nun ich habe hier einige meinungen zum thema lotto und staatliches glücksspielmonopol gelesen und möchte, da ich selber eine zeit lang lotto verkaufte und so auch in den genuss diverser jahresversammlungen gekommen bin, meinen senf dazu geben.
lotto hat einfach - wie die musikindustrie - das "neue" zeitalter verschlafen. die produkte z.b. im sportwettenbereich können niemals (weder quoten noch strukturtechnisch) mit den onlineangeboten von anderen anbietern mithalten. da diese einfach innovativere produkte anbieten als eine einzel und eine kombiwette (oddset). und 6 aus 49 mit superzahl ist einfach nur ein schlechter witz - eine gewinnchance von 1 zu 149 mio ist für junge leute einfach zu unrealistisch - und die meisten lottospieler sind gewohnheitsspieler die es seit 20-30 jahren machen - wenn die mal sterben ist lotto tot.
nun wurde versucht, durch einen glücksspielstaatsvertrag durchzudrücken, dass es eben nurnoch lotto produkte gibt - und keine anderen mehr - aus gründen des spielerschutzes - wohl eher aus gründen der angst vor konkurrenz und dem sicheren wissen, dass man da einfach nichtmehr durchblickt in der heutigen zeit.
so wurde dann im staatsvertrag vereinbart, dass zum spielerschutz auch werbung eingeschränkt werden muss. nun für lotto war das zuerst kein problem, bis sie bemerkten, dass auch die eigenen umsätze in den keller rauschen, sobald man aufhört die volksabzocke zu bewerben. so haben sie sich dann am ende selbst ins knie geschossen.
ich freue mich jetzt auf eurolotto und alle anderen produkte
und zum thema spielerschutz ist noch zu sagen, dass private wettanbieter während des staatsvertrages zwar verfolgt wurden, von staatlicher seite aber massenhaft spielhallen mit automatenspielen aufgestellt und gefördert werden. so könnten die vollassis ihre wenige kohle dann auch noch restlos zum fenster rauswerfen.
menschen sind und bleiben einfach einfach.
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