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Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

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  1. Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor Neuro-Chef 06.02.13 - 14:10

    0,99¤ pro Song
    5 - 15 ¤ für DVD-Rips
    10 bis 20¤ für Bluray-Rips
    100¤ für Kino-Rips (diese schlechte Qualität zu verbreiten gehört als einziges wirklich bestraft ;-)

    |-o-| <-o-> |-o-| Imperiale Signatur
    In Anbetracht der Masse verrückter Menschen im Internet habe ich meinen Browser mit einer aktiven Panzerung versehen. ಠ_ಠ
    http://images2.wikia.nocookie.net/__cb20080623221434/jedipedia/de/images/thumb/6/61/Galaktisches_Imperium.png/50px-Galaktisches_Imperium.png

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  2. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor Quantium40 06.02.13 - 14:37

    Zumindestens bei Musikstücken müsste man sogar sehr viel niedrigere Werte ansetzen.
    Schliesslich gibt es GEMA-Tarife für zum Download angebotene Musikstücke.
    > https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Tarife/Tarife_vra/tarif_vr_od7.pdf

    Insofern ist das regelmäßige Festsetzen des Streitwertes auf 1000¤ kein Antiabzockgesetz, sondern ein Gesetz zur Subventionierung von Abmahnanwälten. Deutlich wird dies auch dadurch, dass die ursprüngliche Grenze bei Massenabmahnungen von 100¤ auf 155,30¤ heraufgesetzt wird.

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  3. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor Drag_and_Drop 06.02.13 - 15:16

    naja es soll ja auch abschrecken, wenn man hinterher erwischt wird ist ja so das selbe, wie wenn man sich den Song/Film legal besorgt hätte.

    1000¤ für Filme sind annähernd realistisch, wenn man von 20¤ Neu-Veröffentlichungspreis ausgeht können 500 Leute den Film ziehen.

    155,30¤ finde ich persönlich fair, das ist nix was man einfach mal ausgibt, aber auch keine Unsumme die keiner bezahlen kann.

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  4. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor wmayer 06.02.13 - 16:01

    Wie schnell lädst du denn einen Film 500 mal hoch?

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  5. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor theonlyone 06.02.13 - 16:31

    wmayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie schnell lädst du denn einen Film 500 mal hoch?

    Rechtlich ist es egal ob die alle den Film komplett haben.

    Es ist bereits strafbar nur winzigste Teile einer Datei bereit zu stellen und das wird dann nicht einmal unterschieden davon ob die ganze Datei existiert.

    *Das ist hauptsächlich so wegen den ganzen Downloads die nur Teile bereitsstellen, gerade bei .rar / .zip bei denen dann nur ein hashwert aussagt ob es sich dabei um das geschütze Werk handelt oder nicht (was eben nicht 100% sicher ist, gerade da man hashwerte in der tat fälschen kann und das ja auch gemacht wird um Schadsoftware zu verbreiten die "vermeintlich" ein Spiel/Film/Musik ist).



    Abschreckung hat man so oder so für die Leute bei denen "Abschreckung" einen Effekt hat, sprich den Eltern deren Kinder runterladen (da gibts richtig Ärger und das Kind wird das nicht wieder tun, wenn doch gibts richtig eins aufen Deckel und das Internet dürfte sich erledigt haben).

    Bei Leuten die "wissentlich" viel tauschen ist die Abschreckende Wirkung sowieso nicht gegeben, egal wieviel es kostet, das spielt da garkeine Rolle.


    Problematisch wird die Höhe aber wenn dadurch wirklich Existenzen zerstört werden.

    Stell dir einfach mal vor du bekommst als Elternteil "plötzlich" Abmahnungen ins haus die jeweils 450-900¤ fordern für 1 (ein einziges) Lied , das Kind hat sich ne Top 100 Chart geladen und entsprechend fliegen im laufe des Monats "hunderte" dieser Abmahnungen in dein haus.

    Das sind aber tausende Euro die von dir gefordert werden, mit einem extremen Stress faktor, den alle haben eine kurze Frist auf die man zu reagieren hat (Unterlassungserklärung) , dann nochmal zich schreiben die von dir Geld erbetteln, Inkasso-Schreiben die man kurzfristig beantworten muss und will man in den Urlaub, muss man auch dann die Schreiben fristgerecht beantworten ; das ist ein Stress den will sich keiner antun und die Kosten kann schlichtweg kein Mensch in dieser Menge zahlen.


    Klar, wenn du 1 Abmahnung bekommst und das wars, kannst du die 100 Euro "problemlos" bezahlen, hast deine lektion gelernt und es geht weiter.


    Das sieht aber schnell ganz ganz anders aus, gerade weil solche Abmahnungen teilweiße Monate brauchen (5 Monate sind nicht unüblich) bis sie bei dir ankommen, gerichtlich abgesegnet sind und und und

    Das ist kein Spaß so etwas, gerade wenn du als Anschlußinhaber TATSÄCHLICH nichts davon gewußt hast (was nahezu immer der fall ist, wenn es die Kinder sind, der lebensgefährte, oder ein "Freund" des Kindes, oder oder oder).


    Die Deckelung auf 100 Euro würde in diesen Situationen zwar "etwas" helfen, aber auch da wäre es noch ein extremer betrag, den 100x100 sind immer noch 10.000 Euro die man von dir verlangt für ein top 100 Download, was keiner zahlen kann in einem "normalen" Haushalt, erst recht nicht wenn auf diese Kosten DRAUF noch Gerichtskosten, Anwaltskosten, Anfahrtskosten (da die Gerichte eben immer in Hamburg oder sonstwo sind), nicht zu vergessen die enorme ZEIT die in solche Geschichten fließt, allein alle Abmahnbriefe abzuheften und zu verwalten ist schon eine Arbeit die nicht jeder einfach so hinbekommt (den hefte mal 100 Abmahnungen ab, von denen jeweils noch folge Briefe kommen und schau das die alle beisammen bleiben, das ist einfach ein Papierkrieg).



    Seht es also nicht so einfach.

    Wer "wissentlich" und ganz bewußt etwas downloaded hat ein Risiko mit dem zu rechnen ist, die Strafe darf aber nicht Existenzbedrohend sein und egal wie man sich das einredet, der Geldbetrag ist für eine Abschreckung nicht erheblich, den das steht in keinster Weiße in Bezug zum "angeblichen" Schaden der angerichtet wird (der ja wirklich virtuell ist).

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  6. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor neocron 06.02.13 - 16:36

    und wie kommst du auf die zahlen?

    weshalb sollte jemand, der wahrscheinlich selbst das lied geklaut hat, und es an 5 weitere gibt nur 0,99 euro bezahlen?

    es soll ja schon schmerzen!

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  7. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor theonlyone 06.02.13 - 16:51

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und wie kommst du auf die zahlen?
    >
    > weshalb sollte jemand, der wahrscheinlich selbst das lied geklaut hat, und
    > es an 5 weitere gibt nur 0,99 euro bezahlen?
    >
    > es soll ja schon schmerzen!

    Das wie beim Schwarzfahren in der bahn.

    Es wird einfach gesagt die 10-fache Gebühr ist die "Strafe".

    Kostet der Song 0,99¤ sind das 9,90¤ Strafe.

    Wenn du nur einen Song 5 mal hochlädst muss man dich auch nicht wirklich "bestrafen" , aber wegen dem scheiß 50¤ abzudrücken würde den Leuten schon "weh tun" die sowieso kein Geld haben.

    Wir reden hier ja kaum von leuten mit 5000¤ Monatsgehalt, viel eher von leuten die vielleicht ~50¤ im Monat über haben, wenn überhaupt.

    Da wären 50¤ "Strafe" schon das ganze geld was du für einen monat hast, also das tut weh.

    Die geldmenge an sich ist auch erstmal total irrelevant, den bei einer "ersten" Abmahnung hast du eine Unterlassungserklärung zu machen.

    Wenn du dich daran nicht hältst und weiter diese Dateien anbietest kommt auf dich eine Vertragsstrafe zu, die mal locker in die aber tausende geht und das ganze bindet sich 30 Jahre lang.


    Also selbst eine "winzige" Erst-Abmahnung hat einen ENORMEN Abschreckende Wirkung, nicht durch das Geld, sondern schlichtweg weil du eine Unterlassungserklärung abgeben MUSST.


    Das wäre wie die erste Strafe zum Schwarzfahren kostet die 10-fache gebühr, du musst dann aber eine Unterlassungserklärung abgeben das nicht mehr zu machen.
    Tust du es aber doch, ist die Strafe um ein vielfaches höher.


    Das wäre schlichtweg sinnvoll, nicht die erste Abmahnung so hoch zu machen das wir von Existenzbedrohenden Summen reden, die einfach dazu führen das ein Haushalt "insolvent" wird, weil das Kind irgend ein Lied gezogen hat.


    Schaden und Strafe müssen eben in Relation stehen, dabei kannst du nicht beliebige Summen verlangen.

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  8. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor neocron 06.02.13 - 17:17

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schaden und Strafe müssen eben in Relation stehen, dabei kannst du nicht
    > beliebige Summen verlangen.

    das ist ja richtig, nur ist schwarzfahren eben nicht so einfach zu bewerkstelligen wie im internet sachen zu verbreiten!
    kontrollen sind schaerfer, ...
    es ist wesentlich einfacher einen song 10 mal zu verbreiten, als 10 mal schwarz zu fahren!
    und bei den 50 Euro, die du benennst, kommst du doch schon in die riegen der 100 bzw. 150 euro, die angesetzt sind!
    9,90 fuer einen song, der evtl bereits 50 mal verbreitet wurde?
    ich stimme dir zu, dass arbitraere forderungen absurd sind, und eingeschraenkt werden sollten!

    ich wuerde nicht mit einem vergleich zwischen oeffentlichem verkehr und musikdownloads kommen!

    abmahnung fuer 100 fand ich doch eine ordentliche ansage ...

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  9. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor theonlyone 06.02.13 - 17:37

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > theonlyone schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schaden und Strafe müssen eben in Relation stehen, dabei kannst du nicht
    > > beliebige Summen verlangen.
    >
    > das ist ja richtig, nur ist schwarzfahren eben nicht so einfach zu
    > bewerkstelligen wie im internet sachen zu verbreiten!
    > kontrollen sind schaerfer, ...
    > es ist wesentlich einfacher einen song 10 mal zu verbreiten, als 10 mal
    > schwarz zu fahren!
    > und bei den 50 Euro, die du benennst, kommst du doch schon in die riegen
    > der 100 bzw. 150 euro, die angesetzt sind!
    > 9,90 fuer einen song, der evtl bereits 50 mal verbreitet wurde?
    > ich stimme dir zu, dass arbitraere forderungen absurd sind, und
    > eingeschraenkt werden sollten!
    >
    > ich wuerde nicht mit einem vergleich zwischen oeffentlichem verkehr und
    > musikdownloads kommen!
    >
    > abmahnung fuer 100 fand ich doch eine ordentliche ansage ...

    Es bleibt ein Vergleich in der Sache, der helfen soll zu erkennen wie "Abstrus" die Beträge sind.

    Springender Punkt bleibt wie du auch erkennst, der betrag muss "angemessen" sein.


    Die Forderung damit zu begründen sie wäre "angemessen" aber 1000 euro zu verlangen ist schlichtweg extrem zweifelhaft, gerade aus dem Umstand heraus das man ja nicht nur diese Person anklagt.

    Stell dir mal das Szenario vor.

    5 leute tauschen miteinander einen Song.

    JEDER dieser Leute wird jetzt angeklagt einen Schaden von 5 Songs erzeugt zu haben.

    Das sind 5x5 Songs = 25 Songs Schaden.

    das kann aber garnicht sein, den es sind 5 Leute, also ist der Schaden auf 5 Songs gekappt, geklagt wird aber auf 25.


    Ziehen wir das hoch auf 1000 Leute.

    Jeder davon hat "theoretisch" irgendwie einfach mal pauschal einen fiktiven Schadenswert erzeugt von 10.000 Euro, das legen wir jetzt einfach so fest um sicher zu sein.

    das sind 1000 x 10.000 Euro => 10 MILLIONEN EURO

    Die Forderung ist so überzogen das es kracht.

    Der Song hätte 0,99¤ gekostet, auf 1000 leute sind das 990 ¤ "realer" Schaden der als Umsatz flöten geht , wird FORDERN aber einfach mal 10 MILLIONEN Euro, weil es sich ja sonst nicht lohnt zu klagen.


    Das Verhältnis ist komplett überzogen und genau deshalb das Beispiel des Schwarzfahrens, da ist die Gebühr absolut berechtigt, nachvollziehbar und wird keinen wirtschaftlich vernichten, gerade weil jeder "bewußt" schwarz fährt (mehr analogie steckt in dem Vergleich auch nicht, es geht nur um die gebühr die angemessen sein muss).


    Dazu kommt eben das meist viele verschiedene Abmahnungen gleichzeitig kommen.

    Wir reden kaum davon das es nur 1 Abmahnung ist, das stellt für keinen eine gefahr da, selbst wenn es gezahlt wird hat sich die Sache erledigt.

    da zahlen leute halb freiwillig auch mal 500 Euro damit der Stress vorbei ist.


    das ist aber komplett ausgeschloßen wenn wir von vielen Abmahnungen reden, die aber auf einen einzigen Download zurückzuführen sind (der eben unglücklicherweiße X rechteinhaber hat).

    genau da wird es so schmerzhaft, das es unbezahlbar wird und das kann nicht Sinn der Sache sein das man existenzen zerstört, nur weil man ein paar Euros abzocken will.

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  10. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor Drag_and_Drop 07.02.13 - 09:42

    Du darfst aber Streitwert nicht mit den geforderten Schadensersatz gleichsetzten.
    Zumal, wie im Artikel schon erwähnt, der Schadensersatz nur vom Verursacher gezahlt werden muss. Kannst du dem Gericht glaubhaft versichern, dass du das nicht persönlich warst haftetest du nur für die Anwalts und Gerichtskosten.

    Außerdem werden 99% aller Abmahnungen aus dem Bereich nie vor Gericht landen, der Abmahner ist verpflichtet dir erst einmal ein Außergerichtliches Angebot zu machen.

    Diese "Kanzleien" zielen eh nur auf die Anwaltskosten ab. Diese berechnen sich nach dem Streitwert und deshalb haben Kanzleien immer das Bedürfnis diese Absurd hoch anzusetzen, da die so mehr Geld für die selbe Arbeit verlangen dürfen.

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  11. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor nille02 07.02.13 - 10:11

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stell dir einfach mal vor du bekommst als Elternteil "plötzlich"
    > Abmahnungen ins haus die jeweils 450-900¤ fordern für 1 (ein einziges) Lied
    > , das Kind hat sich ne Top 100 Chart geladen und entsprechend fliegen im
    > laufe des Monats "hunderte" dieser Abmahnungen in dein haus.

    Naja, Hunderte sind etwas übertrieben aber es sind so Etwa 10 bei einer Top 100 Liste. Wenn du weißt das dein Kind was heruntergeladen hat kann man noch recht schnell eine Notbremse ziehen. Es gibt ja schon massig Kanzleien die sich um die Abmahnungen kümmern können. Bei Den "Chartcontainer" wird dann eine vorbeugende Unterlassungserklärung verschickt und man hat dann Ruhe.
    Für Musik und Filme liegen die Kosten dann bei 400¤-800¤. Man sollte aber dann auf jeden Fall dafür sorgen das es nicht noch mal passiert denn eine Unterlassungserklärung ist 30 Jahre Gültig und dann wird es Teuer sollte man sich nicht dran halten.

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  12. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor wasabi 07.02.13 - 11:35

    > Zumindestens bei Musikstücken müsste man sogar sehr viel niedrigere Werte
    > ansetzen.
    > Schliesslich gibt es GEMA-Tarife für zum Download angebotene Musikstücke.
    > > www.gema.de

    Die GEMA hat nichts mit den Plattenfirmen zu tun, die mit dem Verkauf von "Tonträgern" bzw. Audiodateien geld verdienen wollen. Die GEMA sammelt im Namen der Komponisten und Textdichter ein. "Funktional" entpspricht die von dir genannte GEMA-Zahlung für Musikdownloads eher dem, was eine Plattenfirma selbst für jede gepresste CD an die GEMA zahlen muss.

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  13. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor helgebruhn 07.02.13 - 13:34

    Ich bin der Meinung, für die erste Abmahnung sollte man keinen Cent zahlen müssen. Eine Abmahnung ist ja normalerweise eine Art Schuß vor den Bug bzw. gelbe Karte, nach dem Motto, einmal noch, dann wirste entlassen oder bestraft.

    Es gibt auch heute noch genug Leute, die überhaupt nicht wissen, ob sie was illegales tun, weil sie damit aufwachsen, daß es ALLE (!) machen, die Eltern ebenfalls. Klar schützt Unkenntnis nicht vor Strafe, aber wenn Kinder im Nahen Osten damit aufwachsen, daß ALLE Männer ihre Frauen schlagen und wie menschen zweiter Klasse behandeln, die Familie dann nach Deutschland zieht, dürften die kaum anders handeln, auch wenns hier verboten ist. Gibts aber ne Abmahnung von Gericht oder Anwalt XY ist man gewarnt und wenn man dann weitermacht, muß man halt blechen.

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  14. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor Drag_and_Drop 07.02.13 - 21:28

    naja die Abmahnung erzeugt ja durchaus kosten. Klar wissen wir alle das die abmahner Kanzleien massen geschärfte machen, aber theoretisch müssen alle Beweise, gegen Argumente und dem entsprechende Dokumente von einem studierten Anwalt geprüft werden, die gehen ja nicht vor gericht um sich lächerlich zu machen^^

    Das Instrument der Abmahnung ist im Urheberrecht wichtig, das ist auch gut so, aber die Gesetze sind nie für das 21. Jh. gemacht worden und die Nachbesserung dauert wie so Oft Jahrzehnte^^

    Dazu kommt noch: Unwissenheit schützt vor strafe nicht ;-)

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  15. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor theonlyone 08.02.13 - 05:00

    Drag_and_Drop schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > naja die Abmahnung erzeugt ja durchaus kosten. Klar wissen wir alle das die
    > abmahner Kanzleien massen geschärfte machen, aber theoretisch müssen alle
    > Beweise, gegen Argumente und dem entsprechende Dokumente von einem
    > studierten Anwalt geprüft werden, die gehen ja nicht vor gericht um sich
    > lächerlich zu machen^^
    >
    > Das Instrument der Abmahnung ist im Urheberrecht wichtig, das ist auch gut
    > so, aber die Gesetze sind nie für das 21. Jh. gemacht worden und die
    > Nachbesserung dauert wie so Oft Jahrzehnte^^
    >
    > Dazu kommt noch: Unwissenheit schützt vor strafe nicht ;-)

    Der springende punkt ist das wörtchen "gewerblich".

    Wäre es nicht "gewerblich" würde es gar keine Probleme geben, da die nichtmal an deine Daten von deinem ISP rankommen, das geht nur bei "gewerblichen" Straftaten, welche auch so vor gericht landet, die wird aber in aller regel verworfen weil es einfach "kleinkram" ist (Strafrechtlich) ; aber über diesen Weg kommen sie an deine daten (bzw. die des Anschlußinhaber, nicht zwangsläufg "du") , mit denen können sie dann diesen Anschluß auf Schadensersatz verklagen und Abmahnen.


    So oder so, das geht "nur" über das wörtchen "gewerblich" , das hier sehr schwammig ausgelegt wird.

    Gewerbliche "kriminialität" ist etwas das setzt schon sehr viel kriminelle energie vorraus, aber im Internet "gewerblich" zu handeln ist so kinderleicht, da muss man nur eine Tauschbörse nutzen, das kann absolut jeder ohne irgendwelche kriminelle energie.



    Eine sehr einfache Methode wäre es also schlichtweg die Gesetzeslage zu ändern, damit eine Straftat auch wirklich auch straftat gilt, in einem Ausmaß das es sinnvoll zu bestrafen gilt , nicht das Instrument missbrauchen nur um an Daten zu kommen die man verklagen kann.

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  16. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor oBsRVr666 08.02.13 - 12:06

    Drag_and_Drop schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 1000¤ für Filme sind annähernd realistisch, wenn man von 20¤
    > Neu-Veröffentlichungspreis ausgeht können 500 Leute den Film ziehen.

    500 x 20¤ = 10.000¤

    Oder andersrum: 50 Filme.

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  17. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor Neuro-Chef 08.02.13 - 13:33

    neocron schrieb:
    > es ist wesentlich einfacher einen song 10 mal zu verbreiten, als 10 mal
    > schwarz zu fahren!
    Finde ich (hier) nicht, ich fahre jeden Werktag mindestens 2 mal mit den Öffis und werde so ~10 mal im Jahr kontrolliert^^
    Aber als anständiger Mensch habe ich natürlich eine gültige Monatskarte dabei, so ich sie nicht zuhause liegenlasse.

    > ich wuerde nicht mit einem vergleich zwischen oeffentlichem verkehr und
    > musikdownloads kommen!
    Jo.

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  18. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor Neuro-Chef 08.02.13 - 13:35

    Drag_and_Drop schrieb:
    > 1000¤ für Filme sind annähernd realistisch, wenn man von 20¤
    > Neu-Veröffentlichungspreis ausgeht können 500 Leute den Film ziehen.
    Pff, lad erstmal 500 Filme hoch mit nem normalen Privatanschluss..^^

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  19. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor Neuro-Chef 10.02.13 - 17:33

    neocron schrieb:
    > und wie kommst du auf die zahlen?
    So aus dem Bauch heraus.

    > weshalb sollte jemand, der wahrscheinlich selbst das lied geklaut hat, und
    > es an 5 weitere gibt nur 0,99 euro bezahlen?
    Alle hätten es gekauft?
    Schaden entstand, weil der Rechteinhaber die Datei jetzt nicht mehr hat?
    Alls Quatsch mit Soße -> man lädt runter weil das Geld eben _nicht_ reicht =Kein Schaden

    > es soll ja schon schmerzen!
    Finde ich nicht. Es soll einem zeigen, was man da getan hat.

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  20. Re: Ich würde den Streitwert sehr viel niedriger ansetzen

    Autor neocron 10.02.13 - 20:46

    Neuro-Chef schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > neocron schrieb:
    > > und wie kommst du auf die zahlen?
    > So aus dem Bauch heraus.
    dacht ich mir ...
    >
    > > weshalb sollte jemand, der wahrscheinlich selbst das lied geklaut hat,
    > und
    > > es an 5 weitere gibt nur 0,99 euro bezahlen?
    > Alle hätten es gekauft?
    irrelevant! auch wenn ich so dein Wohnung nicht gemietet haette, kann ich trotzdem nicht einmal reinspatzieren wenn es mir passt!
    auch dein auto kann ich nicht mal eben nutzen, oder?

    > Schaden entstand, weil der Rechteinhaber die Datei jetzt nicht mehr hat?
    natuerlich! jemand hat deren inhalte benutzt ohne dafuer zu zahlen! sicherlich handelt es sich dabei um einen schaden!?

    > Alls Quatsch mit Soße -> man lädt runter weil das Geld eben _nicht_ reicht
    > =Kein Schaden
    das ist keine rechtfertigung!
    nochmal, darf ich mir mal dein auto ausborgen, wenn ich nicht genug geld habe? ohne fragen versteht sich!

    > > es soll ja schon schmerzen!
    > Finde ich nicht. Es soll einem zeigen, was man da getan hat.
    es ist und bleibt illegal!
    und damit hat es zu schmerzen, schon alleine weil man WEISS dass es illegal ist, und es denoch tut!

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