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  1. Re: Piratenpartei muss verboten werden

    Autor dapoliman 30.06.09 - 09:43

    BWL-Student, schrieb:
    "...und haben eine demokratisch
    > gewählte Regierung die den Willen des Volkes
    > vertritt..."

    Ach ist das so?

  2. Re: Piratenpartei muss verboten werden

    Autor Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm 30.06.09 - 09:48

    Der Begriff "Working-Poor" scheint dir nichts zu sagen nehm ich an... Hauptsache mal einen riesen Stuss vom Stapel lassen aber keine Ahnung haben.

  3. Re: @BWL-Student und all die anderen Deppen

    Autor Trolli123 30.06.09 - 10:00

    Wenn man sich "BWL-Stundent" in einem "Profi"-IT-Forum nennt, dann kann man sich doch auch gleich "DerTroll" nennen. Und einige merken es immer noch nicht. *Kopf schüttel*

  4. Re: Wer eine Partei verbietet, schafft das letzte bisschen Demokratie ab

    Autor Scherzkeks 30.06.09 - 10:03

    BWL-Student, schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nein sie wollen auch noch das Urheberrecht und
    > Patente abschaffen und so alle Musiker, Autoren
    > und Erfinder enteignen. Das was die Piraten wollen
    > ist nichts anderes als der reine
    > Kulturkommunismus.

    Ich will da mal CHINA in den Ring werfen. Denn die haben zwar die derzeit härteste Zensur, aber eines ist bei denen schon lange geklärt: MUSIK ist ein FREIES Gut. Dort kann man sie sogar einfach via Google (google.cn/music - in Deutschland illegal, deshalb auch nicht möglich zu laden) herunterladen oder einfach nur streamen. Und dennoch leben dort KÜNSTLER, die sogar - man sollte es kaum glauben - Geld verdienen.

    Schon komisch, dass das ausgerechnet in wirtschaftsstarken Ländern wie €uropa und U$A nicht gehen soll.

    Ich stelle auch in Frage, warum in unserem schönen Lande (und auch in den anderen) eigentlich die Plattenbosse dick absahnen, während die Urheber sich von den GEMA-Krümeln ernähren sollen.

    GEMA abschaffen, GVU abschaffen, Urherber ordentlich bezahlen (denn in vielen Fällen ist der Urheber kein Plattenbos, sondern arbeitet nur für ihn), Plattenbosse an die kurze Leine nehmen. So müsste es laufen. Vorher braucht man sich garnicht mit den Raubmordkopierern befassen.

    Deshalb ist es auch nur gerecht, wenn es solche Parteien wie die Piratenpartei gibt. Immerhin wird die NPD auch vom Staat finanziert. Da würde mans schon in Erklärungsnot geraten, wenn man einfach so die Piraten verbieten würde. Aber BWLer sehen das ja immer ein bisschen anders. Sind ja auch nicht alle demokratisch. ;)

  5. schön gesagt

    Autor Palerider 30.06.09 - 10:11

    Ich war noch am überlegen diesem Troll/Deppen/whatever eine entsprechende Antwort zu verpassen - aber bis auf einen Punkt hätte ich es nicht besser zusammenfassen können.

    Für Nichtwähler habe ich gerade jetzt nicht ganz soviel Verständnis. Wer wirklich in keiner Partei (und es gibt nicht nur die vier/fünf großen und die Piraten, es gibt noch viel viel mehr!) ein 'kleinstes Übel' oder (hoffentlich) besseres findet, sollte schleunigst eine gründen oder in eine eintreten, bei der er/sie entsprechend vertretbare Interessen findet, die er damit mitbeinflussen kann. Einfach zu resignieren gibt m.E. ein fatal falsches Zeichen in Richting Politik, nämlich: 'Macht doch, was ihr wollt, mir egal.'
    Die Nichtwähler könnten rein theoretisch, wenn sie sich einig wären, auf den Schlag die stärkste Kraft hervorbringen und auch wenn sie sich auf drei/vier Parteien verteilen gehen damit auch einige sofort übder die 5% Hürde - das sollte sich die 'die da oben machen doch eh was sie wollen'-Fraktion mal klarmachen.

    Aber ansonsten kann ich Deine Posting durchaus unterschreiben.

  6. Re: Piratenpartei muss verboten werden

    Autor tuergeist 30.06.09 - 11:09

    Zum Hocharbeiten empfehle ich: Deutschkenntnisse. Diese bekommen Sie rezeptfrei an jeder Schule.

  7. Re: Dein Posting

    Autor Rob Roy 30.06.09 - 11:10

    Und Deins? Dagegen ist ja Dumm noch ein Qualitätsprädikat.

  8. Re: Genug der Ironie

    Autor RolandH 30.06.09 - 22:47

    Das sollte man aber auch *deutlich* in seinen Ausgangsbeitrag schreiben, genauso wie bei Satire.

  9. Re: Piratenpartei muss verboten werden

    Autor Shampie 02.07.09 - 12:43

    http://nanuk.wordpress.com/2009/06/29/kleines-piratenurheberrecht/

    durchlesen, danke

  10. Re: Piratenpartei muss verboten werden

    Autor Shampie 02.07.09 - 12:50

    ich hoffe, dass du, wenn du dir den Link anguckst, den ich vorhin schon gepostet habe ( http://nanuk.wordpress.com/2009/06/29/kleines-piratenurheberrecht/ ), dann auch bereit bist die PP zu wählen ^^

  11. Re: Piratenpartei muss verboten werden

    Autor Shampie 02.07.09 - 12:59

    Bürgerrechtlerin schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Piraten sind:
    > 1. Gegen die Sperre von Kinderpornos

    Richtig! GEGEN das VERSTECKEN und FÜR das LÖSCHEN!! Warum soll die Möglichkeit bestehen die Sperre zu Umgehen? Lies dir das bitte durch http://ak-zensur.de/ es lohnt sich!


    > 2. Für die Legalisiserung des Diebstahls von
    > geistigem Eigentum
    >
    > Ist ja klar, dass das eine kriminelle Vereinigung
    > ist, jede Wette! Und morgen fordern die bestimmt
    > die Legalisierung von Drogen und Vergewaltigungen.
    > :-(

    Du hast überhaupt keine Ahnung, "Bürgerrechtlerin", oder? -.-
    Informier dich mal über die Kulturflatrate, zu der die Piraten angeregt haben.
    http://nanuk.wordpress.com/2009/06/29/kleines-piratenurheberrecht/ das durchlesen könnte auch helfen


    Solche Aussagen machen mich wahnsinnig...

  12. Re: Piratenpartei muss verboten werden

    Autor mKeil 02.09.09 - 17:16

    Bürgerrechtlerin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BWL-Student, schrieb:
    > -------------------------------------------------------
    > > Die Piratenpartei ist doch mir Sicherheit
    > > verfassungswiedrig, nicht nur das sie ein
    > > Tummelplatz für Raubkpopierer und "andere"
    > > kriminelle darstellen.
    >
    > Die Piraten sind:
    > 1. Gegen die Sperre von Kinderpornos
    > 2. Für die Legalisiserung des Diebstahls von geistigem Eigentum
    >
    > Ist ja klar, dass das eine kriminelle Vereinigung ist, jede Wette! Und
    > morgen fordern die bestimmt die Legalisierung von Drogen und
    > Vergewaltigungen. :-(

    Autsch. Das tut weh. Das tut richtig weh. Auch ich bin ein Mitglied der Piratenpartei.
    Es ist richtig. Die Piratenpartei IST gegen die Sperre von Netzinhalten allgemein. Wieso ist das so? Beispiele wie China haben gezeigt, dass damit jegliche Seiten gesperrt werden können, die den Wahrern über diese Liste ungenehm sind. Das Problem wird dadurch verschärft, dass diese Liste geheim ist. Kein Bürger, Politiker oder Richter hat das Recht, diese Liste einzusehen, womit hochgradig fraglich ist, nach welchen Kriterien Seiten gesperrt werden. Denke an ein Blog (vielleicht sogar politisch), dass sich kritisch mit dem Thema "Kinderpornographie im Internet - Lösungen und Probleme" auseinandersetzt. Wenn die Filterfunktion nur rigide genug ist, verschwindet diese Seite hinter einem (nebenbei bemerkt leich umgehbaren) Stoppschild. Das bedeutet wiederrum, dass diese Person, obgleich sie diesem Thema äusserst ablehnend gegenübersteht in der öffentlichen Meinung plötzlich zum Kinderschänder wird. Mit beruflichen und persönlichen Ausmaßen, die wahrscheinlich keiner von uns je einem unschuldigen Menschen wünschen würde.
    Dies ist einer von zahlreichen Gründen, wieso die Piratenpartei sich gegen die Netzsperren einsetzt.
    Aber natürlich hat die Piratenpartei auch hier ein Konzept. Zur besseren Verdeutlichung werde ich beide Konzepte beispielhaft aufführen:

    CDU-Version: Eine Seite mit Kinderpornographie wird entdeckt und (irgendwie) erlangen die Behörden Kenntnis. Die Seite wird auf die geheime Sperrliste gesetzt, der Provider informiert. Dieser schaltet das Stoppschild vor die Seite. Unser Webseitenbetreiber (der mit den Bildern) sieht also: Oh, die sind mir auf die Schliche gekommen und hat wahrscheinlich einen Gutteil der Beweise vernichtet, bevor die Polizei bei ihm einrückt. Weiterhin ist die Seite im Netz verfügbar und kann jederzeit besichtigt werden (sofern man die Sperre umgangen hat. Ich gehe davon aus, jeder in diesem Milieu findet eine Beschreibung in wenigen Minuten).
    PP-Version: Eine Seite mit Kinderpornographie wird entdeckt und (irgendwie) erlangen die Behörden Kenntnis. Ein Richter wird eingeschalten, der den Sachverhalt prüft und im Falle eines Tatverdachtes die Staatsanwaltschaft beauftragt. Diese veranlasst eine Razzia bei dem Webseitenbetreiber; zeitgleich ergeht der richterliche Beschluss, die Seite soll gelöscht werden. Die Seite wird vom Netz genommen.
    Ein Beispiel wie das (selbst mit heutiger Gesetzgebung) laufen kann hat CareChild vorgemacht (nachzulesen: http://www.carechild.de/news/politik/internetzensur_carechild_versuch_blamiert_deutsche_politiker_566_120.html).
    Ich frage dich offen und ehrlich: Welche von beiden Versionen schränkt deiner Meinung nach die KiPo im Internet besser ein? Die Wahl meiner Partei dürfte meine Meinung klar verdeutlichen.

    2. Nein, die Piratenpartei ist nicht für den Diebstahl von geistigem Eigentum, sondern gegen die künstliche Verknappung eines nahezu unbeschränkten Gutes. Das ist ein eklatanter Unterschied.
    Die Piratenpartei setzt sich gerade dafür ein, dass (z.B.) Künstler mehr Rechte an ihrem Werken erhalten, die "Verwertungsindustrie" allerdings deutlich weniger. Mit anderen Worten sollen diejenigen Firmen, die zwischendrin hocken und mit geistigem Eigentum anderer Leute den fetten Gewinn einstreichen geschwächt werden. Ist es in deinen Augen unfair und ungesetzlich denen die Zuwendung zukommen zu lassen, die sie tatsächlich verdienen? Oder bist du der Ansicht, dass es rechtens ist, dass diejenigen, die nichts zur Erstellung eines Werkes beigetragen haben allein dadurch Geld erwirtschaften, dass sie dieses Gut künstlich verknappen?
    Umgekehrt gibt es natürlich zahlreiche Werke, die durch staatliche Forschungen erstellt werden. Mit anderen Worten mit Steuergeldern, mit noch deutlicheren Worten: Mit unserem Geld. Deinem und meinem. Wenn du dich an einer Unternehmung beteiligst, dann möchtest du doch sicherlich auch von den Ergebnissen dieser Unternehmung profitieren? Wieso also solltest du an Werken, die du mitfinanziert hast keinen Anteil mehr haben und sie dir nochmal kaufen müssen?

    Ich bitte dich offen und ehrlich: Geh wirklich mal auf die Seite www.piratenpartei.de und informiere dich über die Piratenpartei. Du wirst sehen dass wir keine Raubkopierer sind, keine Drogenfreigabe fordern, keine Legalisierung von Gewaltverbrechen im Sinn haben, sondern dass eines unserer Kernthemen gerade die Stärkung der Bürgerrechte sind. Und zwar jedes Einzelnen.

    @BWL-Student: Das ist für deine Abschlussarbeit sicher ein hochspannendes Thema. Die Piratenpartei lädt jeden zum direkten Mitmachen auf ihren Seiten ein. Wenn du also ein Problem mit einem Punkt im Wahlprogramm der Piratenpartei hast, so bist du herzlich eingeladen uns zu besuchen und deine Meinung kund zu tun. Allerdings solltest du dann dein populistisches und vorurteilbelastes "Das sind doch alles Kriminelle"-Denken draussen lassen. Die Zielsetzung der Industrie ist (verzeih wenn das jetzt etwas reisserisch klingt) Kohle zu machen, jede Menge Kohle! Und wenn Sie den Kunden über den Tisch ziehen muss das dieser daraufhin blitzeblank ist. Die Piratenpartei ist der Meinung, dass immaterielle Güter (wie z.B. Musikstücke) zwar durchaus ihren Wert besitzen (denk nur, ich kauf mir alle meine Musik). Diesen Wert ziehen diese Art Güter jedoch aus sich selbst und nicht daraus, dass sie (ja ich weiss, ich wiederhole mich) künstlich verknappt werden. Klar, die Medienindustrie ist nicht die Einzige die das tut. Die Reiseveranstalter verknappen ihr Angebot auch künstlich um die Preise oben halten zu können. Jedoch muss sich jede Plattenfirma den Vorwurf gefallen lassen, dass sie mittlerweile aus Nichts (ausser ein bisschen Rechenzeit und Traffic) eine Menge Geld macht. Und das ist aus volkswirtschaftlicher Sicht eine Katastrophe. Wenn du dich mit diesem Thema befasst solltest du tatsächlich auch mal die oben erwähnte "Kulturflatrate" mit in deine Arbeit übernehmen. Denn auch diese beschäftigt sich (wie ich finde mit einem sehr zukunftsfähigen Modell) mit dem Urheberrecht. Und hier gehen die Urheber auch nicht leer aus.

    So. Bisschen viel Text, man merkt vielleicht, dass ich durch die aus der Luft gegriffenen Angriffe aufrichtig verletzt bin. Ich habe mich stets für einen ordnungsliebenden und sozialen Mensch gehalten. Plötzlich kriminalisiert zu werden, weil ich einer Partei angehöre, die sich tatsächlich mal für meine Interessen und Rechte einsetzt halte ich für einen Schlag ins Gesicht. Und für eine Ohrfeige für jeden Menschen, der unter Demokratie das versteht, was es ursprünglich mal gewesen ist: Die Herrschaft des Volkes.

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