Das ist doch jetzt echt ein Witz, oder?
Wie jetzt, Messer sind scharf und damit könnte man sich sogar verletzen?
Man man man was die Leute versuchen, um an Kohle zu kommen... echt traurig und schlimm!
Ich möchte ja nicht bezweifeln, daß MMORPGs einen gewissen Suchtfaktor bieten können, aber wie bei allem in Leben ist es jedem seine Verantwortung damit vernünftig umzugehen. Jetzt den Betreiber anzuschwärzen ist ja echt das Letzte!
Ich persönlich hab noch keine Bierflasche gesehen auf der davor gewarnt wird, daß Alkohol womöglich süchtig machen könnte.
Blapuff schrieb:
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> Ich persönlich hab noch keine Bierflasche gesehen auf der davor gewarnt
> wird, daß Alkohol womöglich süchtig machen könnte.
Das liegt allerdings an der guten Lobbyarbeit. Bei der Zigaretten-Mafia war der öffendliche Druck größer, als die Schmiergelder.
Aber "Epilepsie-Warnungen" gibt es schon länger auf PC-Spielen in den "verdummten Staaten von Disneyland"
Blapuff schrieb:
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> ...aber wie bei allem in Leben ist es jedem seine Verantwortung
> damit vernünftig umzugehen. Jetzt den Betreiber anzuschwärzen ist ja echt
> das Letzte!...
Deine Ansicht mag für viele Länder zutreffen... aber eben nicht für das Land der Kniften & Puristen!
Es ist ja nicht so dass der Suchtfaktor bei MMORPGs eine zufällige Randerscheinung ist. Vielmehr ist dieser Faktor absichtlich vom Hersteller hervorgerufen. Die Spiele sind absichtlich so ausgelegt, dass man sehr lange Zeit im Spiel verbringt. Oft wird die Online Zeit künstlich hochgehalten. Sobald genügend Spieler das Maximum erreicht haben, kommt das nächste Addon mit neuen Spielzielen.
Ich finde die Klage gar nicht so abwägig. Der Vergleich zum Bier zieht hier nicht, da Alkohol historisch seit tausenden von Jahren zu unserer Kultur dazugehören und der Effekt weitreichend bekannt ist.
Es stellt sich vielmehr die Frage: wusste der Hersteller von dem Suchtfaktor des Spiels (wohl klar mit ja zu beantworten) und konnte er davon ausgehen, dass die Konsumenten dies auch wussten. Zweiteres könnte man wohl 2003 eher mit nein beantworten. NCSoft hat den Suchtfaktor also wissentlich verschwiegen, um mehr Spiele zu verkaufen.
Aber auch diese Argumentation ist etwas dürftig, da man so wohl gegen sämtliche Spielehersteller vorgehen könnte, ebenso wie gegen diverse Fernsehsender (Daily-Soaps, Reality-Krempel). Diese wissen wohl ebenso darum, was ihre Produkte bei der Zielgruppe auslösen können und rechnen auch fest damit.
Und letztlich obliegt es jedem selbst, wie er mit seiner Freizeit umgeht. Jeder will möglichst viel dürfen, aber wenn dann dabei Mist rauskommt, wird die Schuld bei anderen gesucht. Das ist einfach nur erbärmlich und ich hoffe, die Klage wird gnadenlos abgeschmettert.
> Ich persönlich hab noch keine Bierflasche gesehen auf der davor gewarnt
> wird, daß Alkohol womöglich süchtig machen könnte.
Alos auf einer "Guinness" Bierflasche steht zumindest geschrieben "Trinken Sie verantwortungsvoll"
und es wurde sogar schon versucht verpflichtende warnungen einzuführen nur ist das gescheitert http://www.sueddeutsche.de/leben/legale-drogen-in-europa-streit-ueber-warnung-vor-alkohol-1.236177
9life-Moderator schrieb:
> Aber "Epilepsie-Warnungen" gibt es schon länger auf PC-Spielen in den
> "verdummten Staaten von Disneyland"
Die gibt's in Deutschland ebenfalls schon lange.
http://www.bf-games.net/upload/2010-03/BFBC2-handbuch-deutsch.pdf
Schau mal was auf Seite 2 ist.
"Der Vergleich zum Bier zieht hier nicht, da Alkohol historisch seit tausenden von Jahren zu unserer Kultur dazugehören und der Effekt weitreichend bekannt ist."
Was ist das denn für eine Argumentation? Tabak gibt es auch schon seit tausenden von Jahren, genauso Spiele nur das diese mitlerweile elektronisch sind.
Ich finde der Vergleich ist durchaus angebracht, da Alkohol eine enorme Suchtwirkung hat... wenn dann auch bitte alle Produkte ausschildern.
Ich finde es einfach nur erschrekend wie wenig die Leute für sich Verantwortung übernehmen wollen/ können.
Dann am besten andere Leute dafür anschwärzen... echt erbärmlich!
> Tabak gibt es auch schon seit tausenden von Jahren
Aber nicht in Europa.
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Der Molch macht's.
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How much money have you spent on League of Legends?
Epilepsie ist hiermit nicht zu vergleichen. Es ist eine Krankheit die durch verschiedene Auslöser Krampfanfälle auslösen können, bei denen man sich im schlimmsten Fall selbst umbringen kann.
Solche Auslöser sind z.B. schnelle Hell-Dunkel wechsel.
Die Römer hatten auch schon Tabak. Ok, nicht so verbreitet wie heute. Aber war vorhanden und das war, nach unserer Zeitrechnung, vor über 2000 Jahren :)
Natürlich ist jeder für sich selbst verantwortlich. Die Frage ist halt, ob ein Spieler 2003 wissen musste, dass man von dem Spiel ein hohes Suchtpotential ausgeht. Das halte ich für Fragwürdig. MMORPGs unterscheiden sich hier extrem von anderen Spielen. Wer das nicht versteht, hat die Spiele nie gespielt.
Wie soll ich also für etwas die Verantwortung übernehmen, von dem ich vorher nichts gewusst habe? Wenn ich im Supermarkt Kekse kaufe, wo Hasch drin verarbeitet ist, dies aber nicht ausgezeichnet ist, dann ist das genauso nicht ok.
Ach Leute...
Hört doch auf Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
NCSoft wird sich mit einem gewaltigen Aufgebot an Staranwälten aus der Affäre ziehen wollen und am Ende wird es einen Vergleich geben um eben ein Präzedenzurteil zu vermeiden.
Ganz einfach.
Was den Suchtfaktor angeht... Ja den gibt es sicherlich. Doch muss man jeden Suchtfaktor individuell prüfen.
Wer Zigaretten raucht ist zu gut 90% abhängig davon, je nach Dauer des Konsums.
Wer Alkohol trinkt nicht. Die Rate ist deutlich niedriger. gute 90% der Menschen Weltweit konsumieren Alkohol. Aber die sind nicht alle abhängig.
Und so ist es auch bei Onlinespielen. Hier muss schlicht geprüft werden wie stark der Suchtfaktor ist und ob es sinn macht hier ein Label zu setzen "Vorsicht Suchtgefahr!"
Ich vermute mal der Kläger stellt zwar kein Einzelschicksal dar aber er symbolisiert auch nicht die breite Masse.
Ich hab LII auch 3 Jahre gespielt. Und das teilzeit neben Job etc her, immer mal ein Stündchen oder ein halbes, wenn ich Lust dazu hatte.
Süchtig bin ich deshalb nicht.
Es läuft auf das selbe raus wie die Frage ob Shooter aus Spielern Killer machen.
Bei psychisch labilen Menschen ohne gefestigten Charakter kann es durchaus vorkommen, bei ausgeprägten und gereiften Menschen hingegen nicht. Und ich hoffe doch letzteres überwiegt bei der Spielerschaft ;=)
LG
Sabo
LOLHEHE schrieb:
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> Es ist ja nicht so dass der Suchtfaktor bei MMORPGs eine zufällige
> Randerscheinung ist. Vielmehr ist dieser Faktor absichtlich vom Hersteller
> hervorgerufen. Die Spiele sind absichtlich so ausgelegt, dass man sehr
> lange Zeit im Spiel verbringt. Oft wird die Online Zeit künstlich
> hochgehalten. Sobald genügend Spieler das Maximum erreicht haben, kommt das
> nächste Addon mit neuen Spielzielen.
>
Nun ja... natürlich werden die Spiele so ausgelegt das man sie auch spielt. Wenn die Spiele nicht so ausgelegt werden, dann werden sie auch nicht gespielt und damit auch nicht gekauft.
Das ist aber nicht nur bei Spielen so. Das ist bei allen Produkten die Weltweit verkauft werden. Der Hersteller versucht mit verschiedenen Mitteln den Kunden an sein Produkt zu binden. So funktioniert unsere Wirtschaft ;)
> Ich finde die Klage gar nicht so abwägig. Der Vergleich zum Bier zieht hier
> nicht, da Alkohol historisch seit tausenden von Jahren zu unserer Kultur
> dazugehören und der Effekt weitreichend bekannt ist.
>
Was soll aus der Klage hervorgehen? Es ist bereits seit Jahren bekannt das Online-Spiele süchtig machen können. Es obligt aber dennoch der eigenen Verantwortung ob man das auch zulässt.
Er hat einfach diesen Teil seines lebens versaut und sucht jetzt einen Schuldigen, weil man selbst ist natürlich immer das Opfer ;)
> Es stellt sich vielmehr die Frage: wusste der Hersteller von dem
> Suchtfaktor des Spiels (wohl klar mit ja zu beantworten) und konnte er
> davon ausgehen, dass die Konsumenten dies auch wussten. Zweiteres könnte
> man wohl 2003 eher mit nein beantworten. NCSoft hat den Suchtfaktor also
> wissentlich verschwiegen, um mehr Spiele zu verkaufen.
>
Wie schon an anderer Stelle gesagt, gilt das nicht nur für Spiele, sondern praktisch für alle Produkte. Insbesondere Produkte die Spass machen oder machen sollen.
NCsoft sperrt Kunden nicht einfach aus. Solange Lineage II sich trägt und damit Gewinn einzufahren ist, solange laufen die Server weiter. Einzelne Kunden auszusperren (einfach so) würde NCsoft um ihr Geld bringen. Sie würden sich also ins eigene Bein schießen.
Denn es ist nicht sicher das der ausgeschlossene Spieler dann auch Aion kaufen wird. Er könnte auch irgend ein anderes Spiel nehmen oder gar keines.
Ergo ist es sehr glaubhaft das NCsoft ihn ausgeschlossen hat, weil er gegen die Bedingungen verstoßen hat. Womit sich die Frage stellt ob er tatsächlich süchtig war oder ob er damit nur illegal Geld gescheffelt hat.
So was nennt sich Kapitalismus. Da ist jedes Mittel recht um an Geld zu kommen. Welche Methode man nimmt ist egal. Wirtschaftsethik gibt es nicht. lmaa-aaml.meinbrutalo.de
fakt ist nunmal, 2003 wusste so ziemlich keiner über den sucht faktor von PC spielen bescheid, die ersten studien dazu gab es erst vor ein paar jahren, was aber auch heisst.
Der dämmliche ami hätte es wissen müssen. Auch wenn evtl nicht über nachrichten aber zumindest über selbserkenntniss. Muss ihn ja aufgefallen sein das morgens sein erster gang nicht mehr toilette sondern richtung PC ging.
Ich schätze der affe hat aufgrund seiner spielsucht sein job verloren, evtl. war es wohl soo schlimm das er es auch schon auf arbeit versucht hat zu zoggen und nu brauch er geld.
Vorausgesetzt er hatte einen job, wenn nicht dann wird es wohl daran liegen das sie sein account gesperrt haben und nu wil er rache.
Wenn Du es merkst, ist es schon zu spät.
capitalism schrieb:
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> So was nennt sich Kapitalismus. Da ist jedes Mittel recht um an Geld zu
> kommen. Welche Methode man nimmt ist egal. Wirtschaftsethik gibt es nicht.
> lmaa-aaml.meinbrutalo.de
genau das hat sich der Schwachmat auch gedacht. Mal eben nen Spielehersteller verklagen, wenns ordentlich Kohle einbrigt brauch ich nicht arbeien und hab mehr Zeit zum zoggen! Yeah!
Ich kenne kein anderes Spielgenre, wo der Suchtfaktor so hoch ist wie bei MMORPGs. Normale PC Spiele haben eine Spielzeit von 5-20 Stunden. MMORPGs hingegen sind darauf ausgelegt, eine unbegrenzte Spielzeit zu haben. Selbst einzelne Spielsessions werden künstlich in die Länge gezogen. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass z.B. bei WOW einzelne Raids 4-8h dauern.
Ob die Klage in diesem Fall nun sinnvoll ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich kenne diesen Typen nicht. Ich denke aber trotzdem, dass der Suchtfaktor bei MMORPGs immernoch verharmlost wird.
> Die Römer hatten auch schon Tabak.
Nein, definitiv nicht!! Die Tabakpflanze stammt aus Amerika und war vor Columbus _DEFINITIV_ in Europa unbekannt. Der Wirkstoff im Tabak --Nicotine-- ist nach dem Französischen Arzt Jean Nicot benannt, weil dieser als Erster Tabak v.a. in Frankreich bekannt machte ... und das war erst 1560!
Auch das Rauchen an sich war vor dem Kontakt mit den Ureinwohnern Amerikas in Europa unbekannt.
Römer und Tabak? Forget it. Die haben sich mit allerlei Weinen zugedröhnt und sich von Duftkerzen betören lassen während sie ihren Orgien fröhnten, aber geraucht haben sie definitiv nicht.
:-)
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