Ist ein guter Ansatz, hab neulich aber noch eine interessante Idee gelesen: Festangestellte Künstler.
Eine Kombination aus beiden wäre vielleicht noch besser.
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Diese Idee halte ich ebenfalls für nicht ganz durchdacht. Bei einigen Künstlern könnte es evtl. funktionieren z.B. bei Sängern. Die können von 8 bis 17 Uhr singen üben, wenn sie selbst keine Songs schreiben.
Aber was ist mit Autoren, Songwritern etc? Sollen die von 8 bis 17 in 'ner Ecke hocken und sich neue Sachen "ausdenken". Und wenn am Ende vom Tag nix zustande gebracht wurde? Gibt's dann Fehlstunden? Und, sollen die anderen Künstler die etwas zustande gebracht haben - in 'ner Woche - genauso gut/schlecht bezahlt werden wie diejenigen die gar nix "geleistet" haben?
Also wie gesagt, so ganz "durchdacht" ist das ganze noch nicht mMn.
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Die Verwerter werden Dir für solche Ideen Beifall klatschen, schau Dir allein mal den Kommentar unter dem Artikel den Du verlinkt hast an.
Dort wird das System der 30er Jahre in Hollywood beschrieben, wo die Studios Schauspieler vertraglich an sich gebunden haben. Heute wird bei Filmen übrigens auch vertraglich geregelt wer die Verwertungsrechte hat. Die Schauspieler werden oft auch pauschal entlohnt,wenn sie nicht ein gewisses Gewicht erreicht haben. Ganz zu schweigen von den ganzen Zuträgern in Form von Requiste, Bild, Ton, Licht usw...
Unser Urheberrecht regelt es heute so, das wenn Du im Angestelltenverhältnis, oder per Werksarbeit ein Werk erstellst die Verwertungsrechte an deinen Arbeitgeber, bzw. den Auftraggeber gehen.
Es gibt da noch einen Passus mit angemessener Beteiligung, da bin ich mir gerade nicht sicher ob der nur für das Angestelltenverhältnis gilt, aber auf jeden Fall viel Spaß damit das dann durchzusetzen, ohne das Du vorher einen wasserdichten Vertrag gemacht hast.
Außerdem ist das Konzept einer Festanstellung auch etwas schief finde ich. Stell Dir einen Bauarbeiter der eine Straße mitbaut, oder um es einfach zu machen sogar ganz allein. Wird der für jede Nutzung der Straße bezahlt das über die Straße fährt? Wäre ihm das nicht viel lieber? Hier haben wir ja sogar ein physisches Werk, das immer und immer wieder genutzt wird.
Ich glaube, selbst wenn er die Straße auf eine ganz spezielle, noch nie vorher da gewesene Art gebaut hätte, käme niemand auf die Idee ihn pro Nutzung zu bezahlen.
Was wir heute im Urheberrecht haben, ist vergleichbar mit Mautstraßen, wo nicht der Urheber verdient, sondern der Verwerter.
Der Vergleich hinkt vermutlich noch an einigen Stellen, ich habe ihn noch nicht in allen Details durchdacht. ;)
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Noch nie etwas von Projektarbeit gehört? Nicht alle Angestelltenverhältnisse basieren auf einer fixen Anzahl an Stunden / Woche. Auch basiert nicht jedes Gehalt auf einem festen monatlichen Betrag.
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tingelchen schrieb:
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> Noch nie etwas von Projektarbeit gehört? Nicht alle
> Angestelltenverhältnisse basieren auf einer fixen Anzahl an Stunden /
> Woche. Auch basiert nicht jedes Gehalt auf einem festen monatlichen Betrag.
Im verlinkten Ausgangsbeispiel wird gerade auf diese Form der Bezahlung abgestellt. Warum sollte er also gegen etwas anderes argumentieren, was dort überhaupt nicht genannt wird?
Eine Projektarbeit im Angestelltenverhältnis, hängt aber meist dann doch mit einer fixen Bezahlung pro Monat zusammen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das heute das noch immer übliche Modell ist.
Mir fällt im üblichen Angestelltenverhältnis kein Beruf ein, wo jemand freiwillig auf ein Fixgehalt verzichtet. Das andere sind dann Bonuszahlungen, die noch auf das Fixgehalt drauf bezahlt werden.
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Mir fällt da Spontan die Softwareentwicklung ein :) Hier gibt es viele Menschen die für ein Projekt eingestellt werden und dafür dann Bezahlt werden. Nach Abschluss des Projektes endet das Verhältnis. Wie die Bezahlung aussieht wird Vertraglich geregelt.
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Das ist aber eben dann keine Festanstellung, sondern eine Projektbezogene. Das sind dann meist auch Freelancer. Wenn ein Projekt natürlich länger dauert, wie zum Beispiel an Hochschulen bestimmte Forschungsprojekte, gibt es natürlich auch befristete Verträge auf 2-3 Jahre. Das ist dann wirklich eine Festanstellung auf die Zeit gesehen.
So ein Softwareprojekt ist ja auch an einem konkreten Bedarf orientiert, den gibt es bei der Musik eben meist nicht. Jedenfalls nicht so konkret, das man damit gut planen könnte.
Künstlerische Berufe sind einfach eine Sache für sich, ohne Kunst und Kultur möchte keiner leben, es gibt aber in dem Sinn keine stabile konkrete, stabile Nachfrage.
Wäre mal interessant zu wissen ob es hier eine Studie oder ähnliches gibt, die sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten beschäftigt hat.
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