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Monatliches Abo

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  1. Monatliches Abo

    Autor Omega_13 08.05.12 - 14:44

    Was die Musikindustrie seit Jahr und Tag wie sauer Bier anbietet (aber bei Musikstücken aus meiner Sicht sinnlos ist) wäre für die Filmbranche so ein offensichtliches Vertriebsmodell, dass man sich fragt, warum es nicht schon längst so ein Angebot gibt: Abonements.

    Wenn man mal berücksichtigt, was Nutzer dieser One-Click-Hoster monatlich ausgeben (VPN-Zugang, Premium-Zugang zum Hoster, (einmalig) DLNA-Server, etc.) wird doch schnell klar, dass Viele durchaus bereit sind für Inhalte Geld zu zahlen.

    Wenn man nun ein vergleichbares, legales Angebot aufbauen würde (Filme zeitgleich zum DVD-/BD-Release, 1080p Auflösung, DTS, usw.) mit einer angemessen monatlichen Gebühr (von mir aus gestaffelt: 10 Filme/Monat für x Euro, 20 Filme/Monat für y Euro, usw.) und einem möglichst vollständigen Katalog auf einer ansprechenden Plattform, kann ich mir ein Scheitern nur schwer vorstellen.

    Denn im Unterschied zu Musikstücken, die man sich teilweise 100 mal anhört (und daher besitzen will), sieht man sich die meisten Filme doch wohl eher 1-2 mal an.

    Aus meiner Sicht ruft der Markt danach... aber der Ruf verhallt ungehört. Die Filmindustrie will lieber pro Film verkaufen, zu einem möglichst hohen Preis. Das jedoch ist Denken in alten Schienen: die physischen Datenträger verkaufen, die CD, die DVD, die Blu-Ray. Es ist einfach an der Zeit, die Realität zu erkennen. Es geht nicht darum eine Kostenloskultur zu etablieren, wie die Filmindustrie (und jüngst auch diverse Künstler) der Öffentlichkeit glauben machen möchte. Es geht um aktualisierte Vertriebsmodelle, die dem Wandel der technischen Infrastruktur und einem sich radikal ändernden Konsumverhalten Rechnung tragen.

    Schade, dass man die Chancen, die in dieser Entwicklung liegen, auf Anbieterseite ignoriert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.05.12 14:45 durch Omega_13.

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  2. Re: Monatliches Abo

    Autor Threat-Anzeiger 08.05.12 - 15:15

    der erfolg von netflix, blockbuster und hulu+ beweisen dass die aussage des TE in weiten teilen stimmig ist.

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  3. gibts doch / gabs doch

    Autor jack-jack-jack 08.05.12 - 15:36

    simfy, napster, und noch 2 -3 andere machen das doch oder haben es gemacht


    mir persönlich kommt kein Abo mehr ins Haus

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  4. Die Einnahmen sind zu gering

    Autor 111000110010 08.05.12 - 15:49

    Also wenn man sich die Einnahmen ansieht die z.B. von Megaupload und Kino.to erwirtschaftet werden, ist das bei weitem nicht ausreichend um damit Produzieren zu können.

    6,6 millionen Euro reicht gerade mal für _einen_ Lowbudget Film. Hier werden alle möglichen Filme zusammen für diese Gewinnspanne verteilt.

    Auch Megaupload hat mit seiner Jahrelangen Arbeit gerade mal die Kohle für _einen_ Blockbuster reingebracht.

    Das heisst unterm Strich, dass das Geld gerade reicht um die Dateien zum Selbstkostenpreis zu verteilen. Oder vertue ich mich da?

    Wer einen Film, Musik, Software etc. herstellt, will ich ja selber in die schwarzen Zahlen kommen...

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  5. korrekt und flattr...

    Autor jack-jack-jack 08.05.12 - 15:55

    bei flattr sehe ich das leider ähnlich

    und das ist leider auch ein Abo


    die "Wucher" 18 Euro GEZ Gebühr reichen ja nicht mal offenbar ÖRTV zu finanzieren

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  6. Re: Die Einnahmen sind zu gering

    Autor Omega_13 08.05.12 - 15:57

    Ich sähe so ein Abo-Angebot natürlich nicht als Ersatz für den Vertrieb im Kino, sondern als Ergänzung. So wie es der Video-Verleih oder der DVD-/BV-Verkauf ja auch ist.

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  7. Re: gibts doch / gabs doch

    Autor Omega_13 08.05.12 - 16:00

    jack-jack-jack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > simfy, napster, und noch 2 -3 andere machen das doch oder haben es gemacht

    Richtig - mit Musik, was aus dem von mir genannten Grund unsinnig ist.

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  8. Re: Monatliches Abo

    Autor tpunkterror 09.05.12 - 10:31

    Omega_13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man nun ein vergleichbares, legales Angebot aufbauen würde (Filme
    > zeitgleich zum DVD-/BD-Release, 1080p Auflösung, DTS, usw.) mit einer
    > angemessen monatlichen Gebühr (von mir aus gestaffelt: 10 Filme/Monat für x
    > Euro, 20 Filme/Monat für y Euro, usw.) und einem möglichst vollständigen
    > Katalog auf einer ansprechenden Plattform, kann ich mir ein Scheitern nur
    > schwer vorstellen.

    Da wäre ich sofort dabei. Momentan gehe ich nur ab und an mal ins Kino. Filme leihen ist kaum billiger und kaufen arschteuer. Dabei gibt es momentan echt ein paar Perlen in der Filmlandschaft, bei denen ich schon in Versuchung kam auch mal zu kaufen. Das Preisschild holt einen aber ziemlich schnell wieder in die Realität zurück.

    Das Problem ist die Umstellung - Verwerter und Hersteller physikalischer Datenträger würden dabei ja nichts mehr verdienen, oder zumindest deutlich weniger. Da werden die sich natürlich wehren. Hochgradig unkapitalistisch, eigentlich sollten doch Institutionen, die nicht mehr gebraucht werden, verschwinden. Naja...

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  9. Re: korrekt und flattr...

    Autor Achranon 09.05.12 - 18:00

    jack-jack-jack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bei flattr sehe ich das leider ähnlich
    >
    > und das ist leider auch ein Abo
    >
    > die "Wucher" 18 Euro GEZ Gebühr reichen ja nicht mal offenbar ÖRTV zu
    > finanzieren

    Vielleicht wäre das GEZ System wirklich eine Möglichkeit wie es klappen könnte

    Man könnte das GEZ Prinzip umwandeln und daraus eine generelle Medienabgabegebühr machen. Dieses Geld wandert erstmal in einen großen Topf.

    Das entscheindende dabei und der Unterschied zur GEZ wäre wie man das Geld verteilt. Das müßte so funktionieren daß das was am meisten runtergeladen wird oder am meisten angesehen am meisten Geld aus diesem Topf zugewiesen bekommt.

    Bei der GEZ spielt Qualität ja keine Rolle. ARD,ZDF etc. bekommen das Geld mit Gewalt in den Rachen gestopft und müssen zusehen das sinnlos rauszuballern indem man abgehalftere Schauspieler nutzlose Fernsehfilme drehen lässt die niemanden interessieren.

    Das Messen des Erfolgs eines Films würde aber in dem Fall nach einer Art von Youtube Methode erfolgen, die besten Bewertungen und die meisten Views. Und man müßte irgendwie sicherstellen daß die Wertungen nicht so einfach gefakt werden können.

    Gewissermaßen das gleiche Prinzip mit den Fernsehquoten und der Werbeindustrie, die bezahlt entsprechend mehr wenn eine Sendung oft gesehen wurde.

    Dafür würde ich jedenfalls weit eher einsehen 18¤ zu bezahlen als für die GEZ.

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  10. Re: korrekt und flattr...

    Autor tpunkterror 09.05.12 - 20:40

    Also eine Kulturflatrate.

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