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@Golem: Bitte um Ergänzung - siehe Begründung

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  1. @Golem: Bitte um Ergänzung - siehe Begründung

    Autor heftklammer 24.11.12 - 12:51

    Aus Artikel geht leider nicht hervor, wieso die Bitte-Um-Bestätigung-Mail eine unerlaubte Werbung gewesen sein soll. Gut, dann eben ein Blick in die Urteilsbegründung...

    Kurz zum Verfahren selbst: Die Klägerin erhielt am 20.02 eine Bitte-Um-Bestätigung-Mail OHNE ihr Einverständnis. Am 21.02. erhielt sie eine separate Bestätigungs-Mail. Dabei scheint im Verfahren unstreitig zu sein, dass der Link in der ersteren Mail geklickt wurde. Es bleibt also nur die Frage, ob die erste Mail vom 20.02. zulässig war oder nicht?

    Edith: Bezogen auf die zweite Mail enthält der Artikel also einen Fehler.

    Werbe-Mails sind, sofern das Einverständnis vorliegt, zulässig. Das Einverständnis zur Mail vom 20.02 hätte der Beklagte aber nachweisen müssen, was er nicht konnte. Es bleibt also die Frage, warum diese Mail als Werbe-Mail eingestuft wird?

    In der Urteilsbegründung wird Werbung allgemein als eine "auf Absatzförderung gerichtete Handlung" umrissen. Wenn diese OHNE Einverständnis zugesandt wird, dann stellt dieses einen "unmittelbaren Eingriff in ihren Gewerbebetrieb" und somit eine "unzumutbare Belästigung" dar; sie werden mit regulären Mails abgerufen und müssen aussortiert werden.

    Zur Begründung dafür, warum die Mail vom 20.02 jetzt als Werbe-Mail einzuordnen ist, scheint der folgende Gedankengang herhalten zu müssen: Die Hoffnung des Beklagten darauf, dass das Abonnement Bestätigt wird >> der Newsletter wird zugesandt >> der Kunde kauft darauf hin Waren/Dienstleistungen >> mehr Absatz; es werden einige Zitate aufgelistet, warum diese Einstufung zulässig sein soll. Mit angegeben wird auch ein Urteil des BGH in dem entschieden wurde, dass "auch eine E-Mail-Anfrage betreffend die Platzierung von Bannerwerbung auf der Webseite eines Fussballvereins als unzulässige Werbung" zu werten ist (Anm. meinerseits: auch nicht schlecht :-). Dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob die beanstandete Mail selbst eine Werbebotschaft enthält oder nicht; es reicht offenbar der Gedankengang bis zur Absatzförderung.

    So, jetzt kann ich verstehen, was das "Problem" ist. Ich bin mir nur noch nicht ganz im Klaren darüber, ob ich es gut oder schlecht finde...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.11.12 12:58 durch heftklammer.

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  2. Re: @Golem: Bitte um Ergänzung - siehe Begründung

    Autor crazypsycho 24.11.12 - 19:13

    Ich helfe dir mal etwas bei deiner Entscheidung ob du es gut finden solltest oder nicht.

    Findest du es gut, wenn du dich nicht mehr in irgendwelchen Portalen anmelden kannst, da diese dir keine Email zur Aktivierung schicken dürfen (da nicht beweisbar ob du dich selbst oder ein dritter dich angemeldet hast)?
    Oder von Shops nach erfolgreicher Bestellung keine Bestätigungsmail mehr erhälst, weil ja ein dritter deine Email angegeben haben könnte und du somit unaufgefordert eine Mail vom Shop erhälst? (heißt die Bestellung wird direkt an dich verschickt und du müsstest sie wieder zurücksenden).

    Also ich persönlich finde das nicht gut.

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  3. Re: @Golem: Bitte um Ergänzung - siehe Begründung

    Autor heftklammer 25.11.12 - 12:41

    Nur einmal angeommen, dass kein Anbieter eines Newsletters/Accounts eine ungefragte Anmeldung durchfürt; offensichtlich ist das ja nicht der Fall. Lässt sich dann tatsächlich keine Anmeldung mehr durchführen, ohne dass die Möglichkeit besteht jemanden mit einer ungefragten "Werbe-Mail" zu belästigen?

    Wenn eine Mail-Adresse wirklich benötigt wird, dann denke ich an folgendes: Ein User will sich irgenwo anmelden. Er besucht deshalb die Seite seiner Wahl und ruft dort ein Formular auf, in dem er seine Daten eingeben kann. Wenn alle Kriterien erfüllt sind, dann bekommt er eine temporäre Ticket-Nummer mit der Aufforderung diese an eine bestimmte Mail-Adresse des Anbieters zu schicken. Wenn die Anmelde-Mail mit der Ticket-Nummer beim Anbieter eintrifft, dann wird der Anmelde-Vorgang abgeschlossen.

    Ausser dass es eine Umstellung wäre oder ich etwas übersehen habe, dann sollte es auf diese Weise doch keine Probleme geben? Oder ist ein Copy-Und-Paste wieder zu kompliziert für Otto-Normal-User? Ließe sich Copy-Und-Paste nicht sogar vermeiden (neue Mail öffnet sich beim User)?

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  4. Re: @Golem: Bitte um Ergänzung - siehe Begründung

    Autor crazypsycho 25.11.12 - 14:04

    Erstens ist es zu kompliziert, zweitens kann man Email-Absender ohne weiteres fälschen und somit das ganze austricksen. Ist also keine Alternative zu Double-Opt-In.

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  5. Re: @Golem: Bitte um Ergänzung - siehe Begründung

    Autor heftklammer 25.11.12 - 15:16

    Gefälschte Absender-Adresse: Wie konnte ich das denn übersehen? Danke für den Hinweis.

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  6. Re: @Golem: Bitte um Ergänzung - siehe Begründung

    Autor ruamzuzler 26.11.12 - 09:05

    heftklammer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein User will sich irgenwo anmelden. Er besucht deshalb die Seite seiner
    > Wahl und ruft dort ein Formular auf, in dem er seine Daten eingeben kann.
    > Wenn alle Kriterien erfüllt sind, dann bekommt er eine temporäre
    > Ticket-Nummer mit der Aufforderung diese an eine bestimmte Mail-Adresse des
    > Anbieters zu schicken. Wenn die Anmelde-Mail mit der Ticket-Nummer beim
    > Anbieter eintrifft, dann wird der Anmelde-Vorgang abgeschlossen.
    >
    Nette Idee, sie hat nur einen Haken: Das macht dir kein Mensch.

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