Und wer ist nun daran schuld? Das Patriarchat? Die gläserne Decke?
So ist das leider mit den Frauen: auch wenn sie von Kollegen und Medien an die Spitze gehoben werden, ziehen sich oft genug freiwillig zurück. Aber das wird nicht thematisiert, sondern die Schuld dann kollektiv auf Männer und die Gesellschaft geschoben.
Wobei ich die Gründe für den Rückzug ja nachvollziehbar finden, und meine, dass Männer auch so gescheit sein sollten, und sich mehr ihrer Gesundheit und ihrer Interessen widmen sollten als der "Karriere" zu erliegen.
Aber solange sich das nicht ändert, werden Frauen in Spitzenpositionen weiter in der Minderheit sein. Nicht, weil die Männer sie da nicht wollen. Sondern weil sie selbst dort nicht sein wollen.
Sehe ich genauso. Die anderen Männer sind nur selten der Hinderungsgrund. Es liegt imho v.a. daran, dass der eigene Status für Frauen und Männer eine unterschiedlich hohe Bedeutung hat, von Ausnahmen mal abgesehen. Deshalb stimmt das Aufwand/Nutzen Verhältnis bei Spitzenpositionen für die meisten Frauen vermutlich nicht. Frauen sind die vernünftigeren Wesen. Für Spitzenleistung braucht man aber häufig das letzte Bißchen, was einen über Grenzen gehen lässt, vielleicht auch über die eigenen.
matok schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Die anderen Männer sind nur selten der Hinderungsgrund.
Belege, Beispiele, Quelle
> Für Spitzenleistung braucht man aber häufig das letzte Bißchen, was einen über
> Grenzen gehen lässt, vielleicht auch über die eigenen.
Und du kannst sicher belegen, dass Frauen das "letzte bisschen" nicht haben oder geben können.
Benjamin_L schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
[snip]
> Und du kannst sicher belegen, dass Frauen das "letzte bisschen" nicht haben
> oder geben können.
Wer redet denn von können? Es geht um's wollen. Anders formuliert sind die meisten Frauen nicht so dumm, ihre Arbeit 100% vor ihr Leben zu stellen, und haben auch (im Gegensatz zu uns Männern) weniger Stigma dabei.
Wie viele Männer werden allein von ihrem Umfeld schon dumm angeschaut, wenn sie sagen, sie stecken jetzt zurück, werden Hausmann, gehen nochmal studieren, wollen die Führungsposition X nicht? Da verlierst du doch gleich mal n paar tausend Machopunkte.
Oder ist der Beruf "Hausmann" (als für mich prominentestes Beispiel) mittlerweile zur Norm geworden, als ich mal nich hingeschaut hab?
tl;dr: Frauen mögen es schwerer haben, in "Spitzenpositionen" zu kommen (wertfrei, entzieht sich meiner Kenntnis, ob sie es schwerer haben oder nicht), aber Sie haben es dafür leichter, die Spitzenpositionen wieder zu verlassen. Kann man neidisch drauf sein oder nicht, aber fakt ist, dass obwohl Frauen durchaus dazu fähig sind, vergleichbare Leistungen mit Männern zu bringen, sie es oft einfach nicht _wollen_. Zurecht, wie ich finde. Würd ich genauso machen, wenn ich könnte.
> matok schrieb:
> Belege, Beispiele, Quelle
Frau Weisband, ganz aktuell.
> Und du kannst sicher belegen, dass Frauen das "letzte bisschen" nicht haben
> oder geben können.
Frau Weisband, ganz aktuell.
> Wie viele Männer werden allein von ihrem Umfeld schon dumm angeschaut, wenn
> sie sagen, sie stecken jetzt zurück, werden Hausmann, gehen nochmal
> studieren, wollen die Führungsposition X nicht? Da verlierst du doch gleich
> mal n paar tausend Machopunkte.
Exakt. Und nicht nur das, es geht als Mann oft gar nicht. Wollte selbst 4 statt 5 Tage die Woche arbeiten, natürlich mit geringerem Lohn. Direkter Vorgesetzter gibt ok, Geschäftsführung sagt nein. Und wirft mir gleich vor, dass sie schon jemand brauchen, der seine 100% gibt.
Wir haben aber viele Frauen in Teilzeit, aktuell auch eine Dame, die genau das selbe gemacht hat wie ich. Hab das natürlich ins Spiel gebracht und mir wurde gesagt, die Dame wohnt auch 1 Stunde (mit dem Auto) entfernt (keine Kinder oder andere Gründe, warum sie das getan hat). Und ich bin extra näher zur Firma gezogen (davor über eine 1:05 im Sommer und 1:45 im Winter mit den Öffentlichen in die Firma) und zahl nun wesentlich mehr Miete, da ich im Notfall schnell in der Firma gebraucht werde. Als quasi: selber schuld, wenn Du Dich für die Firma einsetzt. Wer als Frau aber das Landleben genießen möchte, der darf ruhig weniger arbeiten.
Bei Frauen geht Teilzeit halt, bei Männern wird das nicht akzeptiert. Die Diskriminierung findet in beide Richtungen statt, aber das hören manche nicht gerne, weil es nicht ins Bild eines Patriarchats passen würde.
Kommentare: 222 | letzter Beitrag 26.05. 23:51
Kommentare: 168 | letzter Beitrag 14:48 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 68 | letzter Beitrag 14:48 Uhr
Kommentare: 64 | letzter Beitrag 26.05. 17:51
E-Mail an news@golem.de

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

Nach der Urteilsverkündung im Rechtsstreit zwischen Youtube und Gema fühlten sich beide Seiten als Gewinner. In Wahrheit gibt es aber nur einen Verlierer, bloggt Medienrechtsexperte Thomas Hoeren: die Gema.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.

Am 26. Mai 2012 treten neue Datenschutzregeln der EU in Kraft. Websitebetreiber und Werbenetzwerke müssen Nutzer um Erlaubnis fragen, wenn sie Cookies setzen.