Marina hat es immer wieder geschafft, in Fernsehinterviews mit einem sehr guten Mix aus Seriosität, Prägnanz und auch mal Angriffslust das Image zu vermitteln, dass Piraten weder ein Haufen Nerds noch Filesharing-Fans sind sondern eine Vision für eine bessere Gesellschaft haben. Ich habe meine Zweifel, dass jemand zur Verfügung steht, der das ab April genauso gut erledigen kann. Schade.
Das finde ich ganz und gar nicht. Alle Vertreter der Piratenpartei haben bisher in ihren öffentlichen Auftritten nur eins deutlich gezeigt: Dass niemand in dieser Partei auch nur den Hauch einer Ahnung davon hat was er tut. Leider.
Mag ja sein dass Frau Weisband in den diversen Formaten immer zu nett aussah und eine angenehem Gesprächspartnerin für die Moderatoren darstellte, inhaltlich jedoch waren ihre Auftritte auch nicht besser als die Auftritte des Lazhosen-Kollegen. Genauso gut könnte jeder andere halbwegs charismatische Mensch diese Auftritte übernehmen. Von daher wird da sicher adäquater Ersatz gefunden.
ichundso schrieb:
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> Das finde ich ganz und gar nicht. Alle Vertreter der Piratenpartei haben
> bisher in ihren öffentlichen Auftritten nur eins deutlich gezeigt: Dass
> niemand in dieser Partei auch nur den Hauch einer Ahnung davon hat was er
> tut. Leider.
> Mag ja sein dass Frau Weisband in den diversen Formaten immer zu nett
> aussah und eine angenehem Gesprächspartnerin für die Moderatoren
> darstellte, inhaltlich jedoch waren ihre Auftritte auch nicht besser als
> die Auftritte des Lazhosen-Kollegen. Genauso gut könnte jeder andere
> halbwegs charismatische Mensch diese Auftritte übernehmen. Von daher wird
> da sicher adäquater Ersatz gefunden.
Das dachte man damals auch über die ersten Auftritte der Grünen...
Auch da kann ich nicht zustimmen. Denn die öffentlichen Auftritte der "Piraten" sind nicht nur von naivität und inkompetenz geprägt sondern, und das macht es besonders ärgerlich, so sehr von Populismus dass man schon Angst haben muss.
Stimmt.
Aber, bei den anderen Parteien meint man dass die Ahnungen haben von dem was sie tun.... naja und die Resultate kennen wir ja alle ;-)
Ich kann dir nur zustimmen. Ich hoffe bei jedem Auftritt der "Piraten", dass da endlich ein kompetenter "Pirat" auftritt. Bis jetzt wurde ich nur enttäuscht. Immer nur Floskeln. Man merkt einfach, dass die Piraten doch zu sehr aus dem technologischen Umfeld stammen und sich nicht genug mit den "weichen" Wissenschaften auskennen. Politik ist tatsächlich eine Wissenschaft, die hoch komplex ist da sie ein Querschnitt aus Wirtschaft/Soziologie/Geschichte ist. Will man dann auch noch tatsächlich als "Politiker"arbeiten, also vor den Kameras, kommt noch sehr viel Rhetorik, Charisma, etc. dazu.
Das unter einer Person zu finden ist EXTREM schwer und kommt nur sehr selten vor. Die meisten Politiker sind "nur" Repräsentanten eines ganzen Büros bestehend aus Experten für verschiedene Bereiche.
Ich weiß jetzt nicht wirklich wie die Piraten organisiert sind, aber von allem was ich mitbekomme habe ich immer den Eindruck " da sitzt einer und erzählt mal was wie am Stammtisch".
Und der Name "Piraten" ist ja nun wirklich nicht hilfreich.
ichundso schrieb:
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> Auch da kann ich nicht zustimmen. Denn die öffentlichen Auftritte der
> "Piraten" sind nicht nur von naivität und inkompetenz geprägt sondern, und
> das macht es besonders ärgerlich, so sehr von Populismus dass man schon
> Angst haben muss.
Nur hat die Piratenpartei eine historische Möglichkeit. Nämlich nach langer Zeit unter Umständen wieder eine vollkommen neue Kraft/Generation in der Politik zu etablieren. Öffentliches Interesse ist ja ausreichend vorhanden. Und dass sie diese Chance derart vertun ist gerade für jemanden aus meiner Generation ein besonderes Ärgernis.
Zudem attestiere ich den etablierten Politikern sehr wohl zumindest eine größere Kompetenz als den Piraten. Dass viele etablierte Politiker dennoch in ihrem eigenen Populismus versinken ist wohl Resultat des Politikbetriebs ansich und noch mehr Resultat des schwachen öffentlichen Interesses an Politik ansich heutzutage. Dennoch bewerte ich das Versagen der Piraten höher, treten sie doch stets mit dem Versprechen auf die Politik tiefgreifend verändern zu wollen.
ichundso schrieb:
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> Das finde ich ganz und gar nicht. Alle Vertreter der Piratenpartei haben
> bisher in ihren öffentlichen Auftritten nur eins deutlich gezeigt: Dass
> niemand in dieser Partei auch nur den Hauch einer Ahnung davon hat was er
> tut. Leider.
das mag wohl bis zu einen bestimmten Grad sein, nur ist das nicht so schlimm. Bei den etablierten sieht es auch nicht anders aus. Der Unterschied ist aber, dass die Piraten dazu stehen und auch sagen, dass man sich in Aufgaben reinarbeiten und reinwachsen muss.
Oder ist es besser, wenn die Politiker alle direkt vom Politstudium kommen? Oder wenn der Wirtschaftsminister mindestens Siemensmanager und der Finanzminister Manager bei der Allianz war?
Tjaja. Ist ja auch nicht weiter schlimm wenn der Arzt der mich operiert ursprünglich Maurer gelernt hat...
ichundso schrieb:
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> Tjaja. Ist ja auch nicht weiter schlimm wenn der Arzt der mich operiert
> ursprünglich Maurer gelernt hat...
Und alle CDU/SPD/FDP Politiker sind Politikwissenschaftler? Oder Vergleichbares? Nein!
> Dennoch bewerte ich das Versagen der Piraten höher, treten sie doch stets mit dem Versprechen auf die Politik tiefgreifend verändern zu wollen.
Welches Versagen. In welchem Parlament hatten sie denn bisher die Möglichkeit zu zeigen was sie machen. In keinem. Und in Berlin ist es noch zu früh um das bewerten zu können. Also mal Bach flachhalten.
BernardMarx schrieb:
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> Ich weiß jetzt nicht wirklich wie die Piraten organisiert sind, aber von
> allem was ich mitbekomme habe ich immer den Eindruck " da sitzt einer und
> erzählt mal was wie am Stammtisch".
Es gibt Arbeitsgemeinschaften zu den diversen Themen. In den AGs arbeiten sehr viele Wissenschaftler mit (Professoren, Doktoren, Studierte, Berufserfahren Ausgebildete fast aller Fachrichtungen).
Und das "Stammtisch-Gerede" ist doch bei allen Politikern aller Parteien so. Wie sollen auch fünf Leute an der Spitze einer beliebigen Partie Ahnung von ALLEN Themen haben?
> Und der Name "Piraten" ist ja nun wirklich nicht hilfreich.
Wenn die Politik nicht wenigstens ein kleines, kleines bisschen Humor verträgt, dann läuft aber wirklich irgendwas schief in diesem Lande.
Sie haben ja auch nicht politisch versagt sondern in der Aussendarstellung der Partei. Indem sie stets die gleichen populistischen Phrasen postulieren und inhaltlich leider nichts zu bieten haben. Und genau diesen Umstand laste ich denen höher an als anderen Parteien, weil sie doch genau das anders machen wollen. Doch nach momentanem Stand kann man von der Piratenpartei alles mögliche aber keine Realpolitik erwarten.
Das ganze nennt sich "Lernprozess". ;)
Woher sollen die Piraten wissen, wie es geht, wenn sie es noch nie gemacht haben? Selbst die SPD und CDU haben mal klein angefangen.
Das dauert jetzt 3-4 Jahre und dann wird man von der "Qualität nach außen" keinen Unterschied mehr zu anderen Parteien feststellen können. Oder vielleicht gerade doch, nur das dann die großen Parteien die schlechten sind. ;)
BernardMarx schrieb:
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> Ich kann dir nur zustimmen. Ich hoffe bei jedem Auftritt der "Piraten",
> dass da endlich ein kompetenter "Pirat" auftritt. Bis jetzt wurde ich nur
> enttäuscht. Immer nur Floskeln. Man merkt einfach, dass die Piraten doch zu
> sehr aus dem technologischen Umfeld stammen
Tja, eine Person, die Ahnung von Politik, Redegewandtheit UND den entsprechenden Sachgebieten der Parteithemen hat wirst du so schnell nicht finden.
Die anderen Politiker können sich gut verkaufen, haben aber von nix Ahnung, viele Piraten haben schon Ahnung, wissen aber nicht wie sie sich gut verkaufen können.
> Nur hat die Piratenpartei eine historische Möglichkeit.
> Eine vollkommen neue Kraft/Generation in der Politik zu etablieren.
> Öffentliches Interesse ist ja ausreichend vorhanden.
> Das sie diese Chance derart vertun
> ist gerade für jemanden aus meiner Generation ein besonderes Ärgernis.
Die Partei befindet sich in der Entwicklungsphase!
Das ist wie eine Pflanze die langsam wächst.
Man kanns natürlich auch wie du machen und sagen:
"Das kleine Ding? Das ist doch kein Baum! Das wird niemals ein Baum!!"
Und das zarte Pflänzchen unter einem Kübel Scheisse begraben.
> Zudem attestiere ich den etablierten Politikern
> eine größere Kompetenz als den Piraten.
Ich attestiere den etablierten Politikern Altersstarrsinn.
PS: Warum ist der Bundestag nicht mehr wie ein "Think Tank"?
Mit Tasks,
Mit verschiedenen "Task Groups" (Parteien)
die ihre speziellen Fähigkeiten haben (Finanzen, Umweltschutz, Internet)
Und da werkeln, wo jeweils ihre Stärken sind?
Warum müssen Parteien immer das gesamte Spektrum abdecken?
Warum "one party to rule them all"?
___
Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
> Marina hat es immer wieder geschafft, in Fernsehinterviews mit einem sehr guten Mix aus Seriosität, Prägnanz und auch mal Angriffslust das Image zu vermitteln,
> dass Piraten weder ein Haufen Nerds noch Filesharing-Fans sind sondern eine Vision für eine bessere Gesellschaft haben.
> Ich habe meine Zweifel, dass jemand zur Verfügung steht, der das ab April genauso gut erledigen kann.
Christopher Lauer ist mein Kandidat.
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Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
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