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urban legends

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  1. urban legends

    Autor despo 31.12.12 - 18:15

    zufällig bin ich experte auf dem gebiet. jedes beliebige handy lässt sich zu einem jammer umfunktionieren, aber dies gilt nur für die frequenzen, auf die es auch ausgelegt ist. doch um boardelektronik zu stören bedarf es ein wenig mehr power. es gibt kein mir bekanntes flugzeug, welches derart störanfällig wäre - sowas würde auch gar nicht zugelassen werden. es ist eben das alte märchen, weshalb man zum beispiel auch nicht an der zapfsäule telefonieren darf. das ganze ist also in etwa so böse wie eine schwarze katze im 14. jahrhundert.
    aber davon abgesehen sollte man sein handy trotzdem in den offline modus schicken/ausschalten, denn das ständige roaming geht ganz schön auf den akku.

    edit: wie ein vorredner sagte, geht es angeblich in erster linie darum, dass die leute die sicherheitshinweise nicht mitkriegen, wenn sie am smartphone rumdaddeln. nun ja, flugbegleiter werden dafür bezahlt angepisst zu sein, den rest macht der gute alte darwin.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.12.12 18:21 durch despo.

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  2. Re: urban legends

    Autor oSu. 31.12.12 - 18:31

    despo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zufällig bin ich experte auf dem gebiet. jedes beliebige handy lässt sich
    > zu einem jammer umfunktionieren, aber dies gilt nur für die frequenzen, auf
    > die es auch ausgelegt ist. doch um boardelektronik zu stören bedarf es ein
    > wenig mehr power. es gibt kein mir bekanntes flugzeug, welches derart
    > störanfällig wäre ...

    Ich kenne mich im Bereich der Flugzeugelektronik zwar nicht aus, allerdings ist es bei uns in der Firma damals vorgekommen, dass das klingelnde Handy eines Service Technikers eine Siemens Nixdorf RM600-E60 zum Absturz gebracht hat.





    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.12.12 18:33 durch oSu..

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  3. Re: urban legends

    Autor __destruct() 31.12.12 - 19:52

    oSu. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kenne mich im Bereich der Flugzeugelektronik zwar nicht aus, allerdings
    > ist es bei uns in der Firma damals vorgekommen, dass das klingelnde Handy
    > eines Service Technikers eine Siemens Nixdorf RM600-E60 zum Absturz
    > gebracht hat.

    Klar. Das Ding stand natürlich noch hinter einer 150 mm dicken Stahltüre, damit auch ganz bestimmt genug Blech dazwischen ist, weil das ja so noch nicht der Fall ist.

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  4. Re: urban legends

    Autor kendon 01.01.13 - 01:11

    soso, experte also...

    1. soll/darf man an zapfsäulen nicht telefonieren, weil die möglichkeit besteht dass das handy fallengelassen wird, dabei der akku rausspringt, und es dabei zum funkenschlag kommt. unwahrscheinlich, aber physikalisch möglich. würden sie es nicht verbieten könnte man sie vermutlich verklagen.

    2. "roaming" ist per se erstmal das gleiche wie das benutzen des gerätes im eigenen netz. mit welchem netz das handy standardisierte nachrichten austauscht ist dem akku mal sowas von egal, egaler gehts schon gar nicht mehr. und wenn das handy keinen broadcast vom netz empfängt sendet es auch nicht besonders viel. das akku-argument ist also nichtig.

    3. das darwin-argument ist hier auch nur so halbschwanger gültig, das potential für andere zur gefahr zu werden ist hier doch etwas hoch.

    gut dass "experte" kein geschützter begriff ist...

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  5. Re: urban legends

    Autor MrSpok 01.01.13 - 04:33

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 1. soll/darf man an zapfsäulen nicht telefonieren, weil die möglichkeit
    > besteht dass das handy fallengelassen wird, dabei der akku rausspringt, und
    > es dabei zum funkenschlag kommt. unwahrscheinlich, aber physikalisch
    > möglich.

    Genauso gut könnte mir der Autoschlüssel oder Tankdeckel runterfallen und einen Funken erzeugen ... alles ziiiiiemlich unwahrscheinlich, wie du ja selber schon bemerkt hast.

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  6. Re: urban legends

    Autor kendon 01.01.13 - 09:59

    es lässt sich aber nicht vermeiden mit dem deckel oder dem schlüssel zu hantieren, ganz im gegensatz zum handy.

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  7. Re: urban legends

    Autor wabbit_works 01.01.13 - 13:08

    Sicherlich gibt es Dinge die muss man nicht unbedingt provozieren, allerdings wird sich da meiner Meinung nach an einer Mücke hochgezogen.

    Vergleicht mal WLAN, Bluetooth, UMTS und LTE mit Radaranlagen (wie diese ganz zufällig an Flughäfen zu finden sind^^) anhand der Sendeleistungen. Die Frequenzbänder liegen ja durchaus nah beieinander. Auf jeden Fall wirken die Sendeleistungen der tablets und smartphones - trotz des höheren Abstandes der Radaranlage zum Flugzeug - wie ein Fliegenschiss auf der Tragfläche eines Airbus.
    Wenn die Elektronik damit nicht umgehen kann, gehört so ein Flugzeug eh nicht in die Luft. Das nur mal am Rande.

    Inwieweit es jetzt notwendig ist ein smartphone oder tablet in jeder Flugphase benutzen zu müssen... da gehört es "eigentlich" zum guten Ton, sich an die Vorschriften der Fluggesellschaft/Flugbegleiter zu halten - wie auch immer da die eigene Meinung ist.

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  8. Re: urban legends

    Autor Sebbi 02.01.13 - 01:00

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > soso, experte also...
    >
    > 1. soll/darf man an zapfsäulen nicht telefonieren, weil die möglichkeit
    > besteht dass das handy fallengelassen wird, dabei der akku rausspringt, und
    > es dabei zum funkenschlag kommt. unwahrscheinlich, aber physikalisch
    > möglich. würden sie es nicht verbieten könnte man sie vermutlich
    > verklagen.

    Genauso gut könntest du mit Gummisohlen statisch aufgeladen werden und einen Funken beim Aufsperren deines Autos abgeben. Alles möglich ... aber Benzin kann man damit nicht entzünden, auch nicht mit einer Zigarette, die man in eine Benzinpfütze fallen lässt.

    >
    > 2. "roaming" ist per se erstmal das gleiche wie das benutzen des gerätes im
    > eigenen netz. mit welchem netz das handy standardisierte nachrichten
    > austauscht ist dem akku mal sowas von egal, egaler gehts schon gar nicht
    > mehr. und wenn das handy keinen broadcast vom netz empfängt sendet es auch
    > nicht besonders viel. das akku-argument ist also nichtig.

    Roaming ist der Funkzellenwechsel. Ständiger Wechsel führt zu mehr Aktivität seiten des Handys und nicht vorhandene Funkzellen (über den Wolken, IN einem Faradayscher Käfig) sorgen für eine Suche nach Funkzellen mit maximaler Leistung. Das geht auf den Akku.

    >
    > 3. das darwin-argument ist hier auch nur so halbschwanger gültig, das
    > potential für andere zur gefahr zu werden ist hier doch etwas hoch.
    >

    Evolution ... nicht das was du vermutlich denkst.


    > gut dass "experte" kein geschützter begriff ist...

    Gut, dass im Internet jeder jeden anderen korrigieren muss ;-)

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  9. Re: urban legends

    Autor __destruct() 02.01.13 - 01:35

    Vorweg: Ich bin gegen diese unsinnigen Verbote. Auch, wenn es in diesem Beitrag vll. anders scheinen mag.


    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genauso gut könntest du mit Gummisohlen statisch aufgeladen werden und
    > einen Funken beim Aufsperren deines Autos abgeben. Alles möglich ... aber
    > Benzin kann man damit nicht entzünden, auch nicht mit einer Zigarette, die
    > man in eine Benzinpfütze fallen lässt.

    Mit beidem kann man Benzindämpfe entzünden, d.h. beide Aussagen sind falsch. Dass man eine Zigarette in eine Benzinpfütze fallen lassen kann, ohne, dass etwas passiert, ist inzwischen weit verbreitet und soweit auch korrekt. Allerdings funktioniert das nur, wenn die Zigarette in das Benzin fällt. Nicht, wenn sie neben das Benzin fällt, sich ein Funke löst, dieser in das Benzin fällt und bei Windstille die Dämpfe darüber entzündet.


    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > 3. das darwin-argument ist hier auch nur so halbschwanger gültig, das
    > > potential für andere zur gefahr zu werden ist hier doch etwas hoch.
    >
    > Evolution ... nicht das was du vermutlich denkst.

    Das wird er verstanden haben, sonst hätte er keine solche Antwort gegeben. Zur Erklärung, da du seine Antwort offensichtlich nicht verstehst: In einem Flugzeug sitzen hunderte Menschen und durch den Fehler eines, der durch natürliche Selektion keine Nachkommen zeugen könnte, wird auch das Leben und damit die Fähigkeit, in Zukunft Nachkommen zu zeugen, anderer, die nicht natürlich aussortiert würden, gefährdet.

    Da ich nun aber nicht verstehe, was man sonst mit Darwin in Verbindung bringen könnte, könntest du ja so nett sein und mir das erklären. Es sei denn, man darf es hier nicht öffentlich posten, dann bitte auch nicht per PN. Ich weiß ja nicht, welche Begriffe dir so im Kopf rumgehen. ;-)

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  10. Re: urban legends

    Autor Flying Circus 02.01.13 - 09:16

    MrSpok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genauso gut könnte mir der Autoschlüssel oder Tankdeckel runterfallen und
    > einen Funken erzeugen ... alles ziiiiiemlich unwahrscheinlich, wie du ja
    > selber schon bemerkt hast.

    Der Tankdeckel meines Autos ist komplett aus Plastik, da wird wohl eher kein Funke entstehen.
    Und mir sind schon diverse Male meine Schlüssel runtergefallen, auch da gab es nie Funken.

    Davon ab: was soll eigentlich dieses blöde Argument, das da sinngemäß besagt, "weil es auch andere Risiken gibt, denke ich nicht daran, dieses eine Risiko auszuschalten"?

    Andere Beispiele wären, "Warum soll ich mit Rauchen aufhören, Krebs kann man auch kriegen, wenn Asbeststaub einatmet", "warum soll ich nicht bei Nebel mit 220 Sachen fahren, einen Unfall kann man auch haben, wenn man mit Augenbinde fährt", "warum soll ich nicht ungeschützten Sex mit wildfremden Leuten haben, AIDS kann man sich auch bei einer Bluttransfusion einfangen".

    Gar nicht anfangen will ich davon, wie sehr mir Leute auf den Sack gehen, die nicht in der Lage sind, mal fünf Minuten auf ihr Lieblingsspielzeug zu verzichten. Und Prinzipienreiter kann ich sowieso nicht ab (weil das bestimmt das nächste Argument ist, "warum sollte ich das tun? Schon rein aus PRINZIP nicht ...").

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  11. Re: urban legends

    Autor kendon 02.01.13 - 18:29

    > Roaming ist der Funkzellenwechsel. Ständiger Wechsel führt zu mehr

    zellwechsel nennt sich handover. roaming ist das einbuchen in ein anderes als das heimnetz.

    > Aktivität seiten des Handys und nicht vorhandene Funkzellen (über den
    > Wolken, IN einem Faradayscher Käfig) sorgen für eine Suche nach Funkzellen
    > mit maximaler Leistung. Das geht auf den Akku

    das gerät sucht nicht, es wartet auf den broadcast des netzes. und empfangen verbraucht dimensionen weniger energie als senden. und ein faradayscher käfig hat damit mal überhaupt gar nix zu tun.

    der rest wurde ja bereits hinreichend erläutert.

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  12. Re: urban legends

    Autor Chevarez 20.02.13 - 13:48

    wabbit_works schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wirken die Sendeleistungen der tablets und smartphones - trotz des höheren
    > Abstandes der Radaranlage zum Flugzeug - wie ein Fliegenschiss auf der
    > Tragfläche eines Airbus.

    Und der wirkt sich sicherlich sogar aerodynamisch merklicher aus. Nicht umsonst hat mein Kumpel an seinem Segler letztes Jahr erst neue Profilreiniger installiert. ;-)

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  13. Re: urban legends

    Autor Chevarez 20.02.13 - 13:54

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genauso gut könntest du mit Gummisohlen statisch aufgeladen werden und
    > einen Funken beim Aufsperren deines Autos abgeben. Alles möglich ... aber
    > Benzin kann man damit nicht entzünden, auch nicht mit einer Zigarette, die
    > man in eine Benzinpfütze fallen lässt.

    Da muss ich widersprechen. Es ist schon sehr häufig (in Relation zu anderen Ursachen) vorgekommen, dass sich beim Tanken Kraftstoffdämpfe entzündet haben, weil die tankende Person sich, aufgeladen durch entsprechende Kleidung und das synthetische Material der Autositze, statisch am Einfüllstutzen entladen hat. Dafür gibt es sogar zahlreiche Beweisvideos auf Youtube.

    Das Risiko dazu ist zwar seit der konsequenten Einführung von Absaugvorrichtungen hier in Deutschland stark zurückgegangen, aber in anderen Ländern passiert das ab und an noch. Deshalb steht der Hinweis auch an den Zapfsäulen, man möge sich vor dem Tankvorgang erst durch Berührung eines metalischen Gegenstandes entladen und während des Tankvorgangs nicht mehr ins Auto setzen, um ein wiederaufladen zu verhindern.

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