insofern sind das keine eindeutigen Beweise und die IP taugt noch nicht einmal als Indiz.
Im Grunde braucht man noch nicht einmal Hacker sein. Du gehst irgendwo in einer Kleinstadt in ein Cafe und logst dich bei irgendwen im WLAN ein. Fertig.
In vielen Fällen ist der Mensch, dem der Anschluss gehört, nicht einmal zu Hause. Und wenn doch, dann reduziert man die Übertragungsraten und der WLAN-Betreiber schimpft über Golem.de ... wat für eine larmarschige Seite, scheiss Skripte...
Ganz Abgewichste könnten auch direkt über dessen Rechner gehen und liefern den Betreibern beim Speichern auch noch gleich einen Verdächtigen frei Haus.
und was hat das jetzt mit dem thema zu tun? hacken hin oder her, sein wlan nicht abzusichern ist aus den verschiedensten gründen eigene dummheit. wer sein auto nicht abschliesst wundert sich auch nicht wenn die versicherung bei diebstahl nicht zahlt, warum sollte es beim internet anders sein?
ich seh nur einen ausweg: internetsperren. denn wenn wir die erstmal offiziell haben kann man sie auch direkt ausweiten auf tauschbörsen. und webseiten aus unangenehmen ländern. und kritische berichterstattung. und eigentlich alles was der staat nicht approved hat, und zwar im vorfeld.
firehorse schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Re: Ein Internet-Anschluss lässt sich auch hacken
> Im Grunde braucht man noch nicht einmal Hacker sein.
Genau deshalb gibt's in Deutschland ja die (stinkende juristische Warze der) Störerhaftung. Damit kannst du verknackt werden, wenn du selbst nichts Böses getan hast, noch nicht einmal die Absicht hattest, etwas Böses zu tun oder zu dulden. Man nennt das dann einfach "fahrlässig" und schon bist Du mit dran.
> Du gehst irgendwo in einer Kleinstadt in ein Cafe und logst dich bei
> irgendwen im WLAN ein. Fertig.
Da musst Du aber unter Umständen weit fahren, bist Du eine solche Kleinstadt kommst, in der die Cafébetreiber das Risiko eingehen, für Dinge belangt zu werden, die über ihr WLAN passieren. Cafés hängen hier in einer Grauzone, sie werden AFAIK anders bewertet als Privatleute und auch anders als Zugangsprovider.
Ganz nebenbei würde ich unverschlüsselte WLANs auf keinen Fall ohne VPN nutzen.
>
> In vielen Fällen ist der Mensch, dem der Anschluss gehört, nicht einmal zu
> Hause. Und wenn doch, dann reduziert man die Übertragungsraten und der
> WLAN-Betreiber schimpft über Golem.de ... wat für eine larmarschige Seite,
> scheiss Skripte...
>
> Ganz Abgewichste könnten auch direkt über dessen Rechner gehen und liefern
> den Betreibern beim Speichern auch noch gleich einen Verdächtigen frei
> Haus.
Störerhaftung ist eine wunderbare Sache um lästige Kritiker und Regimefeinde legitim mundtot zu machen und zu beseitigen.
firehorse schrieb:
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> insofern sind das keine eindeutigen Beweise und die IP taugt noch nicht
> einmal als Indiz.
Kommt darauf an, was bewiesen werden soll.
Die IP weist ja eindeutig auf einen Internetanschluss hin.
Es dürfte praxisnah sein, Internetanschlüsse genauso wie Kraftfahrzeuge zu behandeln. Sonst gäbe es nämlich keinerlei Handhabe, gegen Straftaten vorzugehen.
Oder wie würdest Du das regeln? Bist Du etwa dafür, keinerlei Handhabe gegen Straftaten im Internet zu haben?
> Da musst Du aber unter Umständen weit fahren, bist Du eine solche
> Kleinstadt kommst, in der die Cafébetreiber das Risiko eingehen, für Dinge
> belangt zu werden, die über ihr WLAN passieren.
Ach echt? In Berlin scheint dieses Risiko jeder einzelne Café-Betreiber einzugehen. Hab mich da auch schon desöfteren gefragt ob die sich im Klaren darüber sind, welches Risiko sie eingehen. In Kleinstädten ist das anders?
> Cafés hängen hier in einer
> Grauzone, sie werden AFAIK anders bewertet als Privatleute und auch anders
> als Zugangsprovider.
Dazu würden mich ja mal mehr Infos interessieren.
laZee schrieb:
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> > Da musst Du aber unter Umständen weit fahren, bist Du eine solche
> > Kleinstadt kommst, in der die Cafébetreiber das Risiko eingehen, für
> Dinge
> > belangt zu werden, die über ihr WLAN passieren.
>
> Ach echt? In Berlin scheint dieses Risiko jeder einzelne Café-Betreiber
> einzugehen. Hab mich da auch schon desöfteren gefragt ob die sich im Klaren
> darüber sind, welches Risiko sie eingehen. In Kleinstädten ist das anders?
http://www.internetrecht-rostock.de/haftung-offenes-wlan.htm
Privatleute:
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/05/12/bgh-privatleute-haften-fur-offenes-wlan/
1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.02.11 15:47 durch book.
> www.internetrecht-rostock.de
"Auch Internetcafes oder Gaststätten, die Ihren Kunden einen Internetzugang oder einen WLAN-Zugang zur Verfügung stellen, sehen sich einer verschärften Haftung ausgesetzt."
Das ist das Einzige zu dem Thema unter dem Link. Der komplette Rest bezieht sich auf WLANs, die ohne Wissen des Betreibers benutzt werden.
Ich würde jetzt daraus ableiten: Ja, WLAN-Cafés sind demselben Risiko ausgesetzt.
laZee schrieb:
> Ich würde jetzt daraus ableiten: Ja, WLAN-Cafés sind demselben Risiko
> ausgesetzt.
Ja, sind sie. Sorry. Ich hatte Dich falsch verstanden.
kendon schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> wer
> sein auto nicht abschliesst wundert sich auch nicht wenn die versicherung
> bei diebstahl nicht zahlt, warum sollte es beim internet anders sein?
Bei offenem WLAN wird ja nicht der Router geklaut. Es ist eher so, dass man einen Anhalter mitnimmt.
--
Bitte prüfen Sie, ob Sie diesen Beitrag wirklich ausdrucken müssen!
Martin F. schrieb:
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> kendon schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > wer
> > sein auto nicht abschliesst wundert sich auch nicht wenn die
> versicherung
> > bei diebstahl nicht zahlt, warum sollte es beim internet anders sein?
>
> Bei offenem WLAN wird ja nicht der Router geklaut. Es ist eher so, dass man
> einen Anhalter mitnimmt.
Vor allem die mit der Axt...
Ziemlich viele CDU'ler heute her wie?
Man kann auch aus Freundlichkeit einen WLAN-Kanal offen lassen. Gut muss nicht das komplette WLAN sein, aber erkläre das mal einem Bauern auf dem Lande oder einem älteren Menschen der schon Hurra schreit wenn es heißt: Ich bin drin!!!
Das ist zwar nicht mehr die Regel aber immer noch ein Teil von der Realität.
Mit_linux_wär_das_nicht_passiert schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> firehorse schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Re: Ein Internet-Anschluss lässt sich auch hacken
> > Im Grunde braucht man noch nicht einmal Hacker sein.
>
> Genau deshalb gibt's in Deutschland ja die (stinkende juristische Warze
> der) Störerhaftung. Damit kannst du verknackt werden, wenn du selbst nichts
> Böses getan hast, noch nicht einmal die Absicht hattest, etwas Böses zu tun
> oder zu dulden. Man nennt das dann einfach "fahrlässig" und schon bist Du
> mit dran.
>
Nachweis bitte... das ICH oder eben eine solche Person dies zu dem Zeitpunkt getan hat und es genau diese Person war. Nicht jeder hat seinen Rechner mit seinen Namen und Anschrift versehen oder gibt seine Daten Preis.
Mit solchen Gesetzen kannste dir ebenso gut auf Klo den Popo abwischen.
>
> > Du gehst irgendwo in einer Kleinstadt in ein Cafe und logst dich bei
> > irgendwen im WLAN ein. Fertig.
>
> Da musst Du aber unter Umständen weit fahren, bist Du eine solche
> Kleinstadt kommst, in der die Cafébetreiber das Risiko eingehen, für Dinge
> belangt zu werden, die über ihr WLAN passieren. Cafés hängen hier in einer
> Grauzone, sie werden AFAIK anders bewertet als Privatleute und auch anders
> als Zugangsprovider.
>
Hamburg Landesgrenze. 15 Minuten mit dem Rad (zügig und nicht wie ein Opa) oder 45 Minuten zu Fuß und schon haste alles frei Haus. Glaubste net? Dann komm vorbei. Ich zeig es dir.
Ich meinte zudem auch nicht das WLAN des Cafe-Betreibers, sondern das seiner Nachbarn. Das Cafe oder auch die Kneipe war nur damit man es bei einem Kaffee oder Bier schön warm hat ;)
> Ganz nebenbei würde ich unverschlüsselte WLANs auf keinen Fall ohne VPN
> nutzen.
>
Danke für den Hinweis ^^
> >
> > In vielen Fällen ist der Mensch, dem der Anschluss gehört, nicht einmal
> zu
> > Hause. Und wenn doch, dann reduziert man die Übertragungsraten und der
> > WLAN-Betreiber schimpft über Golem.de ... wat für eine larmarschige
> Seite,
> > scheiss Skripte...
> >
> > Ganz Abgewichste könnten auch direkt über dessen Rechner gehen und
> liefern
> > den Betreibern beim Speichern auch noch gleich einen Verdächtigen frei
> > Haus.
Ist die Luft hier ausgegangen oder etwas quer im Halse stecken geblieben ? :D
book schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> firehorse schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > insofern sind das keine eindeutigen Beweise und die IP taugt noch nicht
> > einmal als Indiz.
>
> Kommt darauf an, was bewiesen werden soll.
>
> Die IP weist ja eindeutig auf einen Internetanschluss hin.
>
> Es dürfte praxisnah sein, Internetanschlüsse genauso wie Kraftfahrzeuge zu
> behandeln. Sonst gäbe es nämlich keinerlei Handhabe, gegen Straftaten
> vorzugehen.
>
> Oder wie würdest Du das regeln? Bist Du etwa dafür, keinerlei Handhabe
> gegen Straftaten im Internet zu haben?
Dann würdest Du es also rechtfertigen wenn ein unschuldiger Mensch, vielleicht auch ein leicht geistig Behinderter verurteilt wird ? Nur aufgrund von einem Indiz, nämlich seiner IP... hmmm... deshalb also diese Regierung ;)
ich meinte auch die die Cafès, sondern deren Nachbarn/Umgebung. Das Cafe oder die Kneipe dient nur der persönlichen Entspannung ;)
Die Betreiber von Cafés haben ganz schlechte Karten. Ich würde jedem kleinen Betreiber auch davon abraten. So lieb das auch von ihm gemeint ist.
laZee schrieb:
> Ach echt? In Berlin scheint dieses Risiko jeder einzelne Café-Betreiber
> einzugehen. Hab mich da auch schon desöfteren gefragt ob die sich im Klaren
> darüber sind, welches Risiko sie eingehen. In Kleinstädten ist das anders?
schau dich mal besser um...da hängen dann überall kleine unauffällige kameras...und wenn du das passw fürs netz wills mußt du dich bestimmt auch ausweisen...hab's selber aber noch nie probiert, da es bei mir weit und breit kein inetcaffee gibt...
> Dazu würden mich ja mal mehr Infos interessieren.
dann google doch selber...
firehorse schrieb:
> > Oder wie würdest Du das regeln? Bist Du etwa dafür, keinerlei Handhabe
> > gegen Straftaten im Internet zu haben?
>
> Dann würdest Du es also rechtfertigen wenn ein unschuldiger Mensch,
> vielleicht auch ein leicht geistig Behinderter verurteilt wird ?
Hä? Was haben jetzt geistig Behinderte damit zu tun? Dass "Unschuldige verurteilt" werden, ist doch nicht gesagt.
Und kannst Du bitte mal meine Frage beantworten? Mich interessiert echt mal, ob Du dafür bist, keinerlei Handhabe gegen Straftaten im Internet zu haben.
Und wenn doch: Wie würdest Du eine solche Handhabe gewährleisten?
> Nur aufgrund von einem Indiz, nämlich seiner IP...
Für den Betrieb eines Internetanschlusses ist der Anschlussinhaber verantwortlich. Genau wie beim KFZ.
book schrieb:
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> Für den Betrieb eines Internetanschlusses ist der Anschlussinhaber
> verantwortlich. Genau wie beim KFZ.
Beim KFZ ist der Führer, nicht der Halter für Verkehrsvergehen verantwortlich ... Noch nie ein Knöllchen bekommen?
Thomas S. schrieb:
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> book schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Für den Betrieb eines Internetanschlusses ist der Anschlussinhaber
> > verantwortlich. Genau wie beim KFZ.
>
> Beim KFZ ist der Führer, nicht der Halter für Verkehrsvergehen
> verantwortlich ... Noch nie ein Knöllchen bekommen?
Du weißt, was ich meine. Der Halter wird ermittelt. Dann kann der Halter, falls ihm bekannt und falls er gewillt ist, den Fahrer nennen.
ganz einfach. Nichts zu ändern, weil alles schon da ist!
Das Internet ist ein fester Bestandteil unseres Lebens. Deshalb können dafür auch die gleichen Gesetze gelten und angewandt werden.
Alles andere ist Volksverarsche von der Politik oder besser den Wichtigtuern von denen wir uns regieren lassen oder lassen müssen.
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