1. Foren
  2. » Kommentare
  3. » Politik/Recht
  4. » Alle Kommentare zum Artikel
  5. » Rechtsstreitigkeiten…

Warum kann man Patente überhaupt kaufen?

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Warum kann man Patente überhaupt kaufen?

    Autor Satan 11.12.12 - 19:44

    Welchen positiven Nutzen hat es, ein Patent zu verkaufen? Wenn das nicht ginge, gäbe es wohl weit weniger Patenttrolle und - ja, wem würde das eigentlich schaden?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  2. Re: Warum kann man Patente überhaupt kaufen?

    Autor Trockenobst 11.12.12 - 21:22

    Satan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welchen positiven Nutzen hat es, ein Patent zu verkaufen? Wenn das nicht
    > ginge, gäbe es wohl weit weniger Patenttrolle und - ja, wem würde das
    > eigentlich schaden?

    Wenn Du eine Firma hast, und die Firma hat 20 Patente. Die Firma läuft gut.
    Irgendwann will keiner mehr Postkutschen. Du hast aber noch 20 Patente
    zu Postkutschen. Irgendwer repariert noch die restlichen Postkutschen und
    will gerne dieses Thema noch ein paar Jahre weiter bearbeiten.

    Du machst einen Schnitt, der Postkutschen-Reparateur kann die Restarbeiten
    recht frei von "Patent-Angriffen" durchführen.

    Das wird bei den Patenttrollen ja auch meist so gehandhabt. Patente, die
    für die Mutterfirmen praktisch wertlos sind (weil sie auch mit dem Sumpf der Patenterpressungen nichts zu tun haben wollen), werden an die Trolle für
    gutes Gelt weiter verkauft. Der erpresst die Firmen, also ein Win-Win.

    Die Idee war aber früher: der neue Patentbesitzer wirft die Fließbänder an.
    Das war aber naiv gedacht: gesetzlich erlaubte Erpressung bringt mehr
    Geld, wie wir bei unseren Abmahnanwälten gesehen haben. So war das
    mit dem Urheberrecht auch nicht "vorgesehen". Die 100¤ Kappung bringt
    auch nichts, wenn man bereit ist jeden Fall vor Gericht zu verhandeln.

    Das Problem ist auch noch, das ein großer Protentsatz der Firmen Patente
    inzwischen Kauft (wie Apple und Google gemeinsam Kodak's) um sich gegen
    die Plage zu schützen, **denn** ein Produkt auf den Markt zu bringen.

    Der Sinn von Patenten ist die Verwertung in Produkten: Wenn man eine
    echte Reform macht, muss der Patent-Troll ein Produkt auf den Markt bringen,
    dann darf er auf Lizenzen der Konkurrenz pochen, und zwar im Bezug auf
    das Gesamtsystem. Ein Pharma-Clon erreicht 100% Wirkstoffgleichheit,
    also auch 100% Lizenzzahlungen. Ein Smartphone hat vielleicht 0.2%
    von fremden Lizenzen, dann gehören der Firma simpel 0.2% von $400.

    Keine Verkaufsverbote, keine Tricks. Das wäre eine echte Reform.
    Und vor allem wird das horten von Patenten zum Zweck der Verteidigung
    sinnlos. Das Patentsystem in den USA hat eine Asymmetrie im Prozess
    zwischen Juristerei und Produktion. Große Firmen und Aggressive
    Firmen sind im Vorteil gegenüber denen die tatsächlich Leistung bringen.

    Wenn die Gleichheit wieder hergestellt wird, werden auch 80% weniger
    Müllpatente eingereicht werden. Und dann braucht man auch ansich
    wertlose Patente nicht an Erpresserbanden in Anzügen weiter zu verkaufen.
    Das hilft dann auch der Gesellschaft.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

Neues Thema Ansicht wechseln


Entschuldigung, nur registrierte Benutzer dürfen in diesem Forum schreiben. Klicken Sie hier um sich einzuloggen


Anzeige

Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

  1. Finanzierungsrunde: Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert
    Finanzierungsrunde
    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

    In einer neuen Finanzierungsrunde ist das Startup Airbnb zu einem der wertvollsten Startups der Welt gemacht worden. Gründer Brian Chesky behauptet, weiter den Geist der Firma zu leben und auf der Luftmatratze zu übernachten, wenn Freunde sein Bett brauchen.

  2. Spähaffäre: Snowden erklärt seine Frage an Putin
    Spähaffäre
    Snowden erklärt seine Frage an Putin

    In einem Beitrag für den Guardian hat Whistleblower Edward Snowden seine an Putin gestellte Frage verteidigt. Der russische Präsident müsse ebenso wie US-Präsident Obama zu Massenüberwachung Stellung beziehen. Zuvor war Snowden scharf kritisiert worden.

  3. CSA-Verträge: Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP
    CSA-Verträge
    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

    Mehreren US-Berichten zufolge hat Microsoft drastische Kürzungen bei den Kosten für den erweiterten Support von Windows XP bei Unternehmen vorgenommen. Dabei sollen unter anderem die Gesamtkosten unabhängig von der Zahl der PCs auf 250.000 US-Dollar gedeckelt worden sein.


  1. 09:20

  2. 16:32

  3. 14:00

  4. 12:02

  5. 11:47

  6. 20:20

  7. 19:26

  8. 19:02