Also ich verstehe die Debatte hier nicht so richtig:
Was ist an Flashmobs denn so schlimm? Wieso darf sich eine Menge nicht zum gemeinsamen Bananenessen auf einem Platz verabreden? Weshalb muss das angemeldet werden?
Ich hab hier in Berlin schon öfters Flashmobs gesehen, oft auf dem Alex, wo dann alle Musik hören und dazu tanzen oder so. Gleich kommt die Polizei mit ner Hundertschaft an und überlegt was sie machen soll.
Wieso darf man soetwas harmloses nicht machen? Ist auf dem Alex Musikhören oder Picknicken verboten? Ich meine solange die Flashmobs keine illegalen Sachen machen, wieso sollte man die Ordnungshüter darum bemühen? Erst recht wenn kein Schaden entsteht? Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich Leute durch eine lustige Flashmobaktion wirklich belästigt fühlen. Ist doch eher lustig wenn alle zur gleichen Zeit irgendwo stehen bleiben etc.
Und Leute die gleich alles unsinnige verbieten wollen, die verstehe ich erst recht nicht. Ist nicht ein freies Land ein Land, in dem man seiner Phantasie und seinen Spieltrieb ausleben darf, solange dabei keiner zu Schaden kommt? Es gibt doch wirklich wichtigere Dinge um die man sich ernsthaft Sorgen machen sollte als um Flashmobs.
Jeder darf sich entfalten bis er an die Falten des anderen stößt ;)
/unterschreib
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Das Sylter Verfahren und die Braunschweiger Verbote gründen sich auf erhebliche Schäden, die entstanden sein sollen. In Sylt stehen AFAIR 20kEuro zur Debatte, und in Braunschweig sollen die Schäden durch vorangegangene Flashmobs gar noch höher gewesen sein. Schaun mer mal, wie die Gewichtung vor Gericht ausfällt...
Gruß
Tiberius
Auf der Loveparade gabs noch immensere Schäden, vor allem im Tiergarten.... Nur damit wurde auch Geld verdient, dann kann das ja nur gut sein.
Ich finde Flashmobs ok, so lange die Leute sich auch in der Menge vernünftig zu verhalten. Das die Behörden unruhig sind, zeigt das sie Angst haben und unsicher sind...
> In Sylt stehen AFAIR 20kEuro zur Debatte, und in Braunschweig sollen > die Schäden durch vorangegangene Flashmobs gar noch höher gewesen sein.
Was wurde in Braunschweig getrieben und in welchem Zeitraum soll die Summe sich angehäuft haben?
Tiberius Kirk schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das Sylter Verfahren und die Braunschweiger
> Verbote gründen sich auf erhebliche Schäden, die
> entstanden sein sollen. In Sylt stehen AFAIR
> 20kEuro zur Debatte, und in Braunschweig sollen
> die Schäden durch vorangegangene Flashmobs gar
> noch höher gewesen sein. Schaun mer mal, wie die
> Gewichtung vor Gericht ausfällt...
>
> Gruß
> Tiberius
>
20kEuro / 5000 Teilnehmer = 4 €/Teilnehmer
Wenn 1 Teilenehmer für 21€ Alk gekauft hat, dann hat die 4€ über die 19% Mehrwertsteuer bezahlt.
Bei einer 0,7l Flasche Rum 40% fällt 3,65€ Akl steuer an.
Ich behaupte hiermit, das die Steuereinnahmen größer waren wie die Schäden!!!
Gesamtwirtschaftlich betrachtet war die Aktion gut für die Gesellschaft!
PS: Die Bahn hat auch mehr Tickets verkauft -> Hat also auch daran verdient.
Aus der Wikipedia geklaut:
http://de.wikipedia.org/wiki/Branntweinsteuer
Beispiele: Nach dem Regelsteuersatz entfällt auf eine 0,5 l-Flasche Likör mit 25 % Alkoholanteil eine Branntweinsteuer von 1,63 € und auf eine 0,7 l-Flasche Rum (braun) mit 40 % Alkoholanteil 3,65 €. Berücksichtigt man zudem die Umsatzsteuer und legt einen Verkaufspreis von 9,99 € zugrunde, so gingen beim Likör fast ein Drittel (3,22 €: 1,63 € BWSt+1,59 € MWSt) und beim Rum über die Hälfte (5,24 €: 3,65 € BWSt+1,59 € MWSt) des Ladenpreises an den Fiskus.
mfg
Larus Nagel
>Wieso darf man soetwas harmloses nicht machen? Ist auf dem Alex >Musikhören oder Picknicken verboten? Ich meine solange die Flashmobs >keine illegalen Sachen machen, wieso sollte man die Ordnungshüter >darum bemühen? Erst recht wenn kein Schaden entsteht?
Genau darum geht es ja. Wenn wieder zu viele Menschen achtlos zusammenkommen und eben nicht in der Lage sind ihre eigenen Spuren zu verwischen, entsteht der Öffentlichkeit einfach ein Schaden. Und wenn es nur ein weiterer, ungeplanter Einsatz der Reinigungskräfte ist. Denn wenn die Stadt nacher nicht reinemacht wird auch gemoppert.
5000 Leute haben auf Sylt gezeigt, wie egoistisch man sein kann und wie wenig man in der Lage ist, seinen eigenen Dreck wegzumachen. Dafür haben jetzt tausende andere kein entgegengebrachtes Vertrauen mehr, die Party-Sylter haben alles Vertrauen in die Harmlosigkeit von Flashmobs aufgebraucht.
>Ich behaupte hiermit, das die Steuereinnahmen größer waren wie die >Schäden!!!
>Gesamtwirtschaftlich betrachtet war die Aktion gut für die >Gesellschaft!
Nur das die Steuereinnahmen bereits verplant sind, und nicht einfach für die Reinigungskosten verwendet werden können. Die Steuern sind kein "Gewinn" der sonst abgeschöpft werden und frei verfügt werden könnte. Wenn von den Steuern die Reinigung bezahlt werden soll, wird der eigentliche Zweck des Geldes durch anderes Geld erfüllt werden müssen. Egal wie weit man die Lücke verschiebt, schließen wird sie sich nicht, wenn man nicht woanders spart - und sparen mag der Pöbel ja auch nicht.
LarusNagel schrieb:
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> Beispiele: Nach dem Regelsteuersatz entfällt auf
> eine 0,5 l-Flasche Likör mit 25 % Alkoholanteil
> eine Branntweinsteuer von 1,63 € und auf eine 0,7
> l-Flasche Rum (braun) mit 40 % Alkoholanteil 3,65
> €. Berücksichtigt man zudem die Umsatzsteuer und
> legt einen Verkaufspreis von 9,99 € zugrunde, so
> gingen beim Likör fast ein Drittel (3,22 €: 1,63 €
> BWSt+1,59 € MWSt) und beim Rum über die Hälfte
> (5,24 €: 3,65 € BWSt+1,59 € MWSt) des Ladenpreises
> an den Fiskus.
Nichts gegen die Rechnung, aber da landen die Steuereinnahmen beim Bund, während die Kommune auf den Kosten sitzen bleibt. Daß sich da die Kommune wehrt, ist verständlich.
Hm...man könnte natürlich für 19:00 Uhr zu einem Reinigungs-Flashmob aufrufen :-)
Aus wikipedia kann man nicht klauen, nur kopieren.
Ok, wir geben unser Grundvertrauen in Touristen auf und stellen Kameras an den Strand. Gute Idee. - NICHT
hm... schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich finde Flashmobs ok, so lange die Leute sich
> auch in der Menge vernünftig zu verhalten. Das die
> Behörden unruhig sind, zeigt das sie Angst haben
> und unsicher sind...
Ja, weil dann ein verdammter Anwalt aus einem Schlaf
geweckt werden muss weil irgendeinem besoffenen halt
die Bierflasche in ein Autofenster "gefallen" ist.
Dann will es niemand gewesen sein. Genausowenig, dass
dann 10 Leute die Wiese putzen dürfen.
Ist ja ok Party zu machen. Aber es ist halt eben genau
das Problem, dass bei >100 Leuten eben auch mal Schmutz
anfällt, oder mal was kaputt geht oder mal jemand verletzt
wird.
Solange alles nur Spass ist, soll es Spass bleiben.
Die Behörden haben aber Angst, dass dann die Eltern eines
total zugesoffenen 14j Mädchens die ihr restliches Leben
mit einer Fratze im Gesicht spucke tropft, dann gegen
die Behörden Sturm laufen.
"Ihr habt das erlaubt! Euch klagen wir in die Puppen."
Somit MUSS die Behörde das verbieten, die Leute machen
es trotzdem, dann sind SIE schuld. Ist doch ok.
Flashmobs sind doch genau das: schnell zusammenkommen,
Spass haben und in 10 Minuten verschwinden.
Angemeldete Flashmobs die mehrere Stunden dauern sind
doch nichts anderes als Parties, wo man die Kosten die
entstehen und die Risiken en Passant "vergesellschaftet".
Das ist zwar lustig, aber fangen wir nicht damit an das
dies ALLE so machen. "Ja, keine Ahnung wir machen hier
ein Rennen, was interessiert mich der Kindergarten in
der Zone 30? Das ist ein Flashmob-Rennen, das kennt
keine Regeln!!!"
TotoX
Ich wette der wird nicht so gut besucht werden, aber versuch es doch mal.
... wie die Fussball WM denke da war wochenlang jeden Abend nach dem Spiel nicht nur eine Stadt in Deutschland versifft und da hat der Steuerzahler auch ohne mit der Wimper zu zucken die Unkosten für den Aufräumdienst bezahlt. Dagegen ist so ein Flashmob Peanuts.
Abgesehen davon: Die Kosten werden vom Steuerzahler getragen. Auf einem Flashmob mit 5000 Personen sind zufällig 5000 potentielle Steuerzahler (und genug, die wirklich was abdrücken müssen ;)).
Was hat also aus Sicht des Steuerzahlers mehr Sinn? 20.000 Euro Kosten für etwas, an dem 5000 Steuerzahler Spaß haben oder 20 Millionen Euro Kosten für irgendein Politikgipfelgedöns, von dem der Steuerzahler erstmal NICHTS hat?
Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin
Häh wie können Steuereinnahmen verplant sein die ohne den Flashmob gar nicht entstanden wären?
Sorry aber so wie die Politik das Geld an anderer Stelle hinaushaut (z.B. den Dienstwagen nach Spanien fahren lassen - während man selbst mit dem Flugzeug dorthinfliegt) und mit dem Budget hinten und vorne nicht zurecht kommt da zieht dieses Argument nicht wirklich.
> Ich behaupte hiermit, das die Steuereinnahmen größer waren
> als die Schäden!!!
Mehrwert- und Alkoholsteuer gehen an den Bund. Die Reinigung muss die Gemeinde bezahlen. Kurz: Die Gemeinde hat die Kosten, der Bund den Gewinn und die Mobber ihren Spaß. Kein Wunder, dass die Gemeinde da nicht mitziehen will.
und wer bezahlt die müllkosten?warum werden anwohner belästigt von teils alkoholieserten gesocks die es "lustig" finden nachts noch zu grölen? wenn ein besoffener in deinen vorgarten uriniert weil es sein recht ist sich wo er will in diesem freien land zu versammeln würdest du anders denken....
mfg
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