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also ich weiss nicht ....

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  1. also ich weiss nicht ....

    Autor telko_34 16.11.09 - 15:07

    die Telekom soll für die anderen Netzbetreiber die Infrastruktur bereitstellen und dabei noch Gewinne erwirtschaften? Ist nicht wahr, oder?

  2. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor moppi 16.11.09 - 15:20

    ja dem ist leider so :\
    also ich verstehe das auch nicht ... die DTAG soll das zeug aufbauen und dann auch keinen Cent dran verdienen ... sehr nett eigentlich ...

  3. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor Docaliba 16.11.09 - 15:22

    Die ganze Sache stinkt doch vom Kopf. Das gesamte DSL-Netz inklusive Schaltverteiler gehört in die Hand einer zentralen Agentur, die Bandbreite an die DSL-Anbieter (und damit auch die Telekom) vermietet, sowie das DSL-Netz ausbaut.

    Wie es im Moment läuft, ist es unerträglich...Die Telekom blockiert m.E. ihre Wettbewerber, wo es geht (obwohl das dort natürlich keiner zugibt). Würde ich ja auch machen, wenn ich quasi Monopolist wäre...

    Ich warte auf meinen Entertainment-DSL-Comfort-Anschluss seit April dieses Jahres...

    Ist doch nicht wahr, oder?

  4. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor Ainer v. Fielen 16.11.09 - 15:55

    Die Infrastruktur der Telekom stammt zum grossen Teil noch aus Zeiten, als der Steuerzahler das bezahlt hat, ich kann mich noch bestens an die Gängelung und Bürokratie der Post erinnern!

    Es ist also nur fair, wenn die Telekom jetzt mit den Anderen teilt...

    ___________

    "Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"

    - Autor unbekannt -

  5. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor olliq 16.11.09 - 16:13

    Fair wäre nur wenn die "anderen" sich auch an die Wartungs- und Modernisierungskosten beteiligt. Wie du schon sagt sind die Leitungen schon sehr alt. Aber die Telekom soll erst alles modernisieren und die "anderen" nutzen es mit für ein Bruchteil der eigentliche Kosten.

  6. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor moi 16.11.09 - 18:14

    naja und es geht nicht um die nutzung von bestandsstruktur sondern es sollen neue verteiler von der telekom gebaut werden (an stellen, an denen sie keine für wirtschaftlich halten).
    zusammengefasst... sie dürfen einen (sonst) unwirtschaftlichen verteiler bezahlen, aufstellen und ihn dann zu einem bruchteil der kosten vermieten... sehr schön. da spielt das "alte" netz kaum eine rolle.

    die netze in staatliche hand. vermietung an alle.

  7. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor MartinP 16.11.09 - 18:25

    Die "graue Post" hat AFAIK den gesamten Netzausbau mit Telefongebühren finanziert - genau wie der Bäcker nebenan seinen Backofen mit den verkauften Brötchen.

    Es gab sogar i. d. R. Überschüsse, die an den damaligen Eigentümer - den Bund - ausgeschüttet wurden, bzw. zum Stopfen von Löchern bei der "gelben Post" gebraucht wirden.

    Gehört demjenigen, der morgens beim Bäcker Brötchen kauft dadurch ein Teil des Backofens?

  8. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor moi 16.11.09 - 18:29

    natürlich! ;)

    das nenn ich mal ein vernünftiges beispiel. gefällt mir!!

  9. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor Joe Net 16.11.09 - 18:49

    Netze in staatliche hand. Wie soll dass gehen?
    - Abkaufen ist bei der jetzigen Haushaltslagen keine Option.
    - Enteignen wäre m.M. auch nicht im Sinn der jetzigen Regierung.

    Bleibt nur gesetzlich regeln, Betreiber suchen, der den jetzigen Betreibern der Infrastruktur diese abkauft und dann mit geringen Gewinnerwartungen betreibt, instand hält und ausbaut. Natürlich nach dem Vorgaben des Regulierers.

  10. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor /mecki78 16.11.09 - 19:01

    MartinP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > genau wie der Bäcker nebenan seinen Backofen mit den
    > verkauften Brötchen.

    Wie macht der Bäcker das? Er kauft sich seinen Backofen von den Geldern, die er durch den Verkauft von Brötchen verdient hat, die er bitte wie gebacken hat, ohne Backofen? Da stimmt doch was nicht an deinem Beispiel.

    Der Bäcker wird eher zur Bank gehen, einen Kredit aufnehmen, davon einen Backofen kaufen und dann mit den Erlös aus den Brötchen seinen Kredit abbezahlen. So gesehen gehört der Backofen bis zur vollständigen Kredittilgung eher der Bank, denn wenn der Bäcker den Kredit nicht mehr zahlen kann, dann wird der Backofen gepfändet, versteigert und der Erlös geht an die Bank.

    Zurück zur Telekom: Hat die "Post" damals einen Kredit aufgenommen, wenn ja wann und bei welcher Bank bitte? Wenn sie keinen Kredit aufgenommen hat, von welchen Geld hat sie dann die ersten Telefonleitungen verlegt? Denn ohne die kann sie kein Geld für Telefongespräche verdient haben, mit denen sie das Netz weiter hätte ausbauen können.

    Soweit ich weiß wurden solange Leitungen und Netz per Steuergelder finanziert, bis so viel Netz und Infrastruktur da war, dass die Post auch wirklich über Telefoneinahmen den weiteren Netzausbau selber tragen konnte. Hat sie dann die Steuergelder zurückzahlen müssen? Soweit ich weiß musste sie das nicht.

    D.h. die Post hat ein Netz aus Geldern aufgebaut, die sie wiederum über ein Netz verdient haben, dass wir alle bezahlt haben. Und da willst du uns sagen uns gehört das Netz nicht, das wir (als eine Art riesige Volksbank soz.) vor finanziert haben, das es ohne unsere Gelder gar nicht geben würde?

    Und noch einen Punkt hast du vergessen: Wenn der Bäcker mir seine Brötchen zu teuer verkauft, dann gehe ich zu einem anderen Bäcker. Jahre lang hat die Post aber die Bürger "abgezockt" mit überhöhten Telefongebühren. Warum? Weil es gab keinen anderen Bäcker, der Staat hat ihnen ein Monopol zugesprochen. Jeder in Dtl. hat mit tränenden Augen auf die USA geschielt, wo es Flatrates (zumindest für Ortsgespräche) gab, während bei uns der 3-/6-Minutentakt Preis so hoch war, das eine Modemnutzung (selbst zu einem Provider im eigenen Ortsnetz) kaum zu finanzieren war auf Dauer.

    Niemand durfte etwas vergleichbares bauen oder anbieten in Dtl. Damit konnten sie die Gebühren einfach so hoch festliegen wie auch immer sie es eben gerade gebraucht haben. Wer gleicht uns den Schaden aus, der durch Wucherpreise entstanden ist? Richtig, auch wieder niemand. Wären sie kein Monopol gewesen, wären vielleicht die Mehrheit der Leute damals ganz schnell zu anderen Anbietern gegangen und die hätten heute die größten Netze in Dtl, während die Telekom irgend auf Platz 4 bis 6 rumgurken würde und weit entfernt davon wäre Marktführer zu sein in Dtl.

    /Mecki

  11. Re: also ich weiss nicht ....

    Autor MartinP 16.11.09 - 20:41

    /mecki78 schrieb:
    >
    > Zurück zur Telekom: Hat die "Post" damals einen Kredit aufgenommen, wenn ja
    > wann und bei welcher Bank bitte? Wenn sie keinen Kredit aufgenommen hat,
    > von welchen Geld hat sie dann die ersten Telefonleitungen verlegt? Denn
    > ohne die kann sie kein Geld für Telefongespräche verdient haben, mit denen
    > sie das Netz weiter hätte ausbauen können.


    Google einmal nach dem Stichwort "Postanleihe" ....



    >
    > Soweit ich weiß wurden solange Leitungen und Netz per Steuergelder
    > finanziert, bis so viel Netz und Infrastruktur da war, dass die Post auch
    > wirklich über Telefoneinahmen den weiteren Netzausbau selber tragen konnte.

    Wieviele Kriege und Währungsreformen liegt diese Zeit zurück?


    > Hat sie dann die Steuergelder zurückzahlen müssen? Soweit ich weiß musste
    > sie das nicht.

    Hmm, der Bund als Eigentümer und Vertretung des Volkes hat die Netze beim Börsengang mitverkauft. Also hat er schon Geld für das Netz von den neuen Eigentümern - den Aktionären - erhalten.
    Wenn der Bäcker seinen Laden verkauft, gehört er ihm auch nicht mehr.


    >
    > D.h. die Post hat ein Netz aus Geldern aufgebaut, die sie wiederum über ein
    > Netz verdient haben, dass wir alle bezahlt haben. Und da willst du uns
    > sagen uns gehört das Netz nicht, das wir (als eine Art riesige Volksbank
    > soz.) vor finanziert haben, das es ohne unsere Gelder gar nicht geben
    > würde?
    >


    Genau, das Wirtschaftprinzip heißt Kapitalismus, und funktioniert am Besten bei einem Monopol ;-) ...

    > Und noch einen Punkt hast du vergessen: Wenn der Bäcker mir seine Brötchen
    > zu teuer verkauft, dann gehe ich zu einem anderen Bäcker. Jahre lang hat
    > die Post aber die Bürger "abgezockt" mit überhöhten Telefongebühren. Warum?
    > Weil es gab keinen anderen Bäcker, der Staat hat ihnen ein Monopol
    > zugesprochen. Jeder in Dtl. hat mit tränenden Augen auf die USA geschielt,
    > wo es Flatrates (zumindest für Ortsgespräche) gab, während bei uns der
    > 3-/6-Minutentakt Preis so hoch war, das eine Modemnutzung (selbst zu einem
    > Provider im eigenen Ortsnetz) kaum zu finanzieren war auf Dauer.


    Hmm, und, bekommt der Farmer in der Mitte vom Nirgendwo in den USA besser einen DSL-Anschluss?
    Übrigens erinnere ich mich daran, daß bis in die 80er Jahre (?) die Ortsgespräche gar nicht getaktet waren -telefonieren für 20 Pfennig, bis die Ohren Qualmten.

    >
    > Niemand durfte etwas vergleichbares bauen oder anbieten in Dtl. Damit
    > konnten sie die Gebühren einfach so hoch festliegen wie auch immer sie es
    > eben gerade gebraucht haben.

    Die Gebühren waren unter demokratischer Kontrolle, mussten vom Postministerium (waren die Gebührensätze nicht sogar Gesetz und mussten durch Bundestag und Bundesrat??) abgesegnet werden.

    Wer gleicht uns den Schaden aus, der durch
    > Wucherpreise entstanden ist?
    Hmm, ich denke, daß es auf ein Geschäft "linke Tasche / rechte Tasche" hinausläuft: Der Bund hat jedes Jahr mehrere Milliarden Gewinne von der Post abgeschöpft. Ohne das Geld hätten eben Steuern erhöht werden müssen....
    Die heutigen niedrigen Preise werden uns anderweitig wieder aus der Tasche gezogen - undurchsichtige Rechnungen für 0900 Nummern, die man nie angerufen hat - ALG2 Aufstockungen für zu Niedriglohn Beschäftigte und Scheinselbständige, die für die Telcos die Strippen ziehen.


    > Richtig, auch wieder niemand. Wären sie kein
    > Monopol gewesen, wären vielleicht die Mehrheit der Leute damals ganz
    > schnell zu anderen Anbietern gegangen und die hätten heute die größten
    > Netze in Dtl, während die Telekom irgend auf Platz 4 bis 6 rumgurken würde
    > und weit entfernt davon wäre Marktführer zu sein in Dtl.

    Dann wäre die Regulierung auf die Leitungen obsolet, da der "Markt" hergestellt wäre:
    Hmm, in unserer Straße stehen 15 Häuser: Ich will nicht, daß bei jedem Anbieterwechsel eines Nachbarn die Straße aufgerissen wird, und man nicht mehr aus der Einfahrt kommt, weil die Straße voller DSL-, Kabelfernseh- und Telefonkästen ist.


    Im Fernnetz hält die Telekom sowieso nicht mehr die größte Kapazität in D.

    Ich glaube, Du bist zu jung dafür, die Zeit noch zu kennen, als die Post noch das Monopol hatte. Telefonkabel fest in der Wand in versiegelten Anschlussdosen saßen, und man noch nicht einmal ein eigenes Telefon anschließen durfte...

    Im Prinzip bin ich schon in einigen Punkten Deiner Meinung. Wobei ich der Meinung bin, daß - ähnlich wie bei der Bahn jetzt - die große Geldschneiderei erst dann losging, als man hinter den Kulissen den Entschluss zur Privatisierung gefasst hatte. Da musste die Braut "attraktiv" für die Investoren gemacht werden.

    Nun ist sie in unserem Namen durch unsere Volksvertreter verkauft und der Erlös ist zerronnen.

    Man darf die Kuh nicht schlachten von der man Milch haben will...

    Ich glaube auch, daß das ganze Geschäft ohne das Netz höchstens 5 Prozent des Erlöses gebracht hätte, und unsere Volksvertreter das wussten, aber auf die schnelle Mark geschielt haben.

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