Und da geht es mir nicht um die Eltern, die dann zum Geld ausgeben gequaengelt werden. Werbung ist Manipulation und Kinder sind noch um ein vielfaches leichter als die meisten Erwachsenen manipulierbar. Ich wuerde am liebsten sogar ein generelles Verbot fuer nicht ausdruecklich erwuenschte Werbung fordern - aber das waere wo so ad-hoc gleichbedeutend mit dem sofortigen Kollaps des Wirtschaftssystems - andernfalls haben wir wohl noch ein paar Jahre bis dahin... Fakt ist, dass Werbung - besonders unerwuenschte, unterbrechende, aufgezwungene - den Willen von Menschen massiv manipuliert und viele sind sich dessen nicht einmal bewusst. Aus individuellen Menschen mit freier Entscheidungskraft (wie es der Kaufvertrag nach BGB eigentlich voraussetzt) wird Kauf-Vieh gemacht, dass kurz nach Werbeausstrahlung in den Laden kommt und unnoetigen Schrott kauft... Das ist wirtschaftlich erwuenscht, aber der Mensch bleibt dabei auf der Strecke.
Werbung kann schädlich sein, sollte aber im Grunde ein Medium sein können, durch das den Menschen Produkte vorgestellt werden von denen die es vorstellen. Unerwünschte Manipulation ist gefährlich und moralisch verwerflich und sollte daher soweit wie möglich unterbunden werden.
Primär sollte im Kampf gegen Manipulation aber in Bildung und ein Bewusstsein für aktuelle Formen der Gesellschaft investiert werden. Bei Erwachsenen würde dann im Idealfall die Gefahr der unfreiwilligen Manipulation beachtlich verringert werden.
Bei Kindern lässt sich sowas auch im Idealfall nicht umsetzen, weil diese (per Definition??) die Welt erst kennenlernen. Ich bin da also deiner Meinung: Werbung in Kinderportalen sollte verboten werden, solange es keine vernünftigen Richtlinien für die Unterscheidung von manipulativer und "sauberer" Werbung gibt.
"mangelnde Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung"
schon das alleine find ich bedenklich. Mangelte es dann da etwa auch am redaktionellen Inhalt, wenn dieser sich nicht von Werbung unterscheidet??
Oder anders: Wenn das portal nur schrottigen Inahlt hat, dann braucht da mein Kind auch nicht unterwegs sein.
subbu schrieb:
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> "mangelnde Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung"
Jede "seriöse" Tageszeitung und natürlich auch das Fernsehen versteckt mittlerweile Werbung in redaktionellen Inhalten. Journalisten sind (wie die Bäcker) schon lange dabei, ihr eigenes Handwerk abzuschaffen.
Wenn ihr z.B. einen Artikel über das angeblich von fast jedem Deutschen benutzte Internetdating lest, ist das mit ziemlicher Sicherheit in Wirklichkeit Werbung eines Anbieters, der an den Journalist herangetreten ist und dann meist gaaanz zufällig unter den befragten "Experten" vorkommt.
Das beste Beispiel für diese Taktik war wahrscheinlich 2nd Life. Niemand hat es benutzt, aber die Zeitungen waren voll davon. Das war um Größenordnungen effektiver als herkömmliche Werbung.
Second Life benutzt doch heute auch noch keiner oder? :-D
Oder das iPad, welches unsere Arte und Weise, wie wir das Internet, Bücher und Filme benutzen, revolutioniert hat!
Also ich hab mir das mal angeschaut als es Neu war, das wars dann auch aber eine Freundin spielt das sehr sehr viel. Denke mal die kennts durch die Medien.
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