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Hat hier eigentlich jemand den Artikel gelesen?

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  1. Hat hier eigentlich jemand den Artikel gelesen?

    Autor phex 29.11.12 - 12:07

    Es geht doch gar nicht darum, google das Suchen unmöglich zu machen.

    Zitat:
    "Er bestätigte, dass eine Überschrift als solche unter den Anwendungsbereich des
    Leistungsschutzrechts falle, wenn eine Verlinkung auf den ganzen Artikel erfolgt."

    Es ist nicht die Rede davon, den Zugang für google gänzlich zu unterbinden.
    Das Ziel soll sein, die eigentlichen Inhalte zu schützen.

    Bspw. könnten Titelzeilen und Kopftexte auslesbar gelassen werden und dazu ein paar Artikel, die kostenfrei gelesen werden können. So, wie das auch schon seit Jahren bei anderen funktioniert.
    Das "Wie" wird sich letztlich selbst regulieren. Die Verlage werden feststellen, ab welchem Punkt sie kostenpflichtig einschränken können, um trotzdem noch sichtbar zu bleiben, ohne dabei aber ihre Inhalte zu verschenken.

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  2. Re: Hat hier eigentlich jemand den Artikel gelesen?

    Autor Brainfreeze 29.11.12 - 12:21

    phex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht doch gar nicht darum, google das Suchen unmöglich zu machen.
    Stimmt. Ziel der Verlage ist, einen Teil des Gewinns von Google zu "schmarotzen"

    > Zitat:
    > "Er bestätigte, dass eine Überschrift als solche unter den
    > Anwendungsbereich des
    > Leistungsschutzrechts falle, wenn eine Verlinkung auf den ganzen Artikel
    > erfolgt."
    >
    > Es ist nicht die Rede davon, den Zugang für google gänzlich zu
    > unterbinden.
    Natürlich wollen die Verlage auch weiter über Google gefunden werden.

    > Das Ziel soll sein, die eigentlichen Inhalte zu schützen.
    >
    > Bspw. könnten Titelzeilen und Kopftexte auslesbar gelassen werden und dazu
    > ein paar Artikel, die kostenfrei gelesen werden können. So, wie das auch
    > schon seit Jahren bei anderen funktioniert.
    Schon jetzt können die Verlage angeben, welche ihrer Artikel von den Suchmaschinen indexiert werden dürfen und auch das wieviel (also z.B. nur Überschrift, einen Teaser, es lässt sich sogar ein eigener Teaser für die Suchmaschinen hinterlegen) lässt sich steuern.
    Somit lassen sich die Inhalte bereits jetzt entsprechen schützen. Welchen Vorteil (mal abgesehen von der Lizensierungspflicht) soll hier ein LSR denn bringen, der vorher nicht möglich war?

    > Das "Wie" wird sich letztlich selbst regulieren. Die Verlage werden
    > feststellen, ab welchem Punkt sie kostenpflichtig einschränken können, um
    > trotzdem noch sichtbar zu bleiben, ohne dabei aber ihre Inhalte zu
    > verschenken.
    Wir werden sehen, wie sich die Verlage (und auch Google) verhalten werden, wenn das LSR kommen sollte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.12 12:24 durch Brainfreeze.

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  3. Re: Hat hier eigentlich jemand den Artikel gelesen?

    Autor phex 29.11.12 - 12:53

    Um wirklich sagen zu können, wer von wem stärker profitert und damit schmarotzt, müsste man überprüfen, wer in Relation zum Aufwand, mehr Gewinn aus der "gegenseitigen Werbung" erzielt, als der andere.

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bspw. könnten Titelzeilen und Kopftexte auslesbar gelassen werden und
    > dazu
    > > ein paar Artikel, die kostenfrei gelesen werden können. So, wie das auch
    > > schon seit Jahren bei anderen funktioniert.
    > Schon jetzt können die Verlage angeben, welche ihrer Artikel von den
    > Suchmaschinen indexiert werden dürfen und auch das wieviel (also z.B. nur
    > Überschrift, einen Teaser, es lässt sich sogar ein eigener Teaser für die
    > Suchmaschinen hinterlegen) lässt sich steuern.
    > Somit lassen sich die Inhalte bereits jetzt entsprechen schützen. Welchen
    > Vorteil (mal abgesehen von der Lizensierungspflicht) soll hier ein LSR denn
    > bringen, der vorher nicht möglich war?

    Wenn man den Zugang für google bereits so strikt einschränken kann, dann ist das LSR natürlich so eine Sache.
    Das erinnert mich dann etwas an die GEZ-Mentalität.
    "Ihr müsst zahlen, weil wir unsere Inhalte nicht verschlüsseln, aber ihr sie ja konsumieren könntet."
    Informationsfreiheit für die, die sich der Unfreiheit beugen.

    Vielleicht wollen die Verlage aber auch nur den Aufwand, ihre Seiten selbst zu beschränken google überlassen.

    Ich kann den Wunsch der Verlage nach mehr Kontrolle und Gewinn über bzw. aus google jedoch verstehen. Denn auch google ist restriktiv und bindet bspw. die Nutzung seiner Dienste an die Herausgabe persönlicher Daten, das Auslesen von mails, oder im Falle von Android die Freigabe von Verbindungsdaten. Damit arbeiten sie in meinen Augen in den Grauzonen der Legalität, was Persönlichkeitsrechte anbelangt. Womit sie letztlich aber ihr Geld verdienen, indem solche Daten bspw. zu personenbezogener Werbung genutzt werden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.12 12:55 durch phex.

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  4. Re: Hat hier eigentlich jemand den Artikel gelesen?

    Autor San_Tropez 30.11.12 - 13:25

    phex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um wirklich sagen zu können, wer von wem stärker profitert und damit
    > schmarotzt, müsste man überprüfen, wer in Relation zum Aufwand, mehr Gewinn
    > aus der "gegenseitigen Werbung" erzielt, als der andere.

    Google News ist einer von vielen Diensten die Google im Angebot hat. Google News ist aber bei weitem nicht der Dienst der von den meisten Usern verwendet wird. Von dem gesamten Content den Google indexiert stellen Artikel nur einen recht geringen Teilbereich dar. -> Google würde auch problemlos ohne indexierte Artikel überleben. Die Websites der Verlage allerdings dürften Einbrüche in den Besucherzahlen verzeichnen die sich im Bereich von 70 - 80% bewegen. Alleine Facebook links und "Likes" machen bei einigen Verlagen bereits 10 - 15% der Besucherzahlen aus, weshalb man vor einem Jahr seitens der Verlage bereits versuchte dort rum zu schmarotzen:

    http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/facebook-onlinemedien/seite-2

    die Klicks die über eine Suchmaschine generiert werden dürften nochmals um ein Vielfaches zahlreicher sein als die Klicks über soziale Netzwerke -> Das Onlineangebot der Verlage könnte IMHO nicht ohne Google existieren. -> Noch dazu da oftmals die einzigen Einnahmen der Websites durch Google Adsense und Adwords eingefahren werden. Für mich ist hier relativ deutlich wer von der Symbiose Google <-> Verlage am meisten profitiert und daher gerade einen Versuch startet sich Geld zu erschleichen ohne mehr Leistung zu bringen. Diese Gratiskultur der Verlage ist zum kotzen.

    > Wenn man den Zugang für google bereits so strikt einschränken kann, dann
    > ist das LSR natürlich so eine Sache.

    Und genau darum geht es: Es ist definitiv möglich und es ist stink einfach.
    Das ist eine kleine Zeile im HTML Code die die Indexierung ausschließt.
    Kleines Beispiel: bild.de hat folgendes im HTML Code stehen:
    <meta name="robots" content="index,follow,noarchive,noodp" />
    Damit gibt bild.de die ausdrückliche Anweisung die Seite so wie ihre Unterseiten zu indexieren.

    mit <meta name="robots" content="noindex, follow" />
    Würde die Seite nicht mehr von Google indexiert werden.

    Das Vorgehen der Verlage ist einfach nur dreist und unverschämt. Auf der einen Seite möchte man bitte von Google indexiert werden um möglichst Leute auf die Seite zu bekommen, um sich dann noch von Google via Adwords und Adsense dafür bezahlen zu lassen.

    Somit basiert ein Großteil des gesamten Geschäfts mit deren Website auf Googles kostenlosen oder gewinnbringenden Leistungen.

    Auf der anderen Seite möchte man dann für dieses Geschäft noch Geld von Google haben wenn Artikel gelistet werden? Und wenn sie nicht mehr indexiert werden verklagt man Google? Und dieses dummdreiste Vorgehen wird dann auch noch von unseren widerlich korrupten Spitzenpolitikern unterstützt weil man statt dem Wohle des Volkes eher dem Wohle der Partei und dem Wohle des eigenen Geldbeutels unterstellt ist und es sich daher nicht mit den Verlagen verscherzen möchte. Diese FDP Patin ist ja wohl der absolute Gipfel der Käuflichkeit. Und dann besitzt diese widerwärtige Person noch die Frechheit sich nach monatelangen Pro - Leistungsschutzrecht Kampagnen der Medien aufzuplustern und Google "üble Propaganda" anzuhängen? Ich bin auch kein sonderlich großer Fan von einigen Aktionen seitens Google. Allerdings zeigt die gesamte Leistungsschutzrechtdebatte und das Anbiedern korrupter Politiker was in diesem Land so alles schief läuft.

    > Das erinnert mich dann etwas an die GEZ-Mentalität.
    > "Ihr müsst zahlen, weil wir unsere Inhalte nicht verschlüsseln, aber ihr
    > sie ja konsumieren könntet."
    > Informationsfreiheit für die, die sich der Unfreiheit beugen.

    So sieht es aus!

    > Vielleicht wollen die Verlage aber auch nur den Aufwand, ihre Seiten selbst
    > zu beschränken google überlassen.

    Das ist es ja. Die Verlage wollen absolut NICHTS ändern. Alles was sie wollen ist mit ihren herkömmlichen Geschäften mehr Geld ohne Mehrleistung einfahren.

    > Ich kann den Wunsch der Verlage nach mehr Kontrolle und Gewinn über bzw.
    > aus google jedoch verstehen. Denn auch google ist restriktiv und bindet
    > bspw. die Nutzung seiner Dienste an die Herausgabe persönlicher Daten, das
    > Auslesen von mails, oder im Falle von Android die Freigabe von
    > Verbindungsdaten.

    1. Den Wunsch nach mehr Gewinn sehe ich in kapitalistischen Systemen an jeder Ecke. Um das nachvollziehen zu können muss man nicht sonderlich viel Verständnis aufbringen können.

    2. Wann verstehen die Leute endlich dass sich Google einen ******dreck für sie interessiert. Google erzielt den nötigen Gewinn für die Services durch Werbeeinnahmen. Ja diese wird personalisiert. Dennoch interessiert sich Google neben diesem Verhalten nicht ob du morgens gerne Toast oder normales Brot frühstückst. Und dieses Gemecker kann ich auch nicht verstehen. Du bekommst einen Haufen kostenloser Dienste. Im Gegenzug dafür ziehst du dir hier und da ein wenig Werbung rein. OMFG GRAUSAM!
    Hauptsächlich werden die gesammelten Daten dazu verwendet die eigenen Services zu verbessern.
    Wenn es dich wirklich interessiert warum Googles Datensammlung nicht der Inbegriff gemeingefährlichen Verhaltens ist dann lies dir diesen Artikel mal durch:
    http://www.golem.de/news/imho-warum-googles-datensammeln-gar-nicht-so-boese-ist-1203-90241.html


    > Damit arbeiten sie in meinen Augen in den Grauzonen der
    > Legalität, was Persönlichkeitsrechte anbelangt.

    Tun sie nicht. Alle Datenschutzbestimmungen sind Gesetzeskonform.

    > Womit sie letztlich aber
    > ihr Geld verdienen, indem solche Daten bspw. zu personenbezogener Werbung
    > genutzt werden.

    Diese Gangster. Schalten für dich und deine Katze Werbung für Katzenfutter statt für Hundefutter, womit du nichts anfangen könntest! O.o Ergreift sie!

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