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Denunzianten - typisch Deutsch

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  1. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor elitezocker 24.02.11 - 21:25

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun, im Gegensatz zu Deutschland hat man an ausländischen Unitäten
    > (besonders im angelsächsischen Raum, dort werden Doktorarbeiten in der
    > Regel auch nicht veröffentlicht, bzw. müssen zum erlangen des Grades nicht
    > veröffentlicht werden) mit heftigen Konsequenzen zu rechnen, wenn man sich
    > einen akademischen Grad erschleicht. Hier in D gibt es den mahnenden
    > Zeigefinger und ein „du ganz Böser du“ von der Ethik-Kommission und das
    > war's. Ggf. kann man sogar wiederholen.
    >
    > <....>

    Deine Schlussfolgerung ist falsch, auf der Deine nachfolgende Argumentaton aufbaute. Deshalb habe ich sie nicht zitiert.

    Tatsache ist, dass dem Guttenberg der Titel aberkannt wurde. Unser System funktioniert also recht gut. Auch ohne Denunzianten.

    --==::[Hier sind die Gamer]::==-- シ

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  2. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor elitezocker 24.02.11 - 21:26

    kt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber "Institutionen", wie Spekulanten, Analysten, Korrumpierte, ...
    > benötigen wir?
    >
    > Aha...

    Du hast das Eingangsposting nicht verstanden. Deshalb: dito

    --==::[Hier sind die Gamer]::==-- シ

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  3. Re: Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor elitezocker 24.02.11 - 21:28

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der sich seinen Titel durch Betrug verschafft hat?
    >
    > Sorry, aber wer so riegeldumm und faul ist, noch nicht einmal vernünftig
    > umzuformulieren oder zu zitieren, der gehört einfach per Datenbank
    > überführt.


    Dein Ziel ist das richtige. Nur Dein Weg ist der falsche.

    --==::[Hier sind die Gamer]::==-- シ

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  4. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor kt 24.02.11 - 21:33

    elitezocker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber "Institutionen", wie Spekulanten, Analysten, Korrumpierte, ...
    > > benötigen wir?
    > >
    > > Aha...
    >
    > Du hast das Eingangsposting nicht verstanden. Deshalb: dito


    Erst einmal meine anderen Postings lesen... Deshalb: dito

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  5. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor tunnelblick 24.02.11 - 22:40

    die sähe wie aus?

    "we have computers, which can beat your computers"

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  6. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor WinnerXP 24.02.11 - 23:10

    Da muss ich dir recht geben. Bei den meisten Doktorarbeiten wird man
    wohl irgendeine Schwachstelle finden können, wenn man lange genug sucht.
    Sowas würde ich aber nicht als Betrug ansehen.
    Es gibt wirklich sinnvolleres als sich mit sowas zu beschäftigen.

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  7. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor azeu 25.02.11 - 00:02

    d.h. doktorarbeiten sind nix wert? oder wie?

    Diese Signatur ist in Ihrem Land nicht verfügbar...

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  8. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor Replay 25.02.11 - 10:54

    Das System funktioniert schlecht, um nicht zu sagen garnicht. Ohne „Denunzianten“ wäre die Sache wohl nie aufgeflogen.

    In den USA läuft das anders ab. Da wird eine Dissertation von Studentengremien, den Honor Boards, geprüft. Und da geht es extrem streng zu. Dort sind „Denunzianten“ also eine sehr gut funktionierende Selbstkontrolle. Das sorgt auch dafür, daß äußere Einflüsse auf die Uni keine Wirkung auf die Bewertung einer Dissertation haben. Wenn ich da an die Verquickung der Rhön-Kliniken (die Guttenberg'sche Firma) mit der Uni Bayreuth denke...

    Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...

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  9. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor Clown 26.02.11 - 01:38

    Flying Circus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo hast Du diese Information denn her?

    Aus eigener Erfahrung.

    > Zur Erlangung eines Doktorgrades ist es nicht damit getan,
    > wissenschaftliches Arbeiten nachzuweisen. Das ist das absolute Minimum. Es
    > soll auch und gerade sozusagen wissenschaftliches Neuland erforscht werden.

    Hmja, aber heutzutage gilt es schon als wissenschaftliches Neuland, wenn Bekanntes nur aus einem leicht anderen Blickwinkel betrachtet wird (und damit idR nichts ändert).

    > Medizinische Doktorarbeiten lassen wir mal außen vor, die finden auf einem
    > anderen Niveau statt. *g*

    Eben.

    > > Und weil das so ist, haben verhältnismäßig viele ihren
    > > Doktortitel absolut unnötig erworben.

    > Unnötig im Sinne von "es war nicht nötig" oder im Sinne von "den hätten sie
    > nicht bekommen dürfen"? Die zweite Bedeutung gibt Dein Wortsinn nicht her,
    > aber die erste ergibt im Kontext keinen besonderen Sinn ...

    Sehr wohl im Sinne von "es war nicht nötig", denn was ich damit sagen wollte: Diese Menschen brauchen diesen Titel nicht um ihre Job zu machen. Er ist nur (mehr oder weniger) schmuckes Beiwerk. Gerade bei Politikern wirst Du mir sicherlich zustimmen. Ebenso ist es (fast immer) in der Wirtschaft.

    > > Aber mal onTopic: Bei zu Guttenbergs Arbeit wird schlicht und
    > > ergreifend aufgebauscht.
    >
    > Nein. Es geht darum, ob er sich den Titel erschlichen hat oder nicht. Und
    > sein Umgang mit den Fakten ist bestenfalls kritikwürdig. Zuerst "Ich habe
    > mir nichts vorzuwerfen". Dann: "Ich gebe den Dr. vorübergehend zurück.".

    Ja sicher. Aber was ist daran anders als das übliche Politiker-Rausgerede?

    > Und zum Schluß: "Ich habe beim neuerlichen Durchlesen grobe Fehler
    > festgestellt und bitte um Rücknahme."
    > Ich kenne einige Leute, die den Dr. gemacht haben und kann Dir versichern,
    > daß die sich ihre Arbeiten nicht noch einmal durchlesen müßten.

    Ich kann Dir versichern, dass ich dass ich mir nicht eine Arbeit meines ganzen (Hoch-)Schullebens erneut durchlesen müsste.

    > Wenn die
    > sich den Großteil der Arbeit aus nicht gekennzeichneten Zitaten
    > zusammengeklebt hätten, dann wüßten die das immer noch. Auch nach zig
    > Jahren.

    Wäre auch schlimm, wenn nicht ;)

    > Entweder leidet Baron von und zu Guttenberg an partieller Amnesie oder er
    > hat eine besondere Auffassung von der Wahrheit. Beides finde ich in seiner
    > Position äußerst bedenklich.

    Wie gesagt: Es unterscheidet sich nicht im Geringsten von den üblichen Politiklügen. Deshalb wird das Ganze mE aufgebauscht. Fangen wir jetzt damit an die grundsätzliche Glaubwürdigkeit der Politik zu hinterfragen oder gar zu kritisieren, bin ich an erster Stelle mit dabei. Aber arbiträr einen Einzelnen rauspicken, nur weil er sich einen (für sein Position nutzlosen) Titel erschlichen hat? Ich glaube, wir haben andere, _wichtigere_ Probleme als das..

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  10. Re: Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor Clown 26.02.11 - 01:46

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich werde mal bei Gelegenheit Deinen Beitrag ausdrucken und einem Bekannten
    > von mir, einem Stationsarzt, zur Antwort vorlegen. An welchem Tag der Woche
    > möchtest Du denn den Kopf am liebsten abgerissen bekommen? Mit oder ohne
    > Narkose?

    Gutes Beispiel eigentlich. Gerade ein Stationsarzt, der nun wirklich eh viel zu viel zu tun hat, etliche Überstunden machen muss und das ganze zum nem scheiss Tarif.. Meinst Du nicht, dass er seine Zeit besser hätte verbringen können?

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  11. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor GodsBoss 27.02.11 - 02:55

    > Eines konnten die Deutschen schon immer gut: denunzieren
    > Das war schon zur Zeit des Nationalsozialismus, während der DDR und ist
    > auch heute noch in der Bundesrepublik so.

    Schreib dich nicht ab! Bilde dich! Lies zum Beispiel nach, was Denunzieren bedeutet, dann findest du auch heraus, warum es in diesem Fall nicht passt.

    > Keine Frage. Missstände müssen beseitigt werden. Aber in diesem Fall ist es
    > Aufgabe der Universitäten Probleme zu prüfen. Eine Plagipedi ist nichts
    > weiter als der armselige Versuch neben der Institution Uni, eine
    > zusätzliche Instanz aufzubauen in der den kleinen Wichtigtuern einer
    > abgeht, wenn sie jemanden anzeigen können. Derlei Gesocks wird in
    > Deutschland nicht gebraucht.
    >
    > Dabei ist die Sache doch ganz einfach: Wer Fehler entdeckt, meldet sie
    > einer Uni. Die hat die Pflicht dem nachzugehen. Fertig.

    Gerade Guttenberg hat gezeigt, dass am System Universität, was Doktorarbeiten angeht, ganz gewaltig was im Argen liegt. Wäre dort ordentlich gearbeitet worden und die Doktorarbeit vernünftig überprüft worden, hätte Guttenberg nie seinen Doktor erhalten.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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  12. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor GodsBoss 27.02.11 - 02:58

    > Deine Schlussfolgerung ist falsch, auf der Deine nachfolgende Argumentaton
    > aufbaute. Deshalb habe ich sie nicht zitiert.
    >
    > Tatsache ist, dass dem Guttenberg der Titel aberkannt wurde. Unser System
    > funktioniert also recht gut. Auch ohne Denunzianten.

    Richtig, es funktioniert ohne Denunzianten. Aber nicht ohne diejenigen, die die betreffenden Stellen zusammengetragen haben.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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  13. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor fiesemoepps 27.02.11 - 11:03

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das System funktioniert schlecht, um nicht zu sagen garnicht. Ohne
    > „Denunzianten“ wäre die Sache wohl nie aufgeflogen.
    >
    > In den USA läuft das anders ab. Da wird eine Dissertation von
    > Studentengremien, den Honor Boards, geprüft. Und da geht es extrem streng
    > zu. Dort sind „Denunzianten“ also eine sehr gut funktionierende
    > Selbstkontrolle. Das sorgt auch dafür, daß äußere Einflüsse auf die Uni
    > keine Wirkung auf die Bewertung einer Dissertation haben. Wenn ich da an
    > die Verquickung der Rhön-Kliniken (die Guttenberg'sche Firma) mit der Uni
    > Bayreuth denke...

    Wer hat den denunziert? Keienr. Die Info kam bei einem routinemässigem Prozess auf.

    Herr Gutenebrg sollte sich nicht beschweren. In einem land, in dem Verkäuferin wegen 2,10 Pfandbons, oder ein Müllfahrer, der wege des mitnehmens eines Kinderbettes aus dem Sperrmüll entlassen werden soll, /wird , sollte bei Gutenebrg auchnichtlascherhandeln.Wirrbauchen ein generelles Umdenken, aber es ist oftmal witzig, das gerade die Gutenbergideologen, bei den Pfandbons und CO gnadenlos wären.

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