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Anbieter sparen - Bürger sollen einspringen

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  1. Anbieter sparen - Bürger sollen einspringen

    Autor iu3h45iuh456 17.10.11 - 17:44

    "EU will 9,2 Milliarden Euro für Breitband ausgeben" - die EU wird von ihren Mitgliedsländern finanziert und diese von allen Steuerzahlern. Insofern ist die Frage, ob es sich hier nicht um eine getarnte Subvention für Telekommunikationsanbieter mit Milliardenumsätzen handelt.

    Die Anbieter machen lieber mehr Gewinn als ins Netz zu investieren und wenn der Nachholbedarf dann so groß ist, dass sie es nicht mehr alleine stemmen können sollen die Steuerzahler einspringen. Und dann kann die EU es auch noch als frohe Botschaft für die Bürger darstellen. Sauber.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.10.11 17:45 durch iu3h45iuh456.

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  2. Re: Anbieter sparen - Bürger sollen einspringen

    Autor bssh 17.10.11 - 18:05

    Wieso? das ist doch genau so, wie es sein soll.
    Die Aufgabe eines Unternehmens in einer Marktwirtschaft ist nicht für die Allgemeinheit
    da zu sein und den Wohlstand aller zu mehren, sondern nur das Unternehmen so gut
    wie möglich da stehen zu lassen. Bei der kurzsichtigen Blickweite heute heißt das so viel
    Gewinn wie möglich zu erzielen. Das lässt sich am besten dann erzielen, wenn man da investiert, wo es großen Gewinn verspricht und nicht dort, wo dieser gering oder gar nicht
    zu erzielen ist. Also investiert man in den Ballungsgebieten und wartet bis die Allgemeinheit den Rest finanziert. Alles andere wäre doch sehr dumm.
    Und schwer sind die Vorgaben der EU ja auch nicht zu erfüllen. Von Glasfaser stand da nichts, sondern nur von Breitbandzugang bis 2013. Das haben wir schon jetzt, denn jeder kann Satellit empfangen.
    "bis 2020 mit einer Datenübertragungsrate von 30 MBit/s": wo ist das Problem? Satellit und Funk für alle außerhalb der Ballungsgebiete, die Priviligierten haben dann schon 50 oder mehr als 100 MBit/s.

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  3. Re: Anbieter sparen - Bürger sollen einspringen

    Autor iu3h45iuh456 17.10.11 - 19:49

    bssh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso? das ist doch genau so, wie es sein soll.
    > Die Aufgabe eines Unternehmens in einer Marktwirtschaft ist nicht für die
    > Allgemeinheit
    > da zu sein und den Wohlstand aller zu mehren, sondern nur das Unternehmen
    > so gut
    > wie möglich da stehen zu lassen.

    Marktwirtschaft bedeutet aber auch, dass ein Unternehmen für sich selber sorgen muss um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gewinne 1A abzuschöpfen und bei Investitionen nach dem Staat zu rufen - so war es nicht gedacht.

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  4. Re: Anbieter sparen - Bürger sollen einspringen

    Autor XeniosZeus 17.10.11 - 22:19

    Damit sind wir mal wieder beim Grundproblem - warum sind Privatunternehmen für die Infrastruktur zuständig? Das kann nicht funktionieren, weil Unternehmen Gewinne erwirtschaften müssen. Aber insbesondere die EU hat sich immer dafür stark gemacht, jeden Quatsch zu privatisieren. Das spült nur einmal Geld in die Kassen, nachher hat der Bürger das Nachsehen. Dann muss man hinterher wieder mit teuren Subventionen den Ausbau ankurbeln. Zwar zeigt der Staat auch jeden Tag, dass er nicht wirtschaften kann, dafür bleibt aber der verzapfte Murks in seinem Eigentum. Jahrelange Subventionen sind ebenfalls teuer. Und wenn die Privatindustrie, wie bereits jetzt deutlich sichtbar, sich immer auf Subventionen verlassen kann, dann ist das ein Geschäftsmodell - nicht investieren - Lobbyisten platzieren - jammern - Subventionen einsacken - Gewinne an Aktionäre ausschütten - kein Geld für weitere Investitionen und das Spiel beginnt von vorne. Funktioniert tadellos. Auch die Bangster haben mittlerweile auf diese sichere Art der Geldvermehrung umgeschaltet...

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Marktwirtschaft bedeutet aber auch, dass ein Unternehmen für sich selber
    > sorgen muss um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gewinne 1A abzuschöpfen und bei
    > Investitionen nach dem Staat zu rufen - so war es nicht gedacht.

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  5. Re: Anbieter sparen - Bürger sollen einspringen

    Autor EqPO 18.10.11 - 07:51

    Wäre es nicht privatisiert würde es der Bürger auch zahlen. So oder so, der Bürger zahlts in jedem Falle. Ob nun durch EU-Investition in private Firmen von Steuern, ob durch Steuern vom Land, oder ob durch Verlegegebühr, die der Anbieter erhebt. Er zahlt es. Immer. Nur hat er bei der letzten Möglichkeit eine Wahl. Nichts haben und nichts zahlen. :)

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  6. Re: Anbieter sparen - Bürger sollen einspringen

    Autor iu3h45iuh456 18.10.11 - 11:16

    EqPO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre es nicht privatisiert würde es der Bürger auch zahlen. So oder so, der
    > Bürger zahlts in jedem Falle.

    Nicht so ganz. Mal als Beispiel die Abfallwirtschaft in unserem Landkreis, wenngleich das natürlich größenmäßig kein Vergleich mit großen Unternehmen ist. Privatisierung konnte da durch Bürgerentscheid verhindert werden. Machen in manchen Jahren Verluste (und sei es durch den Kauf neuer Fahrzeuge), in anderen ordentliche Überschüsse. Die Mitarbeiter werden ordentlich bezahlt und die Entsorgungsgebühren können seit Jahren stabil gehalten werden.
    Wird sowas privatisiert, soll mehr und mehr Gewinn abfallen. Erstmal wird eingespart beim Personal und mehr auf Verschleiss gefahren. Und dann gehen auch noch die Gebühren nach oben.

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