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"Die Nutzer müssten auch wissen, wann sie gegen ein solches Recht verstoßen."

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  1. "Die Nutzer müssten auch wissen, wann sie gegen ein solches Recht verstoßen."

    Autor wmayer 14.02.13 - 16:34

    Klar, weiß ja niemand, dass der Download von aktuellen Kinofilmen für lau möglicherweise nicht ganz legal sein könnte.

    Und wie außer mit ständiger Überwachung der Nutzer soll das funktionieren?

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  2. Re: "Die Nutzer müssten auch wissen, wann sie gegen ein solches Recht verstoßen."

    Autor theonlyone 14.02.13 - 17:59

    Es gibt ein paar Lösungen um auch Downloads zu verfolgen, die kratzen aber gehörig an anderen stellen.


    Das eine ist schlichtweg den provider zum überwachen des Traffic aufzufordern.

    Wie ein Anti-Viren tool wird der dann gefilzt ob es sich dabei mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit um Signaturen von "UrheberrechtlichgeschütztemMaterial" handelt.

    Ist das der fall, wird das gespeichert und zur "näheren" Untersuchung weiterverschickt. Bestätigt sich das es sich hierbei um geschütztes Material handelt, wird der Inhaber des Materials in Kenntnis gesetzt und wird entsprechend abmahnen.


    Im Grunde technisch machbar, man hat aber hier einige Problemchen die man umschiffen muss.

    Einmal Datenschutz, das man den Traffic von Personen nicht einfach pauschal überwachen darf.

    Dann Verschlüsselungen des Traffic, die man zur sinnvollen Überwachung natürlich "entschlüsseln" müsste.



    Der Prozess durch den P2P Teilnehmer abgemahnt werden springt auch durch einige Hürden und hat sich in letzten Jahren stark verändert.

    man muss dazu TestDownloads tätigen, um zu bestätigen das tatsächlich ein Download angeboten wird und überprüft diesen Testdownload dann mit Hash-Abgleich ob es die entsprechende Datei ist.

    Jetzt stellt man erstmal Strafanzeige gegen Unbekannt, zumindest mit der bekannten IP. Darüber kommt man an den ISP und kann die kurzfristig gespeicherten Verbindungsdaten "einfrieren" lassen, da sie ja ansonsten gelöscht werden, mit der angabe das diese für eine Strafverfolgung benötigt werden.

    Per Gericht kann man nun mit dieser IP erwirken den "Anschlußinhaber" zu ermitteln. Der ist pauschal nicht die Person die den Download getätigt hat, aber die einzige Person die man damit ausfindig machen kann.

    Die Strafanzeige wird in aller regel wegen "Banalität" eingestellt, es kommt also gar keine Strafverfolgung ins Spiel, es geht nur noch um den Schadensersatzforderungen und Unterlassungsforderung.

    Da man nicht genau weiß wie hoch der virtuelle Schaden ist, zimmert man sich einen entsprechend hohen Betrag zusammen, wir sagen mal "theoretisch" hätten ja beliebig viele Leute den Download in Anspruch nehmen können (egal ob vielleicht nur 10 Leute von dir als P2P teilnehmer gezogen haben).

    Dann geht es darum das es "gewerblich" ist. Das definiert sich auch sehr schwammig bereits dadurch, das man es einer "größeren menge" zur verfügung gestellt hat und die "besondere schwere" entsteht dadurch das es aktuelle Spiele oder Kinofilme sind, der wirtschaftliche Schaden also pauschal mal "immens" ist deshalb (für alte Schinken die eh im Fernsehen laufen interessiert sich ja eigentlich kein Mensch mehr).


    Damit hätten wir eigentlich alles was wir zur Abmahnung brauchen:

    - IP Addresse + Anschlußinhaber mit Nahme und Addresse
    - TestDownload mit dieser IP, per hashtag geprüft das es die geschützten Dinge sind
    - gewerblicher schwerer Schaden
    - undefinierten Anzahl Anderer zugänglich gemacht

    Wir wissen nur noch nicht ob der Anschlußinhaber auch "tatsächlich" der jenige ist den wir verklagen wollen.

    Das behaupten wir aber mal "pauschal" , wenn der sich verquatscht, etwas blöd formuliert, oder unsere beigelegte Unterlassungserklärung unterschreibt, oder auch nur einen Cent als Zahlung überweist, verstehen wir das als Schuldeingeständnis.

    Damit sich die angeschrieben Person auch garnicht erst informiert, legen wir zahlreiche Blätter bei mit Gerichtsurteilen und möglichst viel Text, am besten direkt noch "beweismaterial" des testdownloads , mit dem Namen der P2P Software, der Uhrzeit, Datum und Gerichtlichen Kopien mit Stempel und allem von Landgericht Köln/Hamburg oder sonstwo.

    Alles so formuliert das eine unwissende Person komplett geschockt meist direkt bezahlt.

    Zeitlich geben wir 1 Woche zeit, kommt bis dahin nichts, schicken wir direkt Inkasso Schreiben los und fordern die geldsumme ein.


    Perfide sache das ganze und viele Schritte sind notwendig und viele Gesetzliche Tricksereien über die wir an alle daten kommen die wir brauchen, am Ende das Abmahnopfer einfach so "überrumpeln" das gezahlt wird.


    Nur eine Frage der zeit, wenn sich das abmahnen der P2P leute nicht mehr lohnt, muss man sich verstärkt gedanken machen wie man die OCH Leute dranbekommt, den wirklich schwer ist das nicht, man muss nur eine Razia durchziehen beim Anbieter, der speichert dann für uns alle IP Addressen und verbindungsdaten und wir gehen wieder exakt genauso vor wie bei der P2P Abmahnung.

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  3. Re: "Die Nutzer müssten auch wissen, wann sie gegen ein solches Recht verstoßen."

    Autor caso 14.02.13 - 18:08

    Was springt denn für den Urheber eigentlich dabei raus?

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  4. Re: "Die Nutzer müssten auch wissen, wann sie gegen ein solches Recht verstoßen."

    Autor GodsBoss 14.02.13 - 18:24

    > Klar, weiß ja niemand, dass der Download von aktuellen Kinofilmen für lau
    > möglicherweise nicht ganz legal sein könnte.

    Strenggenommen könnte das für stark netzaffine Menschen sogar sein. Überall gibt es werbefinanzierte Inhalte, aktuelle, nicht bloß olle Kamellen, warum sollten Filme da eine Ausnahme machen?

    Hat aber nur am Rand was mit dem geplanten Gesetz zu tun, denn dabei geht es natürlich um den Upload, nicht den Download.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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  5. Re: "Die Nutzer müssten auch wissen, wann sie gegen ein solches Recht verstoßen."

    Autor Sharra 15.02.13 - 18:47

    caso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was springt denn für den Urheber eigentlich dabei raus?


    Entweder es ist deren eigene Rechtsabteilung, dann ist Abmahnggebühr = Gewinn (denn die Anwälte bezahlt man ja sowieso).
    Andernfalls kassiert der Urheber eben "nur" die Schadensersatzforderung.

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  6. Re: "Die Nutzer müssten auch wissen, wann sie gegen ein solches Recht verstoßen."

    Autor Sharra 15.02.13 - 18:49

    Naja aber funktioniert Deep Packet Inspection noch bei Cryptocontainern in einem Archiv? Dazu müsste erstmal das Archiv selbst entpackt (und dazu evtl ein Passwort geknackt werden) bevor man immer noch Datenmüll in Form verschlüsselter Daten hat.

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  7. Re: "Die Nutzer müssten auch wissen, wann sie gegen ein solches Recht verstoßen."

    Autor posix 17.02.13 - 04:46

    Nur das Verfahren mittels Cryptolinks/Containern ist nach wie vor als relativ sicher zu betrachten. Auch Deep Paket Inspection hat ihre Grenzen, und ist ebenso an die technischen Gegebenheiten gebunden die für alle gelten.
    Bei verschlüsselten Archiven muss man garnicht weiter reden, das zu knacken wäre reine Utopie, zumal die meisten dieser Passwörter bspw. aus wechselnden WWW Adressen bestehen und daher sehr lang und komplex sind.
    Vermehrt sind auch individuelle Passwörter am Start ist sogesehen nie einheitlich, und da in Packern oftmals AES-256 zum Einsatz kommt, wäre das Zeitverschwendung zu versuchen es zu knacken.

    Die Gesetzeslage sieht nur vor den Uploader zu verfolgen nicht den Downloader, daher ist dieses Sharehoster Prinzip auch so erfolgreich.
    Es ist schlicht nicht mehr möglich Uploader zu identifizieren solange Cryptodienste wie: Relink.us, share-links.biz etc. diese sehr effektiv schützen und vom Design ist das erst garnicht vorgesehen User identifizierbar zu machen.
    Somit kann man als Uploader gefahrlos uploaden, Die Links verteilen die später massenweise heruntergeladen werden ohne dass was passiert.

    Muss allgemein schon sagen die Industrie macht es sich mit ihren alt eingesessenen Aussagen recht einfach. Die Welt hat sich sehr verändert in Vielerlei Hinsicht, und Systeme müssen sich neuen Gegebenheiten anpassen.
    Es kann nicht angehen dass man generell als Straftäter dasteht, weil man allgegenwärtiges wie Filme und Musik für sich vielfältig nutzt.
    Wie kann es z.B. sein dass man einen Musiktitel kauft, ihn auf der Festplatte hat jedoch nicht die Erlaubnis hat diesen Titel auf ein Handy/MP3-Player zu übertragen?
    Man muss rechtmäßig den selben Titel nochmals erwerben damit man ihn mobil verwenden darf... hallo?
    Ist nur eins der skurrilen Beispiele, wie man erstes ausgebeutet und gegängelt wird ohne sinnvollen Hintergrund.
    Wen interessiert das? Niemanden, denn nahezu jeder läd sich Titel auf mobile Geräte aller Art egal ob: USB Sticks, Ipods, Handys usw. ,warum sollte man sich auch mit soetwas krankem wie derartigen Regelungen/Verboten beschäftigen?

    Medieninhalte sind überall present und keinem ist geholfen wenn man diese an allen Ecken und Kanten darstellt, als wäre es so schlimm etwas davon bei YT oder sonstwo privat zu nutzen.
    Früher war es Gang und Gebe, und auch heute gewinnen Musik und Filme deutlich mehr an Popularität, Gewinn als das je der Fall war durch diese Verhalten.
    Auch gab es statistisch mehr Kinogänger trotz illegaler Downloads, was deutlich gegen angebliche massive Schäden in Mrd. Höhe spricht.
    Nur weil heutzutage technisch mehr möglich ist als damals, ist das kein Grund Bürger aufgrund von menschlich normalem Verhalten unter Strafe zu stellen.
    Die Systeme haben sich schlicht und ergreifend an die Neuzeit anzupassen, und am einfachsten wäre das mit Musik/Film Flatrates zu realisieren, ohne das einem vorgeschrieben wird was man damit tun darf und was nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.02.13 04:47 durch posix.

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