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Recht hat er

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  1. Recht hat er

    Autor NeverDefeated 08.12.12 - 16:32

    Unsinn wie eine Websuche, die als Spyware gleich noch die Suchbegriffe an einen Konzern meldet, gehört nicht in ein freies Betriebssystem.

    Ich nutze seit bald 15 Jahren Debian GNU Linux und scheine richtig daran getan zu haben nie auf Ubuntu umgestiegen zu sein, obwohl das heute wohl weiter verbreitet ist als die Debian-Urdistribution, die Ubuntu ebenfalls zugrundeliegt.

    Schon mit dem Verzicht auf Firefox und der Entwicklung des eigenen Forks Iceweasle hat Debian gezeigt, dass es keinerlei Kompromisse eingeht was die absolute Freiheit der eigenen Distribution angeht. In Debian existiert bis heute keinerlei Spyware und Programme/Treiber die auch nur Codebestandteile mitbringen welche nicht unter der GPL stehen schaffen es erst garnicht in die Distribution.

    Es mag etwas Rückgrat dazu gehören unerfahrenen Usern nicht immer die neuesten proprietären Herstellertreiber für ihre Hardware bieten zu können, aber schon um garantieren zu können, dass kein Hersteller mit einem Closed-Source-Treiber/einer proprietären Software eine für ihn nutzbare Backdoor in das System einschleppt ist es zwingend notwendig keine diesbezüglichen Kompromisse einzugehen.

    Es gibt zig Hersteller, die versuchen auch bei Linux ihren Fuss in die Tür zu bekommen, wie man am obigen Artikel (aber z.B. auch an den Versuchen von NVIDIA ihre proprietären Grafiktreiber direkt in Linux-Distris zu integrieren) mal wieder erkennt.

    Sowas läuft dem Gedanken der freien Software entgegen und insofern hat die oben angesprochene Suchfunktion mit Spywarecharakter nichts in einer Linux-Distribution zu tun.

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  2. Stallman hat NIE Recht

    Autor aktenwaelzer 08.12.12 - 17:45

    NeverDefeated schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unsinn wie eine Websuche, die als Spyware gleich noch die Suchbegriffe an
    > einen Konzern meldet, gehört nicht in ein freies Betriebssystem.

    So etwas gehört in KEIN Betriebssystem.

    > Ich nutze seit bald 15 Jahren Debian GNU Linux

    Nein. Du nutzt Linux. ;))

    > Es gibt zig Hersteller, die versuchen auch bei Linux ihren Fuss in die Tür
    > zu bekommen, wie man am obigen Artikel (aber z.B. auch an den Versuchen von
    > NVIDIA ihre proprietären Grafiktreiber direkt in Linux-Distris zu
    > integrieren) mal wieder erkennt.

    Ich möchte, dass NVidia einen Treiber für ihre Hardware für Linux anbietet. Ob der im Source Code vorliegt, interessiert mich nicht die Bohne, wenn er funktioniert, wie er soll. Und das tut er!

    Ich würde für den Treiber sogar einen kleinen Geldbetrag bezahlen.

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  3. Re: Recht hat er

    Autor Wander 08.12.12 - 17:48

    Wie ist "freie Software" denn definiert? Doch eigentlich durch den freien Zugang zum Quellcode und die Möglichkeit diesen zu modifizieren. Warum ist die Suche, sofern sie unter einer entsprechenden OS-Lizenz steht, in diesem Sinne dennoch nicht frei?

    Weil du gerade iceweasel ansprichst, ist die dort enthaltene Amazon-Suche keine "Suchfunktion mit Spywarecharakter"?

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  4. Re: Stallman hat NIE Recht

    Autor inb4 08.12.12 - 18:18

    Nope, GNU Linux ist schon korrekt. nur mitm kernel kommt man nicht weit, und selbst der ist mit gcc aus der gnu toolchain kompiliert.

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  5. Re: Stallman hat NIE Recht

    Autor aktenwaelzer 09.12.12 - 11:40

    inb4 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nope, GNU Linux ist schon korrekt.

    Nein, ist es nicht. :))

    >nur mitm kernel kommt man nicht weit,

    Das ist nicht der Punkt. Nur mit Strom kommt man auch nicht weit. ;))

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  6. Re: Recht hat er

    Autor violator 09.12.12 - 11:49

    Wander schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie ist "freie Software" denn definiert? Doch eigentlich durch den freien
    > Zugang zum Quellcode und die Möglichkeit diesen zu modifizieren. Warum ist
    > die Suche, sofern sie unter einer entsprechenden OS-Lizenz steht, in diesem
    > Sinne dennoch nicht frei?


    Weil das nicht den heiligen Opensource-Idealen entspricht, die sich einige in den Begriff "Open Source", also "offener Quellcode" reinfanatisieren. ;)

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  7. Re: Stallman hat NIE Recht

    Autor developer 09.12.12 - 11:58

    aktenwaelzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > inb4 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nope, GNU Linux ist schon korrekt.
    >
    > Nein, ist es nicht. :))

    Doch ist es.
    Von Debian gibt es mehrere Varianten:

    Ein großer Teil der grundlegenden Werkzeuge, die das Betriebssystem ausmachen, stammt vom GNU-Projekt; daher die Namen GNU/Linux, GNU/kFreeBSD and GNU/Hurd. Diese Werkzeuge sind ebenfalls frei.

    Quelle: http://www.debian.org/intro/about

    Man kann sich jetzt darüber streiten es GNU/Linux oder nur Linux heißt aber im Kontext von Debian in dem er das auch genannt hat ist es Teil der eindeutigen Bezeichnung.


    >
    > >nur mitm kernel kommt man nicht weit,
    >
    > Das ist nicht der Punkt. Nur mit Strom kommt man auch nicht weit. ;))

    Nein das ist nicht der Punkt.
    Wie kommst du auf die Idee, dass man aus dem Hinweis, dass man neben Software, Strom und nehmen wir mal implizit an noch Hardware an ableiten könne, dass Linux die korrekte Bezeichnung ist?

    Warum dann nicht Pc? wenn wirs aufs wesentliche reduzieren wollen.
    Oder politisch korrekt: Wechselstrom / PC / i386 / Linux / Gnu / Ubuntu / Waynland / Unity.

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  8. Re: Stallman hat NIE Recht

    Autor ubuntu_user 09.12.12 - 12:05

    developer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder politisch korrekt: Wechselstrom / PC / i386 / Linux / Gnu / Ubuntu /
    > Waynland / Unity.

    muahaha.
    und genau das will stallman ja ^^ und am ende schimpft er dass es keiner benutz

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  9. Re: Stallman hat NIE Recht

    Autor doxanthropos 09.12.12 - 12:07

    > Das ist nicht der Punkt. Nur mit Strom kommt man auch nicht weit. ;))
    Darum nennt er es Debian GNU Linux und nicht "Strom" oder "Linux", weil man mit beiden nicht weit kommt. Die Distribution ist Debian, das BS ist GNU und der Kernel Linux, wenn eine der Angaben fehlt, ist unklar was gemeint ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.12.12 12:08 durch doxanthropos.

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  10. Re: Recht hat er

    Autor ImBackAlive 09.12.12 - 12:53

    NeverDefeated schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Debian existiert bis
    > heute keinerlei Spyware und Programme/Treiber die auch nur Codebestandteile
    > mitbringen welche nicht unter der GPL stehen schaffen es erst garnicht in
    > die Distribution.
    ?
    Viele Software in Debian steht nicht unter GPL...

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  11. Re: Recht hat er

    Autor developer 09.12.12 - 13:36

    > Schon mit dem Verzicht auf Firefox und der Entwicklung des eigenen Forks Iceweasle > hat Debian gezeigt, dass es keinerlei Kompromisse eingeht was die absolute Freiheit > der eigenen Distribution angeht.

    Weißt du überhaupt warum man sich dafür entschieden hat den FF unter Debian Iceweasle zu nennen?
    Der Kontext in dem du das Beispiel bringt lässt das bezweifeln.

    > In Debian existiert bis heute keinerlei Spyware und Programme/Treiber die auch nur > Codebestandteile mitbringen welche nicht unter der GPL stehen schaffen es erst
    > garnicht in die Distribution.

    Reiten wir jetzt mal nicht auf etwas so relativem wie Spyware rum und kommen gleich zu dem nachweislich komplett falschen Teil.

    Keine Nicht-GPL pakete? was ist dann mit:

    - Apache
    - PostgreSQL
    - PHP
    - Python
    ... die zig tausend andere nicht (x)GPL pakete?

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  12. Re: Recht hat er

    Autor NeverDefeated 09.12.12 - 21:48

    developer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Schon mit dem Verzicht auf Firefox und der Entwicklung des eigenen Forks
    > Iceweasle > hat Debian gezeigt, dass es keinerlei Kompromisse eingeht was
    > die absolute Freiheit > der eigenen Distribution angeht.
    >
    > Weißt du überhaupt warum man sich dafür entschieden hat den FF unter Debian
    > Iceweasle zu nennen?
    > Der Kontext in dem du das Beispiel bringt lässt das bezweifeln.

    Man hat sich nicht entschieden, sondern ist dazu gezwungen worden Firefox, Thunderbird und Seamonkey in Iceweasle, Icedove und Iceape umzubenennen, da die Mozilla Corporation sich Namen und Logos hat markenrechtlich schützen lassen und meinte nun dem Debian Projekt aufdiktieren zu können, dass es Änderungen an dem freien Code von Firefox und Co. erst mit der Mozilla Corporation abstimmen müsse und auch das Entwickeln eigener Paches für ältere, mit Debian-Distributionen ausgelieferte Versionen von Firefox und Co. zu unterbleiben habe, sondern immer direkt auf die neueste Version quasi "zwangsupgedated" werden müsse. Das geht ebensowenig konform mit den "Debian Free Software Guidelines" wie Spyware in der Distribution und damit mussten die geschützten Namen und Logos der Mozilla Corporation gehen, die diese als Druckmittel gegen das Debian Projekt verwenden wollte.

    Dieser Sachverhalt ist somit direkt mit dem "Unterschieben" einer Suchfunktion, die den Interessen eines Unternehmens aber nicht denen des Benutzers dient (ein vom Debian Projekt speziell angepasster und über Jahre gewarteter/gepatchter Iceweasle-Browser dient dem Benutzer auch besser als eine ständig topaktuelle und daher wenig getestete und dank neuen Funktionen eben auch mit neuen Fehlerquellen behaftete Version desselben) zu vergleichen und zeigt deutlich, dass man aus einem freien Betriebssystem jegliche Versuche Dritter ihnen dienende Funktionen in Richtung Ad- oder Spyware zu implementieren oder irgendwelche von Dritten eingeschleppten geschützten Marken strikt unterbinden muss, da diese sonst warten, bis sich so etwas zum Standard entwickelt hat und dann plötzlich (SCO hat das gut vorgemacht. Dummerweise sind sie gegen die Interessen von IBM angetreten, sonst hätte das für das freie Linux möglicherweise schon das Ende bedeuten können.) ihre Rechte einklagen oder eben mit Spyware und Backdoors die User umfassend ausspionieren, die sich dann über die Distribution bzw. über Linux aufregen, weil es dank Spyware dann scheinbar keinen Deut besser ist als Windows.

    > > In Debian existiert bis heute keinerlei Spyware und Programme/Treiber die
    > auch nur > Codebestandteile mitbringen welche nicht unter der GPL stehen
    > schaffen es erst
    > > garnicht in die Distribution.
    >
    > Reiten wir jetzt mal nicht auf etwas so relativem wie Spyware rum und
    > kommen gleich zu dem nachweislich komplett falschen Teil.
    >
    > Keine Nicht-GPL pakete? was ist dann mit:
    >
    > - Apache
    > - PostgreSQL
    > - PHP
    > - Python
    > ... die zig tausend andere nicht (x)GPL pakete?

    Zunächst einmal ging es im Artikel gerade um die Spyware, die Du jetzt auf einmal einfach beiseite wischt.

    Wenn jemand gerne die kompletten "Aufnahmebedingungen" für Software in die Debian Distribution bzw. die "Debian Free Software Guidelines" lesen will, dem kann ich gerne ein paar Links mit Lesestoff für eine lange Nacht (oder auch mehrere Wochen) schicken. Selbstverständlich mit Erwähnung sämtlicher akzeptablen Lizenzmodelle für freie Software und nicht nur der für die Idee freier Software von mir exemplarisch (da diese vermutlich die meisten Leute kennen oder wenigstens schon mal von ihr gehört haben) erwähnten GPL. Ohne die exemplarische Erwähnung der GPL hätte ich erstmal das Grundkonzept freier Software erklären müssen, was der Länglichkeit wegen wohl erst recht niemand gelesen hätte. Das wäre für eine Überleitung ein bisschen viel Aufwand gewesen, die einfach nur zeigen sollte, dass das Debian Projekt rigoros Ad- und Spyware wie auch mit "Besitzrechten" (Urheber-, Patent-, Markenrecht etc.) des Erzeugers versehene Software ausschliesst.

    Mir ging es aber eben nicht darum irgendwelche Lizenzmodelle durchzudiskutieren, sondern den Grundgedanken und die elementaren Vorteile von frei veränderbarer, einsehbarer Open-Source-Software gegenüber Closed-Source-Software aufzuzeigen und zwar dahingehend, dass es bei Open-Source-Software eben möglich ist sich den Quelltext anzusehen und auszuschliessen, dass irgendein Konzern, eine Behörde oder auch nur ein Programmierer ein "Easteregg" in Form einer Backdoor oder eben in Form von Ad- und Spyware eingeschleppt hat.

    Eine freie Distribution gleich mit Spyware auszuliefern ist, selbst wenn deren Code offenliegt, fast genauso schlimm wie auf Backdoors kaum überprüfbare Closed-Source-Software in eine freie Distribution einzuschleppen. Sowas untergräbt den Grundgedanken an die höhere Sicherheit freier Software und somit das Vertrauen in Linux-Systeme. Wer meint mit Spyware oder mit einer in einem Closed-Source-Treiber versteckten Backdoor leben zu können, der soll sich den Kram eben selber herunterladen und auf seiner Linux-Distribution installieren. Wenn dann plötzlich jemand sein Bankkonto leerräumt oder er mit personalisierter Werbung zugespammt wird, kann er dies dann wenigstens nicht seiner Linux-Distribution ankreiden, sondern muss sich an die eigene Nase fassen.


    Was die "Debian GNU Linux", "Debian Linux" oder doch nur "Linux"-Diskussion angeht, so gehe ich einfach mal davon aus, dass die Debian-Entwickler und auch Distrowatch wissen, wie die von mir verwendete Distribution heisst. ;-)

    http://distrowatch.com/table.php?distribution=debian

    Grundsätzlich kommt es ohnehin nur darauf an, dass jeder weiss was gemeint ist und das habe ich wohl mit Debian GNU Linux kaum zweideutig umschrieben.

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  13. Re: Stallman hat NIE Recht

    Autor Flying Circus 10.12.12 - 15:46

    aktenwaelzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich nutze seit bald 15 Jahren Debian GNU Linux
    >
    > Nein. Du nutzt Linux. ;))

    Du solltest den Debian-Jungs dringend Bescheid stoßen, dass sie auf ihrer Webseite Blödsinn erzählen:

    http://www.debian.org/intro/about

    Ich zitiere:

    "Ein großer Teil der grundlegenden Werkzeuge, die das Betriebssystem ausmachen, stammt vom GNU-Projekt; daher die Namen GNU/Linux, GNU/kFreeBSD and GNU/Hurd."

    Also dann, mach hin.

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