Man nehme:
* Eine schwammig formulierte Antwort der Bundesregierung, da diese im Bereich der inneren und äußeren Sicherheit bekanntlich nicht sehr aussagewillig ist.
* Etwas Phantasie und Interpretationstalent.
* Eine Prise Salz.
Diese Zutaten gut durchrühren und zu einem markigen Artikel ausrollen. Daraus eine kernige Überschrift ausstechen und nachsalzen!
Man lasse nun das Ganze an einem warmen Ort über einige Stunden gehen und erfreue sich an der im Teig erzeugten heißen Luft!
Währenddessen bereite man die inhaltliche Füllung zu! Dazu benötigt man:
* Einen aussagewilligen Experten.
* Eine grobe Abschrift der Quelle.
Man drücke den Experten mit der Quelle zusammen, um so ein paar Worte aus dem Experten auszuquetschen. Diese lege man sorgfältig zu einem Artikel aus! Anschließend mit spitzer Feder den vorherigen Teig anstechen (Vorsicht! Implosionsgefahr) und unauffällig entsorgen!
Zurücklehnen und erfreuen, wie nun die Schlämmermäuler alle nochmals vorbeischauen werden, um sich an den weiteren Kochkünsten des Autors zu laben.
Schwierigkeitsgrad: mittel
Arbeitszeit: 1 Stunde Teig (keinesfalls zu lange aufhalten), 4-5 Stunden für die Füllung
Gutes Gelingen und guten Appetit!
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Hihi :>
Jetzt mal ernsthaft: Das hätte(!) auch was großes sein können, von daher ist es Aufgabe der Presse, dem nachzugehen. Wenn's nix ist, verschwindet es sowieso in der Senke, und in einer Woche redet keiner mehr drüber.
Und wenn Golem.de im Falle des Falles nicht darüber geschrieben hätte, hätten die Kommentatoren sich sicherlich ebenfalls wortreicher darüber beschwert.
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Du hast grundsätzlich vollkommen Recht! Ich bin Golem auch nicht böse, dass sie einen Artikel zu der kleinen Anfrage gebracht haben - ich finde das richtig und wichtig. In meinen Augen stehen in der Antwort der Bundesregierung durchaus berichtenswerte Dinge drin.
Aber wie Golem es gemacht hat, ist nicht in Ordnung. Das war billigstes Boulevardniveau ohne journalistischen Anspruch. Und das war absolut unnötig, da man durchaus auch seriös einen Artikel dazu hätte bringen können:
* Dass die Bundesregierung nur vage Aussagen macht, die inhaltlich keinerlei Festlegung bedeuten.
* Dass ein Großteil der Aussagen nur über die Geheimschutzstelle des Bundestages einsehbar ist und somit eine öffentliche Prüfung der Rechtmäßigkeit der Arbeit der Geheimdienste unmöglich ist.
* Dass die Bundesregierung nicht beziffern kann, was der Erfolg (im Bereich der inneren und äußeren Sicherheit Deutschlands) des massenhaften Scans nach Suchworten im internationalen Telekommunikationsverkehr ist.
* Dass die Bundesregierung nicht einmal weiß, welche Datenmengen sie durchsucht hat, um die Treffermengen zu generieren.
* Dass die Filter offenbar derartig unpräzise sind, dass die Bundesregierung selbst einräumt, dass sie damit 90 % Spammails einfangen (was fast schon bedingen würde, dass man das Wort "Penis" im Suchfilter hat ;-) ).
Über all das hätte man seriös und fundiert an Hand der Antworten der Bundesregierung auf die kleine Anfrage schreiben können und hätte einen tollen Artikel zur internationalen Telekommunikationsüberwachung durch den BND gehabt, mit dem man auch in ein paar Wochen noch was hätte anfangen können.
Golem dagegen interpretiert frei hinein, dass die deutschen Geheimdienste PGP knacken können, um Stunden später dann einen Artikel mit April, April! nachzuschieben - sorry, aber das ist einfach daneben und zu billig.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.12 20:01 durch Mingfu.
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So was wollte ich auch schreiben.. golem ist wirklich sowas wie die BILD des IT-Journalismus... komisch heise.de war das wohl gar keine Meldung wert..
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Für offene Standards
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samy schrieb:
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> komisch heise.de war das wohl gar keine Meldung wert..
Gerade mal nachgeschaut: Doch, gab eine Meldung, siehe [heise.de]. Und das sieht deutlich weniger aufgeregt auf und zeigt, wie es hätte seriös aussehen können.
Aber vermutlich reibt man sich bei Golem trotzdem die Hände: bei den Page-Impressions hat man bestimmt haushoch gewonnen, wenn man mal die Kommentarzahlen als Vergleich hernimmt. Die Frage ist aber, ob der Zweck die Mittel heiligt...
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Wenn man schon sowas los lässt, dann sollte man auch richtig gucken:
http://www.heise.de/security/meldung/Linksfraktion-kritisiert-Mail-Schnueffelpraxis-deutscher-Geheimdienste-1583832.html
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koelnerdom schrieb:
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> Wenn man schon sowas los lässt, dann sollte man auch richtig gucken:
> www.heise.de
Wenn ich heise und golem vergleiche macht mir Golem einen besseren Eindruck.
Vor allem werden auch Themen aufgegriffen die Interessant sind ,selbst wenn es nur Randbereiche in der IT Welt betrifft.
Ausserdem ist Heise so oder so mit Ihrer Zensiererei so manchen Heise leser ein Dorn im Auge.
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Ampel schrieb:
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> koelnerdom schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> Ausserdem ist Heise so oder so mit Ihrer Zensiererei so manchen Heise leser
> ein Dorn im Auge.
[ ] Du weist was Zensur ist....
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samy schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ampel schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > koelnerdom schrieb:
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> > Ausserdem ist Heise so oder so mit Ihrer Zensiererei so manchen Heise
> leser
> > ein Dorn im Auge.
>
> [ ] Du weist was Zensur ist....
War das nicht was auf dem Zeugnis?
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Dem kann ich nur zustimmen.
Es ist Zeit für ein Stück weißes Papier, um Probleme ganz neu und unvoreingenommen erneut zu lösen. Es ist Zeit sich von seinem Wissen zu verabschieden und sich auf seinen Verstand zu berufen.
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