Berlin ist ja noch nicht genug verschuldet. Da können sie doch locker noch ein paar tausend WLAN-Accesspoints aufstellen - der Länderausgleich wird das schon bezahlen...
Ich frag mich auch: Für was? Gibt es nichts wichtigeres für die ohnehin knappen Gelder?
Edjh schrieb:
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> Ich frag mich auch: Für was? Gibt es nichts wichtigeres für die ohnehin
> knappen Gelder?
Doch, klar: 420Mio Euro (geplant, real wahrscheinlich doppelt soviel) für drei Kilometer Autobahn, die niemanden weiterbringt, weil sie den Stau nur von Treptow nach Friedrichshain verlagert.
Endlich mal eine tolle Idee. Da ich als Radfahrer, Nicht-Biblioteks-/Schwimmbadbesucher, Nicht-Kindergartennutzer leider keinerlei Subventionen abgreife, entsteht hier mal endlich Gerechtigkeit. Allerdings wird die Subventionierte UMTS-Flatrate wahrscheinlich billiger als ein WLAN Netz aufzubauen.
Die Meinung zum Autobahnausbau ist ja Schmarn. Sie entspringt rein der Veränderungsangst. Geboren aus der DDR. Ich erinnere mich nur an die Proteste die Oberbaumbrücke wieder dem Verkehr freizugeben. Mediaspree,...
für was soll dann das geld raus geballert werden wir haben eine der schlechtesten infrastrukturen in sachen internet... und wir leben nich mehr in der steinzeit meine leute und es ist eine gute investition in die zukunft...
informationsaustausch is der schlüssel in die zukunft wir sind menschen und müssen als solche zusammen gegen die krankheien vorgehen die noch nich heilbar sind ....
technik schaffen für leute die blind sind und es nicht mehr sein wollen usw..
und ihr redet hier unnötige geldrausschmeißerei das is wohl die beste investition
besser als irgenntwo für 4 mille euro nä neue brücke in der pampa zu bauen....
Tja Pech gehabt wenn es für Firmen wie Telekom und Co. nicht attraktiv genug ist die Struktur in Berlin auszubauen. So ist das numal. Kann ja keiner was dafür dass Berlin für diese so unattraktiv ist Hinterposemuckel-Dümpfenbach. Der Staat, die Länder udn Kommunen finazieren ja auch nicht in jedem Kuhkaff ein WLAN.
thr3 schrieb:
> Tja Pech gehabt wenn es für Firmen wie Telekom und Co. nicht attraktiv
> genug ist die Struktur in Berlin auszubauen. So ist das numal. Kann ja
> keiner was dafür dass Berlin für diese so unattraktiv ist
Häh? Das Mobilfunknetz in Berlin ist deutlich besser ausgebaut als anderswo. In München fangen sie ja jetzt erst an Handyempfang in der U-Bahn zu ermöglichen. Das gabs in Berlin schon vor mindestens 10 Jahren.
dumdidum schrieb:
> Die Meinung zum Autobahnausbau ist ja Schmarn. Sie entspringt rein der
> Veränderungsangst. Geboren aus der DDR. Ich erinnere mich nur an die
> Proteste die Oberbaumbrücke wieder dem Verkehr freizugeben. Mediaspree,...
Veränderungsangst? Dann reiss ich Dein Haus auch ab, nehm Dir Deinen Garten weg und mach den Park in Deiner Nähe kleiner. Wenn jemand wenigstens davon profitieren würde, könnte man Interessen abwägen. Aber wer profitiert von dieser sinnlosen Autobahn? Niemand ausser den Tiefbauunternehmen mit polnischen Billigkräften und den Beziehern von Bakschisch. Der Stau bleibt, denn die Nadelöhre existieren weiterhin. Man kommt damit nicht eine Minute früher ans Ziel.
matze die atze schrieb:
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> für was soll dann das geld raus geballert werden [...]
Für Bildung, wie dein Schreib-"Stil" eindrücklich beweist!
was den vorredner angeht, erfolgte der ausbau des mobilfunknetzes in der berliner u-bahn aus einem eigeninteresse der berliner u-bahn. als teil der bvg gehört das dann wohl zum teil dem land berlin. der grundgedanke lag ursprünglich aber nicht im ausbau der infrastruktur (im allgemeinen interesse), sondern nur dem eigennutzen der bvg (unternehmensinterne kommunikation). wenn ich mich recht entsinne, ist das netz von e-plus und die anderen anbieter mieten sich da nur ein. so war es in der vergangenheit.
der innere berliner stadtring ist ein infrastrukturprojekt, an dem bereits seit den 60iger zu zeiten des kalten krieges gearbeitet/geplant wurde. da haben damals schon beide regierungen dran gesessen. um den ausbau wird man leider nicht drum herum kommen, da es bisher keine bessere alternative zur erschließung der berliner ostbezirke und zur entlastung der innenstadt gibt. klar ist, dass der autobahnring nie geschlossen wird, sondern "nur" als vierspurige straße später von der frankurter allee (kann auch etwas weiter nördlich sein) bis zur as seestraße seestraße geführt wird. klar ist auch, dass im nordöstlichen bereich nie das tatsächliche verkehrsaufkommen aufgenommen werden kann. stattdessen wird man auf eine erziehung der verkehrsteilnehmer setzten müssen.
was die finanzierung des inneren stadtrings angeht. bei der autobahn handelt es sich um eine bundesfernstraße. also eine maßnahme des bundes. daher finanziert dieser diese baumaßnahme. das land berlin agiert hier als auftragsverwaltung des bundes. was die anbindungen auf der landesseite an den stadtring angeht, erfolgt das über berlin. da berlin zu den wirtschaftlich schwachen regionen der eu gehört, wird ein großteil ohnehin (wie bei anderen infrastrukturmaßnahmen in berlin) efre finanziert (eu förderprogramm).
ob dieses wlan in berlin einen beitrag zum ausbau der infrastruktur hat und damit wieder über die eu finanziert wird, ist fragwürdig. was den nutzen angeht, bezweifle ich auch das projekt, obwohl ich mir ein flächendeckendes wlan in de wünsche. in der theorie funktioniert das immer so einfach. bzgl. der sicherheit und damit dann auch in der praxistauglichkeit dürfte es schwierigkeiten geben.
supersonic78 schrieb:
> der innere berliner stadtring ist ein infrastrukturprojekt, an dem bereits
> seit den 60iger zu zeiten des kalten krieges gearbeitet/geplant wurde. da
Das Projekt "innerdeutsche Mauer" ist auch aus den 60ern und heute zum Glück Geschichte. Autowahnfantasien von vor der Ölkrise sind Schnee von gestern, heute muss man in die Zukunft schauen - sonst wird man irgendwann hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
> haben damals schon beide regierungen dran gesessen. um den ausbau wird man
> leider nicht drum herum kommen, da es bisher keine bessere alternative zur
> erschließung der berliner ostbezirke und zur entlastung der innenstadt
Der Autobahnring wird *nie* geschlossen werden - denn auf Ost-Seite sind die meisten Flächen dafür bereits bebaut. Selbst wenn das Ding für horrende Kosten bis in die Landsberger Allee weitergebaut wird und die meisten Leute zu der Zeit sich Autofahren noch leisten können (was nicht unbedingt gegeben sein muss) wird es nur zu mehr Autoverkehr und damit wieder zum gleiche Stau führen. Alte Verkehrsplanerweisheit: Wer Strassen sät wird Verkehr ernten. So konnte man es in allen anderen Städten beobachten, die man mit Autobahnen zugepflastert hat.
Es muss ein vernünftiges Vekehrskonzept her, das die Bedürfnisse auch derer erfüllt die nicht unbedingt mit dem Auto fahren müssen - unter anderem damit es für die die es müssen eben besser vorangeht. Aber wenn man tatenlos zusieht, wie die S-Bahn vor die Wand gefahren wird und im Gleisdreieck nichtmal ein paar Euro fuffzig für ne Brücke über die S-Bahngleise übrig waren, sodass Radfahrer kilometerweite Umwege fahren müssen - dann siegt die Bequemlichkeit und Berlin erstickt im Stau. Das ist kein tragfähiges Konzept.
wo menschen sind, wird auch verkehr sein. in einer metropole, wie berlin, ist demnach ein etwas höheres verkehrsaufkommen, als anderswo.
klar wirst du um vernünftig ausgebaut massentransportmittel nicht herum kommen. nur selbst, wenn du den privaten individualverkehr weg nimmst, wird dir auffallen, dass der berufsverkehr weiterhin maßnahmen dieser art fordert. die oma von nebenan möchte schließlich irgendwo ihre brötchen kaufen. und die krankenpfleger müssen sie auch irgendwie besuchen. alle diese leistungen müssen transportiert werden. nur wird das leider nicht mit den öffentlichen verkehrsmitteln gehen. daher müssen wir uns konzepte einfallen lassen, die alle interessen berücksichtigen. mit "alle" ist dann verständlicher weise nicht nur dein und mein interesse gefragt.
und ja, der ring wird geschlossen werden. grund: die trasse seestraße, oslower straße, ostseestraße wird dafür verwendet. von dort aus geht es richtung süden entlang des s-bahnrings. und dort hält es sich mit der bebauung in grenzen. wenn ich das mal recht gesehen habe, wird eine kleingartenkolonie daran glauben müssen. wie gesagt. die autobahn wird es dort nie geben. aber der ring ansich wird geschlossen (stadtstraße).
was den autowahnfanatismus angeht, möchte ich gerne wissen, wie man eine stadt, wie berlin, ohne berufsverkehr gestalten möchte. selbst, wenn du autos durch kutschen ersetzt, hast du die gleiche situation. transport von menschen und gütern.
supersonic78 schrieb:
> was den autowahnfanatismus angeht, möchte ich gerne wissen, wie man eine
> stadt, wie berlin, ohne berufsverkehr gestalten möchte. selbst, wenn du
Der Berufsverkehr in Berlin findet bereits jetzt überwiegend in U- und S-Bahnen sowie auf dem Fahrrad statt. Das ist durchaus ausbaufähig und wie ich bereits schrieb, profitieren davon auch die verbleibenden KFZs. Wenn Du Zustände wie in München haben willst, wo Du teilweise eine halbe Stunde für einen Kilometer brauchst, dann unterstütze weiterhin den Autobahnwahn.
ist doch egal. solange es keine untergrenze gibt nehmen wir halt weiter kredite. ist doch egal obs 100.000.000.000 sind oder 400.000.000.000 sind ^^ man sollte der tatsache ins gesicht schauen. in der zukunft wird es nicht darum gehen, welcher staat mehr kohle hat, sondern welcher die wenigstens schulden hat. ist doch alles relativ.
ok, ich scheine den berufsverkehr mit dem wirtschaftsverkehr verweckselt.
also....man ersetze berufsverkehr durch wirtschaftsverkehr. das ist das, worauf ich hinaus wollte. war also mein fehler...
ich hoffe, dass es dir nun einleuchtet. denn wenn du den abschafst, kannst du deine sachen packen und mit der selbstversorgung beginnen. viel spass beim kartoffeln auf dem balkon anbauen....
die müllabfuhr machen wir dann wieder, wie vor 100 jahren, mit dem pferdefuhrwerk.
ich hoffe, du bist nun zufrieden.
Tuskar schrieb:
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> Berlin ist ja noch nicht genug verschuldet. Da können sie doch locker noch
> ein paar tausend WLAN-Accesspoints aufstellen - der Länderausgleich wird
> das schon bezahlen...
Kostet ja auch so wahnsinnig viel. Die Ausbesserung einer kleinen Strasse kostet schon mehr als die paar Accesspoints.
thr3 schrieb:
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> Tja Pech gehabt wenn es für Firmen wie Telekom und Co. nicht attraktiv
> genug ist die Struktur in Berlin auszubauen. So ist das numal. Kann ja
> keiner was dafür dass Berlin für diese so unattraktiv ist
> Hinterposemuckel-Dümpfenbach.
Nö. Die Telekom hat nur kein Bock ein Konkurrenzprodukt zu UMTS zu etablieren. Keine Sau würde mehr in Berlin das teure iPhone mit dem Knebelvertrag kaufen, wenn man das gleiche mit dem iPod touch erledigen könnte. WLAN ist für die Telekom ein ganz ganz rotes Tuch.
supersonic78 schrieb:
> ok, ich scheine den berufsverkehr mit dem wirtschaftsverkehr verweckselt.
>
> also....man ersetze berufsverkehr durch wirtschaftsverkehr. das ist das,
> worauf ich hinaus wollte. war also mein fehler...
Seh ich immer noch nicht. Förderung von Radverkehr + ÖPNV = weniger (privat)Autos unterwegs ==> mehr Platz für "Wirtschaftsverkehr". Mehr Autobahnen führen nur zu mehr Wegen die mit dem Auto zurückgelegt werden und damit nicht zu weniger Staus (kann man überall beobachten, wo man Stadtautobahnen gebaut hat). Und der Lieferverkehr fährt üblicherweise nicht so schnell wie möglich innerstädtisch von A nach B, sondern muss an vielen Stellen anhalten, der profitiert von einer Autobahn nur unterdurchschnittlich.
Mal abgesehen von der Tatsache, das der (hauptsächlich) LKW-Verkehr von und nach Polen gerne die Abkürzung über die A100 nimmt, statt den Berliner Ring - eine dicke Autobahn ist dann also schneller voll als man sie weiterbauen kann. Das geschieht heute schon und wird beim Ausbau sicher nicht besser.
> ich hoffe, dass es dir nun einleuchtet. denn wenn du den abschafst, kannst
Falls Du Dich auf mich beziehst: ich hab nix von Abschaffen geschrieben, ganz im Gegenteil. Bitte nochmal durchlesen. Ich sprach von einer intelligenteren Verteilung, von der - wie gesagt - die verbleibenden KFZs noch am meisten profitieren.
> ich hoffe, du bist nun zufrieden.
Wenn Du meine Beiträge liest und verstehst, können wir wieder weiterdiskutieren. Das ist Dir bisher noch nicht gelungen.
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