Ich finde, der gute Mann hat Recht.
Wie man in der Vergangenheit schon gesehen hat, fand im Vorfeld einer Wahl schon Manipulation am Wiki-Artikels des Gegners statt. Scientology wurde letztens erst ausgeschlossen, weil sie Sachen suggerierten, indem sie Fakten verfälschten. Wikipedia musste sogar den Kasachstanartikel nach der Premiere von Borat sperren, da einige aus Scherz (oder Dummheit) die Dinge aus dem Film als Tatsache hinstellten.
Und wie der Richter bereits gesagt hat: Wikipedia ist mittlerweile eine der Hauptreferenzen eines Schulvortrages - zumindest in der Zeit als ich noch zur Schule ging - und das steigert sich bestimmt stetig. Deswegen finde ich es gut, dass ein Schritt in diese Richtung gemacht wird.
Vielleicht ist es zu extrem, gleich nach dem Namen zu verlangen, aber den Ansatz finde ich lobenswert. Und man sollte eine solche Diskussion nicht wieder mit den selben Totschlagargumenten beenden, sondern sich mal einen Kopf machen. Nur weil der Mann doppelt so alt ist wie die meisten Leser hier, heißt es ja nicht, dass alles totaler Schwachsinn ist.
Kurz gesagt:
Ich würde mich freuen, wenn Wikipedia weiterhin so eine super Quelle ist und hoffentlich auch bleibt - gegen jedweden Manipulationsversuch erhaben. Und da Betrüger immer wieder neue Schlupflöcher finden, muss man sich eben anpassen - so was nennt man dann Entwicklung.
Ich dachte eigentlich, die Wikipedia hat eine Selbstkontrolle durch die Community, die falsche Inhalte von selbst erkennt und korrigiert.
Und die funktioniert ganz gut.
Ich frage mich ob die persönliche Meinung eines deutschen Richters dieses amerikanische Unternehmen interessiert?
..
Sicher, aber bei der Masse kann man auch nicht alles sehen. Google doch einfach mal nach "google sperrt" - besser noch "google sperrt -scientology". (Da Scientology letztens ein aktuelles Thema in den Medien war, sind die ersten Seiten voll damit) Dann kriegt man mal einen kleinen Einblick in die Probleme, die anonyme Schreiber so verursachen.
Unternehmen?
"Unternehmen?"
Aaaaaha .. Was meinst du damit? Kannst du das erläutern?
Wikipedia wird nicht von einem Unternehmen betrieben.
Im Grunde genommen schon. Die Betreiber sind wie ein Unternehmen organisiert und stellen ja auch Personal ein. Allerdings sind die Schreiber davon unabhängig.
Auf jedenfall hat die Wikimedia eine Leitung und die sitzt in Amerika.
Nun seit mal nicht so kleinlich.
Ja, es ist aber schon ein gewaltiger Unterschied ob die Leitung aus einem von Autoren gewählten Stiftungsrat einer gemeinnützigen Stiftung besteht oder dem Vorstand von einem gewinnorientiertem Unternehmen
Wikianer schrieb:
> Und man sollte eine solche Diskussion nicht
> wieder mit den selben Totschlagargumenten beenden, sondern sich mal einen
> Kopf machen.
Danke, ich hab' schon einen.
Stimmt hundertprozentig was der Richter sagt!
Ich weiß nicht was sich bei Wikipedia geändert hat aber die Artikel spiegeln mehr den Mainstream Mist wieder.
Klar, PI seht korrekt drin aber bei kritischen oder strittigen Themen kann man heute ebensogut die Welt lesen.
Früher hatten viele Artikel einen Absatz "Kritik" den sucht man heute meisst vergeblich.
Sucht mal nach "Lissabon-Vertrag", von Kritik überhaupt keine Spur. Das ganze liest sich wie ein Werbeflyer der EU-Kommission.
Wahnsinnig konstruktiver Beitrag. Parlamentarier?
Buntix schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Sucht mal nach "Lissabon-Vertrag", von Kritik überhaupt keine Spur. Das
> ganze liest sich wie ein Werbeflyer der EU-Kommission.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Lissabon#Debatte_und_Kritik
xsosos schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ja, es ist aber schon ein gewaltiger Unterschied ob die Leitung aus einem
> von Autoren gewählten Stiftungsrat einer gemeinnützigen Stiftung besteht
> oder dem Vorstand von einem gewinnorientiertem Unternehmen
Ein Unternehmen muss nicht unbedingt vorwiegend gewinnorientiert sein. In DE gibts zum Beispiel die gGmbH = gemeinnützige GmbH.
*Schäm*
Sorry, hab ich voll überlesen.
Dennoch erscheinen mir viele Themen heute irgendwie geschönt im Vergleich zu 2-3 Jahren vorher.
Buntix schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Stimmt hundertprozentig was der Richter sagt!
> Ich weiß nicht was sich bei Wikipedia geändert hat aber die Artikel
> spiegeln mehr den Mainstream Mist wieder.
Sie ist erwachsener geworden? SCNR.
Aber das wird sich mit einer Authentifizierung der Autoren kaum ändern. Klar Schmähkritik und üble Falschdarstellung wird dann etwas weniger. Aber man wird weiterhin keinen Gerichtsprozess wegen deutlicher Kritik wagen. Dafür ist die WP finanziell nicht gut genug ausgestattet.
Und wer weiß schon, ob der Willi Wichtig (per Post-Ident bestätigte Identität), der am CDU-Artikel herumschreibt einen SPD-Parteiausweis hat? Oder ob Susi Sonnenschein(per Post-Ident bestätigte Identität) die den Scientology-Artikel verbessert ein Clear Thetan erstan Ranges ist.
> Klar, PI seht korrekt drin aber bei kritischen oder strittigen Themen kann
> man heute ebensogut die Welt lesen.
>
> Früher hatten viele Artikel einen Absatz "Kritik" den sucht man heute
> meisst vergeblich.
Das liegt aber daran, dass ein Absatz (oder ein ganzer Artikel ;-) ) Kritik eigentlich nur zeigte, dass es keine Einigkeit über die Fakten gab. Dass es immer viel schmutzige Wäsche zu waschen gibt, bezweifle ich ja nicht, aber sowas gehört nicht in eine Enzyklopädie. Da hätte ich gerne Fakten und keine vermuteten oder angedeuteten Zusammenhänge.
Und wenn du auf "Die Welt" verweist, dann ist das eben eine zitierfähige Zeitung, die sich so ausdrückt, dass sie nicht ständig eine Unterlassungsklage fürchten muss. Da wollte die WP eigentlich hin.
Enzyklopädien sind vom Grundgedanken her schon konservativ (Wissen und Werte bewahrend) und nicht progressiv (neues ausprobieren) oder investigativ. Wenn du mehr progressives willst, musst du in linken oder rechten Foren und Blogs lesen und posten. Aber die haben halt im allgemeinen keine so gute Reputation - gerade weil sie so sind, wie sie sind.
Grüße
Sascha
heißen die nicht non profit organisationen??? oder ist dat was anneres?
was habe ich davon dass ich den namen eines autors habe, wenn ich eh nicht weiss welche ziele er mit seinem artikel verfolgt?
soweit ich die worte des herrn richters versuche zu verstehen, geht es ihm dabei wohl eher um einen schuldigen der im schadensfall zur rechenschaft zu ziehen ist - bei verlagen bürgt ja der verlag, der autor kann eh entlassen werden. bei wikipedia hat er doch auch wikipedia als schuldigen, der kann aber wohl etwas schwer belastet werden, da dieser nicht seinen sitz in deutschland hat?
der richter mag zwar recht haben, er sollte aber dann eher bei den verlagshäusern anfangen inwiefern diese parteilos berichten. sich in einer trügerischen sicherheit zu wiegen, dass ein unternehmen hinter den informationen steht scheint mir schlimmer, als ein themenpool wo jeder jeden korrigiert ohne ich chef du schreiberling sonst kündigung...
Kommentare: 170 | letzter Beitrag 15:54 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 69 | letzter Beitrag 17:31 Uhr
Kommentare: 68 | letzter Beitrag 17:25 Uhr
Kommentare: 64 | letzter Beitrag 26.05. 17:51
E-Mail an news@golem.de

Nach der Urteilsverkündung im Rechtsstreit zwischen Youtube und Gema fühlten sich beide Seiten als Gewinner. In Wahrheit gibt es aber nur einen Verlierer, bloggt Medienrechtsexperte Thomas Hoeren: die Gema.

Ein soziales Netzwerk für Pornografie muss seine Marke nicht an Facebook übergeben. Faceporn, ein norwegisches Unternehmen, freut sich über den Sieg vor einem kalifornischen Gericht.

Diablo 3 ist toll, sagen viele Spieler - Diablo 3 ist eine Stimulus-Response-Maschine, sagt Rainer Sigl. Der Blogger und leidenschaftliche Gamer erklärt, warum er sich Blizzards jüngstem Werk verweigert.

Renesas ist nach Elpida der zweite schwer angeschlagene japanische Chiphersteller. Renesas, das Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC gehört, macht Verlust und will seine größte Fabrik verkaufen.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.