerichtsverfahren wurden von Microsoft Zeugen gekauft, Beweismittel gefälscht usw. Hat ihnen zwar alles nichts geholfen, aber die Regierung unter Bush junior hat dann bei Amtsantritt "aus heiterem Himmel" alles abgeblasen.
Sehr gut gesagt :-)
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