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In den USA ähnlich geschehen und erfolgreich, 1939 - BMI statt ASCAP

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  1. In den USA ähnlich geschehen und erfolgreich, 1939 - BMI statt ASCAP

    Autor andre-m 19.05.12 - 22:55

    Dazu Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Broadcast_Music_Incorporated --> History

    Da die Gema aktuell Youtube blockiert besteht sogar eine ähnliche Situation. Die ASCAP hat das Radio verschlafen und ihr Geschäftsmodell nicht aktualisiert. Nach dieser Zeit liefen ihr die Künstler in Scharen davon und ab den 50er Jahren (Rock 'n' Roll) waren die meisten bekannten Künstler bei der neugegründeten BMI.

    Inzwischen sind beide Gesellschaften wieder ähnlich vertreten, aber die ASCAP musste ihr Geschäftsmodell anpassen.

    Die GEMA/Youtube-Situation ist ein ideales Startumfeld für eine neue Gesellschaft. Die neue C3S sollte sich schnell mit Youtube einigen und würde so für Künstler noch viel attraktiver als die GEMA werden.

    Nebenbei, als deutscher Musiker muss man sich nicht bei der GEMA anmelden, Europa sei Dank. Es geht auch bei allen anderen eurpäischen Verwertungsgesellschaften, die zum Teil viel bessere Bedingungen und Auszahlungshöhen, gerade für weniger bekannte Musiker haben, z.B. PRS for Music in England.

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  2. Re: In den USA ähnlich geschehen und erfolgreich, 1939 - BMI statt ASCAP

    Autor Christof Spanring 20.05.12 - 01:05

    Vorsicht, ganz so einfach ist das mit den europäischen Verwertungsgesellschaften nämlich nicht. Eine jede ist im eigenen Land nämlich nach wie vor Monopolist. Dank der bilateralen Verträge bedeutet das dann, dass bei Mitgliedschaft bei irgendeiner VG in Deutschland immer noch die GEMA zuständig ist, du bekommst dann dein Geld lediglich später, weil es ja erst ins Ausland muss, dabei darf es aber nicht reduziert werden.

    Mehr Geld oder andere Lizenzen bringt die andere Verwertungsgesellschaft also nicht unmittelbar. Dazu müsstest du schon den Wohnsitz und vor allem die Fans gleich mit übersiedeln.

    In Österreich sind z.b. Teillizenzen eigentlich auch nicht erlaubt, viele Musiker veröffentlichen trotzdem gelegentlich trotz Mitgliedschaft als CC. Rechtlich ist das natürlich bedenklich, ich warte jetzt auch seit ein paar Wochen auf eine offizielle Antwort der AKM zu diesem Thema...

    Die STIM in Schweden würde ich empfehlen. Die erlauben CC-NC-BY - Lizenzen und sind was die Mitgliedschaft angeht gratis. Natürlich sind die Lizenzen irgendwie dann nur in Schweden so richtig gültig, bei Jamendo dürfte man trotzdem nicht veröffentlichen.

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  3. Re: In den USA ähnlich geschehen und erfolgreich, 1939 - BMI statt ASCAP

    Autor andre-m 20.05.12 - 16:23

    Klar, leider ist es immer komplizierter als man in 4 Absätzen schreiben kann... Zunächst wollte ich auch nur auf die historische Parallele hinweisen.

    Mein Wissensstand soweit:
    In Bezug auf die VGs muss man denke ich zwei Seiten unterscheiden. Einmal die Künstlerseite und dann die Aufführungsseite.

    Als Künstler kann man sich eine europäische VG aussuchen. Falls sich da eine Monopol-VG gegen Konkurrenz wehren würde könnte man das vermutlich bis zum EuGH durchfechten. Immerhin gilt Dienstleistungsfreiheit und ich sehe keinen Grund (d.h. Allgemeingut), der dem entgegenstehen würde. Man kann sich also die VG nach den Wünschen in Bezug auf Statuten, Mitgliedsbeitrag, Reichweite (bilaterale Verträge mit anderen VGs) und mögliche Lizenzformen auswählen. Diese Lizenzen gelten dann für das jeweilige Lied europaweit/weltweit. Die nationalen VGs in den anderen Ländern können keinen Einfluß auf die einmal gewährte Lizenz nehmen.

    Wenn man als Deutscher bei einer ausländischen VG Mitglied ist und seine Titel listen lässt, übernimmt die Gema bei Aufführungen im Inland das Einsammeln der Lizenzezgebühren und reicht diese entsprechend der Verträge mit der eigenen VG an diese weiter. Der Künstler erhält dann entsprechend des anteiligen Vergütungsmodells der eigenen VG, nicht der Gema, seine Vergütung ausgezahlt. Die Gema reicht das Geld in diesem Fall nur durch. Sie verlangt allerdings trotzdem ihre eigenen Aufführungspauschalen, daher dann nur eine anteilige Verteilung nach den Statuten der eigenen VG.

    Wenn es Konkurrenz für die Gema gibt, wird es dann vermutlich einfacher seine Vortellungen durchzusetzen. Und wie im Eingangspost schon geschrieben, wenn sich die Gema nicht den vom Internet geforderten Vergütungsmodellen anpasst, wird es ihr wie der ASCAP ergehen, die Jahrzente lang fast bedeutungslos war.

    Ich hoffe, dass trifft es ungefähr.

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  4. GEMA

    Autor aktenwaelzer 20.05.12 - 20:22

    andre-m schrieb:

    > Da die Gema aktuell Youtube blockiert

    Inwiefern blockiert die GEMA denn YouTube?

    Meines Wissens hat die GEMA einen Tarif, dessen Höhe für YouTube nicht in Frage kommt, weil sie die 0,006 Euro pro View nicht zahlen wollen.

    Wenn "Uns als Milliardenkonzern ist der Preis zu hoch" schon das selbe ist wie "Die blockieren uns", dann hast Du natürlich recht. ;))

    > Die GEMA/Youtube-Situation ist ein ideales Startumfeld für eine neue
    > Gesellschaft.

    Für eine "neue Gesellschaft"? Entschuldige bitte, aber wir sprechen hier immer noch von einer Webseite, mit der man sich bunte Filmchen anglotzen kann.

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  5. Re: In den USA ähnlich geschehen und erfolgreich, 1939 - BMI statt ASCAP

    Autor Christof Spanring 20.05.12 - 22:40

    andre-m schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Diese Lizenzen gelten dann für das jeweilige Lied
    > europaweit/weltweit. Die nationalen VGs in den anderen Ländern können
    > keinen Einfluß auf die einmal gewährte Lizenz nehmen.
    > ...

    Meines Wissens funktioniert das eben nicht. Ich habe mich vor etwa zwei Jahren das letzte Mal intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt und eben auch Schriftverkehr mit alternativen VGs gehabt. Und die sind nach wie vor Monopolisten im jeweils eigenen Land. Soll heissen, egal bei welcher VG du Mitglied bist, die zur Zeit verfügbaren haben alle einen Vertrag mit der GEMA. Und dieser Vertrag sichert der GEMA alle Verwertungsrechte für Deutschland, da die GEMA keine CC zulässt sind deine Werke dann in Deutschland also auch nicht als CC verfügbar. Das wurde mir explizit so von einer liberaleren VG gesagt.

    Und mehr Geld bringt es nur bedingt, die GEMA kostet ja jährlich einen Mitgliedsbeitrag, den kann man vermeiden, ABER: als professioneller Musiker wird man das womöglich eher nicht machen (wenn man nicht ganz auf VGs verzichtet), weil sonst die Einnahmen mit einem Jahr Verspätung kommen.

    Ein anderer Aspekt sind noch die Art der CC-Lizenzen. CC-BY-NC ist ja nicht gerade das Zuckerl unter den Lizenzen, aber das verfügbare Maximum. Die NC-Klausel und damit die echte Macht über die eigenen Verwertungsrechte bekommt man nur mit amerikanischen VGs weg, aber dann wirds wirklich kompliziert und eben rechtlich auch wieder fraglich, ob diese Lizenz dann in Europe genauso gültig wäre.

    Kurz gesagt: C3S ist wirklich dringend an der Zeit.

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  6. Re: GEMA

    Autor Sermon 21.05.12 - 23:26

    Wie wohltuend, auch mal einen sinnvollen Beitrag
    zum Thema: Youtube vs GEMA zu lesen.

    Nicht die GEMA mit ihren rechtmässigen Forderungen
    ist das Problem, sondern Google, dass nicht zahlen
    will.
    Das es nur an Google liegt, kann man auch daran
    erkennen, dass die GEMA mit anderen Videoportalen
    ja durchaus zu einer Vereinbarung kam.Und dort kann man
    dann auch die Videos sehen, die bei Youtube "blockiert"
    sind.

    Aber ob ich noch den Tag erleben werde, an dem
    das hierzulande auch der letzte Hohlkopf kapiert hat ?

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  7. Re: GEMA

    Autor andre-m 22.05.12 - 00:32

    Das kann man auch andersherum schreiben ;-)

    Das es an der Gema liegt könnte man daran sehen, dass es in allen anderen Ländern außer Deutschland bereits Vereinbarungen zwischen den dortigen VGs und Youtube/Google gibt.

    Soweit ich es mitbekommen habe ist nicht mal die Höhe des Betrages das Problem, sondern, dass die Gema auf einer Gebühr pro Abspielung besteht und nicht pauschale Gebühren bezogen auf alle abgespielten Gema Titel annehmen möchte.

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  8. Re: In den USA ähnlich geschehen und erfolgreich, 1939 - BMI statt ASCAP

    Autor andre-m 22.05.12 - 00:44

    Christof Spanring schrieb:
    >...Soll heissen, egal bei welcher VG du
    > Mitglied bist, die zur Zeit verfügbaren haben alle einen Vertrag mit der
    > GEMA. Und dieser Vertrag sichert der GEMA alle Verwertungsrechte für
    > Deutschland, da die GEMA keine CC zulässt sind deine Werke dann in
    > Deutschland also auch nicht als CC verfügbar. Das wurde mir explizit so von
    > einer liberaleren VG gesagt. ...

    OK, die Gema hat dann die Verwertungsrechte in Deutschland und im Rest der Welt kann die CC-Lizenz gelten. (Also auch für in Deutschland verfügbare Inhalte, die auf nicht deutschen Servern verfügbar sind, wenn die Lizenzgebühren dort an die VG abgeführt werden. Oder besteht noch eine Pflicht zur doppelten Zahlung?)

    Für Deutschland könnte man es dann mit Geld und Zeit auf eine Klage gegen die Gema ankommen lassen. Ich könnte mit vorstellen, dass man da Chancen hat. Schließlich schränkt die Gema einen mit einer ausländischen Gesellschaft gemachten Vertrag für Deutschland ein, ohne das dazu eine Rechtsgrundlage oder irgendwie geartete Kompensation dafür geleistet wird.

    Die Frage wäre auch, inwieweit die gewählte eigene ausländische VG gegen ihre eigenen Statuten verstößt, wenn sie eine CC-Lizenz zulässt, aber mit der Gema einen Vertag schließt, der die entsprechende Lizenz dann nicht in allen Ländern durchsetzbar macht. Folge könnte sein, dass viele ausländische VGs mit der Gema neue CC konforme Verträge schließen wollen würden/müssen.

    Da gibt es alles in allem viele Ansätze für erfolgversprechnde Gerichtsverfahren... - aber wer will das schon. Also, C3S so schnell wie möglich! Rahmenverträge mit anderen VGs und Youtube so schnell wie möglich!

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  9. Re: GEMA

    Autor andre-m 22.05.12 - 00:53

    > Für eine "neue Gesellschaft"? Entschuldige bitte, aber wir sprechen hier
    > immer noch von einer Webseite, mit der man sich bunte Filmchen anglotzen
    > kann.

    Stimmt, und Radio war mal dieses Teil mit dem man nur diese Grammophon Scheiben ohne Grammophon anhören kann. Wer will das schon... "neue Gesellschaft" bezog sich auf eine neue Verwertungsgesellschaft - die C3S eben.
    Die Gema schießt sich mit ihrer Weigerung mit Youtube zu verhandeln nur selbst ins Knie.

    Ich höre tatsächlich lieber Schallplatten selbst und kaufe auch noch CDs z.T. auch ein paar mp3s. Ich habe aber Freunde, die sich auf Youtube Playlists zusammenstellen und die statt Radio hören. Ich selbst habe auch bereits tape.tv statt Radio gehört. Das ist schon eine Sache, die viel mehr Zukunft hat als normales Radio (außer vielleicht im Auto).

    Normale Radiosender mit ihren ständigen Wiederholungen in Bezug auf Nachrichten, Werbung und Lieder gehen mir nach höchstens zwei Stunden total auf die Nerven. Mal ganz abgesehen von extrem nervigen Moderatoren. Einzige Ausnahme ist byte.fm, aber da ist die Musik nicht immer mein Geschmack.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.05.12 00:56 durch andre-m.

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  10. Re: GEMA

    Autor Trollfeeder 22.05.12 - 10:41

    aktenwaelzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > andre-m schrieb:
    >
    > > Da die Gema aktuell Youtube blockiert
    >
    > Inwiefern blockiert die GEMA denn YouTube?
    >
    > Meines Wissens hat die GEMA einen Tarif, dessen Höhe für YouTube nicht in
    > Frage kommt, weil sie die 0,006 Euro pro View nicht zahlen wollen.
    >
    > Wenn "Uns als Milliardenkonzern ist der Preis zu hoch" schon das selbe ist
    > wie "Die blockieren uns", dann hast Du natürlich recht. ;))

    Auch ein Milliardenkonzern muss wirtschaftlich denken und sie werden nicht für Videos mehr bezahlen als sie selbst damit einnehmen können.
    Btw Google != YouTube, die werden nicht mit YouTube Verluste einfahren die dann die Mutter ausgleichen muss. Aber so langsam verstehe ich warum sich Künstler von der GEMA vertreten lassen müssen.

    > > Die GEMA/Youtube-Situation ist ein ideales Startumfeld für eine neue
    > > Gesellschaft.
    >
    > Für eine "neue Gesellschaft"? Entschuldige bitte, aber wir sprechen hier
    > immer noch von einer Webseite, mit der man sich bunte Filmchen anglotzen
    > kann.

    Ja ist schon schwer wenn man einfach mal was negatives über YouTube sagen will. Es geht um die C3S nicht um YouTube. Langsam macht sich in mir das Gefühl breit das dein Nick berechtigterweise DEIN Nick ist.^^

    --------------------------------------------------------------------------------
    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
    ----------------------------------------

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  11. Re: GEMA

    Autor StefanKehrer 23.05.12 - 13:44

    Sermon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wohltuend, auch mal einen sinnvollen Beitrag
    > zum Thema: Youtube vs GEMA zu lesen.
    >
    > Nicht die GEMA mit ihren rechtmässigen Forderungen
    > ist das Problem, sondern Google, dass nicht zahlen
    > will.

    Ob die rechtmäßig sind hat überhaupt noch niemand abschließend überprüft. Das Patentamt als Kontrollbehörde winkt einfach alles durch.

    Und davon ist nicht nur Youtube betroffen, sondern auch viele kleine Anbieter und Betreiber von Internetradios.

    > Das es nur an Google liegt, kann man auch daran
    > erkennen, dass die GEMA mit anderen Videoportalen
    > ja durchaus zu einer Vereinbarung kam.Und dort kann man
    > dann auch die Videos sehen, die bei Youtube "blockiert"
    > sind.
    >
    Die wurden aber vermutlich anders bewertet, und haben nicht so hohe Nutzerzahlen. Ich wüsste nicht das hierzu transparente Zahlen vorliegen, die Vereinbarungen sind soweit ich weiß unter Verschluss. Wenn dem nicht so ist, dann freue ich mich auf einen Link mit den entsprechenden Informationen.

    Außerdem hat Google in anderen Ländern auch solche Vereinbarungen getroffen, nur in Deutschland nicht, und an wem liegt das wohl?

    > Aber ob ich noch den Tag erleben werde, an dem
    > das hierzulande auch der letzte Hohlkopf kapiert hat ?

    Mensch was für ein super Argument, das sollte man sich doch glatt einrahmen.

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  12. Re: In den USA ähnlich geschehen und erfolgreich, 1939 - BMI statt ASCAP

    Autor kevla 24.05.12 - 18:46

    Christof Spanring schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > andre-m schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ...
    > > Diese Lizenzen gelten dann für das jeweilige Lied
    > > europaweit/weltweit. Die nationalen VGs in den anderen Ländern können
    > > keinen Einfluß auf die einmal gewährte Lizenz nehmen.
    > > ...
    >
    > Meines Wissens funktioniert das eben nicht. Ich habe mich vor etwa zwei
    > Jahren das letzte Mal intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt und eben
    > auch Schriftverkehr mit alternativen VGs gehabt. Und die sind nach wie vor
    > Monopolisten im jeweils eigenen Land. Soll heissen, egal bei welcher VG du
    > Mitglied bist, die zur Zeit verfügbaren haben alle einen Vertrag mit der
    > GEMA. Und dieser Vertrag sichert der GEMA alle Verwertungsrechte für
    > Deutschland, da die GEMA keine CC zulässt sind deine Werke dann in
    > Deutschland also auch nicht als CC verfügbar. Das wurde mir explizit so von
    > einer liberaleren VG gesagt.
    >
    > Und mehr Geld bringt es nur bedingt, die GEMA kostet ja jährlich einen
    > Mitgliedsbeitrag, den kann man vermeiden, ABER: als professioneller Musiker
    > wird man das womöglich eher nicht machen (wenn man nicht ganz auf VGs
    > verzichtet), weil sonst die Einnahmen mit einem Jahr Verspätung kommen.
    >
    > Ein anderer Aspekt sind noch die Art der CC-Lizenzen. CC-BY-NC ist ja nicht
    > gerade das Zuckerl unter den Lizenzen, aber das verfügbare Maximum. Die
    > NC-Klausel und damit die echte Macht über die eigenen Verwertungsrechte
    > bekommt man nur mit amerikanischen VGs weg, aber dann wirds wirklich
    > kompliziert und eben rechtlich auch wieder fraglich, ob diese Lizenz dann
    > in Europe genauso gültig wäre.
    >
    > Kurz gesagt: C3S ist wirklich dringend an der Zeit.

    ich würde ja behaupten, dass sich da ein kleiner denkfehler eingeschlichen hat.

    denn die gema ist mitnichten monopolist. du meinst wahrscheinlich die gemavermutung. diese gibt der gema aber lediglich das recht, bei jeder öffentlichen aufführung davon auszugehen, dass die stücke die dort gespielt wurden, von gemakünstlern stammen und die gema damit die entsprechenden beiträge eintreiben darf. gleichzeitig hat aber jeder veranstalter selbstverständlich (rechtsstaat) das recht, zu belegen, dass nur gemafreie stücke aufgeführt wurden und somit keine gemagebühren fällig sind. es erfolgt also eine umkehr der beweislast, was schon eine riesenfrechheit ist. aber dass die gema ein monopolist sei, ist, denke ich, falsch. es gibt ja auch andere verwertungsgesellschaften für musiker, wie z.B. die GVL.

    und hier ist noch eine liste mit sämtlichen deutschen verwertungsgesellschaften.

    es wäre garkein problem eine neue verwertungsgesellschaft zu gründen und zu nutzen. würde sie groß werden, würde zwangsläufig auch die gemavermutung gesetzlich gekippt werden.

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