Es mag ja bis zu einem gewissen Grad nützlich sein die Daten zu haben, doch ohne die API und Funktionalität des Hafas Systems von Hacon muss doch alles von Grund auf neu entwickelt werden.
Ein Algorithmus um aus den ganzen verfügbaren Daten eine ordentliche Verbindung von A nach B mit Anschlüssen und Umwegen zu berechnen schüttelt man nicht mal so eben aus dem Ärmel. Dazu fehlen Live-Informationen wie Verspätungen oder sonstige Umstände die nur die ÖBB/DB Live in ihre Datenbank pflegen kann. Wenn da wieder irgendwelche Hobbyentwickler unvollständige Bibliotheken entwickeln kommt doch auch nichts ordentliches dabei raus.
Die optimale Lösung, find ich, wäre eine saubere API (Rest, Soap, XML-RPC o.ä) die über ein angefordertes API Token lizensiert werden kann, ähnlich der Google Maps APIs. Mit einem gratis Test-Token könnten die Entwickler dann beweisen ob wirklich so tolle Apps mit den Daten entwickelt werden könnten.
Ich bin mir nur nicht sicher ob Hacon eine Freude dabei hätte, schließlich werden Apps für iOS und Android ja auch von denen verkauft. Hacon gibt die Entwickler-Doku nicht heraus da die der Meinung sind dass die Kunden selbst entscheiden müssen wie sie ihre Daten weitergeben.
Nun wurde durch dieses Projekt nicht nur der DB geschadet: http://www.hacon.de/unternehmen/referenzen/hafas/hafas-referenzen
Die Daten aller dieser Unternehmen liegen nun offen. Die Unternehmen investieren viele Gelder um die Fahrpläne zu planen, warten und anzubieten und nur weil die Daten öffentlich eingesehen werden können (Online Fahrpläne, Software, Kursbücher,..), heißt das doch lange nicht dass die Daten aufbereitet und unter einer eigenen Lizenz weitergegeben werden dürfen.
OpenStreetMap kann ja auch nicht einfach die Bilder und GeoDaten von Google Maps kopieren und weitergeben. Der Sachverhalt bei diesem hypothetischen Beispiel ist ja auch nicht so anderst. Da wäre doch jedes Unternehmen sauer wenn die hart erfassten und aufbereiteten Daten von jemandem Reverse-Engineered und dann unter fremden Namen und Lizenz weitergegeben werden. Wenn ich heute einen voll funktionstüchtigen C/C++ Decompiler entwickle, darf ich morgen auch nicht die Windows Sourcen decompilieren und unter GPL mit Namen "Doors" anbieten.
Bin wohl ein wenig abgedriftet: Was ich generell sagen wollte, die Daten mögen aus OpenData Aspekten ja ganz nett aussehen. Doch ohne ordentliche Infrastruktur bringt das nichts. Die Aussage dass die Unternehmen etwas in der Zeit stehen geblieben sind mag auf eine gewisse Art wahr sein, doch die Daten zu "übernehmen" ist doch ein Schritt zu wenig nachgedacht. Ich bin auch oft unzufrieden mit den gebotenen Services der öffentlichen Verkehrsmittel (vermeindliche Anschlüsse die nicht aufeinander Warten obwohl alle pünktlich sind, Total fehlgeplante Verbindungen,...), doch leider sind die zuständigen Instanzen für die IT und die ganze Zug-Regulierung verschieden.
Ein gutes hatte die Aktion: Der IT Abteilung der DB/ÖBB wurde mit einem Schlag ins Gesicht gezeigt dass einige Leute stark unzufrieden mit den dargebotenen Leistungen sind, und mehr wollen. Dadurch wurden sie etwas wachgerüttelt und werden hoffentlich reagieren wobei ich mit reagieren nicht meinegegen den Schlag vorzugehen, sondern sich mit der Ursache auseinanderzusetzen.
PS: Viele Aspekte meines Kommentars gehen aus eigener Meinung/Einschätzung hervor und sind nicht genauer Recherchiert.
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Daten ohne API sind - ähm Daten...
Seit wann benötigt man zum Verwenden von Daten eine API? Wenn das Datenbankschema bekannt ist, sind mir RAW Daten lieber als jede beknackte API.
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Warum sollten die Daten ausgerechnet durch eine Web-API nützlicher werden? Daten sind Daten - und mit denen kann man was machen.
Im Grunde müssten diese Daten ohnehin öffentlich, bzw. frei zugänglich sein, solange es sich um ein monopolistisches Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung handelt.
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