Wenn man 24 Stunden lang nicht über Gedrucktes berichten darf, so bedeutet das auch, das Medien sich darauf nicht beziehen dürfen.
Wenn ich heute in der Bildzeitung lese, dass Angela Merkel zurücktritt, darf ein anderes Medium darüber nicht berichten. Diskutiere ich in einem Forum über diesen Fakt, so berichte ich implizit darüber, dass Angela Merkel zurückgetreten ist und begehe damit - sofern ich das vor Ablauf der 24 Stunden eine Urheberrechtsverletzung. (plus einige Stunden, um sicher zu sein, dass ich nicht versehentlich doch zu früh poste)
Wenn also ein Printmedium irgendetwas druckt, darf ich ab diesem Zeitpunkt meine Meinung dazu nicht mehr äußern.
Auch wenn die Printmedien sterben, bedeutet das nicht, dass ich zu deren Schutz bereit bin, meine Meinung für mich zu behalten.
Wir werden für Wissen und Fakten immer zahlen müssen. Es wird immer eine GEZ oder vergleichbare Steuer geben und sie ist auch notwendig, damit Journalismus finanziert wird.
Wir brauchen politische Modelle, wie eine Nachrichtengebühr verteilt wird. Wir brauchen ein Bezahlmodell für Nachrichten. Wenn ich beim Spiegel einen Beitrag mit 'Lesenswert' kennzeichne, dann soll der Spiegel doch aus dem Gebührenpott bitte für seine Arbeit entlohnt werden.
Werden 10 Millionen 'Lesenswert' verteilt, wird der Gebührenpott anteilig an den Stimmen an die jeweiligen Verlage, Organisationen, Blogs verteilt.
So kann jedes Blog verdienen, wenn es lesenswert ist, so kann man Wikipedia durchfinanzieren, und wer Nachrichten nicht lesenswert macht, verdient eben weniger.
Wer seine Artikel drucken möchte, darf das gerne tun.
Eine Zeitung, die jedoch keine Abnehmer mehr findet, verdient hier wie da nichts mehr. Fairer Wettbewerb.
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