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Reform des urheberrechts

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  1. Reform des urheberrechts

    Autor Piraten Wähler 29.08.09 - 13:47

    Genau das steht schon im Parteiprogramm der Piratenpartei, ein urheberrechtsschutz der 70 jahre nach dem Tod des Autors noch gültig ist kann dazu führen das das urheberrecht unter umständen mehr als 100 Jahre andauert.

    Mal als Beispiel jemand hat im jahre 1880 ein Buch geschrieben ist aber erst im jahre 1950 gestorben dann ist das Werk heute immer noch voll geschützt.
    Ein urheberrecht das länder als bis zum Tod des Autors andauert ist unmoralisch und behindert den Kulturellen Fortschritt wenn das Werk nicht mehr verfügbar ist weil es niemand mehr Druckt. Bzw auch niemand mehr Drucken darf da das urheberrecht das ja verbietet.

  2. Re: Reform des urheberrechts

    Autor Milber 29.08.09 - 16:29

    Nee nee, da liegt meiner Meinung nach ein kleiner Denkfehler vor.
    Es darf zu jedem Zeitpunkt gedruckt werden, man braucht aber eben das Einverständnis des Urheberrechtsinhabers. Finde ich nicht weiter tragisch.
    Ich als Google-Fan gebe trotzdem zu, dass die Firma nur Geld verdienen will. Nicht erst seit die Firma an die Börse gegangen ist, sie wurde aus diesem Grund gegründet. Sogar Wohltätigkeitsvereine brauchen Geld.
    Aber warum sollen sie Geld verdienen (oder eben die europäische "noble" Fraktion) mit einer Arbeit, die z.B. meine Mutter geleistet hat. Da sollen sie mich doch wenigstens fragen. Nicht mal Verlage dürfen machen was sie wollen. Oder eben der Autor hat das Einverständnis gegeben.

  3. Re: Reform des urheberrechts

    Autor Rechnerbecher 29.08.09 - 16:45

    Was heißt "unter Umständen"?

    Kennst du die allgemeine Lebenserwartung? Anscheinend nicht.

    Bei Männer beträgt sie ca. 76 Jahre. Bei Frauen 80 Jahre. Ende des 19. Jhdts. war sie natürlich niedriger.

    Dennoch gilt auch hier bei Autoren des 19. Jhdts. eine Lebenserwartung von ca. 60 Jahren.

    Ergo beträgt das Urheberrecht bei Frühwerken in den meisten Fällen zwischen 110 und 130 Jahren.

    Und nicht ein bisschen was über 100 Jahre, und das auch nur unter Umständen!

  4. Re: Reform des urheberrechts

    Autor Piraten Wähler 29.08.09 - 23:05

    Jede kommerzielle verwendung sollte nur mit dem Einverständniss des urhebers funktionieren, vorrausgesetzt er lebt noch.

    Ansonsten sollten aber nicht kommerzielle projekte wie das Internet Archiv denoch das recht haben kopien von vergriffenen Werken anzubieten. Von Werken die Public Domain sind mal ganz zu schweigen.
    Am Fairsten wäre es eben wenn die kommerziellen Recht 1 Jahr nach dem Tod erlöschen, dann müssen die Erben eben Arbeiten gehen wie alle anderen menschen auch anstatt satt von den Tantiemen ihrer Vorfahren zu leben ohne etwas eigenständiges zu leisten.

  5. Re: Reform des urheberrechts

    Autor Ainer v. Fielen 29.08.09 - 23:11

    Spätestens mit dem Tod eines Urhebers müssten die Werke an die Wissensallmende übergehen.

    Just my 2 cents...

    ___________

    "Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"

    - Autor unbekannt -

  6. Re: Reform des urheberrechts

    Autor Ukulus 31.08.09 - 10:24

    Milber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber warum sollen sie Geld verdienen (oder eben die europäische "noble"
    > Fraktion) mit einer Arbeit, die z.B. meine Mutter geleistet hat. Da sollen
    > sie mich doch wenigstens fragen. Nicht mal Verlage dürfen machen was sie
    > wollen. Oder eben der Autor hat das Einverständnis gegeben.

    Wenn Deine Mutter Arbeit geleistet und ein Werk veröffentlicht hat: Warum um alles in der Welt sollten sie ausgerechnet DICH fragen müssen? Hast DU es damit geleistet, bist DU damit zum Autor avanciert? Der Autor soll entscheiden dürfen, das ist ja keine Frage. Aber nicht Hinz und Kunz, die nur zufällig in den Besitz von "Rechten" gelangt sind, genausowenig wie Konzerne, die noch ein Menschenleben lang NACH(!) dem Tod des Autors ihren Reibach auf Kosten der Allgemeinheit machen.

    Mit dem Tod des Autors müssen die Rechte an die Allgemeinheit fallen.

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