So was sollte sich so langsam mal ausschließen. Es sollten keine Dinge mehr standardisiert werden, die mit Patenten belegt sind!
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und wer entwickelt dann noch standards? dann werden alle wie apple in den retina macbooks :)
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razer schrieb:
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> und wer entwickelt dann noch standards?
Standards werden von Standardorganisationen entwickelt, wie z.B. ISO, IEEE, IETF, W3C, usw. Niemand zwingt Firmen Mitglied dieser Organisationen zu sein, die Mitgliedschaft ist freiwillig und kostet darüber hinaus auch noch Geld. Die Firmen sind nur deswegen dort Mitglied, um die Standards mit ihren Patenten zu vergiften. Wenn die IEEE einen neuen WLAN/WiFi Standard auf dem Markt bringen will, dann hat natürlich jede Firma Interesse daran, dass dieser Standard auf Technologien basiert, auf die sie ein Patent haben, damit jeder, der den Standard implementieren möchte, ihnen Lizenzgebühren zahlen muss. D.h. da steckt IMHO Kalkül dahinter, die Firmen wollen, dass ihre Patente durch einen Standard "verletzt" werden.
IMO sollten Standardorganisationen nur noch Standards ohne Patente veröffentlichen oder aber solche, wo der Patentinhaber sich freiwillig bereit erklärt auf alle Lizenzforderungen zu verzichten, unter der Voraussetzung, dass jemand nur versucht diesen Standard zu implementieren. D.h. er behält sein Patent und die Technik muss weiterhin lizenziert werden, wenn man sie für irgend etwas anderes als diesen Standard verwenden möchte.
/Mecki
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ne frechheit ein 802.<nummer> mit einem Patent zu beantragen! Man stelle sich vor, ein R.-PI würde wegen des scheiss Patentes 10$/¤ mehr kosten! Es ist eine Ausbeutung, und so ein Patent ist eine extrem freche Monopolausnutzung, und kein Patent auf eine seltene Innovation oder whatever...
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/mecki78 schrieb:
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>
> Standards werden von Standardorganisationen entwickelt, wie z.B. ISO, IEEE,
> IETF, W3C, usw.
Die Organisationen definieren die Standards und entwickeln sie nicht - zumindest in den meisten Fällen. Dass dort Firmen aktiv mitarbeiten ist auch sehr wichtig, da theoretisch gute aber realitätsferne Standards zwar schön aussehen sich aber nicht durchsetzen.
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Netspy schrieb:
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> Dass dort Firmen aktiv mitarbeiten ist
> auch sehr wichtig, da theoretisch gute aber realitätsferne Standards zwar
> schön aussehen sich aber nicht durchsetzen.
Ob ein Standard realitätsfremd ist oder nicht, hängt nicht davon ab, ob irgend eine Firma daran gearbeitet hat (und somit die Möglichkeit hatte ihre Patente so zu versilbern, um nicht zu sagen zu vergolden), sondern einzig von der fachlichen Qualifikation der Leute im Komitee und den Grundvoraussetzungen, die für eine Verabschiedung eines neuen Standards angelegt werden.
Niemand hindert das IEEE oder die ISO es so zu machen wie die IETF. Die Grundvoraussetzung, damit das die IETF einen Standard "durchwinkt" ist, dass es eine voll funktionierende Referenzimplementierung gibt, die diesen Standard auch wirklich in der Praxis umsetzt. Wenn du keinen Code vorzeigen kannst (muss kein Quelltext sein, ein Binary genügt), der z.B. das im Standard beschriebene Protokoll auch in der Praxis umsetzt, dann wird der Standard nicht verabschiedet. Damit wird sicher gestellt, dass nicht ein Standard verabschiedet wird, der sich nachher nicht in der Realität umsetzen lässt (oder nur mit gigantischen Aufwand). Deswegen haben die IETF Standards auch so oft optionale Funktionalität, da die Referenzimplementierung nur die zwingend erforderliche Funktionalität umsetzen muss. Das hat oft zur Folge, dass es nie eine Implementierung gibt, die alle optionale Funktionalität umsetzt, aber das ist auch nicht weiter tragisch, denn diese ist ja optional.
/Mecki
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Phreeze schrieb:
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> ne frechheit ein 802. mit einem Patent zu beantragen! Man stelle sich vor,
> ein R.-PI würde wegen des scheiss Patentes 10$/¤ mehr kosten! Es ist eine
> Ausbeutung, und so ein Patent ist eine extrem freche Monopolausnutzung, und
> kein Patent auf eine seltene Innovation oder whatever...
Frag mal beim RPI Projekt nach wie viel sie für die Lizenz des Videochips abdrücken ;)
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/mecki78 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Netspy schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Dass dort Firmen aktiv mitarbeiten ist
> > auch sehr wichtig, da theoretisch gute aber realitätsferne Standards
> zwar
> > schön aussehen sich aber nicht durchsetzen.
>
> Ob ein Standard realitätsfremd ist oder nicht, hängt nicht davon ab, ob
> irgend eine Firma daran gearbeitet hat (und somit die Möglichkeit hatte
> ihre Patente so zu versilbern, um nicht zu sagen zu vergolden), sondern
> einzig von der fachlichen Qualifikation der Leute im Komitee und den
> Grundvoraussetzungen, die für eine Verabschiedung eines neuen Standards
> angelegt werden.
>
> Niemand hindert das IEEE oder die ISO es so zu machen wie die IETF. Die
> Grundvoraussetzung, damit das die IETF einen Standard "durchwinkt" ist,
> dass es eine voll funktionierende Referenzimplementierung gibt, die diesen
> Standard auch wirklich in der Praxis umsetzt. Wenn du keinen Code vorzeigen
> kannst (muss kein Quelltext sein, ein Binary genügt), der z.B. das im
> Standard beschriebene Protokoll auch in der Praxis umsetzt, dann wird der
> Standard nicht verabschiedet. Damit wird sicher gestellt, dass nicht ein
> Standard verabschiedet wird, der sich nachher nicht in der Realität
> umsetzen lässt (oder nur mit gigantischen Aufwand). Deswegen haben die IETF
> Standards auch so oft optionale Funktionalität, da die
> Referenzimplementierung nur die zwingend erforderliche Funktionalität
> umsetzen muss. Das hat oft zur Folge, dass es nie eine Implementierung
> gibt, die alle optionale Funktionalität umsetzt, aber das ist auch nicht
> weiter tragisch, denn diese ist ja optional.
BTW: Microsoft arbeitet mit sehr viel durchtriebeneren Methoden.
Man denke nur an die ISO-Standardisierung von Microsofts Office XML. Ein 2000-Seitiges Machwerk, das fehlerhaft und unmöglich zu implementieren war.
In unzähligen Ländern war nicht einmal Zeit um sich das Papier durchzulesen und Mitglieder die für ODF tendieren wurden nicht einmal in die zu kleinen Räume gelassen "weil keine Stühle mehr vorhanden waren". Wer es bereits vergessen hat, kann sich ja die Golem-Artikel von damals heraussuchen. Sobald die richtigen Unternehmen im Spiel sind, geht es schnell in Richtung Korruption.
Microsoft ist hier kein bisschen besser. Ich hoffe sogar, dass der Richter zugunsten Motorolas entscheidet. Es wäre die beste Methode zu zeigen, dass Patente schon lange ihre Ursprungsbestimmung verloren haben. Patente sind inzwischen nur mehr Druckmittel und Lizenz zum Gelddrucken. Sie nutzen nicht den kleinen Erfindern oder Unternehmen, sondern ersticken sogar viele von diesen bereits im Keim.

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